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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    So bin durch, hab so ziemlich exakt 55 Stunden gebraucht, hab allerdings auch schon die Hälfte der Mobhunts erledigt.


    Grafik
    Fantastisch, einfach nur Super. Sowohl FMVs, als auch Ingame-Cutscenes und überhaupt. Und wenn in Kämpfen der Bildschirm bebt weil Feuga, Ruiga und Blitzga gleichzeitig einschlagen kommt Stimmung auf.
    Mein einziger Kritikpunkt ist die wechselnde Qualität der Landschaftstexturen, oder besser der Aufwand der in sie Gesteckt wurde. Immer wenn es mal etwas ruhiger wird, weil man ein oder zwei Gegnern ausweichen konnte, oder der Schlauch selbst für Gegner zu Eng wurde, fallen die ziemlich lahmen - nicht unbedingt hässlichen - Tapeten auf die großflächig über sämtliche Flächen gezogen wurden. Besonders auffällig im 3. Kapitel wo ja quasi ALLES das gleiche Eiskristallblau hatte. Auch in Pulse gibt es einige Stelle die darunter leiden, etwa die Schluchtwände. Andererseits wurde in einige "Wegwerf"-Texturen, die man nicht mal unbedingt mitbekommt, scheinbar unglaublich viel Arbeit gesteckt, etwa diese Bahnschienen im 10. Kapitel. Sicher ist es einfacher solche gezielt eingesetzten Texturen zu gestalten als allgemeine wie eine Felswand, aber dann sollte man entsprechend darauf achten das sich zwei Wände nicht zu nahe kommen. Was aber leider fast immer der Fall ist. Selbst im offenen Pulse sind viele Wege nicht viel breiter als das die Party nebeneinander gehen kann, allerdings wird dort wenigstens mit natürlichen Begrenzungen gearbeitet, während in Cocoon teils Kniehohe Blockaden eine Party von Hochsprung-Rekordhaltern stoppen.
    Pulse zeigt dann, mit einigen fantastischen Ausblicken, aber das SqEx auch anders kann. Etwa wenn man über die Archelyte Steppe schaut oder der Blick auf die Ruinen-"Stadt" Paddra wo schon fast SotC Atmospähre aufkommt.

    Musik
    Vom OST bin ich um ehrlich zu sein etwas entäuscht. Sicher alles klingt schön, gefällig und Atmosphärisch, aber dann hört es auf zu klingen und ich habs vergessen. Keines der Stücke empfand ich als äußerst einprägsam. In einem seiner Posts hat Enkidu vom Bossbattle-Theme geschwärmt, als ich das gelesen habe konnte ich es mir nicht mit einem Ton vorstellen. Dann hab ich es im Spiel gehört und dachte mir "Ja, das ist ziemlich cool." Jetzt wieder Stille, dabei ist das hören mal grade mal ein paar Stunden her.

    Party, NPCs und Story
    Die Gruppe ist klasse, vom Charakter am besten hat mir Sahz gefallen und in DER Szene in Kapitel 8 ist mir glatt der Kinnladen runtergeklappt. Es war zwar leider(?) klar das das nichts endgültiges ist aber trotzdem.
    Snow - und Abschnittsweise Hope - hat mir nicht so zu gesagt, zumal sein Charakter dann auch noch im Gegensatz zum Rest stagniert. Allerdings hat er von allen Mitgliedern der Gruppe auch am wenigsten Screentime und wenn er dann zu sehen ist läßt er meist nur einen Dummen Spruch ab, ist also wohl eher Schuld der Autoren als von ihm

    Zu behaupten FF13 behandelt seine NPCs Stiefmütterlich wäre eine Untertreibung. Das Spiel geht mit ihnen um wie mit billig Kaugummi der nach dreimal kauen den Geschmack verliert und im nächsten Mülleimer landet und das IMO absolut zu unrecht.


    Vayne in Teil 12 wurde als schlecht abgekanzelt, weil er zu wenig Screentime hatte, da lernt man ihn doch nicht kennen und blablabla. Wenn Vayne wenig anwesend war, dann ist der Antagonist in 13 wohl außer Haus.

