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Thema: Erschöpfungszustand: Videospiele - wenn Gaming keinen Spaß mehr macht

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  1. #1
    Erstmal vielen Dank für Eure ganzen Ratschläge und Gedankenanstöße 😊
    Ich versuche das mal ein wenig zu sortieren.

    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen

    Imho der wichtigste Tipp:
    Von AAA müssen wir nicht reden, aber suche auch Indie-Spiele weniger nach Bewertungen, Franchises etc. und stattdessen mehr nach dem, was dich ganz subjektiv im jeweiligen Moment anspricht! Ruhig mal stöbern.

    Die Lebensumstände ändern sich halt, und imho fährt man gut damit, nicht hartnäckig an (oftmals nostalgischen) Vorstellungen von "Was ich spielen sollte ...!" festzuhalten.
    Ich denke das ist etwas, was ich unterbewusst schon identifiziert habe, wo ich mich hier aber bestätigt sehe. Meist entwickelt sich zum Ende des Jahres x / zu Anfang des Jahres y in meinem Kopf sowas wie ein Projektplan: Folgende großen Titel erscheinen dieses Jahr und die will / muss ich spielen. Und natürlich schneiden sich hier oft Releasezeiträume, ich muss Konzessionsentscheidungen treffen, kaufe aber immer alles zu Release aufgrund von FOMO und eben dem Community Gefühl (alle Welt spielt gerade Spiel x, dann muss ich es zumindest schon besitzen, sonst gehöre ich nicht dazu).

    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Könnte es denn auch andere Gründe für die Erschöpfung geben?

    Ich kenne das Gefühl von Spielen nicht, obwohl ich schon seit fast 40 Jahren Videospiele spiele. Ich kaufe aber auch selten mehr als eine Handvoll Spiele im Jahr und ich weiß sehr genau, was mir Spaß macht.
    Abseits des Gamings sind meine Hobbies insgesamt sehr gleichbleibend. Ich habe immer schon viel Sport gemacht, lese sehr gerne und schaue gerne Filme (also Medien generell, Geschichten erleben, Eskapismus) und ansonsten bin ich auch gerne kreativ, zeichne lese. Neu hinzugekommen ist mit der Vaterschaft natürlich das Hobby Kind.
    Andere Parameter, die sich verändert haben, sind gesundheitlicher Natur und ja, das kann durchaus mit dem übergeordneten Begriff „Erschöpfung“ korrelieren, aber bisher war Gaming eigentlich immer wie eine Therapie in der Hinsicht und nicht wie ein verstärkender Faktor.

    Zitat Zitat von noRkia Beitrag anzeigen
    Na das es heute nicht mehr der Gleiche ist wie damals mit 12 wo man 3,4 Jahre auf Zelda Oot hingefiebert hat und hoffe das es nicht 150DM kostet, damit noch ins Weihnachtsbudget passt, ist doch klar.
    Ich kann mir monatlich mehr Spiele zum Neupreis leisten als ich spielen könnte, wenn ich Bürgergeldempfänger wäre.
    Es muss also eine Auswahl stattfinden.
    Für diese habe ich aber auch kaum Zeit. Mehr als 15min pro Tag für Game-News oder ein youtube-Video sind nicht drin.
    Ich verbringe eh schon 10h am Tag vorm PC, um meine Arbeit zu erledigen.
    Das kann ich zu 100% so unterschreiben.


    Zitat Zitat
    Was hälst du davon ein mal eine Top10-20 Liste zu erstellen (du kannst ja die Hardcore-RPGs rausnehmen) und dich erstmal wieder diesen Titeln und ihren Remakes zu widmen.
    Vielleicht findest du dann wieder Spaß….
    Das ist eine sehr gute Idee, vermutlich ist auch gerade die (J)RPG-Fokussierung ein Problem, da ich vermutlich aufgrund der Länge dieser Titel und der Notwendigkeit des Reinarbeitens in Systeme, das Einlassen auf die Charaktere und Erzählung selten dieses „mal eben 15 Minuten zocken und dann Feierabend“-Gefühl einstellt sondern jedes Mal beim Einschalten der Konsole ein Gefühl von Arbeit entsteht. Das ist glaube ich ziemlich präzise das, was bei mir auch dieses Gefühl von schlechter Laune auslöst.

