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Thema: Wie denkt ihr über den Einsatz von KI in der Spielentwicklung?

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  1. #18
    Zitat Zitat von Kelven
    Kaels Beispiel mit dem Fahrrad ist einerseits richtig, auf dem Fahrrad ist man natürlich schneller als zu Fuß, andererseits gehen trotzdem viele Menschen immer noch (und lieber) zu Fuß.
    Ich sehe es eher so. Mit dem Fahrrad ist man schneller als zu Fuß, aber wenn man einen Berg erklimmen will, wird man mit dem Fahrrad nicht weit kommen.

    Zitat Zitat von sorata08
    Ich unterschätze da nichts. Ich bin nur extrem skeptisch - zum einem, weil die Berichte über katastrophale Resultate von AI-Bots nicht weniger werden
    Hängt zu großen Teil auch davon ab welche Medien man konsumiert, wenn man in einer Blase unterwegs ist die AI skeptisch-, wenn nicht gar feindlich gesinnt ist, dann wird auch alles Negative nach oben gefiltert.
    Natürlich haben LLM's erhebliche Schwächen und einige davon wird man auch nicht so einfach raus kriegen.
    Aber "katastrophal" ist ein adjektiv was ich nur anwenden würde, wenn die Konsequenz auch einer Katastrophe gleicht, das passiert nur bei unverantwortlichen Einsatz von AI ohne Zwischeninstanz und sagt weniger etwas über das Potenzial aus.
    Ich verurteile auch keine Messer weil damit schon Millionen von Menschen erstochen wurden.
    Wenn ein Prompt zu einem schlechten Ergebnis führt, nehme ich das Ergebnis eben nicht, die Kontrolle und damit auch die Verantwortung bleibt beim Menschen.

    Zitat Zitat
    Woran machst du das fest?
    Du glaubst auch, dass sich plötzlich ein riesiges Auftragspotenzial für Künstler im Bearbeiten von AI-Platzhaltergrafiken auftun könnte.
    Mich würde interessieren, worauf deine Schlussfolgerung basiert?
    Weil ich es selbst beobachten kann, ob in Indie-Kreisen bei Entwicklern zu denen ich einen gewissen Draht aufgebaut habe oder professionelle Entwickler die einen künstlerischen Anspruch haben und ich emsig verfolge.
    Order of the Sinking Star von Jonathan Blow verwendet während der Entwicklung an vielen Stellen AI Placeholder die später ersetzt werden, nicht nur Grafik auch Stimmen.

    Eclypse of Elyisum ein Indie-Spiel der die Spielwelt durch viele AI Assets hat generieren lassen und nun nach und nach ersetzt, mindestens 95% der Grafiken der sollen am Ende handgemacht sein wozu auch Künstler einberufen werden. Hier wird selbst mit Effizienz bei der Entstehung argumentiert.

    Am Ende möchte jeder die bestmögliche Qualität für sein Spiel rechtfertigen, da wo es drauf ankommt, warum sollte ein Markt überhaupt einbrechen, wenn es manchen nur darum geht billig und so schnell wie möglich Dinge raus zu hauen?

    Was passieren wird, ist dass die Content-Farmen durch bessere Filtermechanismen unsichtbar werden.
    Das passiert bereits im Filmbereich, wo billige handgemachte chinesische 2 stündige Fimdramen tausendfach produziert werden und 4x am Tag auf Youtube hochgeladen werden, in einer Geschwindigkeit wo kein passionierter Regisseur jemals mithalten könnte. (und auch schon AI Elemente inkooperieren wenn es ums Übersetzen oder bei der Thumbnailgestaltung geht)
    Das geht schon seit ein paar Jahren so mit tausenden Kanälen und diese machen durchaus viele Abos, trotzdem kriegst du davon nichts mit.

    Content Farmen wird es immer geben, gab es schon immer und sie haben kein Medium bis heute erodieren lassen, weil der moderne Mensch längst darauf eingestellt ist Dinge nach eigenen Ermessen zu filtern und die Algorhyrthmen der Plattformen unterstützen das.
    Deswegen gehe ich auch nicht davon aus dass der Markt an Experten jemals einbrechen wird, letztlich glaubst du ja ebenfalls daran dass Menschen qualitativ und kreativ der Maschine überlegen sind, so wie du bisher über die Technologie sprichst.


    Zitat Zitat
    Warum muss man es denn beherrschen können?
    Ich habe nichts von müssen geschrieben, aber am Ende ist auch das Künstlerdasein an eine Ökonomie geknüpft, Marktveränderungen und Technologie wirken sich auf die Dynamik des Marktes aus. Man kann sich auch ohne AI bestimmt noch irgendwie profilieren, macht es sich damit aber auch schwerer.
    Mir gehts darum, dass starres Prinzipiendenken, früher oder später dazu führen kann dass man von Peers abgehängt wird, die deutlich flexibler mit der Frage umgehen. So ist es ja grundsätzlich in vielen Märkten. "Play smarter not harder" ist letztlich ein Grundsatz der sich häufig bewährt.
    Wenn irgendwelche Dösbaddel mit genAI plötzlich ein Produkt mutmaßlich markttauglich bekommen, wird jemand mit Expertise noch viel effektiver diese Mittel einsetzen können.
    Ich habe dir bereits ein Beispiel geschickt, wo das der Fall ist. (Carpenter Brut)

    Zitat Zitat
    Der reale Mehrwert bleibt bisher aber irgendwie aus.
    Ob ein Mehrwert ausbleibt, kann ich dir Frage ebenso stellen - woran machst du das fest? Anhand von Infos die durch deine Blase durchsickern?

    Es hängt doch völlig davon ab wie und in welchen Feld man AI einsetzt in der Gesundheitsbranche sehe ich fast durchweg positive Nachrichten.
    Da wir hier immer noch von AI in einem privaten Spiele-Entwicklungsumfeld sprechen, ist doch die Frage eher, wie weit hilft einem AI persönlich weiter die Ziele zu verwirklichen? Da ist es mir ehrlich gesagt auch egal wenn sich auch auf einer großen Makro Ebene bei einem Fortune 500 Unternehmen nicht die überhypten Erwartungen erfüllen lassen. Selbst wenn die größten Player alle abspringen, würde generative KI nicht mehr verschwinden.

    Geändert von Klunky (14.03.2026 um 10:32 Uhr)

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