    Die Story ansich hat eine sehr gute Ausgangslage, die Charaktere scheinen einem brutalen Schicksal ausgeliefert zu sein, es bestehen Spannungen untereinander, ihre alte Welt hasst sie, sie hassen ihre neue Welt etc. Dann verliert die Handlung sich etwas in den Charakterhandlungen, was aber nicht zu schlimm ist da die Charakterentwicklung erstklassig inszeniert ist. Schließlich kommt es zur Katastrophe, der große Böse taucht auf und enthüllt seinen Plan die Welt zu vernichten. Und hier fängt die Story an Risse zu bekommen. Denn während bis dahin die Figuren und die Handlung einer inneren Logik gefolgt sind, fangen sie jetzt an ohne Plan einer Bombast-Cutscene nach der anderen hinterher zu rennen und machen dabei ständig das was sie besser nicht machen sollten.

    Das Ending lässt sich dabei evtl von außen auf einer symbolischen, aber wackeligen, Ebene erklären. Das verhalten der Figuren, die innere Logik, aber nicht. Denn sie haben, davon ausgehend was sie wussten, alles falsch gemacht was sie nur falsch machen konnten.

    Gameplay
    Das sofortige Heilen und das Pseudo-"Game Over", sind ungewohnt aber es funktioniert beides. Und ohne massive Änderungen am Balancing könnte man speziell die Heilung auch nicht rausnehmen. Das "Game Over" sehe ich hier eher als Komfortfunktion. Savepoints mehr oder weniger direkt vor Bossen sind schon seit dem Ende der SNES-Ära die Regel. Also keine große Änderung hier, und zum Ausgleich bei normalen Gegnern haben sie deren Gefährlichkeit in FF13 doch erheblich gesteigert. Wieviele 0815 Gegner aus FF13 wären wohl in älteren Teilen als Bosse oder zumindest Minibosse durchgegangen? Besonders die aus den letzen Kapiteln.
    Das KS... Das KS ist vorallem hektisch, daran kann auch der Autokampf nichts ändern, ohne den es aber fast schon masochistisch ist. Denn auch wenn man mit der manuellen Eingabe bessere Ergebnisse erzielen kann, so ist man doch im Großteil der Fälle höchstens genauso gut, dafür aber viel mehr im Streß. Ansonsten hab ich wohl die gleichen Kritikpunkte wie alle anderen, zu wenig Kontrolle über den Rest der Party, die Schwachsinnige Leader tot=GameOver Regel, Kristarium schick, aber stumpf etc.
    Was die Linearität angeht muss ich sagen das es mich nicht so sehr gestört hat wie befürchtet und wenn man mal vom Mangel an Sidequests absieht ist es gefühlt nicht schlimmer als in FFX, eher sogar ein winziges bisschen besser, zumindest hab ich nicht in der Mitte eine Pause eingelegt und ein anderes Spiel durchgespielt was ich bei Teil 10 gemacht habe.
    Geändert von Seraphithan (15.03.2010 um 03:56 Uhr)

  2. #2
    So, habe gestern lediglich knapp 30 Minuten gespielt, dafür aber endlich diesen Arschboss geplättet. Ich weiß nicht, warum es diesmal geklappt hat, denn soo viel habe ich nach dem ersten Versuch auch nicht anders gemacht. Jetzt bin ich aber überzeugt, dass meine Standardparty aus Lightning, Sazh und Vanille jeder Herausforderung gewachsen ist.