    Zitat Zitat von poetBLUE Beitrag anzeigen


    2. Community Gefühl hilft mir immens. Und damit meine ich nicht Mal unbedingt irgendeine große Online Community, wenn einem sowas nicht Spaß macht. Und auch wenn ich hin und wieder gerne Mal mit meinen Freunden Stardew Valley oder andere Multiplayer Spiele spiele, sind nicht mal die unbedingt gemeint. Wenn ein Spiel raus kommt, kommt es sehr häufig vor, dass wir uns im Freundeskreis alle drauf freuen und dann reden wir immer mal wieder drüber, wie wir das Spiel angehen, wie weit wir sind, wie wir es so insgesamt finden. Wie eine Art Buchclub, nur halt mit Videospielen. Selbst Spiele, die für mich "nur" eine 6-7/10 sind, bereiten mir dadurch so viel mehr Freude und machen mir Spaß und ich merke auch, dass es mich mehr motiviert zu Spielen. Ich freue mich extrem auf das gemeinsame Austauschen, gerade in Person ist das so bereichernd und hilft mir dabei, dass mir Gaming sehr viel Spaß macht.
    Dieses Gefühl fehlt mir in der Tat. Mein ältester Freund ist so ziemlich der Einzige in meinem Umfeld, der ebenso Gaming-Enthusiast ist, wie ich selbst und wir sehen uns aufgrund unserer Leben (Job, Familie, räumliche Distanz) einfach nicht mehr wie in unserer Jugend täglich oder bis vor zwei Jahren noch zumindest alle zwei Monate mal sondern vllt. 1-2 Mal im Jahr. Ansonsten habe ich lediglich hier im Forum ein Community Gefühl im Gaming Kontext und auch hier ist es ja über die Jahre etwas ruhiger geworden. 😊 Ich glaube aber, dass mein Sohn auch eine Affinität hat und ich finde den Gedanken sehr schön, dass er vllt. in ein paar Jahren zusammen mit mir virtuelle Abenteuer erlebt.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Zumindest …

    Wieso bekommst Du schlechte Laune? Weil die Spiele anstrengend sind? Weil Du Dir einen anderen Effekt erhoffst (z.B.: Stressiger Alltag -> Entspannung)? Weil Dich Themen / Charaktere in den Spielen nerven? Ich muss zugeben, dass ich nur sehr selten nach dem Spielen von etwas wirklich schlechte Laune habe. Und in diesen Fällen ists dann schon ein sehr spezifischer Triggerpunkt bei mir (das Final Fantasy VII Remake hat es geschafft, mir an zwei Stellen richtig schlechte Laune zu machen *g*). Daher die Nachfrage, weil ich mir das gerade nicht vorstellen kann, wie es ist, dass man von einem Spiel permanent schlechte Laune bekommt. Oder ists schlechte Laune, die dadurch kommt, weil Du Deine begrenzte Zeit etwas widmest, was Dich anödet?


    Ich habe schon gelegentlich mal so ne Downtime bei Spielen. Die hält aber in der Regel nie zu lange an und oft reichts auch schon, einfach mal ein anderes Genre zu spielen. Du hast ja da oben sehr viele (J)RPGs gelistet, vielleicht würde das auch schon helfen. Oder, wie Cipo sagt - weg vom (A)AA, hin zu mehr Indies. Die sind auch sehr oft kreativer. Ich handhabe es auf eine Art wie Cipo, die aber doch irgendwo anders ist. Ich zwinge mich nicht dazu, Spiele durchzuspielen und manche faden auch einfach in den Hintergrund und werden dann nie beendet - sogar gute Titel. Aber damit komme ich vollkommen klar. Man sollte sich auch einfach nicht dazu zwingen, was wohl mit das Wichtigste ist.
    ,,,
    Der Grund für die schlechte Laune setzt sich glaube ich aus dem Gefühl des Arbeitens zusammen (der wie weiter oben beschrieben tatsächlich mit der Genre Präferenz verknüpft ist, also auch hier: Wertvoller Hinweis, dass es am RPG-Genre liegen könnte) und wird verstärkt, wenn sich mein „Investment“ durch die Zeit nicht belohnend anfühlt, also wenn die Dopmamin-Ausschüttung ausbleibt und ich enttäuscht bin, jetzt meine knappe Zeit investiert zu haben.

    Zitat Zitat von Rusk Beitrag anzeigen
    Ich hab vor 9 Jahren genau den gleichen Thread hier eröffnet ("Gamerkrankheit "Spielemüdigkeit" - was tun?"), da ich auch davon betroffen war. Es findet sich ein Post von dir darunter, vllt. magst ja die Zeitkapsel öffnen...
    ...
    Das ist ja verrückt Ich wollte Deine Thread-Idee auf keinen Fall kapern (und muss gleich mal schauen, was ich damals empfohlen habe). Zumindest scheint aber mein Gefühl ja dann kein Phänomen zu sein, das nur mich betrifft. Ich werde auf jeden Fall heute Abend mal stöbern, was im anderen Thread die Hintergründe und Empfehlungen waren.

    Hat es sich bei Dir denn seitdem nochmal eingestellt oder war wirklich eine Pause dann der entscheidende Schritt, Dein „Mojo“ zurückzubekommen?

    Zitat Zitat von Kael Beitrag anzeigen
    ...
    Was mir persönlich ein wenig zu Aufwind geholfen hat:
    1. Und weil ich's echt nicht lassen kann und das (für mich) ein enormer Faktor ist - Der Austausch über die Spiele, mit denen man sich auseinandersetzt - und das Ganze nochmal mehr oder weniger ausführlich aufarbeiten. Reddit hilft unter anderem (oder macht sehr viel schlimmer, je nachdem, wen man fragt *hust*), aber was JRPGs betrifft, hat das MMX auch sein eigenes kleines Unterforum.
    Wie bei Blue erwähnt, ich glaube das trifft ziemlich einen Nerv, da viel an meiner Gaming-Leidenschat mit Nostalgie und meinem Festhalten an der Vergangenheit geschuldet ist und die Freundschaft zum oben erwähnten Freund einfach aufgrund der erwachsenen Lebensumstände zeitlich enorm reduziert ist. Abseits dessen gibt es im persönlichen Umfeld leider niemanden, der dieses Hobby teilt. Deine anderen Tipps sind aber auch sehr hilfreich, vor allem – auch hier nochmal – die Erwähnung des Genres. Ich denke dort ist wirklich etwas mehr Abwechslung notwendig und ich denke insbesondere kürzere oder arcadigere Spiele könnten wieder etwas mehr Fokus bekommen.

    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen

    Mir ist lediglich aufgefallen, dass die meisten von dir erwähnten Spiele sehr slow-paced sind und auch langatmig von der Spielzeit.
    Um in den Spielen etwas zu "erreichen" oder bis man auch mal aktiver wird, vergeht viel Zeit und man hat am Ende das Gefühl, in mehr Spielzeit weniger erlebt zu haben.

    Ich würde versuchen, kürzere Spielsessions einzulegen.
    Du musst das Zocken nicht aufgeben, wenn die Zeit dafür gerade passt, und durch deinen Sohn in dem Alter wirst du vermutlich auch ohnehin nie ganz daran vorbeikommen.

    Wichtig ist jedoch: Diese kürzere Zeit, die du investierst, muss wie „Quality Time“ behandelt werden. Du hast es ja schon angesprochen als „Belohnung“, da du wohl schon genug Druck im Alltag hast.
    Es wäre daher empfehlenswert, Spiele auszuwählen, die sich für kürzere Sessions eignen und viel schneller gepact sind. Vielleicht hilft ja auch erst mal ein Klassiker, den du seit Langem nicht mehr gespielt hast.
    ...
    Danke auch Dir für Deine Anregungen, auch hier sehe ich den Faktor Zeit und das Argument für kürzere Spiele und ein anderes Pacing. Tatsächlich versuche ich immer wieder solche Spiele einzubauen aber es ist in letzter Zeit wohl etwas zu kurz gekommen.
    Gefühlt kommen aber auch viele RPGs raus bzw. hat das Genre (gefühlt) eine höhere Relevanz im Mainstream bekommen, als es vor 10 Jahren noch der Fall war. Selbst Spiele, die eigentlich keine RPGs sind, enthalten inzwischen oft RPG-orientierte Mechaniken oder sind sehr „lang“ (siehe z.B. The Last of Us 2, das deutlich länger als Teil 1 war oder auch God of War Ragnarök etc.). Ggf. gibt es auch hier einen TripleA Trend, der davon ausgeht, dass Spiele immer länger und komplexer werden müssen und es würde sich wirklich lohnen, bewusst mehr im Indie Bereich und auf kurze Spiel-Sessions abzuzielen.

