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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Gespart wurde sicher nicht. Wie gesagt, das wird eine bewusst Entscheidung gewesen sein. Die japanische Fassung hatte nicht mal eine Sprachvertonung. Auch keine Sparmaßnahme, sondern eine Designentscheidung. Muss man nicht gut finden, aber von Sparen kann hier nicht die Rede sein. Gibt ja auch längst ’ne Orchester-Fassung. Nur halt nicht im Spiel.


  2. #2
    @Cuzco: Jedes Dragon Quest in der Originalfassung, auch Dragon Quest VIII, erscheint zunächst mit klassischem Midi-Soundtrack. Das Glück, die PS2-Fassung mit Orchester-Soundtrack genießen zu können, ist sogar ausschließlch dem Westen vorbehalten. IX war halt technisch bedingt Midi, wobei ich den OST aber trotzdem sehr gut fand. X erschien auch zunächst mit Midi, erst seit der Wii U-Version konnte man auf Orchester-Ausgabe umschalten. Bei XI haben wir im Westen aber jetzt halt irgendwie Pech gehabt. Super-schade!

    Übrigens, der OST zu VII ist eigentlich ziemlich gut! Aber eben nur in der Orchester-Fassung. Hätten ich das Spiel damit genießen können, wie es die Japaner konnten, hätte es das Spiel für mich schon deutlich erträglicher gemacht. Da war ich echt sauer. Und traurig. Ich war sehr saurig. Hat mir die komplette Freude verdorben, die ich bis dahin geduldig für das Spiel aufgebaut hatte.
    ٩( ᐛ )و

  3. #3
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Gespart wurde sicher nicht. Wie gesagt, das wird eine bewusst Entscheidung gewesen sein. Die japanische Fassung hatte nicht mal eine Sprachvertonung. Auch keine Sparmaßnahme, sondern eine Designentscheidung. Muss man nicht gut finden, aber von Sparen kann hier nicht die Rede sein. Gibt ja auch längst ’ne Orchester-Fassung. Nur halt nicht im Spiel.
    Ja, das mit der Sprachvertonung habe ich auch irgendwo gelesen. Es ist trotzdem komplett unverständlich. Sogar Teil VIII hatte ja - in Cutscenes - Sprachvertonung. Wobei ich da auch wieder nicht weiß, ob das nur in Europa bzw. Amerika der Fall gewesen ist. Diese Orchesterfassung auf die Du verlinkst, ist das wirklich genau der komplette Soundtrack wie er im Spiel vorkommt einfach mit Orchester eingespielt oder sind das Medleys sowie bei der Distant-World-Reihe? Wobei das Recordingdatum ist März 2017 (also noch rechtzeitig, um auch einen Platz im fertigen Spiel finden zu können) und die Besetzung mit 13 ersten und 13 zweiten Geigen sowie vier (!) Oboen scheint schon ziemlich amtlich zu sein. Normalerweise tauchen die auch nur in großen Besetzungen zu dritt bzw. zu zweit und mit einem Englischhorn (eine Art tiefere Oboe) auf. Auch vier Fagotte und acht Kontrabässe machen ordentlich wumms. Wahrscheinlich wurde auch alles zusammen aufgenommen.
    Aber worauf ich hinaus will: Es ist einfach unverständlich. Die Instrumente, die vorkommen, sind so ziemlich die klassischste Besetzung, die man sich vorstellen kann. Umso dämlicher klingt es natürlich in der Plastikfassung. Und wenn anscheinend die Mittel da waren, dann kann ich nur den Kopf schütteln, dass hier komplette unarrangierte MIDIs im Vordergrund sind. Sorry, aber Designentscheidungen können auch scheiße sein. Dann macht die Grafik das nächste Mal doch bitte auch 2D! Das Spiel sieht fast aus, wie ein animierter Pixarfilm mit Toriyama als Art Director, klingt aber wie Paul möchte irgendwann mal Filmmusik studieren und hat sich grade ein Notationsprogramm geholt...