    Wie mir empfohlen wurde, habe ich den Kampf mit Aegisol begonnen (Protect/Shell usw (ich wusste gar nicht, dass man das Zeug auch für Bosskämpfe benutzen kann ^^)). Im Kampf selber habe ich mich mit Hero's Charge, um mir die restlichen Buffs zu geben. Dann wollte ich mich stärker darauf konzentrieren, den Boss in den Stagger-Zustand zu versetzen, was dank Relentless Assault anfangs auch sehr gut funktinoert hat, da man noch nicht so sehr beharkt wurde. Mittendrin ist mir eingefallen, dass ich es ja auch mal mit Debuffs versuchen könnte. Und siehe da: der Boss war anfällig gegen fast alles.
    Als dann in den nächsten Phasen seine Köpfe aufgewacht sind, habe ich wieder etwas defensiver gespielt, allerdings mit Lightning den Staggerbalken obengehalten. In den ruhigeren Phasen dann sofort wieder auf Relentless Assault umgeschaltet. Wenn's nichts zu buffen gab, auf Diversity. Sobald sich der Boss dann von allen negativen (und meine Party von allen positiven) Verändereungen befreit hat, habe ich auf Bully umgeschaltet, sofern meine HP dies zuließen.
    Einmal wäre ich dank Daze, Fog und dem anderen Unfug verreckt, bei dem man nicht angreifen kann, da Vanille dann plötzlich nicht mehr heilen wollte. Beide tot, nur noch Lightning in den roten HP. Dafür sind Summons gut. Nach Odin waren alle wieder vollständig geheilt, sehr fein.

    So habe ich den Kampf eigentlich überlebt. Diesmal wurde ich seltsamerweise auch nicht mit Doom belegt.
    Mal sehen, wie es heute weitergeht. Nicht, dass mich das interssieren würde - an und für sich ist das Spiel gar nicht gut, und wenn kein Final Fantasy draufstehen würde, würde es auch überall zerrissen werden. Trotzdem wollte ich noch ein wenig grinden, das macht irgendwie Spaß.


  3. #3
    So, Spiel durchgespielt.

    Zitat Zitat von Seraphithan Beitrag anzeigen
    So bin durch, hab so ziemlich exakt 55 Stunden gebraucht, hab allerdings auch schon die Hälfte der Mobhunts erledigt.


    Zitat Zitat
    Musik
    Vom OST bin ich um ehrlich zu sein etwas entäuscht. Sicher alles klingt schön, gefällig und Atmosphärisch, aber dann hört es auf zu klingen und ich habs vergessen. Keines der Stücke empfand ich als äußerst einprägsam. In einem seiner Posts hat Enkidu vom Bossbattle-Theme geschwärmt, als ich das gelesen habe konnte ich es mir nicht mit einem Ton vorstellen. Dann hab ich es im Spiel gehört und dachte mir "Ja, das ist ziemlich cool." Jetzt wieder Stille, dabei ist das hören mal grade mal ein paar Stunden her.
    Ja, von den Stücken ist mir nicht viel hängengeblieben. Hat natürlich ein paar nette, gerade die, die ein wenig nach den Hymnen aus FFX klingen fand ich gut. Sonst hats aber auch viele nervige Stücke, das Battle Theme ist dennoch genial.

    Zitat Zitat
    Kann ich vollkommen zustimmen. Noch nie eine derartige Verbratung von guten NPCs gesehen...

    Zitat Zitat
    Vayne in Teil 12 wurde als schlecht abgekanzelt, weil er zu wenig Screentime hatte, da lernt man ihn doch nicht kennen und blablabla. Wenn Vayne wenig anwesend war, dann ist der Antagonist in 13 wohl außer Haus.
    Vor allem, da XIII ja sogar mehrere potentielle Antagonisten hatte, und jeder ist scheiße. Wirklich traurig.
    edit:


    Zitat Zitat
    Die Story ansich hat eine sehr gute Ausgangslage, die Charaktere scheinen einem brutalen Schicksal ausgeliefert zu sein, es bestehen Spannungen untereinander, ihre alte Welt hasst sie, sie hassen ihre neue Welt etc. Dann verliert die Handlung sich etwas in den Charakterhandlungen, was aber nicht zu schlimm ist da die Charakterentwicklung erstklassig inszeniert ist. Schließlich kommt es zur Katastrophe, der große Böse taucht auf und enthüllt seinen Plan die Welt zu vernichten. Und hier fängt die Story an Risse zu bekommen. Denn während bis dahin die Figuren und die Handlung einer inneren Logik gefolgt sind, fangen sie jetzt an ohne Plan einer Bombast-Cutscene nach der anderen hinterher zu rennen und machen dabei ständig das was sie besser nicht machen sollten.

