Mich hat das Leben grad irgendwie selber eingeholt. Bin seit Freitag von der Arbeit daheim geblieben.
Kann es gar nicht erklären, aber irgendwie ist mir die Kraft zum leben abhanden gekommen. Sogar Sachen die ich gerne mache, wie Roman schreiben,
Malen, zeichnen oder jammen machen mir nach 10-20 Minuten überhaut keinen Spaß mehr und ich kann mich für nichts mehr länger begeistern außer lesen.
Desweiteren kommt mir das Grausen wenn ich daran denke, ich müsste morgen arbeiten gehen. Nicht weil ich es unter normalen Umständen nicht gerne tue.
Ich habe nur keine Ahnung welche Kraft mich denn dort hinschleppen soll.
Ich bin völlig leer.
Dazu kommt eine unangenehme Sinnentleertheit. Ich zweifle alles an, was ich bisher glaubte, vom moralisch- religiösen Wertesystem, über mein freundesumfeld (und ob diese es wirklich so gut mit mir meinen), bishin zu meinen Zukunftsvisionen.
Alles Dinge die mich die letzten zwei Jahre irgendwie durch ziemlich widrige Umstände getragen haben.
Wer mich nicht so gut kennt, sollte vielleicht an dieser Stelle wissen, dass ich ne ziemlich verschissene Jugend hatte, die ich mehr in Sanatorien und der Reha verbrachte als an anderen Orten. Von Depressionen, Manien, jahrelangem Mobbing und einer verkorksten Kindheit ohne Vater, plus scheiternden freundschaften und Beziehungen war alles dabei.
Aufgrund meiner Ethik habe ich mir auch nie irgendwie was gegönnt, nie bei Drogen oder frauengeschichten wirklich über die Stränge geschlagen. Und krankerweise habe ich nun den Drang dies alles Nachzuholen, obwohl
es mein ganzes inneres Wesen sprengen würde. Ich würde wohl das tun was meine Seele immer wollte, aber was der verstand Jahrelang zu verhindern versuchte.
Es mussnicht unbedingt ein Ratschlag sein, aber vielleicht erhoffe ich mir einfach ein paar einfühlsame Worte oder Verständnis. ich bitte einfach drum das zynismus und Sarkasmus aus den Antworten draußen bleibt.
Das war wahrscheinlich der ehrlichste Post seit meiner Anmeldung. Es hat Überwindung gekostet das zuzugeben und ich will es nicht bereuen.





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Irgendetwas, was dir das Gefühl gibt, von vorne anzufangen. Solche Momente folgten bei mir immer nach ziemlich beknackten Situationen, allerdings waren diese nur die Auslöser. So richtig in Verbindung steht diese Motivationslosigkeit/Sinnentleertheit nicht, jedenfalls fühlt es sich nicht so an. Zuhause rumzuhängen ist deswegen nichts ungewöhnliches, aber es ist... langweilig, sagen wir es so. Ich weiß nicht, worin deine Interessen liegen, aber du könntest beispielsweise eine neue Serie schauen. Sitcoms haben mir da sehr geholfen. Sowas verlangt nicht viel Arbeit, man lehnt sich einfach nur zurück, schaut es sich an und lacht dabei. Was vor allem hilfreich gewirkt hat, war die Motivation, die Serie weiterzuschauen. Dadurch bekommt man Stück für Stück Lust, weiterzumachen, in allen Bereichen der Interessen oder deines Lebens. Ich kann nichts garantieren, aber bei mir hat es jedenfalls gewirkt.





