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Thema: Forenrollenspiel „Westwind“ - der Prolog

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Erleichtert bemerkte Carmen Torben. Doch noch fröhlicher sah sie, dass er den Schlüssel in Händen hielt - das lief wohl besser als gedacht. Sie lächelte.
    "Wir werden gewiss auch ohne diesen Schlüssel unseren...ehm... sehr viel Spaß haben." Sie legte eine kurze Pause ein. "Wenn wir nicht in den Kabinen... in die Kabinen können, solltet ihr vielleicht die Wachen abziehen. So wird es gewiss... ehm... viel gemütlicher." Sie blickte den Hochverwalter vielsagend an, um seiner Phantasie etwas auf die Sprünge zu helfen.
    'Bei meiner Großmutter und der Gerechtigkeit, ich hoffe dies hat bald ein Ende!', dachte sie angewidert, als der Blick des Hochverwalters mal wieder nicht auf ihrem Gesicht ruhte.

    Geändert von daenerys (19.05.2009 um 12:51 Uhr)

  2. #2
    Balthasar wachte langsam auf, er fühlte sich noch gerädert von den Eskapaden von letzer Nacht. Er war sich noch immer nicht ganz sicher was mit den hingerichteten passiert war und wer sie hingerichtet hat, auch die Angreifer waren ein mysterium aber immerhin konnte er sich sicher sein das es keine gewöhnlichen Piraten sein konnten, welche Brandschatzer schnitzen den irgendwelche Gesichter auf das Deck?.

    Balthasar stand auf, zog seine getrockneten Sachen an, sie stinkten leider noch sehr nach Fisch, nahm seine Sachen ging die Treppe hinunter und fragte den Wirt ob noch irgendwelche seltsamen Gäste letzte Nacht gekommen waren, er erfuhr das einige seiner Mitreisenden hier waren.

    Er verließ die Taverne und sah Richtung Schiff. Er erkannte das jemand oben war aber keine Wachen.

    Er beeilte sich und lief schnell zum Schiff. Wenn es seine Kameraden waren konnte er vielleicht etwas wichtiges erfahren.

    Er sah Torben und Carmen auf dem Deck auf welchem immer noch die Leichen standen.
    "Hallo, ihr scheint wohl auch eine Erkundungstour machen zu wollen, was? Ich narr wenn ich sehe das ich heute so leicht hier rauf kam war meine Aktion letze Nacht vollkommen Sinnlos."

  3. #3
    Dahlia blickte zum Himmel und beobachtete eine Weile lang die Wolken, die sich langsam verdichteten und verdunkelten. Gut, dass es Nachts nicht geregnet hatte, da sie, bis auf den kurzen Aufenthalt in der Taverne, die meiste Zeit draußen verbracht hatte. Sie hatte nach kurzer Zeit bemerkt, dass ihr der Alkohol nicht wohl bekam, deshalb hatte sie nach der kurzen Unterhaltun mit Ephillias und Woglar schon wieder den Weg nach draußen gesucht.
    Der Vorteil an der Stadt Esdeess war, dass sie niemals zu schlafen schien. Dahlia hatte kein Problem, einfach umherzuwandeln, hie und da einem bunten Treiben zuzusehen und sich die Gegend anzuschauen. Da der Elfe eine Stille um sie herum aus unerfindlichen Gründen zuwider war, war diese Stadt perfekt für sie und ihre Abneigung, sich zur Ruhe zu begeben.


    Als es nun hell geworden war, hatte Dahlia sich wieder zum Hafen begeben. Ein großes Schiff lag im Hafen, das ihr aber nicht weiter auffällig vorkam, obwohl es etwas Unheimliches ausstrahlte. Sie hatte keine Ahnung wie lange es noch dauerte, bis ihr Schiff kommen würde, und hatte auch sonst kaum Informationen, deshalb befand sie es für das beste am Hafen zu warten und zu sehen, was passierte. Im Idealfall würde sie einen roten Haarschopf erblicken. Noch war aber weit und breit kein bekanntes Gesicht zu sehen, und die Elfe musterte die Leute, die sich hier tummelten. Jeder von ihnen konnte ein potentieller Mitreisender sein...

  4. #4
    Das Prolog-Finale Teil I
    (legt ruhig mal gruselige Musik auf und stellt euch ein Gewitter vor...)


