Erstmal vielen Dank für Eure ganzen Ratschläge und Gedankenanstöße 😊
Ich versuche das mal ein wenig zu sortieren.
Ich denke das ist etwas, was ich unterbewusst schon identifiziert habe, wo ich mich hier aber bestätigt sehe. Meist entwickelt sich zum Ende des Jahres x / zu Anfang des Jahres y in meinem Kopf sowas wie ein Projektplan: Folgende großen Titel erscheinen dieses Jahr und die will / muss ich spielen. Und natürlich schneiden sich hier oft Releasezeiträume, ich muss Konzessionsentscheidungen treffen, kaufe aber immer alles zu Release aufgrund von FOMO und eben dem Community Gefühl (alle Welt spielt gerade Spiel x, dann muss ich es zumindest schon besitzen, sonst gehöre ich nicht dazu).
Abseits des Gamings sind meine Hobbies insgesamt sehr gleichbleibend. Ich habe immer schon viel Sport gemacht, lese sehr gerne und schaue gerne Filme (also Medien generell, Geschichten erleben, Eskapismus) und ansonsten bin ich auch gerne kreativ, zeichne lese. Neu hinzugekommen ist mit der Vaterschaft natürlich das Hobby Kind.
Andere Parameter, die sich verändert haben, sind gesundheitlicher Natur und ja, das kann durchaus mit dem übergeordneten Begriff „Erschöpfung“ korrelieren, aber bisher war Gaming eigentlich immer wie eine Therapie in der Hinsicht und nicht wie ein verstärkender Faktor.
Das kann ich zu 100% so unterschreiben.
Das ist eine sehr gute Idee, vermutlich ist auch gerade die (J)RPG-Fokussierung ein Problem, da ich vermutlich aufgrund der Länge dieser Titel und der Notwendigkeit des Reinarbeitens in Systeme, das Einlassen auf die Charaktere und Erzählung selten dieses „mal eben 15 Minuten zocken und dann Feierabend“-Gefühl einstellt sondern jedes Mal beim Einschalten der Konsole ein Gefühl von Arbeit entsteht. Das ist glaube ich ziemlich präzise das, was bei mir auch dieses Gefühl von schlechter Laune auslöst.Zitat
Dieses Gefühl fehlt mir in der Tat. Mein ältester Freund ist so ziemlich der Einzige in meinem Umfeld, der ebenso Gaming-Enthusiast ist, wie ich selbst und wir sehen uns aufgrund unserer Leben (Job, Familie, räumliche Distanz) einfach nicht mehr wie in unserer Jugend täglich oder bis vor zwei Jahren noch zumindest alle zwei Monate mal sondern vllt. 1-2 Mal im Jahr. Ansonsten habe ich lediglich hier im Forum ein Community Gefühl im Gaming Kontext und auch hier ist es ja über die Jahre etwas ruhiger geworden. 😊 Ich glaube aber, dass mein Sohn auch eine Affinität hat und ich finde den Gedanken sehr schön, dass er vllt. in ein paar Jahren zusammen mit mir virtuelle Abenteuer erlebt.
Der Grund für die schlechte Laune setzt sich glaube ich aus dem Gefühl des Arbeitens zusammen (der wie weiter oben beschrieben tatsächlich mit der Genre Präferenz verknüpft ist, also auch hier: Wertvoller Hinweis, dass es am RPG-Genre liegen könnte) und wird verstärkt, wenn sich mein „Investment“ durch die Zeit nicht belohnend anfühlt, also wenn die Dopmamin-Ausschüttung ausbleibt und ich enttäuscht bin, jetzt meine knappe Zeit investiert zu haben.
Das ist ja verrücktIch wollte Deine Thread-Idee auf keinen Fall kapern (und muss gleich mal schauen, was ich damals empfohlen habe). Zumindest scheint aber mein Gefühl ja dann kein Phänomen zu sein, das nur mich betrifft. Ich werde auf jeden Fall heute Abend mal stöbern, was im anderen Thread die Hintergründe und Empfehlungen waren.
Hat es sich bei Dir denn seitdem nochmal eingestellt oder war wirklich eine Pause dann der entscheidende Schritt, Dein „Mojo“ zurückzubekommen?
Wie bei Blue erwähnt, ich glaube das trifft ziemlich einen Nerv, da viel an meiner Gaming-Leidenschat mit Nostalgie und meinem Festhalten an der Vergangenheit geschuldet ist und die Freundschaft zum oben erwähnten Freund einfach aufgrund der erwachsenen Lebensumstände zeitlich enorm reduziert ist. Abseits dessen gibt es im persönlichen Umfeld leider niemanden, der dieses Hobby teilt. Deine anderen Tipps sind aber auch sehr hilfreich, vor allem – auch hier nochmal – die Erwähnung des Genres. Ich denke dort ist wirklich etwas mehr Abwechslung notwendig und ich denke insbesondere kürzere oder arcadigere Spiele könnten wieder etwas mehr Fokus bekommen.
Danke auch Dir für Deine Anregungen, auch hier sehe ich den Faktor Zeit und das Argument für kürzere Spiele und ein anderes Pacing. Tatsächlich versuche ich immer wieder solche Spiele einzubauen aber es ist in letzter Zeit wohl etwas zu kurz gekommen.
Gefühlt kommen aber auch viele RPGs raus bzw. hat das Genre (gefühlt) eine höhere Relevanz im Mainstream bekommen, als es vor 10 Jahren noch der Fall war. Selbst Spiele, die eigentlich keine RPGs sind, enthalten inzwischen oft RPG-orientierte Mechaniken oder sind sehr „lang“ (siehe z.B. The Last of Us 2, das deutlich länger als Teil 1 war oder auch God of War Ragnarök etc.). Ggf. gibt es auch hier einen TripleA Trend, der davon ausgeht, dass Spiele immer länger und komplexer werden müssen und es würde sich wirklich lohnen, bewusst mehr im Indie Bereich und auf kurze Spiel-Sessions abzuzielen.
Du hast mich durchschaut, der Thread war nur ein großer versteckter Pitch, Euch meine Sammlung anzudrehen 😉
Danke für das Teilen, es tut doch gut zu lesen, dass auch bei anderen Gaming Enthusiasten durchaus mal diese Phasen eintreten, in denen ein Spiel oder das Hobby (kurzzeitig) an Reiz verliert oder wo man erkennt, dass man Abwechslung braucht.Zitat
Durch Euer Coaching habe ich auf jeden Fall einige Rückschlüsse für mich ziehen können:
- Weniger FOMO zulassen, vllt. weniger kaufen
- Kürzere Spiele / Indie Spiele
- Mehr Genre Abwechslung
- Austausch mit anderen (dieser Punkt wird sowohl schmerzlich vermisst als auch am schwersten zu realisieren sein
Ich hoffe, ich habe jetzt jeden Beitrag gewürdigt, vielen Dank für Eure Anregungen und Gedanken (jetzt muss ich mir nachher aber definitiv noch den alten Thread zu dem Thema anschauen).







Ich wollte Deine Thread-Idee auf keinen Fall kapern (und muss gleich mal schauen, was ich damals empfohlen habe). Zumindest scheint aber mein Gefühl ja dann kein Phänomen zu sein, das nur mich betrifft. Ich werde auf jeden Fall heute Abend mal stöbern, was im anderen Thread die Hintergründe und Empfehlungen waren.
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