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Thema: [RM2K3, VV] Urban Nightmare

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    @RageAgainstRobots
    Geschändet wird im Spiel niemand. Alexis Hiemis hat zwar recht, dass das Entkleiden gegen den Willen des Opfers geschieht (was nicht mal dargestellt wird), allgemein gesehen kann man es also schon sexuelle Gewalt nennen. Allerdings ist es wohl noch keine sexuelle Nötigung und sexueller Missbrauch auch nicht, wenn ich mal nach den Wiki-Definitionen gehe. "Schänden" klingt ein wenig arg übertrieben. Mir ging es jetzt aber mehr um die Frage, warum der Nacktheit ein so großes Gewicht beigemessen wird. Ist man die Gewalt schon so gewohnt, dass man bei ihr nicht mal mehr mit der Wimper zuckt? Klar, ich weiß, wir haben darüber erst vor kurzem diskutiert, ich spreche es trotzdem nochmal an. Ich glaube euch sofort, dass sexuelle Gewalt + Tod schlimmer ist als der Tod alleine, aber ihr hättet die Todesszenen gar nicht angesprochen, gäbe es die Nacktheit nicht.
    Durch das Sterben der Protagonistin wird ein Zweck im Spiel erfüllt, nämlich den Spieler darauf hinzuweisen, dass und wie er Game Over gegangen ist. Würde die Sterbeszene nicht gezeigt werden, könnte der Spieler denken, dass er noch weiterspielen kann. Diesen Zweck erfüllt die Entblößung nicht und bietet in meinen Augen auch keinen Mehrwert in dem Kontext. Meine Kritik würde ähnlich aussehen, wenn es sich um ein mMn unpassendes Gameplay- oder Story-Element handeln würde.
    Ich finde die Argumentation Dinge in Spielen einzufügen "weil man es kann" generell nicht gut, vor allem, wenn man ein doch eher sensibles Thema damit aufgreift.

    Man kann es auch mit Gewalt übertreiben. Ich finde es als Spieler z.B. übertrieben, wenn man den Gegner im Kampf zerstückeln kann. Das ist aber etwas, was eher im 3D-Bereich präsent ist. Bei deinen Spiel finde ich auch weniger die nackten Pixelcharaktere an sich, sondern die Kombination aus "keinen sichtbaren Mehrwert", "keinen intendierten Mehrwert" und "sexuelle Demütigung der Protagonistin" zusätzlich auf der Thematik "töten/foltern der Protagonistin" schlimm. Ich habe als Spieler eine gewisse Schmerzgrenze, die man als Entwicker ausreizen darf, sofern man gute Gründe dafür hat. Urban Nightmare überschreitet diese Grenze aber ohne für mich nachvollziehbarer Begründung, weswegen das Spiel bei mir auch eher auf Abneigung stößt.

  2. #2
    Lasst die Kirche mal im Dorf! Wenn man sich den Thread anguckt, bevor der ganze Zirkus losging, gab es da zumindest genauso viele Leute, denen das Spiel gefallen hat oder die es OK fanden, wie solche, denen es nicht gefallen hat oder die eben nichts damit anfangen konnten.

    Und die Frauenfeindlichkeit eines Charakters auf den Autoren zu übertragen – seriously?? So ein Argument würde nur ziehen, wenn Gewalt gegen Frauen ein Spielziel wäre oder im Spiel als völlig normal und akzeptabel dargestellt würde, was hier keineswegs der Fall ist. Im Gegenteil, der Charakter landet ja sozusagen „als Strafe“ in der Situation und kommt am Ende zu der Einsicht, dass er sich falsch verhalten hat.

    Die Nacktheit in den Game Over Szenen wäre sicher nicht nötig gewesen, aber auch hier wird nichts so dargestellt, dass sich jemand daran „weiden“ könnte.

    Edit: Ach, und ich finde es auch ein bisschen seltsam, wie ausführlich sich hier Leute zum Spiel äußern, die es nach eigener Aussage gar nicht gespielt haben.

    Geändert von Carnys (24.02.2014 um 20:46 Uhr)

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