    Zitat Zitat von Ligiiihh
    @Cuzco: Jedes Dragon Quest in der Originalfassung, auch Dragon Quest VIII, erscheint zunächst mit klassischem Midi-Soundtrack. Das Glück, die PS2-Fassung mit Orchester-Soundtrack genießen zu können, ist sogar ausschließlch dem Westen vorbehalten. IX war halt technisch bedingt Midi, wobei ich den OST aber trotzdem sehr gut fand. X erschien auch zunächst mit Midi, erst seit der Wii U-Version konnte man auf Orchester-Ausgabe umschalten. Bei XI haben wir im Westen aber jetzt halt irgendwie Pech gehabt. Super-schade!

    Übrigens, der OST zu VII ist eigentlich ziemlich gut! Aber eben nur in der Orchester-Fassung. Hätten ich das Spiel damit genießen können, wie es die Japaner konnten, hätte es das Spiel für mich schon deutlich erträglicher gemacht. Da war ich echt sauer. Und traurig. Ich war sehr saurig. Hat mir die komplette Freude verdorben, die ich bis dahin geduldig für das Spiel aufgebaut hatte.
    Ich kann Dich voll verstehen. Wusste auch nicht, dass DQ VII doch auch richtig eingespielt wurde. Die MIDI-Version klingt natürlich wie eine Chiptune ohne Chip - also nicht besonders schön. Ich dachte, das wäre damals einfach so erschienen wegen a) auch Budgetgründen und dass es b) noch auf zwei CDs draufpasst. Wie schon gesagt, Teil IX und X habe ich gar nicht gespielt. IV, V und VI da kann man ganz gut den Ton ausschalten - Teil VII hat auch noch keine Sprachausgabe. Ich habe ehrlich gesagt gedacht, dieses Gedudel ist dem Alter der eigentlichen Originalspiele geschuldet. Manchmal kann der Originalsoundtrack sogar schöner sein als die neuarrangierte Fassung - siehe Secret of Mana Remake, obwohl auch hier echte Musiker ins Spiel gebracht wurden. In aller Regel ist das aber nicht so.
    Am meisten war ich überrascht wie schön ich den FF XII-Soundtrack gefunden habe - im Remaster. Also in der Fassung für PS4. Ich fand den Soundtrack damals auf der PS2 ziemlich beliebig. Ich habe aber nun erfahren, dass die Arrangements des Soundtracks von FF XII sehr auf Orchester zugeschnitten waren, mehr als in allen anderen FFs davor. Kaum wurde der Soundtrack vernünftig eingespielt, schon klingt er richtig. So wie es sich der Komponist wohl auch vorgestellt hat. Umso mehr hat es mich überrascht, dass so ziemlich einer der rundesten und schönsten Soundtracks in diesem Spiel steckt und ich das erst 10 Jahre nach Erscheinen gemerkt habe.

    So ähnlich ist die Problematik jetzt auch hier mit Dragonquest. Ich glaube zwar auch, dass Teil XI wirklich gar nicht so besonders originell ist, von der Musik. Aber wahrscheinlich würde der Soundtrack das märchenhafte Ambiente eher unterstützen und diese verklärte Naivität der Kompositionen würden so hervorragend zum Stil passen. Allerdings bekommt man durch die unarrangierte Plastikfassung wie sie im Spiel ist, Ohrensausen. Einerseits sind auch die Stücke recht kurz und wiederholen sich recht häufig und dann gibt es zum Teil unbeholfen klingende Linien was wohl Streicher sein sollen, die eine Girlande nach oben spielen und sich dabei weder in Dynamik und Spielweise irgendwas entwickelt. Ich komm da nicht drauf klar. Ich finde auch Dragon Quest XI bisher am Schlimmsten, noch schlimmer als VII. Das liegt v.a. daran, dass ich aufgrund der Sprachausgabe und der Stimmung natürlich mit Ton spiele.

