Ergebnis 1 bis 20 von 44

Thema: Freie Ressourcen

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Soa, ich möchte endlich mal zu diesem Thema (ist ja nicht das erste mal, dass es

    kommt) endlich mal ein subjetives Statement zu ablassen. Ich möchte dabei

    ausdrücklich betonen, dass es hier um meine persönliche moralische Vorstellung

    geht, die nicht unbedingt etwas mit dem rechtlichen Status Quo zu tun hat.

    Ich finde, dass wenn jemand in Zeiten des Internet Werke erschafft, die zum Ziel haben, einer großen Öffentlichkeit vorgestellt zu werden, er akzeptieren sollte, dass diese Werke dann – zumindest zum Teil – auch Teil dieser Öffentlichkeit werden. Das gilt einerseits für die Fanbase. Dass eine Erwartung an Fans, sich wie Fans zu verhalten (schön kaufen), aber andererseits dann wieder keine Fans zu sein (keine Fanbilder oder Avatare oder Fanseiten oder Fanfics) nicht funktioniert, musste schon die Filmwirtschaft einsehen. Von einem Lagerfeuer zu erwarten, dass es schön warm ist, aber nicht brennt, funktioniert ja auch nicht. Auch für die Musikindustrie gilt das meiner Meinung nach. Wer Musik vermarktet, die von millionen gehört wird, sollte damit leben müssen, dass ein Lehrer schonmal eine MP3 ins Internet stellt, auf der die Musik mit einem Vorschulflötenchor nachgespielt wird, oder jemand die Musik in einer Midi neu interpretiert. Gerade bei Musikstücken, die wiederum nur Teil eines noch größeren Werkes (z.B. Computerspiels) sind, sehe ich das so. Ähnlich sehe ich das mit der Integration von Teilen eines Werkes in ein nicht-kommerzielles neues Werk. Wenn diese nichtsdestotrotz eigenständigen Charakter haben. Stellenweise gibt es hierfür im deutschen Recht sogar einige Paragrafen, allerdings sind diese meiner Meinung nach viel zu altbacken und berücksichtigen einen Großteil der neuen Medien als neue Werksgrundlagen nicht.

    Folglich habe ich zumindest moralisch keine Bedenken, wenn jemand ein paar Fliesen oder Figürchen aus einem überaus veraltetem Rollenspiel entnimmt und sich damit seine völlig eigenen Welten erschafft. Ähnliches gilt für Midi-Versionen alter Musikstücke, die man auf jeder zweiten Fanseite im Hintergrund hört. Damit allerdings keine Missverständnisse auftreten: Das ganze ist hier keineswegs mein eigener kleiner moralischer Freibrief. Auch für mich hat die Sache sehr wohl Grenzen, und die fangen spätestens da an, wo die Eigenkreativität so langsam flöten geht. Von irgendwelchen kommerziellen Absichten, will ich erst gar nicht anfangen zu reden.

  2. #2
    Ich mache mir ohnehin keine Gedanken, ob irgendwer mir erlaubt, irgendwelche Ressourcen zu verwenden. Wenn ich etwas GRATIS herunterladen DARF, verwende ich von diesem Etwas auch die Ressourcen, wenn ich herankomme, egal wie ich herankomme.

  3. #3
    Ich bin dabei, ein Spiel mit komplett eigenen Ressourcen (zumindest Grafik) zu machen. In Hybris 2nd Awakening hatte ich zwar viel selbst gemacht, aber ein Teil habe ich auch übernommen. Allerdings nicht geklaut! Denn jeder wurde in den Credits erwähnt und bei allem ist auch eine Erlaubnis zur Verwendung vorhanden. Es ist also durchaus möglich, die sachen selbst zu machen. Ich bin ja schliesslich auch kein Pixelprofi...

    Die Ressourcen stelle ich allen frei zur Verfügung (hybris.rmxp.de), einzig behalte ich mir das Recht vor, sie als erster zu verwenden. Sprich, ich geb sie erst mit dem Release des Games frei (was bei 2nd Awakening ja schon passiert ist).

  4. #4
    Unterschiedliche Stile (auch in unterschiedlicher Qualität) sind eigentlich kein Problem, das stört ja auch bei den Ressourcen aus kommerziellen Spielen kaum jemanden. Je mehr Ressourcen da sind, desto mehr Abwechslung hätte man auch und desto eher findet man das was man braucht. Char- und Tilesets sind wie schon gesagt wurde nicht das größte Problem, sondern Musik, Soundeffekte und Artworks (damit die Leute nicht immer schlechte Bilder ergooglen xD). Übrigens geht's mir noch nicht mal alleine um die rechtliche Frage, auch sich selbst gegenüber ist es doch schöner wenn das Spiel aus etwas Selbstgemachtem besteht (bzw. zumindest Auftragsarbeiten).

    @Ascare
    Da könntest du aber auch fragen wieso die Leute Screens machen die nicht mal aus Spielen kommen. Mit Sprites kann man auch protzen.

  5. #5
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Unterschiedliche Stile (auch in unterschiedlicher Qualität) sind eigentlich kein Problem, das stört ja auch bei den Ressourcen aus kommerziellen Spielen kaum jemanden. Je mehr Ressourcen da sind, desto mehr Abwechslung hätte man auch und desto eher findet man das was man braucht. Char- und Tilesets sind wie schon gesagt wurde nicht das größte Problem, sondern Musik, Soundeffekte und Artworks (damit die Leute nicht immer schlechte Bilder ergooglen xD). Übrigens geht's mir noch nicht mal alleine um die rechtliche Frage, auch sich selbst gegenüber ist es doch schöner wenn das Spiel aus etwas Selbstgemachtem besteht (bzw. zumindest Auftragsarbeiten).
    Gut, dann bräuchte man wiederum in erster Linie Komponisten und Soundtechniker.
    Zur Musik: Solange sie nachinterpretiert ist (z.B. Midi) und die Erlaubnis des Erstellers hat, so wie die Musik keine kommerzielle Verwendung findet hat man lizenzrechtlich eigentlich nichts zu befürchten. Und das trifft auf die meisten Makerspiele ja zu.
    Zum Sound: Ist, wenn ich mich nicht täusche, eh kein Urheberrecht drauf. Das gilt glaube ich nur für Melodien und Stimmen, aber nicht für Geräusche. Also einen Furz kannst du nicht "patentieren".
    Artworks: Sind viel zu individuell. Dazu müssen sie zu Charas und Faces passen. Daher imo eher reine Auftragsarbeit. Außerdem hat man mit dem vx-rtp da jetzt eine zusätzlich gute Quelle.
    Zitat Zitat
    @Ascare
    Da könntest du aber auch fragen wieso die Leute Screens machen die nicht mal aus Spielen kommen. Mit Sprites kann man auch protzen.
    Also von dieser Protzmanie die hier herumgeistert bin ich noch nicht befallen, will es um ehrlich zu sein auch nicht werden. ^^

    Zu Refmap: Ich sehe da um ehrlich zu sein rein moralisch und rechtlich kein Problem. Dieser Disclaimer ist teilweise absurd und fernab von einer rechtlichen Grundlage. Das einfordern der Rechte Dritter ist ungültig. Das ist so als würde Google verbieten wollen, kopierte Windows Versionen zu verwenden.
    Also totaler Käse.
    Und moralisch: Mein Gott..wenn ich eine Ameise zertrete fühle ich mich tausendmal schuldiger als wenn ich M&B Grafiken in einem Makerprojekt sehe und weiß das es den Machern nicht schmeckt.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •