Von dem Game hatte ich auch schon gehört. Klang für mich wie ein Devotion für Arme, und irgendwie unterstreicht Dein Bericht das auch noch mal. Vor allem, weil Devotion halt einfach mal 3 Jahre vorher rauskam, wo man mit dieser Art von Spiel noch nicht ganz so altbacken gewirkt hat. Und das wurde ja damals als das "taiwanesische PT" gehandelt

Was ich mich hier aber frage: Ist die Geschichte denn typisch vietnamesisch? Also, über "es spielt halt in Vietnam" hinaus? Vielleicht eine schwere Frage, weil Du in der Kultur da auch nicht so tief drinnen bist. Was ich an Red Candle Games (die Devotion gemacht haben) ja wirklich geschätzt habe, ist, dass ihre Spiele unmissverständlich taiwanesisch sind - und das nicht nur darauf bezogen, dass es halt in Taiwan spielt. Detention macht das am offensichtlichsten, weil es zur Zeit spielt, in dem das Land unter Kriegsrecht war und man das deutlich merkt. Die Monster sind in dem Sinne auch eher Manifestierungen des mehr als realen Horrors, den Menschen in so einer Zeit erleben. Bzw. finde ich, dass das auch der Kern ist, warum die Spiele von dem Studio so stark sind - weil sie den Schrecken darstellen, der aus zwischenmenschlichen Beziehungen hervorgehen kann. Das scheint Thần Trùng schon damit ein wenig aufzugeben, weil es um dieses mystische Wesen geht, mit dem man einen Deal eingeht.

Wie dem auch sei, um das Spiel mach ich dann wohl nen Bogen und werfe wenn eher noch mal Devotion rein