    Das Ending lässt sich dabei evtl von außen auf einer symbolischen, aber wackeligen, Ebene erklären. Das verhalten der Figuren, die innere Logik, aber nicht. Denn sie haben, davon ausgehend was sie wussten, alles falsch gemacht was sie nur falsch machen konnten.
    Was ja traurig ist, da es wirklich vielversprechend begonnen hat.
    Gerade das Ende würde ich hier nicht rechtfertigen wollen, es ist einfach schwach. Eines der "Liebe und Freundschaft" enden, die überhaupt nicht erklärt werden, wie sehr vieles in der Story auch.


    Insgesamt:
    Das Spiel hatte IMO sehr viel Potential, gerade, was das Setting und Story anging. Statt das zu nutzen, zentriert ALLES nur auf die 6 Hauptcharaktere, alles andere wird außer Acht gelassen. Die Spielwelt ist interessant, reicht aber in keinem Winkel an die aus Teil X heran, welche doch einigermaßen gut erklärt wurde.
    Gerade


    Wirklich, wenn ich darüber nachdenke, macht es mich fast schon wütend, wie viel hier versaut wurde und wie viel Hoffnung ich jedes Mal hatte, dass die Spielwelt doch noch erklärt wird und alles zu dem Anfang aufleben kann. Das fällt besonders auf, weil ohnehin schon so wenig passiert, was wirklich Storyrelevanz hat.

    Zitat Zitat von veilvet
    Ich will hier nix vom Zaun brechen und wollte die Zornesflammen, die ich seither auf FFXII speie, ohnehin etwas im Zaum halten, aber in diesem Aspekt muss ich doch mal nachhaken. Mein Hauptkritikpunkt an FFXII ist, dass sie da die Story vollends vergeigt haben. Daher kann die Story von XIII, obwohl ich das Spiel bisher noch nicht durch habe, für mich gar nicht mehr schlechter werden als die seines Vorgängers. Ich will hier auch gar nicht meine Meinung durchboxen, mich würde einfach nur interessieren, was jemand anderes an der Geschichte von XII überzeugend findet. Vielleicht habe ich achtzig Stunden ja irgendwas übersehen
    Hmmm... Gegenfrage: Was ist für Dich denn so besonders Gutes an der Story von XIII? Das einzige, was man über XIII sagen kann, ist, dass die Präsentation besser ist, aber das geht dann auch wieder in gewisser Weise im Bombast unter. Die Charaktere sind natürlich deutlich besser.
    Ich würde sagen, die Geschichten der beiden Spiele nehmen sich nicht so viel - die von XII ist etwas weniger ausgebaut, dafür vollständig, die von XIII ist etwas größer, dafür hat sie viele Lücken und doch so einiges bleibt unerklärt.
    Mir sagt das aus XII mehr zu, da ich nicht auf abschweifende Faninterpretationen stehe, die probieren, irgendeinen Sinn in den Bullshit zu bringen, der einem da teilweise gezeigt wird^^


    Ach ja, zu den Charakteren:
    Kam es nur mir so vor, oder zerfällt das ganze ein wenig, wenn sie Gran Pulse erreichen? Verstehe ja, dass sie kein wirkliches Ziel haben, unter Zeitdruck stehen und verzweifelt sind (was übrigens auch am Anfang schon so war - eigentlich hat die Party 90% des Spiels kein Ziel xD), aber die Entscheidungen und Gespräche fand ich doch reichlich seltsam und teilweise gar unverständlich. Das ist schon fast ein Fall, in dem ich sagen würde, dass sich der Schreiber selbst in eine Sackgasse manövriert hatte, und keinen Ausweg mehr fand^^°

    edit: Was ich aber immerhin sagen muss, was das Spiel schon gut rüberbringt, ist die Hoffnungslosigkeit, welcher die Charaktere teilweise ausgesetzt werden.
    Geändert von Sylverthas (15.03.2010 um 19:19 Uhr)

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