    Wie hat es sich der Komponist eigentlich vorgestellt? Man soll die Orchesterversion kaufen? Und dann? Im Spiel ist trotzdem die Plastikfassung drin. Ich will ja grade beim Spielen in eine Welt abtauchen. Wenn das eine Designentscheidung war, dann haben sie ihr Spiel richtig "verstümmelt". Denn Dragon Quest XI ist auch nach 15 (!) Stunden Spielzeit immer noch das besterzählteste und charmanteste J-Rollenspiel der letzten Dekade (wahrscheinlich sogar besser als Xenoblade). So eine Farce hat es nicht verdient. Wenn das alte "Gehen"-Geräusch beim Verlassen von Bildschirmen drin ist, dann können sie das meinetwegen machen - als Retro_Easter-Egg. Da hab ich nix gegen. Auch die umständliche Menüführung. Meinetwegen. Aber doch nicht bei der akustischen Präsentation - wobei es noch nicht einmal rationale Gründe dafür gibt. Das macht mich auch sehr "saurig". Wenn man sieht, wieviel Herzblut in diesem Spiel steckt, es aber nicht hört.
    Geändert von Cuzco (16.09.2018 um 08:34 Uhr)

  4. #4
    Ich habe jetzt nicht alles vollständig durchgelesen, aber jetzt nach 15 Stunden würde ich mich wohl anschließen dass die Musik einer der Negativpunkte im Spiel ist, wie schon angesprochen ist es einerseits die Soundqualität und zum anderen sind die meisten Stücke einfach uninspiriert und plätschern vor sich hin. Das Stadtthema kann ich langsam nicht mehr hören, besonders weil sie eigentümlich aufdringlich wirkt wenn die tiefen Trompeten einsetzen.

    Das Oberweltthema von Teil 8 hatte wirklich was verträumtes, hier wirkt es mehr wie eine Karnevalsparade, aber eine ziemlich unterwältigende. Ich hatte gehofft dass es wenigsten ein stimmiges Bossthema gibt, aber auch das ist irgendein komisch zusammengeschalteter Medley ohne für mich erkennbare Struktur.
    Irgendwie kommt es mir nicht so vor als hätte der Komponist da viel Herzblut reingesteckt, nach so vielen Teilen vielleicht verständlich

  5. #5
    Zitat Zitat von Coczo
    Dann macht die Grafik das nächste Mal doch bitte auch 2D!
    Ist es ja zumindest in der 3DS-Fassung.


  6. #6
    Ich hab jetzt nach ner Woche Mega-Man-Pause mal wieder weitergespielt. Der Kritik zur Musik kann ich mich übrigens nicht anschließen, das ist ne gewollte Designentscheidung. Das ist nur einer von vielen Punkte, die dem Westen an Dragon Quest altbacken vorkommen, weswegen die Reihe außerhalb von Japan auch niemals "groß" werden wird - was aber auch in Ordnung ist. Dragon Quest ist eine Reihe, die eine ganz bestimmte Art der Nostalgie anspricht (Ich würde es als "Westliche Fantasy Light aus Japanischer Sicht mit Comicgrafik" bezeichnen), allein schon aus kulturellen wie auch geschichtlichen Gründen wird die Reihe im Westen immer etwas Gewöhnungsbedürftig sein. Übrigens haben auch heutzutage bei weitem nicht alle Spiele eingespielte Orchestermusik. Das stößt den Leuten nur sauer auf, weil sie es bei Triple-A-Titeln mitlerweile gewohnt sind Für Square-Enix wird es wohl ne einfache Rentabilitätsrechnung gewesen sein, dass sie den OST von vornherein ausgeschlossen haben.

