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  1. #501
    Ich mag deine Liste, Hell is Us möchte ich 2026 auch endlich angehen. Ich dämpfe hier aber meine Erwartungen da ich befürchte, dass mich diese spartanische Spielführung doch das Genick brechen wird und ich das Spiel genervt abbrechen werde. Aber einen Vesuch werde ich trotzdem genauso wagen. Und genauso Metaphor: ReFantazio, dem ich nochmal eine Chance geben möchte, aber das steht ganz weit unten auf meiner Liste, falls ich dort überhaupt mal ankomme. Genauso wie Kingdom Come: Deliverance II, das mit seinem letzten DLC nun komplett ist, aber dessen Kampfsystem mich immer noch abschreckt (auch wenns gegenüber Teil 1 verbessert worden ist). Aber mindestens auf das Ein-Jahr-Jubiläum warte ich noch, das Spiel wird weiterhin fleißig gepatcht.

    Und ja, freut mich, dass auch wieder ein CRPG auf deiner Liste ist. Mit Rogue Trader machst du wirklich nichts falsch.

  2. #502
    Schönes Fazit! Und hey, es sind immerhin 2 (3, wenn man CO mitzählt) JRPGs auf Deiner Liste

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Trotz vieler schöner Spiele hatte ich in 2025 kein Game of the Year.
    Interessant. Knuckles hatte das ja auch geschrieben. Kann das verstehen, dass das n bisschen seltsames Gefühl ist, nichts zu haben, was einen so komplett überzeugt hat.

    Hell is Us finde ich auch ziemlich interessant. Mal sehen, ob ich im Jahr dazu komme. This War of Mine fand ich ziemlich cool, aber ja, es war eher so eine strategische und weniger emotionale Sache.

    Bei Clair Obscur bin ich ja echt gespannt, ob ich irgendwann, wenn ichs mal Spiele, dann Scheiße fressen muss, weil ich immer so kritisch gegenüber dem Game bin. Aber ehrlich gesagt, wer bei so einem Überhype nicht kritisch wird, dem ist nicht mehr zu
    helfen. Aber Dir hats ja im Schnitt auch sehr gut gefallen, abzüglich der paar Kritikpunkte, die anscheinend nicht so viel getrübt haben. Mal sehen. Ich frag mich auch, ob es gerade bei westlichen Spielern, die gar nicht so viele JRPGs spielen, besonders eingeschlagen hat - oder ob das total unabhängig davon ist.

    Wow Metaphor hat Dir ja echt das Jahr ruiniert. Dass das überhaupt noch auf Positivlisten drauf ist
    Stimme Dir da auch komplett zu, das Game ist einfach zu lang. Ich habe den letzten Monat immer noch nicht gespielt und irgendwie bin ich auch gar nicht sooo heiß darauf. Dabei fand ichs größtenteils eigentlich gut, besser als Persona 5. Aber das war ja auch elendig lang. Es scheint aber so, dass die Spieler einfach auf diese immens langen Games stehen. Obwohl sie ja alle keine Zeit haben *g*
    Zitat Zitat
    Investierte Zeit (diesmal mit KI, aber ihr dürft gerne nachrechnen):
    Oh come on
    Zitat Zitat
    und endlich alle Abos beendet habe.
    Damit meinst Du Gamepass? Oder allgemein alle Abos?

    Zitat Zitat
    da ich in der Zwischenzeit verdammt viel Geld für neuen Kram ausgegeben habe und der Backlog jetzt größer ist als davor die Jahre.
    Klassische Geschichte

    Zitat Zitat
    Dabei schweben mir innerhalb der Challenge Themen-Monate/-quartale vor.
    Das könnte schon cool sein. Du hast ja schon mal öfter so mini Challenges gehabt, wie ne Akira Toriyama Challenge oder Piraten, wenn ich nicht irre.
    Zitat Zitat
    - Sei ein Level-5-Fanboy. Habe die Tage Fantasy Life i gekauft und bin heiß auf Inazuma Eleven: Victory Road und kenne Dark Cloud noch immer nicht. Mit White Knight Chronicles könnte ich sogar zwei Themen verbinden.
    Oh no. Hoffe, Du bewertest dann auch alle Spiele großartig, egal, ob sie es sind oder nicht (bei Level 5 wahrscheinlich eher letzteres ).