    Zitat Zitat von Knuckles Beitrag anzeigen
    Angebote mit Game Boy, NES, SNES und eigentlich alles zuerst an mich, danke!
    Aber wie schon erwähnt wurde, dass sollte definitiv gut überlegt sein, denn ich habe es nicht nur 1x erlebt das Leute ihre Sammlung veräußert haben, nur um danach wieder alles nachzukaufen... manchmal auch noch viel teurer als zuvor.
    Du hast mich durchschaut, der Thread war nur ein großer versteckter Pitch, Euch meine Sammlung anzudrehen 😉


    Zitat Zitat
    Bei mir kommt es eigentlich alle paar Monate vor, dass ich mal wochenlang keinen Bock habe zu zocken und mir wirklich gar kein Spiel Spaß machen will. Oft sehe ich da nicht mal das Game per se als Ursache, sondern einfach dass es genau für DAS Game in dem Augenblick einfach der falsche Zeitpunkt ist. Entweder ich widme mich dann einem anderen Spiel, suche mir etwas kürzeres aus der Sammlung (wie Klunky schön sagte, dass einen schneller belohnt) oder ignoriere die Konsole(n) komplett für eine Wochen (ist ja nicht so als hätte man nicht x andere Beschäftigungsmöglichkeiten, wie schon poetBLUE aufgezählt hat).
    Ich würde da auf jeden Fall keinen Druck bei einem selbst aufbauen, sondern die Sache ruhig angehen und gucken wie sich das so entwickelt.

    Falsch sehe ich eigentlich den Weg an zu sagen: Dann spiel doch Indies. Genau so wie es bei AAA-Titeln genug Mist gibt, ist das auch im Indie-Bereich der Fall.
    Lieber etwas suchen, das wirklich Spaß macht und dann ist es auch egal, wer es gemacht hat - Hauptsache es unterhält.
    Danke für das Teilen, es tut doch gut zu lesen, dass auch bei anderen Gaming Enthusiasten durchaus mal diese Phasen eintreten, in denen ein Spiel oder das Hobby (kurzzeitig) an Reiz verliert oder wo man erkennt, dass man Abwechslung braucht.
    Durch Euer Coaching habe ich auf jeden Fall einige Rückschlüsse für mich ziehen können:
    - Weniger FOMO zulassen, vllt. weniger kaufen
    - Kürzere Spiele / Indie Spiele
    - Mehr Genre Abwechslung
    - Austausch mit anderen (dieser Punkt wird sowohl schmerzlich vermisst als auch am schwersten zu realisieren sein
    Ich hoffe, ich habe jetzt jeden Beitrag gewürdigt, vielen Dank für Eure Anregungen und Gedanken (jetzt muss ich mir nachher aber definitiv noch den alten Thread zu dem Thema anschauen).

  2. #2
    Zitat Zitat von N_snake Beitrag anzeigen
    Das ist ja verrückt Ich wollte Deine Thread-Idee auf keinen Fall kapern (und muss gleich mal schauen, was ich damals empfohlen habe). Zumindest scheint aber mein Gefühl ja dann kein Phänomen zu sein, das nur mich betrifft. Ich werde auf jeden Fall heute Abend mal stöbern, was im anderen Thread die Hintergründe und Empfehlungen waren.

    Hat es sich bei Dir denn seitdem nochmal eingestellt oder war wirklich eine Pause dann der entscheidende Schritt, Dein „Mojo“ zurückzubekommen?
    Wieso kapern, ich fands nur amüsant dass Jahre später auch jemanden die gleiche Sorge plagt.

    Und ja bei mir hat es sich relativ gut wieder eingependelt. Ist zwar fast 10 Jahre her, aber bei mir hatte die Müdigkeit andere Ursachen. Die Symptome waren zwar die gleichen wie bei dir, aber ich hatte einfach ein Überangebot an Spielen. Das hat dazu geführt, dass ich Spiele sofort bei kleinsten Schwächen beiseite gelegt habe, weil ich mir dachte "Hey, ist doch egal. Hast eh 100 andere Games!" Ich hab die Spiele nicht mehr wertgeschätzt, es fühlte sich wie Arbeit an, wo ich eine Liste abgearbeitet habe. Die Lösung war tatsächlich eine lange Pause, um wieder "entsättigt" zu werden. Und ich begann Spiele wieder "bewusster" zu zocken, das hat auch geholfen. Nur dann hat es wieder begonnen Spaß zu machen.

