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Thema: Motivationslosigkeit - Der Kampf zwischen Dir und dein Hirn

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  1. #1
    Zitat Zitat von Owly Beitrag anzeigen
    Vielen Autoren würde das widerstreben. So postulierte einst Hemingway: "Schreiben ist das Härteste, was es gibt." Er schrieb nicht aus purer Freude, sondern reiner Getriebenheit. Solchen Masochismus findet man zuhauf in Literaturgeschichte und Gegenwart (Herta Müller verlautete kürzlich, dass fertige Bücher für sie nicht wie Babys seien, die sie in die Welt entließe, sondern Geschwüren glichen, die sie endlich loswerden würde), und auch in allen anderen Kunst-, Kultur- und Kreativbetrieben.
    Ich empfinde das nicht anders. Jede Form kreativer Arbeit birgt Unmenge Potenzial zur Selbstbefriedigung, solange man sie wirklich liebt und je mehr man sie liebt, desto eher ringt sie einem ab, ihr auch an schlechten Tagen nachzugehen. Schlechte Tage können Zufallsprodukte sein oder Sackgassen, in die man sich während der Arbeit manövriert hat. Für mich steht jedenfalls fest: Manchmal gibt es keine Alternative zum Masochismus. Nimmt man ihn an, lernt man automatisch mit ihm zu leben.
    Jetzt fragt mich aber nicht, wie sehr ich selbst diesem Grundsatz folge. Ich schreibe ihn nur auf, um mich dran zu erinnern.
    Ich habe bisher zwei oder dreimal den Fehler gemacht, eine Sequenz im maker durchzuknüppeln, weil ich wollte, das sie fertig wird.
    Das Resultat war hinterher jedes Mal, das ich die Sequenz 'ne Woche später nochmal zu 90% umgebaut habe, weil ich sie mit einiger Distanz "scheiße" fand.

    Hätte ich sioe gleich ne woche später mit einer guten idee gemacht, statt 'ne woche früher unter zwang, hätte ich die halbe arbeit damit gehabt.

  2. #2

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Motivation ist es nicht, die fehlt. Es ist einfach die Zeit. Man geht zur Schule/Arbeit/Ausbildungsstelle, hat nebenbei noch andere Hobbys, Freundschaften ect die man zu pflegen hat. Und so schiebt sich das vermeintlich unwichtigste davon weit weg in den Hintergrund.

    Ich weiß nicht, ich hab alles an meinem Spiel so lieb gewonnen, dass ich auf jedenfall nicht so schnell demotiviert bin. Es wäre einfach zu schade um die Geschichte, um die Figuren und um den Aufwand den ich bisher schon betrieben habe. Außerdem kommen mir immer wieder neue Ideen, die irgendwie verarbeitet werden wollen. Das stützt mich ziemlich bei der Arbeit.

  3. #3
    Motivationslosigkeit ist wohl das am weitesten verbreitete Problem bei uns Entwicklern und ich bin mir sicher, dass bisher jeder damit zu kämpfen hatte.

    Ich würde sagen was am Meisten hilft ist einfach etwas Neues erleben.
    Man ist schnell erstaunt, wie viel im Unterbewusstsein von der Umwelt angenommen wird.

    Als Entwickler muss man einfach mal aus seiner Fantasie erwachen und neue Erfahrungen sammeln, um diese dann zu übertragen.
    Ich beobachte z. B. gerne Menschen, um dann Vergleiche zu meinen Charakteren aufzubauen und deren Eigenschaften interessanter zu gestalten.

    Eine sehr schöne Möglichkeit sind natürlich aus "Let´s Plays", dort kann man sich enorm fortbilden wenn es vorallem um das Gamedesign geht.
    Wenn ich schon weiß wie etwas ungefähr beim Spieler ankommt, brauche ich mir weniger Gedanken zu machen und kann direkt loslegen.


    Seit einigen Wochen führe ich auch ein Dialogbuch, wo ich mir die Gespräche der folgenden Kapitel bereits vormerke und weiter verbessere.
    Es kommt sehr oft vor das man gerade eine ganz bestimmte Szene im Kopf hat und dann ist es essentiell sich jedes Detail aufzuschreiben.
    In solchen Momenten erstellt man die besten Szenen und freut sich später wirklich wenn man diese in-game testet.

    Auch die Glaubwürdigkeit von bestimmten Aktionen lässt sich z. B. vor einem Spiegel prüfen, indem man die Dialoge nachspricht.


    Das jedenfalls sind meine Tipps, die mir bisher auch sehr geholfen haben.

  4. #4
    Bei mir ist das weniger Faulheit oder große Arbeit. Die fehlende Motivation ist bei mir zum größten Teil der Unkreativität und dem Ideentief verschuldet.

  5. #5
    Debuggen verursacht bei mir Motivationslosigkeit.

    Außerdem die letzten 20% einer Demo mit den ganzen Details und Schmu.

  6. #6
    Zitat Zitat von Davy Jones Beitrag anzeigen
    Debuggen verursacht bei mir Motivationslosigkeit.

    Außerdem die letzten 20% einer Demo mit den ganzen Details und Schmu.
    Davon kann gerade ein Lied singen. :/ Man ist niemals zufrieden mit dem, was man gemacht hat.

  7. #7
    Faulheit kann man es bei mir auch nicht nennen. Wenn ich (zum Beispiel) vor nicht allzu langer Zeit ein klasse Game gezockt habe, bin ich motivierter als man glauben möchte. Nur hab ich Probleme mit der Kreativität...

  8. #8
    Whoaw, erstmal vielen Dank an die ganzen Tipps und dersgleichen wird bestimmt manche Leute weiterhelfen, mich eingeschlossen!

    Aber Davy Jones hat meinen Punkt beschrieben. Debuggen verursacht glaube ich die höchste Motvationsverlust genau das ist bei mir auch :/

  9. #9
    Wenn ich keine Motivation oder einfach keine Lust habe, dann zwinge ich mich auch nicht dazu dran weiter zu arbeiten und lass es liegen. Motivation kriege ich in letzter Zeit meist, wenn ich sehe was für bekloppte (im negativen Sinne) Spiele Auszeichnungen kriegen oder gelobt werden und ich dann so denke "Hey, wenn so ein Dreck das kann, dann sollte ich das ja auch schaffen". Ansonsten kommt die Motivation bei mir mit der Zeit, nicht umsonst sitze ich deswegen so lange an G-HdF.

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