    Auf einen Kingdom Come 2 Beitrag wäre ich auch sehr gespannt. Die Reihe ist immer noch so auf meinem Radar, aber wie so oft traue ich mich nicht ran, weil die Dinger auch ewig lang sind. Das braucht immer ne Menge Anfangsenergie, wenn ich das vorher schon weiß. Je mehr positive Meinungen man dazu kriegt umso mehr Motivation ist da! (auch wenn das bei BG3 immer noch nicht geholfen hat xD)

  3. #503
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Ja, die Enttäuschungen hielten sich in Grenzen und es gab keine einzige Niete, nur selbst in anderen Genres hat nichts extrem hervorgestochen.
    Auch kein Game of the Year gehabt zu haben ist irgendwie bitter.
    Can relate, ich hatte auch nix, was *wirklich* gut war.

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Bewältige mehrere Mecha-RPGs. Denke da gerade an Relayer Advanced, Chained Echoes und Megaton Musashi W Wired oder Zone of the Enders: The 2nd Runner, selbst wenn das kein RPG ist.
    Musashi Wired hättest du von mir bekommen, hätte ich dich beim Wichteln gezogen. Ich hab's selbst und mir fehlt noch der passende Funke, um es anzuwerfen.

    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Sei ein Level-5-Fanboy. Habe die Tage Fantasy Life i gekauft und bin heiß auf Inazuma Eleven: Victory Road und kenne Dark Cloud noch immer nicht. Mit White Knight Chronicles könnte ich sogar zwei Themen verbinden.
    Dark Cloud ruft dich, Orpheus!

  4. #504

    Hell is Us

    @Rusk

    Deine Meinung zu Hell is Us würde mich durchaus reizen.
    Wie ich dich aber einschätze, würdest du Metaphor: ReFantazio erneut abbrechen.
    Da steckt einiges an JRPG-Kitsch drin und zieht sich im letzten Drittel wie ein Kaugummi.
    Und das Kampfsystem von Kingdom Come: Deliverance II hinterlässt bei mir Stirnrunzeln.
    Habe bisher jeden Kampf verloren und könnte einer meiner größten Kritikpunkte werden.


    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Bei Clair Obscur bin ich ja echt gespannt, ob ich irgendwann, wenn ichs mal Spiele, dann Scheiße fressen muss, weil ich immer so kritisch gegenüber dem Game bin. Aber ehrlich gesagt, wer bei so einem Überhype nicht kritisch wird, dem ist nicht mehr zu
    helfen. Aber Dir hats ja im Schnitt auch sehr gut gefallen, abzüglich der paar Kritikpunkte, die anscheinend nicht so viel getrübt haben. Mal sehen. Ich frag mich auch, ob es gerade bei westlichen Spielern, die gar nicht so viele JRPGs spielen, besonders eingeschlagen hat - oder ob das total unabhängig davon ist.
    Vielleicht ist Clair Obscur: Expedition 33 vermehrt bei den jüngeren Spielern beliebt?
    Eben weil die all die JRPGs der 90er Jahre nicht kennen und sich jetzt von einem Mindfuck erholen müssen?
    Das Spiel ist schon eine ziemliche Hommage, nur für mich gerade deswegen auch nicht wirklich neu.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Wow Metaphor hat Dir ja echt das Jahr ruiniert. Dass das überhaupt noch auf Positivlisten drauf ist
    Stimme Dir da auch komplett zu, das Game ist einfach zu lang. Ich habe den letzten Monat immer noch nicht gespielt und irgendwie bin ich auch gar nicht sooo heiß darauf. Dabei fand ichs größtenteils eigentlich gut, besser als Persona 5. Aber das war ja auch elendig lang. Es scheint aber so, dass die Spieler einfach auf diese immens langen Games stehen. Obwohl sie ja alle keine Zeit haben *g*
    Und es ist leider nicht nur Metaphor: ReFantazio.
    Irgendwie sind alle Spiele so unfassbar lang.
    Habe mich letztens mit meinem Bruder unterhalten, der genau das total liebt.
    15-20 Stunden sind für ihn kurz und für mich ist das bereits mehr als ordentlich.
    Ich vermisse die Rollenspiele, die in 30-40 Stunden vorbei sind, scheinen aber vermehrt seltener zu werden.
    Dennoch finde ich Metaphor: ReFantazio gerade im Mittelteil echt gut.
    Dieser Roadtrip hat was, nur eben viel zu lange.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Damit meinst Du Gamepass? Oder allgemein alle Abos?
    Abos allgemein.
    Die werden schon noch genutzt, aber bloß alle paar Monate für nur jeweils einen Monat.
    Man sollte halt Zeit mitbringen, ansonsten sind Abos eine unnötige Kosten- und Zeitfalle.
    Den Xbox Game Pass habe ich letztes Jahr drei Monate lang genutzt und nach der Preiserhöhung gar nicht mehr.