  3. #3
    Zitat Zitat von Rusk Beitrag anzeigen
    Wieso kapern, ich fands nur amüsant dass Jahre später auch jemanden die gleiche Sorge plagt.

    Und ja bei mir hat es sich relativ gut wieder eingependelt. Ist zwar fast 10 Jahre her, aber bei mir hatte die Müdigkeit andere Ursachen. Die Symptome waren zwar die gleichen wie bei dir, aber ich hatte einfach ein Überangebot an Spielen. Das hat dazu geführt, dass ich Spiele sofort bei kleinsten Schwächen beiseite gelegt habe, weil ich mir dachte "Hey, ist doch egal. Hast eh 100 andere Games!" Ich hab die Spiele nicht mehr wertgeschätzt, es fühlte sich wie Arbeit an, wo ich eine Liste abgearbeitet habe. Die Lösung war tatsächlich eine lange Pause, um wieder "entsättigt" zu werden. Und ich begann Spiele wieder "bewusster" zu zocken, das hat auch geholfen. Nur dann hat es wieder begonnen Spaß zu machen.
    Das ist definitiv auch Teil meines Problems. Ich habe ca. 2000 physische Spiele in meiner Sammlung, im Schnitt kaufe ich jeden Monat ca. 5 Spiele, daher der weiter o.g. "Projektplan", der mir zu Beginn des Jahres schon eine Releaseorientierung geben soll und anhand dessen ich plane, wann ich was bis wann gezockt haben will, um in den nächsten Meilenstein (das nächste Spiel) überzugehen. Das ist genau wie Du es beschreibst einfach Arbeit und daran muss ich wohl arbeiten (no pun intended). Ggf. werde ich auch einfach mal weniger kaufen. Denn viele Spiele kaufe ich einfach nur, um sie dazuhaben. Eigentlich locker 80% oder mehr.

  4. #4
    @N_snake: Einen Projektplan halte ich auch für ziemlich falsch. Das erzeugt nur Druck und dann muss man sich noch mal mehr dazu zwingen, auch ja geeignete Fortschritte zu machen. Unabhängig davon, ob man überhaupt Spaß hat. Ich kauf auch nen Haufen Kram auf Steam, viel mehr, als ich vermutlich zocken kann. Manches spiel ich auch einfach nur an und dann vermutlich nie mehr. Wenn ichs rechtzeitig gemacht hab krieg ich nen Refund, aber für die meisten Sachen nicht mehr - bereue es aber auch im Nachhinein nicht.

    Ich glaube man muss probieren so eine Art Zen-Zustand zu erreichen, was den eigenen (immer weiter ansteigenden) Backlog angeht

    Btw. haben wir Dir jetzt gemeinschaftlich gesagt, dass Du vielleicht weniger lange (J)RPGs spielen solltest?

  5. #5
    Als JRPG Fan der alten Schule lebt man in sehr sehr düsteren Zeiten seit vielen Jahren schon.
    Die einzigen JRPG der letzten 10 Jahre die ich als gut empfand waren SMT 5 und DQ 11. Und ja ich hab sie alle gespielt die rauskamen.
    Nur Müll oder maximal Durchschnittskost.

    Zocke seit Jahren meine geliebten PS1-PS2 JRPGs auf der Röhre immer wieder.
    Dragon Quest 8 war sehr geil nach vielen Jahren mal wieder zu zocken.
    FF1 auf der PS1 war guter Dungeon Crawler, die Pixel Remaster Version ist verwässert und pervertiert.


    Zitat Zitat
    im Schnitt kaufe ich jeden Monat ca. 5 Spiele


    Alter, kauf dir ein Spiel und beende das erstmal. Kein Wunder.