    Während sich am Himmel des Tages mehr und mehr Wolken zusammenbrauen und sich gegenseitig wie Gletschermassen auftürmen, entladen sich erste Blitze als fernes Wetterleuchten am Horizont, die Stadt scheint zu spüren, dass die Stunden des Donners kommen werden und eilen emsig umher, bedacht, sich vor der drohenden Regenflut in Sicherheit zu bringen. Heiß und schwül steht die Luft nun förmlich, keine kühle Brise mehr weht vom Ozean durch die Straßen, eine Spannung liegt in der Luft, die sich im Keifen der Marktweiber und den winselnden Hunden niederschlägt, die sich schon jetzt zusammenkauern.
    Carmen, Balthasar und Torben schleichen nun an Bord, bewegen sich unauffällig über Deck und können erleichtert feststellen, dass Niemand von ihnen Notiz zu nehmen scheint.
    Noch immer liegen die Leichen unverändert an Deck und scheinen euch aus vorwurfsvollen Augen anzuglotzen, als mit einem tosenden Donnerschlag ein Blitz ganz in der Nähe einschlägt und die Menschen erschrocken zusammenzucken lässt. Als hätte der Blitz die Bauchdecke der Wolken aufgeschlitzt, brechen nun auch die Wolkendämme und ein schwerer, heftiger Platzregen geht nieder.
    In wenigen Augenblicken ist das Deck schlüpfrig und die Planken nass, die eingeritzten Gesichter sind im optischen Widerhall der Blitze groteske Fratzen, Wind und Regen erwecken den Eindruck, als würden die Antlitze weinen. Schließlich seid ihr bei der Luke angekommen und wuchtet die schweren Fässer beiseite, die man aus unerfindlichen Gründen auf die Luke gestellt hatte, obschon überall noch viel Platz zu finden gewesen wäre.

    Ihr sperrt schließlich das schwere Schloss auf, welches erbärmlich knirscht und quietscht, als ihr den Schlüssel des Hauptmannes darin dreht und fast scheint es, als könne sich Torben ein stolzes Grinsen nicht ganz verkneifen, während dicke Regentropfen wie goblinische Wurfgeschosse auf euch einprasseln, mit einer solchen wütenden Intensität, dass ihr streckenweise schwerlich nur atmen könnt.
    Schließlich schwingen die beiden Flügel der Luke zur Seite und ihr könnt euch schnell nach unten begeben, vorsichtig einen Fuß vor den Anderen setzend, da die Stufen auch hier sehr rutschig sind – Eingetrocknetes Blut, wie ihr mit leichtem Entsetzen und grimmiger Entschlossenheit feststellen könnt.
    Was immer auch an Deck sich abgespielt hat, es hat auch im Bauch des Schiffes stattgefunden, so denkt ihr euch…

    Als ihr die Luke gegen eindringenden Regen und neugierige Augen schließt und ein letztes Mal einen tausendfach verästelten Blitz über das Firnament jagen seht, seid ihr fast gezwungen, die Augen zu schließen, so grell war der Anblick und so düsterer und dunkler kommt euch nun das muffig riechende Innere des Schiffes vor.
    Wie endlos erscheinen euch die Gänge, unsauber verarbeitete Planken stehen hervor, die Decke ist niedrig und scheint von Schimmel durchsetzt…leise knarzt das Holz, ab und an geht ein dumpfes Poltern durch den Schiffsleib, wenn ein Stück Treibholz gegen den Rumpf schlägt und die Dunkelheit scheint so intensiv, so verschluckend zu sein, dass ihr unwillkürlich zu flüstern beginnt, wie ihr da so in pechschwarzer Nacht steht.

    Als ihr schließlich mit vor Kälte zitternden Fingern zwei Laternen entzünden könnt, scheinen selbst eure Gestalten und Leiber verzerrte Schatten zu werfen, als seien sie von Eigenleben und Boshaftigkeit erfüllt.