    Übrigens fand ich die Musik der Dragon-Quest-Reihe noch nie besonders gut, Orchester-Fassung hin oder her Aber ich kann mich inzwischen darauf einlassen, wobei ich mich hinterher vermutlich eh an kein Stück mehr erinnere (Maintheme mal ausgelassen). Als jemand, der Dragon Quest 8 nicht mehr als eine Stunde gespielt hat kann ich die Kritik am Overworldtheme nicht nachvollziehen. Überhaupt klingt das für alles nach dem alten "Final Fantasy [Nummer] war viel besser als dieses niegelnagelneue [Aktuelles Final Fantasy]" Streit, weswegen ich das eh alles größtenteils als Gemecker einordne

    Zur Story: Große Sache. Veronika ist gerade von uns gegangen. Übrigens mag ich es, dass das Spiel immer wieder Abschnitte hat, die Open-World-mäßig gestaltet sind - man kann einige Dinge in verschiedener Reihenfolge erledigen.

    Mal ne Frage (Spoiler für die 2. Spielhälfte): Hätte man Gylda/Mida auch töten können? Seit der Marielle-Sache traue ich den Machern alles zu!
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  7. #7
    114 Stunden voll mit Spielspaß hinter mir und vorbei mit Dragonquest 11 auf Platin!
    Dabei habe ich mir nichtmal wirklich viel Zeit gelassen, sondern wurde dann langsam auch immer ungeduldiger. Gerade nachdem ich jede Stadt erkundet, durchforstet und mit jedem Anwohner gesprochen habe, wobei mir hier am Ende auffiel, das die Welt eigentlich garnicht "groß" ist, und es eigentlich ziemlich wenige Dungeons gibt, sondern viel mehr Feldgebiete, die es groß wirken lassen. (Die Ziele in den Umgebungen habe ich zur Hälfte gemacht, aber dann die Lust verloren und mit Youtube den Rest erledigt ... die Belohnung war ein

    Im ernst, nichts als ein


    Kommt mir auch schon vor, dass das große Such Abenteuer mit dem Schillerzweig ewig her ist, dabei war die Quest auch nicht gerade kurz!


    Das "normale" Ende kann man als solches garnicht bezeichnen, weil danach 10x mehr Story passiert, als alles was davor kam :~P
    Entwickler wollten wohl nur 2x die Credits ablaufen lassen, damit man ja keinen Namen überliest :~P


    Das Ende war zwar unlogisch, dafür aber wohl sehr romantisch, also Pustekuchen!

    Bezüglich dem Ende und dem Endboss



    Das man Minimedaillen am Ende unendlich besorgen kann, hat mich dann auch etwas umgehauen ... durchsuche jede kleine Ecke, damit ich ja keine verpasse und am Ende nicht nochmal alles durchsuchen muss .... !! Und dann gibt es mehr als genug für alle :P

    Eine Mischung aus der Schmiede in Dragonquest 8 und 11 wäre optimal gewesen. In 11 sieht man alle Rezepte und kann nichts falsch machen - dafür kann man aber hier nicht auf gut Glück was zusammenmixen und sich quasi schon vorher einige Super Sachen zusammenstellen, nein, man muss erstmal immer die Bücher finden.
    Spätestens nach der Fähigkeit Hephaestos Hammer ist das Minispiel dazu recht sinnfrei. in 8 von 10 Fällen kommt der "Geistesblitz", schlägt alles bis kurz vor dem Idealpunkt - Quadrakracher der vier Felder auffüllt, und meist hat man damit sogut wie +3 Sachen.


    Ein Tipp am Ende noch von mir:
    Nutzt die Kräftigungen der Charaktere, einen leichten Kampf starten, alle Charaktere verteidigen lassen, bis sie Kräftigung einsetzen, dann gleich auswechseln. Hat mir zumindest jetzt am Ende doch noch das Leben gerettet beim Endkampf. Alle 4 gekräftigt -> Segen des Drachen, alle Charaktere waren für 5 Runden unbesiegbar.

    Und sobald ihr die große Kugel beim Endkampf seht - müsst ihr euch schützen, mit Serenas Güte der Göttin und mit der Fähigkeit Abhärtung vom Helden, da man die Attacke sonst nicht überlebt! Braucht aber 2, 3 Runden Vorbereitungszeit.