    Und Kingdom Come: Deliverance II ist genau das.
    Ein heftiger Zeitfresser, der viel Durchhaltevermögen in den ersten Stunden abverlangt.
    Aber die ersten Stunden sind extrem lohnenswert gewesen mit 1A-Szenen und Dialogen.


    @Kael

    Dark Cloud oder Megaton Musashi W Wired?
    Schwere Entscheidung.
    Momentan fühle ich mich regelrecht erschlagen, wenn nicht sogar überfordert von der Auswahl an Games.
    Vieles ist so interessant, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, womit ich anfangen soll.
    Tja, First World Problems halt.


    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Playstation 5 11.09.2025 13.12.2025 53 Std.



    Wenn ich schon im letzten Monat vom Platz 1 der Challenge 2025 schwärme, dann jetzt richtig.
    Hell is Us stammt vom Entwickler Rogue Factor, den manch einer vielleicht von Games wie Mordheim: City of the Damned und Necromunda: Underhive Wars kennen könnte.
    Ich selber besitze ersteres, habe es aber noch nicht gespielt.
    Hell is Us hingegen war mir vorher kein Begriff, doch anhand des Trailers war ich extrem angefixt.
    Zudem folgte ein damals schmaler Preis und sogar manche Reviews, es wäre ein eigenwilliges Spiel mit vielen Problemchen, haben mich eher dazu bestärkt, einen Blick zu riskieren.
    Ich habe mir dann für die ersten 5 Stunden viel Zeit gelassen, nur um mir dann die restlichen 48 Stunden in einigen wenigen Tagen zu geben.