    Ihr arbeitet euch vorsichtig durch das Schiff, bedacht, einen Schritt vorsichtig vor den Anderen zu setzen und bewegt euch mit gemischen Gefühlen vorbei an blutbesudelten Kleidungsstücken, zerbrochenen Waffen, zerstörten persönlichen Gegenständen. Ihr passiert herausgetretene Türen und immer wieder Spuren von Gewalt an den Wänden. Herausgerissenes Holz, Kratzspuren an den Wänden von der Größe menschlicher Fingernägel, Haarbüschel am Boden und findet schließlich die Kombüse vor.
    Neben verfaultem Essen, dass rottend auf einigen Tellern liegt fällt euch auf, dass sämtliche größeren Kochgerätschaften wie Metzgersbeile und Messer verschwunden sind, ebenso die großen Gabeln. Alleine Teller und Humpen stehen angerichtet da, ein Szenario einer Offiziersmesse, ein Klischee fast, nur dass die lachenden und scherzenden Menschen fehlen und kein Kronleuchter Licht spendet, sondern zwei kleine Laternen…

    Im Tisch eingeritzt, plump und böse und offensichtlich weitaus weniger kunstfertig, findet ihr weitere dieser Totenschädel vor, es schien, als hätte dem Künstler hier die Zeit oder das Talent gefehlt, solch’ Schnitzereien wie an Deck anzufertigen, oder waren es gänzlich andere Vorzeichen?

    Von fern nun grollt und rummst der Donner heran, es scheint, als hätte der Sturm seinen Höhepunkt gefunden und auch ihr seid weitergekommen. Ihr steht nun vor einer verbarrikadierten, edel aussehenden, Tür. Mehrere Balken wurden vor die Tür genagelt um - was immer sich darinnen befand – auf lange Zeit wegzuschließen.

    Geändert von Daen vom Clan (19.05.2009 um 14:24 Uhr)

  5. #5
    Nicht nur vor Kälte zitternd besah sich Carmen die Tür genauer. 'Ob ich sie öffnen sollte? Wenn hier nur irgendwo eine Notiz zu finden wäre...'
    Neugier machte sich in ihr breit ('Was wohl dahinter sein könnte?'), und kam langsam gegen das ungewohnte Gefühl der Angst an. So konnte sie sich langsam dazu durchringen, etwas zu sagen (auch wenn flüstern wohl der passendere Begriff wäre) :"Balthasar? Ihr seid Gelehrter, kennt ihr diese Totenschädel? Liegt ein Fluch auf diesem Schiff? Und... ... sagt was ihr denkt, sollen wir diese Tür ... öffnen? Torben?" Ein Grollen und Donnern hallte durch den Bug und eine Welle ließ das Schiff leicht schwanken.
    Carmen suchte stumm etwas, um sich daran festzuhalten - im mickrigen Schein der Laternen, so hoffte sie, würde es nicht bemerkt werden.

    Geändert von daenerys (19.05.2009 um 15:49 Uhr)

  6. #6
    Raa Mon fluchte hingebungsvoll, als die Wassermassen auf sie einhämmerten. Das fast abgetrennte Stück Segeltuch in ihren Händen und die Kleidung an ihrem Leib wurden immer nasser und .... schwerer.
    Sie klammerte sich verzweifelt an den Mast, der von der Nässe zunehmend rutschiger wurde und warf einen ängstlichen Blick in die Tiefe. Der Anblick hätte weitaus schöner sein können: Der Schiffsdeck vielleicht etwas näher, weniger Leichen, die nur darauf zu warten schienen, sie unter sich aufzunehmen und vor allem keine eingerizten Fratzen die höhnisch nach oben grinsten. Den Abstieg konnte sie jetzt erst mal vergessen.
    Der Wind ließ den Mast schwanken und presste ihr die nassen Kleider kalt an den Leib. Raa Mon biss die Zähne zusammen und griff nun nach dem Segel selbst, dass inzwischen einen wesentlich besseren Halt bot als der glitzschige Mast.Der Ausguck war ja leider unbenutzbar gewesen in dem zerstörten Zustand. Sie steckte ihre Schere in den Gürtel, riss die letzten Fäden des Segelstücks durch und klemmte es unter ihren Arm. Es grollte. Wilde Blitze warfen ihr kaltes Licht auf das Deck.

    Da sah Raa Mon das Lukenschloss. Als sich das Mädchen aufs unbewachte Deck geschlichen hatte, um sich Segelstoff zu holen, war die Luke mit einem schweren Schloss verriegelt gewesen. Dieses lag nun daneben und spiegelte grell das Licht der Blitze wieder. Und die Lukenflügel klapperten im Druck des Windes und schwangen von Zeit zu Zeit auf.
    Raa Mon erschauerte im Wind. Diese Aktion war keine gute Idee gewesen.