    Ansonsten sei noch zu sagen das Erik ziemlich overpowered ist, wenn man ihm zwei grandiose Falkenklingen gibt, Energieschub auf ihn draufhaut und seine Spalterfähigkeit einsetzt - >12 Schläge die alle über 200 Schaden machen + 2, 3 Volltreffer ~ + - 3.000 Schaden.
    Allerdings erst wenn man sein Talent freischaltet, bei dem die zweite Hand gleichstark ist wie die Erste.


    Und schade, das es für Serena einen Wandlungsring gibt für Haare lang / Haare kurz,


    Und so klassisch wie sich Dragonquest hält, sollte es doch nun wirklich kein Problem sein, sich ein Beispiel an Ubisoft zu nehmen, und jedes Jahr ein Dragonquest rauszuhauen :~PP
    Geändert von Angeal (16.09.2018 um 14:06 Uhr)

  8. #8
    Wenn ich deine fetten Spoiler Veronika wird wiederbelebt nicht bereits woanders gelesen hätte, dann wäre ich spätestens jetzt ziemlich angepisst.
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  9. #9
    Ah, sorry, habs geändert!

  10. #10
    Zitat Zitat von Klunky
    Das Oberweltthema von Teil 8 hatte wirklich was verträumtes, hier wirkt es mehr wie eine Karnevalsparade, aber eine ziemlich unterwältigende.
    Das liegt definitiv an der etwas aufdringlichen MIDI-Wiedergabe. Ich hab auch sofort an Clowns und Karneval denken müssen. An einen ziemlich verstaubten. In der Fassung für echtes Orchester ist dieses jedoch verschmerzbar und auch gar nicht so schlimm, weil die Musik deutlich "milder" klingt.

    Zitat Zitat von Shieru
    Ich hab jetzt nach ner Woche Mega-Man-Pause mal wieder weitergespielt. Der Kritik zur Musik kann ich mich übrigens nicht anschließen, das ist ne gewollte Designentscheidung. Das ist nur einer von vielen Punkte, die dem Westen an Dragon Quest altbacken vorkommen, weswegen die Reihe außerhalb von Japan auch niemals "groß" werden wird - was aber auch in Ordnung ist. Dragon Quest ist eine Reihe, die eine ganz bestimmte Art der Nostalgie anspricht (Ich würde es als "Westliche Fantasy Light aus Japanischer Sicht mit Comicgrafik" bezeichnen), allein schon aus kulturellen wie auch geschichtlichen Gründen wird die Reihe im Westen immer etwas Gewöhnungsbedürftig sein. Übrigens haben auch heutzutage bei weitem nicht alle Spiele eingespielte Orchestermusik. Das stößt den Leuten nur sauer auf, weil sie es bei Triple-A-Titeln mitlerweile gewohnt sind Für Square-Enix wird es wohl ne einfache Rentabilitätsrechnung gewesen sein, dass sie den OST von vornherein ausgeschlossen haben.
    Naja, für mich ist die Musik tatsächlich der größte Negativpunkt am Spiel. Bewusste Design-Entscheidung hin oder her, aber das Gebotene ist eine Gemeinheit. Vor allem weil anscheinend doch eine eingespielte Fassung existiert. Man kann sie auf YouTube anhören. Es gibt sie doch tatsächlich! Diese ist jetzt vom musikalischen nichts Weltbewegendes, aber hätte dem Spiel so gut getan. Teilweise sind die Sachen nämlich echt putzig und klingen ganz vernünftig.