    Geändert von Xeaker (20.11.2025 um 18:02 Uhr)

  6. #6
    "Als JRPG Fan lebt man in sehr düsteren Zeiten" und erwähnt dann nur die 3 größten Reihen aller Zeiten... Ich bitte alle inständig darum mehr außerhalb dessen zu spielen, wir hatten Unicorn Overlord, Bravely Default 2, Triangle Strategy, 13 Sentinels, wir hatten 2 sehr gute Like A Dragon Spiele, zwei gute Fire Emblem Spiele, einige Wizardrys, ein neues Saga und auch einige echt gute japanische Indietitel wie Sea Fantasy und Stray Children und dass alles nur in den letzten 5-10 Jahren. Und da ist überall noch so viel mehr, was ich gar nicht alles aufzählen kann. Wenn man nur Final Fantasy, Dragon Quest und SMT mag, dann ist man vielleicht insgesamt kein (J)RPG-Fan, sondern eher ein Final Fantasy und Dragon Quest Fan.

  7. #7
    Zitat Zitat von poetBLUE Beitrag anzeigen
    "Als JRPG Fan lebt man in sehr düsteren Zeiten" und erwähnt dann nur die 3 größten Reihen aller Zeiten... Ich bitte alle inständig darum mehr außerhalb dessen zu spielen, wir hatten Unicorn Overlord, Bravely Default 2, Triangle Strategy, 13 Sentinels, wir hatten 2 sehr gute Like A Dragon Spiele, zwei gute Fire Emblem Spiele, einige Wizardrys, ein neues Saga und auch einige echt gute japanische Indietitel wie Sea Fantasy und Stray Children und dass alles nur in den letzten 5-10 Jahren. Und da ist überall noch so viel mehr, was ich gar nicht alles aufzählen kann.
    Unicorn Overlord, Triangle Strategy, 13 Sentinels, Fire Emblem sind keine JRPGs.
    Like A Dragon war extrem flach und simpel, wer zum ersten mal JRPG spielt oder keinerlei Anspruch hat kann Spass damit haben.

    Zitat Zitat
    Wenn man nur Final Fantasy, Dragon Quest und SMT mag, dann ist man vielleicht insgesamt kein (J)RPG-Fan, sondern eher ein Final Fantasy und Dragon Quest Fan.
    Hier kannst dir mein Account angucken da siehste was ich gezockt habe.
    https://psnprofiles.com/TheTrue_Cloud

    Auf SNES, PS1, PS2 habe ich jedes JRPG was existiert gespielt. (Was es in Englischer Sprache oder Fanübersetzung gibt).

  8. #8
    Ich will dir jetzt nicht zu nahe treten, aber kann es sein, dass du ziemlich von Negativität geprägt bist? In fast jedem deiner Posts bisher geht es darum, dass du irgendein Spiel schlecht findest. Ich glaube, du hättest ein deutlich entspannteres Leben, wenn du dich auf die Sachen konzentrierst, die dir Freude bereiten und akzeptierst, dass andere Leute andere Dinge mögen als du.

    Geändert von DFYX (21.11.2025 um 09:52 Uhr)

  9. #9
    Zitat Zitat von DFYX Beitrag anzeigen
    Ich will dir jetzt nicht zu nahe treten, aber kann es sein, dass du ziemlich von Negativität geprägt bist? In fast jedem deiner Posts bisher geht es darum, dass du irgendein Spiel schlecht findest. Ich glaube, du hättest ein deutlich entspannteres Leben, wenn du dich auf die Sachen konzentrierst, die dir Freude bereiten und akzeptierst, dass andere Leute andere Dinge mögen als du.
    Behalte deine Ratschläge für dich. Ich bin ein positiver fröhlicher Mensch und habe sehr viel Spaß mit Videospiele. Was hat das damit zu tun das moderne JRPG zum Großteil Gammelgrütze sind? Darf man die Wahrheit nicht aussprechen ohne gleich als verhasstes Etwas abgestempelt zu werden lol

  10. #10
    Du darfst mögen und nicht mögen, was auch immer du willst. Aber für mich ist es Teil der guten Erziehung, mit anderen Leuten freundlich und respektvoll umzugehen und dazu gehört auch, dass man ihnen nicht sagt, dass Spiele, die sie mögen "Gammelgrütze" sind oder ihnen unterstellt, dass sie "keinen Anspruch" haben können, wenn sie an etwas Spaß haben.