    Doch kurz zur Handlung:
    In Hadea tobt ein Bürgerkrieg.
    In einem Land, welches stark an Osteuropa erinnert, bekämpfen sich Palomisten und Sabiner und mittendrin der Protagonist Remi Letam, der sich durch die ON-Friedenstruppen ins Land geschleust hat.
    Natürlich nicht, um für Frieden zu sorgen, sondern um seine leiblichen Eltern zu finden, die ihn als kleines Kind aus Hadea geschmuggelt haben.
    Das Wie und Warum bleibt vorerst ein Geheimnis.
    Wichtiger für den Moment ist, dass im gesamten Land Hollow Walkers umherstreifen.
    Weiße mannequinartige Kreaturen, die alles vernichten, was sich ihnen nähert.
    Für Remi beginnt eine Reise durch ein vom Krieg zerrüttetes Land, er ist hierbei weniger Akteur als vielmehr Beobachter, was mich öfters an Kino's Journey erinnerte.
    Man hört Geschichten der Einwohner, unterstützt diese in Form von guten Taten statt Quests, ohne dass gewertet wird, und es gibt keinerlei Kämpfe gegen andere Menschen.
    Dabei spielt es keine Rolle, welche Region im Spiel besucht wird und wer dort das Sagen hat.
    Leid bleibt Leid und katapultierte Hell is Us zum besten Antikriegsspiel, welches ich je gezockt habe.
    Denn an vielen Stellen fühlte es sich unangenehm und böse an, was mich länger beschäftigte als gedacht.
    Musste an manchen Stellen echt schlucken und dennoch gibt es einige goldige Momente, die durch einfache Dialogzeilen erzeugt werden, anstatt mit imposanten Szenen und viel Bombast glänzen.
    Sei es das kleine Mädchen, welches sich versteckt und fliehen möchte, bis hin zur Lehrerin, die Schreckliches getan hat, und Soldaten, die sie jede Nacht daran erinnern, ist da ziemlich harter Tobak dabei.
    All das wird oft nur durch wenige Zeilen oder durch ein simples Wohnzimmer dargestellt, wo der Spieler sich einiges zusammenreimen kann.
    Und genau das hat mir ziemlich gut gefallen, denn es wirkt realistisch und zeigt die hässliche Fratze des Krieges.
    Da der Spieler aber mehr ein Beobachter bleibt, gerät seine Geschichte verstärkt in den Hintergrund, was nicht schlecht sein muss, denn das Geheimnis um die Hollow Walkers ist ebenfalls mit extrem viel Text in Form von Tagebüchern und Dokumenten verbunden und reicht Jahrtausende zurück.
    Hell is Us ist in diesen und vielen weiteren Punkten recht nischig, was man mögen muss, und hat bei mir zwar einen Nerv getroffen, ich kann es aber gut verstehen, wenn andere Spieler nichts damit anfangen können.



    Das Gameplay ist in etwa so interessant wie merkwürdig und würde ich als puristisch bezeichnen.
    So kann auf einer Karte das Ziel ausgewählt werden und ist jeder Bereich meist frei erkundbar.
    Später im Spiel darf selber entschieden werden, welchen Bereich man zuerst erkunden möchte, und es gibt keine Karte oder blinkende Questmarker.
    Der Spieler ist auf sich allein gestellt, muss bei den Dialogen aufpassen, wer was sagt. Verirren und grübeln gehört zum Spielprinzip dazu und so entsteht eine gewisse Freiheit, ohne sich wie in einer Open World erschlagen zu fühlen.
    Denn welcher NPC was benötigt, wo es welche gute Tat (Quest) gibt, muss der Spieler selber herausfinden.
    Dazu gesellen sich die Kämpfe gegen die Hollow Walkers, bei denen ausschließlich Nahkampfwaffen zum Einsatz kommen, die sich unterschiedlich anfühlen, beim Schmied verbessert und einer Klasse zugeordnet werden können.
    Dabei wird ganz klassisch ausgewichen, geblockt, pariert und gekontert.
    Es gibt die Wahl zwischen normalen und schweren Angriffen und Fähigkeiten, und es kann eine Drohne eingesetzt werden, die nicht nur als Übersetzungstool, sondern auch mit anderen Fähigkeiten glänzen kann.
    Zwar macht das alleine das Kampfsystem nicht wirklich besonders, doch fühlte ich mich immer gut aufgehoben, denn wer zum Beispiel Schaden verursacht und dann im richtigen Moment eine Taste drückt, kann seinen Lebensbalken ein wenig auffüllen.
    Da der Schaden auch maßgeblich von der Klasse/Farbe der Waffe und des Gegners abhängt, muss schon aufgepasst werden.
    Also ich war manchmal mehr als überrascht, wie schnell sich ein Kampf zum Positiven oder Negativen entwickeln kann, wenn man nicht richtig aufpasst oder die falsche Klasse wählt.
    Leider wird das Kampfsystem durch fast immer die gleichen paar Gegnertypen überschaubar und Bosse sind sich bis auf drei nicht wirklich ein Trumpf des Spiels.



