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Thema: Let`s Play Together: Urban Nightmare - Diskussionsthread

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  1. #1
    Zitat Zitat von Kelven
    Ich selbst finde das Verhalten der Charaktere in Horrorgeschichten selten richtig glaubwürdig (halte dort Glaubwürdigkeit aber auch nicht für so entscheidend). Nicht zuletzt vielleicht deswegen, weil man keine Erfahrungswerte hat. Ein Mensch ohne psychische Erkrankung sieht in der Realität keine seltsamen Monster und Erscheinungen, wir können nur raten, wie ein normaler Mensch reagieren würde.
    Das kann ich nicht nachvollziehen. Viele Spiele, Filme, Medien gewähren den Charakteren Situationen die der Konsument nicht mal ansatzweise kennt, keine Erfahrungswerte hat. Wenn ich 'ne Geschichte von jemandem mache, der in seinem Verstand mit der Seele eines untoten Drachen spricht, durch die Welt zieht und awesome Dinge tut, ist das für Konsument Jedermann ebenso fern, trotzdem erwartet man ein mindestmaß an Glaubwürdigkeit in den Handlungen. Abgesehen davon fand ich nicht, dass dir dies nicht gelungen ist, zumindest bei Marcel. Ich würde nicht mit 'ner Eisenstange losrennen und unnötig Leute kaputthauen, das entspricht auch in Extremsituationen nicht meiner Natur, genau so wenig verhaue ich meine Freundin wenn ich mich enmotional unwohl fühle, trotzdem war das für mich glaubwürdig und nachvollziehbar und wie bereits geschrieben gerade gut so. Die Handlung (austicken, bedrohen, Knie kaputtschlagen ) musste nicht erklärt, gerechtfertigt werden um glaubwürdig zu sein. Die Handlung untermauert eher selbst das Modell, dass man von der Person hat, das macht sie glaubwürdig.

    Zitat Zitat von Kelven
    Wäre es denn besser gewesen, wenn ich die Emotionen der Charaktere stärker zum Ausdruck gebracht hätte? Normalerweise bin ich jemand, der eine dezente Darstellung von Gefühlen vorzieht (obwohl ich Anime- und Manga-Fan bin). Ich kann mir vorstellen, dass die Figuren in Urban Nightmare etwas nüchtern wirken. Dass
    Da in einem Makerspiel technisch bedingt viel an Detail fehlt (Beschreibungen in Büchern, optische Details in Filmen/ grafisch aufwändigen Spielen, Sprache ) wärs vielleicht eine Idee sich etwas am Theater zu orientieren und "overacten" zu lassen. Da man sie Szenen eher aus etwas Distanz und fixer Perspektive sieht bietet den Vergleich durchaus an.

  2. #2
    @Clodia
    Ich bin an Urban Nightmare denke ich nicht anders herangegangen, als an meine älteren Horrorspiele, aber meine Ansprüche haben sich natürlich im Laufe der Zeit verändert. Es stimmt jedenfalls, dass ich schon damals auf Plausibilität geachtet hab. Bei Urban Nightmare hab ich die Figuren im Grunde auch nicht mit vielen Eigenschaften ausgestattet, Natalie z. B. ist schüchtern und unselbstständig, das ist ja ein bekannter Archetyp. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich nicht vier mehr oder weniger gleichberechtigte Figuren genommen hätte. Und die Charaktere hätten mehr miteinander (oder anderen Leuten) interagieren können. Ein richtiger Reifungsprozess ist bei einem Horrorspiel zwar nicht möglich, dafür sind eher RPGs geeignet, doch ausspielen kann man die Figuren schon. Sich auf vier Figuren gleichzeitig zu konzentrieren ist also vielleicht wirklich zu viel.

    Eine offenere Spielwelt wie bei Desert Nightmare bringt immer den Nachteil mit sich, dass der Spieler mehr laufen muss. Das wird ja bei Spielen öfters kritisiert. Vermutlich sind zu kleine Abschnitte aber auch keine Lösung. Andererseits musste ich ja alle Charaktere voneinander trennen. Du hast aber recht, dass klarere Ziele besser gewesen wären. Zumindest sollte man nicht immer nur von einem verschlossenen Tor zum nächsten rennen.

    @Corti
    Ja, es gibt eine gewisse Grund-Glaubwürdigkeit, die man meistens erwartet - vor allem auf zwischenmenschlicher Ebene. Genauso erwartet man, dass eine Figur sich nicht ohne gute Erklärung widersprüchlich verhält. Wobei das auch wieder vom Genre abhängt, in einer Slapstick-Komödie ist es nicht glaubwürdig, dass sich Freunde ständig die Köpfe einschlagen, trotzdem würde das niemand bemängeln. Ich wollte nur darauf hinaus, dass alles was unter speculative fiction oder Action fällt immer eine bestimmte Unglaubwürdigkeit mit sich bringt, die das Publikum eigentlich akzeptiert oder sogar gerade sehen will. Beim Horror ist das z. B. besonders die stete Handlungsfähigkeit der Protagonisten. Sie sind selten so traumatisiert, dass sie nicht mehr klar denken und handeln können. Obwohl man wie gesagt auch nicht genau sagen kann, ob echte Menschen das in so einem Fall wären. Das meinte ich. So was gilt besonders für Spiele, weil der Spieler die Figuren steuert und sich sicherlich nicht wie ein verstörter und verängstigter Mensch verhält.

    Zitat Zitat
    Da in einem Makerspiel technisch bedingt viel an Detail fehlt (Beschreibungen in Büchern, optische Details in Filmen/ grafisch aufwändigen Spielen, Sprache ) wärs vielleicht eine Idee sich etwas am Theater zu orientieren und "overacten" zu lassen.
    Trotz des Risikos, dass wieder andere Spieler damit nichts anfangen können und die Szenen vielleicht sogar unfreiwillig komisch finden würden? Ich bin ja selbst jemand, der mit theatralischen Szenen nicht so viel anfangen kann, ausgenommen von Heldenpathos und Männerromantik.

  3. #3
    @Overacting:
    Das Risiko besteht natürlich. Je weiter mans treibt desto größer wirds und insgesamt bleibt es schwer kalkulierbar. Der entgegengesetzte Fall ist, dass die Charaktere langweilig wirken wenn man zu dezent ist. Ist schwer einzuschätzen, zumal man selbst immer ein anderes Bild der Charaktere hat.

  4. #4

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Da würde ich doch glatt mal fragen - Gibt es bald wieder eine neue Runde?

  5. #5
    Zitat Zitat von Sabaku Beitrag anzeigen
    Da würde ich doch glatt mal fragen - Gibt es bald wieder eine neue Runde?
    Extramundaeeeee oder Elektra Kingdom.

  6. #6
    Oh ja, hab ich bisher nur vergessen. Einen Moment.

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