    Geändert von Ty Ni (19.05.2009 um 15:51 Uhr) Grund: Die Sache mit dem Auge im Holz war vllt. ein bisschen übertrieben xD

  7. #7
    Atemlos starrten die Drei auf die verbarrikadierte Tür und sie konnten förmlich spüren, wie die Dunkelheit um sie herum und die drückende Schwere der engen Räume gierig ihren Lebensfunken aufsog und ihnen nach dem Leben trachtete.
    Carmens feinste Nackenhärchen stellten sich auf, als sie einen kaum wahrnehmbaren Windstoß vernahm, der durch die leeren Gänge des Kahns fegte und sich flüsternd an den Wänden brach.
    Angestrengt starrte Diese in die Dunkelheit hinein und konnte schließlich erst über sich trippelnde Schritte hören, so fein, so zart, so schleichend, als wären es die nackten Füße eines Kindes, die sich dann in der Kombüse verloren und augenscheinlich ganz langsam und sachte sich in ihre Richtung bewegten...


    Raa Mons Gedanken kreisten um einen alten Spruch ihres Vaters, der irgendwie Etwas mit "vom Regen in die Traufe kommen", bedeutete und ähnlich fühlte sie sich nun auch hier. Sie war die schlüpfrigen Stufen nach unten geschlichen und auch ihr waren Zerstörung und die spürbare Einsamkeit dieser Gänge aufgefallen, sowie die weniger feingezeichneten, eingeritzten Gesichter, die - je tiefer sie in den Bauch des Schiffes stieg - immer grober und ungelenker wurden, als hätten den Schnitzer entweder die Kräfte oder seine geistige Gesundheit verlassen - vielleicht auch Beides.
    Und während die Dunkelheit sie noch immer zu ersäufen gedachte, diesmal jedoch mit düsteren Gedanken und einem schweren Stein im Magen, erkannte sie vor sich, gut 50 Schritt um die Ecke, einen flackernden Schein einer Laterne...

    Geändert von Daen vom Clan (19.05.2009 um 15:58 Uhr)

  8. #8
    Auch Ephillias verließ die Taverne. Jedoch nur um 5 Minuten später wieder einzukehren.
    Er war zwar kein großer Reisender, wusste aber das demnächst ein Gewitter aufziehrn würde. Nein er wusste es nicht, er spürte es.
    Also bestellte er noch einen Wein und wartete auf den ein oder anderen Gesprächspartner...

  9. #9
    RUMMS!
    Krachend und von einem Schwall Wasser begleitet, flog die Tür auf und drei fluchende Soldaten in patschnassen Wappenröcken des Hauses van der Wall kamen nach drinnen gestolpert, sie grinsten einander an, als der Wirt die Hände über dem Kopf zusammenschlug und zu jammern begann, ob der Spur aus Nässe und Ohrfeigen, welche die Drei hinterließen, als sie sich an einen - plötzlich freigewordenen - Tisch setzten.
    Mit dem großspurigen Auftreten von Soldaten musterten sie die Anwesenden und warfen den Frauen in der Taverne böse bis wohlmeinend derbe Zoten zu, ehe sie sich ihrem eilig vom Wort herbeigeschafften Grog widmeten.
    Ephillias Sinne waren gut genug um ihre Unterhaltung mitzubekommen.


    "Und dann hat dieser arme Tropf von Verwalter den Hauptmann wirklich in seinen eigenen Schuldturm geworfen?"
    "Wenn ich's dir doch sage, Illingard. Der Hauptmann hat wohl was Wichtiges verbockt, vielleicht was verloren und dann haben sie ihn geschlagene vier Stunden gefoltert, und der Verwalter ist danebengestanden und hat ihn auch noch beschimpft."
    "Hm, ich hasse diese kleine verschlagene Ratte... aber was will man machen, er spricht für den Herren van der Wall..."
    "So isses, Jammern bringt eh nichts, also bringen die den Auftrag zu Ende."
    "Bei dem Regen? Du bist echt so bescheuert, wie deine Mutter immer sagt, Bruhns. Bei dem Regen wird das scheiss Schiff nicht brennen, egal wieviel wir von dem Teufelszeug da drauf kippen."
    "Sag das nicht, Kleiner. Ribubald meinte, es wäre "Feuertaufen-Harz", die schlimmste und klebrigste Substanz die es gibt, die frisst sich durch das Schiff und brennt noch tagelang nach."
    "Und warum dieser Alki...Alchem...Alchemeristenscheiss?"
    "Denk mal nach, Kleiner! Die wollen das Schiff mit all dem Zeug drauf und drin verbrennen, Denen ist es doch recht egal, was dem Schiff passiert ist, die wollen nur, dass endlich mal eine Expedition lebend ankommt, denke ich."

    Und gewichtig nickend stürzte der Älteste von ihnen sein Glas hinunter, japsend, da der Schnaps stärker war, als er dachte...

    Geändert von Daen vom Clan (19.05.2009 um 16:08 Uhr)

  10. #10
    Was zum teufel ist hier passiert, wer hat dieses Schiff so zugerichtet..." dachte er, doch dann kam ihm etwas in den Sinn das ihm nicht behagte"...oder was?" Nun langsam nervös werdend, teils durch anspannung, teils durch Neugier sagte er:
    "Nun, dann wollen wir mal:"
    Mit diesen Worten steckte er den Schlüssel in das Schloss und drehte ihn herum.

  11. #11
    Erst mit geschickten Fingern, dann mit mehr Kraft und schließlich resignierend, zog Torben den Schlüssel wieder aus dem Schloss der Tür.
    Er schien nicht zu passen und selbst wenn... die Tür vor ihm war verbarrikadiert und wäre sowieso nicht zu öffnen gewesen.
    Wessen Werk es auch immer war - er hatte ganze Arbeit geleistet und es würde einige Zeit in Anspruch nehmen - es sei denn, Jemand hatte eine gute Idee.

  12. #12
    "Mist! Wenn nicht so, dann eben mit Gewalt!" erklärte Torben und zog sein Schwert
    Dann steckte er die Klinge zwischen die Tür und einen Balken und wollte so einen Balken herausbrechen. Er setzte einen Fuß unten an die Tür und begann . Der Balken war sehr wiederstandsfähig, und anscheinend sehr gut vernagelt, denn Torben setzte mehr und mehr Kraft ein, bis seine Muskeln auf den Armen und die Adern im Gesicht und dem gesamten Oberkörper deutlich hervortraten. "Verdammt! aus was ist der Balken denn? Aus Eisenholz oder was?" dachte er angestrengt.
    Schließlich jedoch, als er schon Aufgeben wollte, begann sich der Balken zu lösen, und fiel dann hinunter, so plötzlich, das es Torben, der noch mit voller Kraft zog, umriss und ihn zu Boden schleuderte, keuchend stand Torben auf und stützte sich auf sein Schwert.

    "Puh!" keuchte er "Jetzt erstmal ne Pause, wenn ich so weitermachen soll! Oder kann mir jemand irgendwie helfen?"

  13. #13
    Der Regen prasselte noch immer mit der Gewalt eines wütenden Hornissenschwarms auf Nessa ein, während die Blitze den Himmel erleuchteten und die engen Gassen und nun schmutzigen Rinnsale in grelles Licht tauchten, ehe es wieder dunkel wurde und der Donner wie von zwergischen Kesselpauken getragen über das Land rollte.
    Das Holz war glitschig und nass, doch roch es köstlich nach Harz und Moos und ergab einen guten Aussichtspunkt, wie Nessa befand. Von hier aus konnte sie erkennen, dass der gespenstische Kahn augenscheinlich völlig leer und verlassen dalag, obschon sie sich nicht sicher war, nicht doch einige Schatten oder Schemen - vielleicht kindergroß - über das Deck wetzen gesehen zu haben.


    Der erste von vier Balken fiel polternd zu Boden, zusammen mit Torben der deutlich hören konnte, wie der Lärm sich durch die Gänge schlich, als wollte das Brett sich hasserfüllt rächen. Die anderen Bretter machten einen ebenso stabilen Eindruck und Torben und die beiden Anderen konnten erkennen, dass sehr tiefe, lange und stabile Nägel benutzt worden waren, um die Bretter an die Wand zu nageln, Zimmermannsnägel, bester Qualität und definitiv unüblich für die Expeditionen in den Norden.