    Eines meiner Highlights waren dafür die zahlreichen Dungeons und die hervorragende Atmosphäre.
    Es fängt meist klein an und entwickelt sich zu etwas Großem.
    Von Weitem erstreckt sich ein gigantischer Turm Richtung Horizont und stundenlang steht die Frage im Raum, ob und wenn ja, wie man dort reinkommen soll.
    Dann ergibt es sich schlussendlich, doch im Inneren warten zahlreiche Rätsel und noch mehr Lektüre auf den Spieler.
    Das kann dann durchaus Stunden dauern und es entsteht manchmal eine ähnliche Atmosphäre wie in Stranger Things oder Control.
    Dieses Fremdartige ist allgegenwärtig in den Dungeons, spielt mit Farben und Sound, was einfach nur surreal und fantastisch wirkt.
    Wer aber kein Rätselfreund ist, sollte sich vielleicht vom Spiel fernhalten, denn davon gibt es verdammt viele und es hatte 1 bis 2 Kopfnüsse, die einem nicht vorgekaut werden.

    Fazit: Hell is Us ist kein Spiel für die breite Masse.
    Eigentlich muss ich mich für mein Fazit zum Teil selbst zitieren.
    Denn hier bekomme ich Freiheit, ohne mich erschlagen zu fühlen, lockere Quests, die sich nie überflüssig anfühlen, ein überschaubares Kampfsystem mit netten Ideen und ein extrem gutes Anti-Kriegsspiel mit einer hervorragenden Atmosphäre und vielen tollen Rätseln.
    Das alles ist eine interessante Symbiose, die nur durch ein schlampiges Ende und fast immer dieselben Gegner einer höheren Wertung verwehrt wird.
    Now: Ghost of Yotei & Dragon Quest VII Reimagined / Done: Dog Man: Mission Impawsible
    Now: Modern Family Staffel 5 / Done: The Fantastic Four: First Steps
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Rooster Fighter Band 4
    RPG-Challenge 2026 / Now: Prince of Persia: The Lost Crown

  5. #505
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Später im Spiel darf selber entschieden werden, welchen Bereich man zuerst erkunden möchte, und es gibt keine Karte oder blinkende Questmarker.
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Der Spieler ist auf sich allein gestellt, muss bei den Dialogen aufpassen, wer was sagt. Verirren und grübeln gehört zum Spielprinzip dazu und so entsteht eine gewisse Freiheit, ohne sich wie in einer Open World erschlagen zu fühlen.
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Dann ergibt es sich schlussendlich, doch im Inneren warten zahlreiche Rätsel und noch mehr Lektüre auf den Spieler.
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Wer aber kein Rätselfreund ist, sollte sich vielleicht vom Spiel fernhalten, denn davon gibt es verdammt viele und es hatte 1 bis 2 Kopfnüsse, die einem nicht vorgekaut werden.
    Ich habs probiert, aber nach 2h war Schluss. All die von dir genannten Punkte sind für mich K.O.-Kriterien. Zumindest eine Karte hätte ich mir gewünscht, wo wenigstens Ziele markiert sind. Den endgültigen Genickbruch haben mir die Rätsel gegeben, schon beim ersten bekam ich einen kleinen Wutanfall. Mit Umgebungsrätseln, wie ich es zuletzt in Echos of the End zu tun hatte (und da machten diese die Hälfte des Spiels aus!) habe ich kein Problem, aber sobald diese idiotischen Türrätsel oder weiß der Kuckuck vorkommen, wo man zuerst in einen anderen Raum muss und dort einen Hinweis bekommt, weil ein Bild verkehrt herumhängt und die Antwort blau ist, bin ich raus. Nein, danke.
    Das Spiel ist aber eh gefloppt, viele Spieler störten sich wohl an den Hollow Walkers, die nicht so recht in das Gesamtbild passen. Hat mich bisschen gewundert, denn wenn es zur Geschichte passt und es eine plausible Erklärung dafür gibt - warum also nicht? Ist halt eine fantastische Geschichte, ich könnte mir auch eine metaphorische Komponente vorstellen. Aber dafür Call of Duty spielen und dort gegen einen Riesen kämpfen. Genau mein Humor.
    Geändert von Rusk (11.02.2026 um 22:22 Uhr)

  6. #506

    Olija & Sei mein Soulslike ×3 Part III

    @Rusk

    Es wundert mich wirklich nicht und ich kann gut verstehen, wenn ein Hell is Us nicht gefällt.
    Für mich war es jedenfalls eine schöne Abwechslung von Games, die einen verstärkt an die Hand nehmen.
    Und die Kritik zu den Gegnern kann ich mir nur durch die geringe Vielfalt erklären.


