Das ist tatsächlich die eine Stelle, auf die ich auch antworten will!
Ich denke, die Wirkung von solchen Dialogen liegt meistens auf einer sehr viel niedrigeren (höheren?) Ebene: Der ganze Kram ist wahnsinnig abhängig von eigenen Erfahrungen, vom eigenen Umgang mit Emotion, und je mehr ein Kunstwerk auf Emotion setzt, desto einfacher kann es auch passieren, dass es bei einem überHAUPT nicht anschlägt. Insofern wundert mich auch nicht, dass Clair Obscur einerseits absolute Lobhuldigungen abholt und andererseits hier und da auf Unverständnis stößt.Zitat
Ich hatte das ja teilweise auch, wenn auch zu Teilen aus anderen Gründen. Das Writing der Dialoge hat für mich im Großen und Ganzen gut funktioniert, sowohl mit der englischen Synchro als auch mit der französischen (wo ich sie anhatte), und besonders im Zusammenspiel mit den Gesichtern, und BESONDERS nach hinten raus in den letzten paar Stunden. Writing-technisch kommt bei mir aber gerade das Knappe, auf den Punkt Gebrachte oft sehr viel besser an, als die Art von Writing, die ich dann als "pseudo-emotionale Nichtigkeiten/Textwüsten" wahrnehme. ^^
Und wie ich nicht müde werde zu erwähnen: Rein subjektiv kann ich bis heute nicht verstehen, wie der Film Die letzten Glühwürmchen emotional wirkungsvoll sein kann! xD
Kurzform: Ich würde bei der Wirkung von emotional fokussierter Kunst nicht ZU viel Wert auf handwerkliche Aspekte setzen. Die müssen passen ... aber halt zu den Leuten, die spielen, nicht zu irgendwelchen objektivierbaren Maßstäben.

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