    Bitte lerne, dass es einen großen Unterschied zwischen "ich mag das nicht" und "das ist objektiv schlecht" gibt und dass du dir keine Freunde (weder hier im Forum noch sonst wo) machen wirst, wenn du permanent jeden anpöbelst, der deine Meinung nicht teilt.

  11. #11
    Hi N_snake,

    ich habe auch ab und zu Phasen in denen ich weniger Freude am Spielen habe. Eine Sache die mir auf jeden Fall geholfen hat ist den Druck rauszunehmen, dass man unbedingt X Spiele pro Jahr spielen will. Deswegen habe ich z.B. auch aufgehört mit der JRPG-Challenge hier im Forum - auch wenn das Konzept cool ist, hat es mir dann eher Stress gemacht, dass ich unbedingt X JRPGs im Jahr schaffen will.

    Wenn ich nicht richtig Lust habe, dann zocke ich einfach für eine Weile gar nicht. Irgendwann kommt dann wieder die Zeit - und das Spiel, in das man dann richtig Zeit versenken will, weil es so genial ist.

    Ich habe auch komplett aufgehört meinen Backlog zu tracken - wenn ich also Lust habe was zu zocken, schaue ich einfach z.B. in meine Switch-Schublade und suche mir was raus, worauf ich Bock habe.

    ===

    Ansonsten kommt noch der Effekt dazu, dass ich schon sehr, sehr viele Spiele gespielt habe - und weil man so viel "schonmal gesehen" hat, gibt es auch weniger, was einen komplett begeistert. Die Ansprüche sind eben gestiegen. Ich tue mich z.B. sehr schwer damit, RPG-Deckbuilder zu spielen, weil es ja schon Slay the Spire gibt, welches so eine 10/10 ist - und jeder Deckbuilder muss sich dann daran messen. Ich denke mir dann, "vermutlich würde es mir mehr Spaß machen, einfach nochmal eine Runde Slay the Spire zu spielen". Genauso hätte ich vermutlich mehr Spaß daran, statt z.B. Octopath Traveller einfach nochmal Chrono Trigger zu spielen. Um mich wirklich zu begeistern, muss es schon entweder ein total erfrischendes, kreatives Konzept sein (z.B. Inscryption fällt mir da ein) oder eben einfach ein Ausnahmetitel was Qualität angeht (Elden Ring, Expedition 33 etc.).

    Um aber mal etwas Positives zu sagen. Ich hatte die letzten Jahre auch allgemein nicht den ultimativen Spaß an den meisten AAA-Titeln. Also es hat mich schon unterhalten, aber diese kindliche Begeisterung, die man damals hatte, war einfach nicht mehr da. Liegt es an den Spielen? "Nein sicherlich bin ich einfach nur zu alt geworden und kann mich nicht mehr so dafür begeistern wie vorher." denke ich mir dann. Aber alle paar Jahre kommt dann wieder so ein Ausnahmetitel, der mir zeigt, dass das Quatsch ist, und bei dem ich am liebsten das ganze Wochenende durchzocken will. Dieses Jahr waren das für mich Clair Obscur und Silksong. Es liegt eben doch an den Spielen, und es gibt die richtigen Perlen noch, man muss eben geduldig sein und sie nur finden.

  12. #12
    Zitat Zitat von dasDull Beitrag anzeigen
    Um aber mal etwas Positives zu sagen. Ich hatte die letzten Jahre auch allgemein nicht den ultimativen Spaß an den meisten AAA-Titeln. Also es hat mich schon unterhalten, aber diese kindliche Begeisterung, die man damals hatte, war einfach nicht mehr da. Liegt es an den Spielen? "Nein sicherlich bin ich einfach nur zu alt geworden und kann mich nicht mehr so dafür begeistern wie vorher." denke ich mir dann. Aber alle paar Jahre kommt dann wieder so ein Ausnahmetitel, der mir zeigt, dass das Quatsch ist, und bei dem ich am liebsten das ganze Wochenende durchzocken will. Dieses Jahr waren das für mich Clair Obscur und Silksong. Es liegt eben doch an den Spielen, und es gibt die richtigen Perlen noch, man muss eben geduldig sein und sie nur finden.
    Ich glaube, hierin liegt ein bisschen die Essenz des Ganzen. Wir wurden auch früher nicht von grandiosen Spielen überschwemmt, aber wir haben damals halt auch nicht jede Woche ein neues Spiel angefangen, sondern vielleicht eine Hand voll im Jahr, einfach weil man sich als Kind und Jugendlicher nicht so viel leisten konnte. Dadurch sind die Spiele, die uns genug zugesagt haben, um Taschengeld oder wertvolle Plätze auf der Weihnachtswunschliste dafür auszugeben, natürlich viel mehr (und positiver) im Gedächtnis geblieben, als der ganze Rest. Ich wette, wenn ich heute in mein Regal greifen und eine alte Screenfun aufschlagen würde, dann würde ich da auch genug Spiele sehen, die mir weder damals noch heute gefallen würden.