    Für mich ist und bleibt die Musik ein Abwertungsgrund des ansonsten so hervorragenden Spieles. Ein modernes Dragon Quest sollte auch einen modernen Ton haben. Bei der Grafik hat's ja auch geklappt. Ne, es bluten einem wirklich z.T. die Ohren. Die orchestrierte Fassung dagegen klingt absolut in Ordnung, bis auf die Hörner im Battle-Theme - diese spielen alles andere als sauber, was aber immer noch besser ist, als das grässliche MIDI-Pendant:


    Ist jetzt auch wirklich nicht sein bestes Werk - der Soundtrack von Teil VIII ist tatsächlich um Längen besser - und schöner. Aber mit einem Orchester kommt die Stimmung super rüber. Und wirklich schlecht ist es rein vom musikalischen her gar nicht. Dieser naiv kitschige Soundtrack, der das märchenhafte, heitere, bunte und eben auch karnevalshafte unterstreicht, hätte vollkommen ausgereicht. Die Probleme, dass die Loops zu kurz und es insgesamt zu wenige Melodien sind, wäre auch nicht so aufgefallen. Alleine durch die Stimmung nach dem ca. zwei bis drei Hertz höheren Kammerton klingt die Musik wesentlich lebendiger und schnittiger v.a. in hohen Passagen der in Oktaven gedoppelten ersten Geigen und in den Divi-Passagen gibt es noch so ein zusätzliches schmieriges Leuchten, was ich persönlich sehr schön finde. Und was vor allem einfach die Stimmung dieser heiteren märchenhaft und sehr naiv fröhlichen Musikuntermalung unterstreicht.

    Denn der Komponist hatte definitiv den Klang eines echten Orchesters im Ohr, als er die Musik arrangierte. Daher ist das ganze sehr sehr traditionell orchestriert und gestaltet. Dass das dann ohne Anpassungen als MIDI absolut unschön klingt, versteht sich wohl von selbst. Es fehlt komplett die Seele in der Musik.

    Denn die Version, die es ins Spiel geschafft hat, macht für mich das Spielerlebnis relativ kaputt. Denn auch MIDI geht klar besser. Viele ältere Spiele, die noch gar nicht die Möglichkeit hatten, orchestriert zu werden, fanden ganz charmante Lösungen. Secret of Mana - Field Theme ist das beste Beispiel. Da hat sich jemand mal wirklich mit dem Soundchip auseinander gesetzt und das Optimum herausgeholt. Oder was David Wise damals aus dem Donkey Kong Country 2 Soundtrack gemacht hat - phänomenal! Nur heutzutage gibt es viele Möglichkeiten wie es besser geht. Dass gerade in so traditionell arrangierten Musikstücken es besonders auffällt wie hässlich Standard-MIDI ohne Bearbeitung ist, das dürfte jetzt auch dem Letzten klar geworden sein. Und wie schon gesagt: Wieso kriegt Octopath einen orchestrierten Soundtrack, das Retro aussieht und Dragon Quest 8, das modern aussieht, einen retro... ne halt... eine schlecht gemachte, unangepasste MIDI-Wiedergabe ohne jegliche Spielweisen und Dynamiken?

    Aber egal jetzt. Ich denke, ich habe meinen Standpunkt ausreichend dargelegt. Ich hoffe nicht, dass es genervt hat. Ich werde mich hier auf jeden Fall nicht mehr weiter äußern, außer natürlich es kommen noch Fragen. Ich würde fast vorschlagen für die Musik in Spielen mal einen eigenen Thread aufzumachen, wo man auch über die Machart und die Besonderheiten von Game-Soundtracks diskutieren kann. Denn irgendwie findet die Musik in den meisten Spielen kaum Beachtung, obwohl sie deutlich mehr ist, als man meint. Sie kann Spielerlebnisse noch mal auf andere Ebenen heben (Donkey Kong Country 2 - Diddy's Kong Quest, Xenoblade 1 und 2, und viele viele mehr), kann aber schlimmstenfalls sogar das Spielerlebnis negativ beeinflussen (DQ 11). Hier wurde die Musik mit Füßen getreten.