    Geändert von Daen vom Clan (19.05.2009 um 16:40 Uhr)

  14. #14

    Examinierter Senfautomat
    stars_mod
    Nachdem er am Abend von Wolgar keine Informationen erhalten hatte, schlug Thomas sein Nachtlager in der alten Abtei auf. Wir haben uns wahrlich auf dem falschen Fuß erwischt, dachte Thomas bei sich. Dennoch wollte er es morgen früh nochmal versuchen.

    Als er aufwachte stand die Sonne schon hoch am Himmel. Er hatte also länger geschlafen als eigentlich beabsichtigt. Das Schicksal meinte es wahrhaft nicht gut mit ihm. Langsam stieg er vom Turm herab und dachte darüber nach, wo er wohl Wolgar finden könnte. Wenn er ihn richtig einschätzte, sollte er sich wohl noch in der Taverne aufhalten. Wolgar schien nämlich genau der Typ Mann zu sein, der den weltlichen Genüssen nicht abgeneigt war.

    Thomas sollte sich nicht täuschen. Direkt in der Taverne saß Wolgar an einem kleinen Ecktisch und ließ seinen Blick kreisend durch den Raum fliegen.


    "Sucht ihr vielleicht mich, Wolgar? Habt ihr es euch nun anders überlegt in Bezug auf die Informationen, die ich von euch wollte, oder darf ich der Stadtwache mitteilen, dass ihr ab heute ein neues Zimmer unter einfachsten Verhältnissen beziehen wollt?"

  15. #15
    Nachdem Torben sich erholt hatte, lies er, kurz bevor er weiter machte, einen Blick schweifen und sah von wo sie gekommen waren einen kleinen Schatten. "Ach was, dachte er, wohl nur Einbildung oder die Lampen. Und machte weiter.
    Während er am 2. Balken hebelte, huschte ihm der Gedanke durch den Kopf das irgendetwas extrem wichtiges oder gefährliches hinter dieser Tür sein musste, wenn schon solche Nägel verwendet wurden.
    Als er dann endlich auch den 4. Balken, hinuter hatte, legte er sich erschöpft auf den Boden um sich auszuruhen.
    Bevor er sich daran machte die Tür zu öffnen, ging er zu dem Schatten, der immer noch da war, da er sich, auch wenn er seine Laterne bewegte, sich kaum veränderte.

    Geändert von wusch (19.05.2009 um 17:29 Uhr)

  16. #16
    Die drei Gestalten, die Raa Mon in dem Raum erspähte, waren glücklicherweise keine Wachen. Sie schienen überhaupt nicht zueinander zu passen: Der schmale Langhaarige Kerl mit der Kleidung eines Gelehrten, die junge hübsche Frau, deren Aussehen Raa Mon schmerzlich an ihre eigene Mutter erinnerte und der kräftig aussehende Mann, der mit seiner Narbe und dem Schwert ein wenig respekt einflößend aussah.
    Was waren das für Leute? Und was taten sie hier?
    Der Kräftige bearbeitete ächzend und unter großem Kraftaufwand eine massive Tür mit seinem Schwert.
    Diese Tür sah gut verarbeitet und wertvoller aus als alles andere in diesem Raum... Raa Mon verspürte ein brennendes Interesse an dem, was wohl dahinter liegen würde. Sie wartete.
    Die Tür schien verbitterten Wiederstand zu leisten. Von Zeit zu Zeit löste der Mann ein Brett und ließ es polternd zu Boden fallen. Raa Mon wurde zappelig. Sie tastete nach ihren Seidenbändern, die sich im Wind mir den Haaren verknotet hatten und pfriemelte sie konzentriert auseinander. Poltern. Ächzen. Schaben von Metall auf Holz. Ächzen. Das erste Seidenband war befreit. Das zweite war hartnäckiger. Ächzen. Fluchen. Poltern.
    Stille.
    Raa Mon blickte auf. Die Tür war nun um vier Balken ärmer und wurde nicht mehr malträtiert. Drei Augenpaare waren auf das Mädchen gerichtet ( von den SChnitzereien abgesehen) und eines davon gehörte dem Mann mit der Narbe. Er stand direkt vor ihr.

    Sie zuckte heftig zusammen, wollte wegrennen, rutschte aus und schlitterte unelegant gegen die nächstbeste Wand.
    "Ich... hab AUTSCH nichts angefasst. Echt." Der Segelstoff rutschte bei dem Versuch aufzustehen von ihrem Körper und landete laut platschend auf dem Boden. "Äh. Nur das. Aber das war eh schon kaputt!"

    Geändert von Ty Ni (19.05.2009 um 17:30 Uhr)

  17. #17
    Balthasar betrachte das Mädchen das ihn unsanft aus seinen Gedanken holte er hatte über das Schiff nachgedacht, was wohl passiert war, die Lösung fiel ihm nicht ein.

    Er betrachte das kleine Mädchen das anscheinend Spass daran hatte irgendwelche Sachen umzuhauen. Was suchte ein kleines Kind an einen Ort wie diesem?
    Er machte einige Schritte Richtung der Kleinen.

    "Was machst du hier Mädchen? Hast du dich verlaufen? Ich kann dich wiederzurück zum Hafen bringen wenn du willst deine Mutter wartet sicher auf dich, sie wird sich sicher Sorgen machen."

    Geändert von Mivey (19.05.2009 um 17:37 Uhr)

  18. #18
    Ephillias konnte einfach nicht anders als den beiden zu zuhören.
    Um besser mithören zu können, kippelte er ein wenig in Richtung Soldaten.
    Er hatte das ganze Gespräch mithören können.


    'Die wollen nur, dass endlich mal eine Expedition lebend ankommt?'
    'Das Schiff verbrennen?'
    'Ich muss unbedingt raus nachsehen'
    Er versuchte so unauffällig wie möglich die Taverne zu verlassen.

  19. #19
    Wasser rann aus dem Segeltuch, das Raa Mon sich über die Schulter geworfen hatte und füllte die in den Boden geritzten Zeichen. Sie versuchte, lautslos zu gehen, aber das Wasser ihrer Kleidung machte ihr da einen Strich durch die Rechnung. Ihr Blick zuckte nervös hin und her. Sie hätte nicht gedacht, dass sie nach dem Anblick auf dem Deck noch etwas hätte erschüttern können. Entgegen ihrer Hoffnung gab es hier unten nichts mehr, dass die Straßenkinderbande hätte gebrauchen können. Vielleicht in den anderen Räumen des Schiffes.
    Als Raa Mon das schummrige, leicht flackernde Licht entdeckte, blieb sie abrupt stehen und lauschte. Sollten sich tatsächlich Pünderer in diese Hölle geschlichen haben? Oder waren das etwa Wachen?? ("Alles, bloß nicht letzteres...")

    Sie hörte leise SChritte und dann sagte eine rauhe Männerstimme: "Na dann wollen wir mal"
    Raa Mon schlich auf Zehenspitzen näher, wobei sie hoffte, dass ihre nasse Kleidung möglichst wenig platschte und spähte vorsichtig um die Ecke.

  20. #20
    Nessa stand regennass vor dem großen Schiff, dass am gestrigen Tage in den Hafen gelaufen war. Soldaten schienen keine in Sicht zu sein, weder auf dem Schiff noch in der näheren Umgebung. Sie warf einen Blick nach oben.
    "Hatte dort nicht eben noch etwas geglänzt? Ich könnte schwören, ich hätte einige Schatten über das Deck huschen sehen."
    Sie trat unschlüssig näher, ließ den Gedanken, auf das Schiff zu gehen, dann aber doch fallen.
    "Wenn ich Pech habe, trifft mich bei diesem Unwetter noch der Blitz, sollte ich auf dem Schiff herumlaufen. So kurz vor meiner Reise will ich das nicht riskieren. Und erst recht nicht, dass mich Soldaten aufgreifen."
    Sie lief durch das menschenleere Hafenviertel. Der Regen schien sie nicht im mindesten zu stören, geschweige denn die Blitze. Ihre Locken klebten an ihrem Gesicht und ihren Schultern und ihre enge, schwarze Kleidung hatte sich bereits mit Wasser vollgesogen.

    Trotzdem kletterte sie geschickt auf einen Stapel großer Holzkisten, die etwas vom Schiff entfernt waren, und verschaffte sich von ihrer erhöhten Position aus einen Überblick.

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