Das trifft im Wesentlichen den Punkt meiner Einstellung. Auch wenn wir in einem aufgeklärten halbwegs toleranten Mitteleuropa leben, so ist das Thema Homosexualität spürbar noch immer sehr kontrovers - Beispiel: Die Existenz dieses Threads. Entsprechend bin auch ich nicht dagegen gefeilt eine gewisse Form der Ablehnung an den Tag zu legen, sollte sich dieses Thema plötzlich innerhalb des Games entfalten. Umgekehrt gibt es aber auch Homosexuelle, die sich an heterosexueller Liebe in Spielen nicht erfreuen können. Mit dem kompletten Gegenteil der entsprechenden Vorliebe konfrontiert zu werden, ist auf persönlicher Ebene schlichtweg unnatürlich und nichts, womit man sich identifizieren könnte. Genau diese Identifizierung ist es jedoch, die in Rollenspielen erwartet wird: Man spielt eine Rolle. Die Rolle des Helden. Entsprechend sollte vor allen Dingen in Bezug auf den Protagonisten dieses Thema sehr vorsichtig angegangen werden, sollte es denn unbedingt integriert werden.Zitat von realTroll
Entsprechend dieser Rollen-Mechanik ergibt sich ein Problem, mit dem ich sehr viel mehr Probleme habe, als homosexuelle Thematisierungen:
Meinetwegen kann der gesamte Rollenspiel-Planet der gleichgeschlechtlichen Freude frönen, so lange es mich als heterosexuellen Spieler nicht betrifft. Es ist ein Leichtes einen männlichen Hero zu spielen, der früher oder später eine Beziehung mit einem weiblichen Charakter eingeht - Ich als Mann, der ich auch in der Realität bin, bin ja schließlich ein Eroberer, welcher die Dame für mich gewinnen will, aufgrund meiner heldenhaften Heldentaten, die heldenhaft sind.
Ich habe auch kein Problem damit eine Frau zu spielen. Ja wenn ich die Wahl habe, ist das sogar meine bevorzugte Wahl. Es hört ab dem Punkt auf, wo diese Frau eine Beziehung mit einem Mann eingeht und dieses auch in irgendeiner Form zum Ausdruck gebracht wird. Ich spiele diese Frau! Ich will keinen Mann! Ich will nicht erobert werden. Der weibliche Charakter ist bereits "meine", ab dem Moment wo ich [als Mann] entschloss sie zu spielen. Da steckt zu viel Zwist drin. Kann ich nicht ab.
Ich hatte hier noch einen sehr viel längeren Text geschrieben, doch aufgrund der Komplexität eines guten Beziehungs-, Liebesplottes, sollte Obiges genügen.
[MG]






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