    Edit: oder anders gesagt, es gibt in meinen Augen heute nicht weniger richtig gute Spiele als früher, aber dadurch, dass heute sehr viel mehr Spiele veröffentlicht werden (aktuell durchschnittlich 1500 pro Monat allein auf Steam, das sind 50 am Tag!) und wir auch durch Sales, Bundles und eigenes Einkommen viel mehr Möglichkeiten haben, uns diese Spiele zu leisten, vermischen sich diese Highlights in unserer Wahrnehmung sehr viel mehr mit dem ganzen Rest, erst recht wenn die Erinnerung noch so frisch ist.

    Geändert von DFYX (21.11.2025 um 13:07 Uhr)

  13. #13
    Zitat Zitat von dasDull Beitrag anzeigen
    ich habe auch ab und zu Phasen in denen ich weniger Freude am Spielen habe. Eine Sache die mir auf jeden Fall geholfen hat ist den Druck rauszunehmen, dass man unbedingt X Spiele pro Jahr spielen will. Deswegen habe ich z.B. auch aufgehört mit der JRPG-Challenge hier im Forum - auch wenn das Konzept cool ist, hat es mir dann eher Stress gemacht, dass ich unbedingt X JRPGs im Jahr schaffen will.

    Wenn ich nicht richtig Lust habe, dann zocke ich einfach für eine Weile gar nicht. Irgendwann kommt dann wieder die Zeit - und das Spiel, in das man dann richtig Zeit versenken will, weil es so genial ist.
    Wobe ich auch nochmal extra betonen will - die Challenge soll Teilnehmer in erster Linie motivieren, nicht geißeln. Sie soll kein Stressfaktor, sondern Motivator sein. Wenn jemand etwas 1x im Jahr zu GoTY-Award-Winner COE33 schreibt, ist das vollkommen okay und begrüße ich. Ich finde im Übrigen, es ist auch keine Schande, sich einzugestehen, dass man Ziele/Vorhaben nicht schafft - ich wollte 2025 24 Spiele spielen und bin jetzt bei 19. Dafür hab ich Unmengen an Zeit (frag besser nicht, wie viel ) in ein Gacha (Limbus Company) gesteckt und bereue fast nichts davon.

    Zitat Zitat von dasDull Beitrag anzeigen
    Ich habe auch komplett aufgehört meinen Backlog zu tracken - wenn ich also Lust habe was zu zocken, schaue ich einfach z.B. in meine Switch-Schublade und suche mir was raus, worauf ich Bock habe.
    Das find ich auch - ich hab mir eine Zeit lang einen Spaß draus gemacht, mir eine Übersicht über den Backlog zu verschaffen. Mittlerweile nicht mehr. Mein Backlog reicht wahrscheinlich noch, bis ich 40+ bin, und es kommen jedes Jahr neue Spiele raus, die man als Must Play sieht. Wie Fyx schon richtig schrieb, kommen mehr Spiele pro Tag heraus als man im Jahr spielen kann, ergo darf man sich irgendwann überlegen, da zu filtern, was einem die Zeit wert ist und was nicht.

  14. #14
    Zitat Zitat von DFYX Beitrag anzeigen
    Aber für mich ist es Teil der guten Erziehung, mit anderen Leuten freundlich und respektvoll umzugehen und dazu gehört auch, dass man ihnen nicht sagt, dass Spiele, die sie mögen "Gammelgrütze" sind oder ihnen unterstellt, dass sie "keinen Anspruch" haben können, wenn sie an etwas Spaß haben.
    Was für ein Glück, dass hier kaum einer weiß, was ich so im FFXVI Subreddit poste
    *wegduck*

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