Ich habe 2 Monate für ein 25 Stunden Spiel gebraucht, das ist schon ziemlich lame. Und wo wir gerade von lame sprechen (hahaha):

Spiel: Master Detective Archives: Raincode (NSW)
Dauer: 25:49
Durchgespielt am: 01.04.2026
Blogpost (SPOILER)

Ich bin ja ein riesiger Danganronpa und Zero Escape Fan, und konnte auch anderen Mystery Spielen, die nach ähnlichen Prinzipen ablaufen, immer recht viel abgewinnen. Selbst AI Somnium Files hatte Elemente, die mich absolut begeistert haben, auch wenn es bei mir insgesamt nicht ganz so hochrangiert, wie die anderen Spiele dieser Genregruppe. Somnium Files kann aber nun erleichtert aufatmen, denn es gibt einen neuen Buh-Mann unter ihnen, und es ist Master Detective Archives: Raincode!

Okay, es gibt schon auch Sachen, die mir gefallen haben. Man hat schon ein bisschen gemerkt, dass auf Danganronpa durchaus sinnvoll aufgebaut wurde, sodass zum Beispiel die Minispiele, mit denen man die einzelnen Fälle Schritt für Schritt löst, sich irgendwie abwechslungsreicher anfühlen. Statt in einer Gerichtsverhandlung mit 173 Teilnehmern befindet man sich in einem sogenannten Mystery Labyrinth, das vor allem mehr Raum dafür bietet, sich gestalterisch und thematisch mehr auf die einzelnen Mordfälle zu beziehen.
Auch bei den Charakteren... nein, der Satz fängt falsch an. Die Charaktere sind eigentlich und vor allem auf den ersten Blick nicht nur weiterhin eindimensional, sondern in ihrem einen, vorherrschenden Charakterzug NOCH überzeichneter, als ich es je gesehen habe. Aber das Spiel bietet ihnen viel mehr Raum als in Danganronpa - weil es weniger sind, und weil sie klare Verbündete sind. Und so hat man auch Zeit, sie kennenzulernen und das tat dem Ganzen schon ziemlich gut. Bis auf einen habe ich sie alle überraschend lieb gewonnen, also zumindest was die Detektive angeht. Den neuen Sidekick an der Seite des Protagonisten, Shinigami, fand ich vermutlich sogar schlimmer als alle Monokuma-Varianten, aber vielleicht ist das auch nur, weil sie halt ohne Unterbrechungen überall dabei ist, IMMER nur unlustiges, blödes, sexistisches Zeug labert und dazu noch dumm ist wie ein Stück Brot. Obwohl sie eine Todesgöttin sein soll. Übertroffen wird ihre Dummheit nur mehr von der des Hauptcharakters, der passenderweise Yuma Kokohead heißt, und bis zur letzten Minute wirklich nichts versteht. Und das, obwohl die einzelnen Mordfälle diesmal leider alle ziemlich einfach zu lösen sind. Die jeweiligen Täter kann man recht schnell durch Ausschlussverfahren erkennen, wenn man sich nur die Lösungsschlüssel (also die Hinweise für das Mystery Labyrinth später) aufmerksam durchliest. Auch den Modus Operandi habe ich öfter als nicht bereits vor dem Start des Labyrinths herausgefunden, und dann muss man da noch rein und Stunden damit verbringen, Yuma auch auf den richtigen Pfad zu lenken.

Ich glaube ich könnte viele Dinge verkraften, aber die Tatsachen, dass ich eeewig in Minispielen und Multiple Choice Aufgaben Fragen beantworten muss, deren Antwort ich bereits weiß und vor allem dann noch eeewiger Yuma und Shinigami dabei zuhören muss, wie sie sich über Rätsel beraten, die mein Gehirn schon vor Stunden gelöst hat, waren der Sargnagel, der das komplette Spiel einfach größtenteils langweilig und anstrengend gemacht hat. Und das liegt auch sicher nicht an mir und meiner trainierten Ermittlungsgabe, das Spiel ist aus irgendeinem Grund zwar schon irgendwie auch für Danganronpa Spieler (es gibt Hinweise), aber dann doch hauptsächlich für welche, die genauso einen leeren Kokosnusskopf haben wie Yuma, der Kokohead.

Wertung: 6/10



Ich habe das nächste Challenge Spiel schon angefangen. Nachdem ich damals The Guided Fate Paradox so sehr geliebt habe, musste ich auch den geistigen Nachfolger The Awakened Fate Ultimatum mal spielen. Und es ist... besser als ich erwartet habe, weil ich wirklich dachte, dass es mega schlecht sein wird. Ich glaube da werde ich gar nicht mehr allzu lange brauchen.
Außerdem muss ich im Nachhinein meine Teenage Exocolonist Wertung um einen halben Punkt herabsetzen, weil ich, äh, danach The Forgotten City gespielt habe und es noch lieber mag, aber dem wiederum nicht 10 Punkte geben kann. Serious Business. Aber ernsthaft, bisher mein klares Game of the Year, dieses Forgotten City (im Gegensatz zum Raincode Blogpost hat dieser kaum Spoiler, also lasst euch von meiner Begeisterung anstecken!).