    Mich würde interessieren, ob wir viellicht wirklich einen eigenen Thread machen, wo wir in Zukunft differenziert über solche Sachen schreiben können. Rein aus fachlichem Interesse würde mich die Diskussion schon sehr interessieren und die Wahrnehmung und auch mal auf die Details der verschiedenen Soundtracks eingehen zu können. Ich wäre sehr dafür, einfach mal über das wichtige Thema Musik in Spielen ausgiebiger sprechen zu können. Schreibt doch, ob Ihr dafür seid.
    Geändert von Cuzco (16.09.2018 um 15:21 Uhr)

  11. #11
    @Cuzco: Ich denke, dein Standpunkt war vor einigen Posts schon ziemlich klar. Sugiyama komponiert in der Tat seine Stücke als Orchester-Stücke, was bei seinem stark von der Klassik inspiriertem Kompositionsstil auch nicht verwunderlich ist.

    Das Midi als Design-Entscheidung getroffen wurde, heißt aber nicht, dass wir dir weismachen wollen, es gäbe eine rational begründbare Perspekte dahinter, die dir das nachvollziehbar darstellen soll. Diese Entscheidung ist nicht rational getroffen wurden, weswegen eine Diskussion diesbezüglich nicht so sinnvoll ist.

    Es ist reiner Pragmatismus: Sugiyama gehört zu dem Stammtrio seit Teil 1. Deswegen macht er die Musik. Der Mann ist super-super-alt. Er hat keine Ahnung von gutem Sampling. Deshalb benutzt er Standard-Midi-Gedudel. Das ist eine Konstante seit Anbeginn der Serie. Mehr steckt nicht dahinter. Die Entwickler glauben nicht, dass es so besser sei. Sie machen es, weil es schon immer so war. Und darum dreht sich die ganze Dragon Quest-Serie: Sie macht Dinge, die im Prinzip schon immer so waren. Umständliche Menü-Führung, langweilige Textboxen, schlechte Midi-Samples, altbackenes Kampfsystem, piepsende Soundeffekte, fehlende Sprachausgabe, und und und. Wenn sie wollten, könnten sie all dies in einem Wisch ändern. Machen sie aber nicht, und wir werden eben warten müssen, bis der Sugiyama nicht mehr im altersfähigen Alter ist. Also musst du entweder damit klar kommen oder eben das gesamte Prinzip hinter der Serie im gleichen Atemzug hinterfragen. ¯\_(ツ)_/¯

    Oder anders gesagt: Über den Sinn und Unsinn des Gedudels in Dragon Quest zu diskutieren erscheint mir nicht so gewinnbringend, weil's halt auf ganzer Linie Unsinn sein will.
    Geändert von Ligiiihh (16.09.2018 um 16:03 Uhr)
    ٩( ᐛ )و

  12. #12
    Ich muss an dieser Stelle mal einwerfen (sollte eigentlich arbeiten *hust*): Nachdem ich bei ca. 12 Std. angekommen bin, habe ich gemerkt, dass das Spiel es irgendwie klammheimlich geschafft hat, mir mittlerweile Spaß zu machen.
    Wer braucht Photobucket? Kein Schwein!
    Libenter homies id, quod volunt, credunt.
    Alle GF-Aktionen auf einen Blick

  13. #13
    Ich bin jetzt beim dritten Titelbildschirm.

    Geändert von Nayuta (17.09.2018 um 18:47 Uhr)
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  14. #14
    Ich spiele das Spiel auf schwer und habe es sehr genossen, aber ich finde es zieht sich viel zu lange. Ich habe jetzt den ersten Akt fertig gespielt und habe erwartet das das Spiel hier zuende geht. Leider scheint es, jetzt noch ne ganze Weile weiter zu gehen.

    Wieso müssen Spiele heute immer so lang sein? 40-50 Stunden Spiele sind doch in Ordnung. Und dann hab ich gelesen das das Post Game auch noch Story hat? WTF?
    Traurig ist auch, das ich das gesamte Spiel mit Musik auf 1/10 spielen musste. So grauenvolle Musik hab ich noch in keinen RPG gehabt. Erste mal in meinen Leben das ich die Musik muten muss.

    Selbst wenn man ins Schneegebiet kommt bleibt das Standart Overworld Theme. Was läuft bei dem Typen falsch?

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