    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Playstation 5 September 2025 September 2025 ca. 4 Std.

    Olija fiel letztes Jahr unter der nicht so geglückten Piraten-Challenge.
    Für keine 2 Euro wollte ich mich diesem schnellen Abenteuer hingeben und mit nur vier Stunden Spielzeit habe ich auch genau das erhalten.

    Als Faraday erleidet ihr mit eurer Mannschaft Schiffbruch und versucht, bewaffnet mit einer legendären Harpune, einen Weg nach Hause zu finden.
    Dabei erkundet der Spieler mehrere Inseln, bewältigt kurzweilige Dungeons, löst einfache Rätsel und stellt sich anspruchslosen Gegnern.
    Was dabei gut zur Geltung kommt, ist die Grafik und der Sound.
    Sonst fühlt und spielt sich Olija wie ein Zelda der B-Klasse.



    Fazit: Olija ist weniger als gedacht, doch für ca. 2 Euro und 4 Stunden Spielzeit bereue ich den Kauf nicht wirklich.
    Ist irgendwie ein nettes Spiel für zwischendurch und meine Rechtfertigung, die Piraten-Challenge bewältigt zu haben.


    Oh. Mein. Gott.
    Warum sagt mir niemand, welches Jahr wir haben?
    Ich musste gerade weit, weit, weit in der Challenge zurückreisen, bloß um festzustellen, dass ein Jubiläum ansteht.
    2020 gab es den Beitrag Sei mein Soulslike ×3.
    Drei Jahre später folgte Sei mein Soulslike ×3 Part II.
    Und wieder drei Jahre später folgt Part III.
    Also 3 × 3 Spiele und Jahre … ach egal, ihr wisst, was ich meine.
    Antreten dürfen diesmal:

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Xbox Series X 13.03.2025 20.03.2025 42:11:30 Std.
    Xbox Series X 06.01.2025 13.01.2025 36:40 Std.
    Xbox Series X 11.01.2026 19.01.2026 33:16 Std.

    Dark Gotik vs. JRPG-Fantasy-Kitsch vs. Dark Fantasy

    The Last Faith orientiert sich stark an Bloodborne, was bei mir ein dicker Pluspunkt ist, da ich ein Soulslike irgendwie mit einer schmutzigen, verkommenen Welt assoziiere.
    Dazu alles in 2D gehalten und schon fühle ich mich pudelwohl.
    Das sind zwei Punkte, die zusammenpassen und in Sachen Setting klar die Nase vorn haben.

    Lords of the Fallen hingegen hat dieses altbekannte Dark-Fantasy-Setting, welches passt, dafür nie außergewöhnlich wirkt.
    Die Grafik empfand ich dennoch als ziemlich schick und diese zweite Welt ist eine coole Idee bei all den Soulslike-Kopien, die es mittlerweile gibt.

    The First Berserker: Khazan könnte mittelalterlicher gar nicht sein, und meine damit nicht nur das Setting.
    Fühlte mich von der gesamten Aufmachung immer wie in einem JRPG, was es direkt auf den letzten Platz beförderte.
    Einfach zu oft gesehen und sticht keineswegs hervor.



    Habe noch so ein leichtes Black Myth: Wukong-Trauma.
    Konnte mich nicht dazu durchdringen, es durchzuspielen, denn es gibt leider viele Soulslikes, die sich nur noch auf Bossgegner und deren Schwierigkeitsgrad spezialisieren.
    Vielleicht hat das mit Sekiro angefangen, nur ich mag diese Entwicklung überhaupt nicht.
    In einem Soulslike ist die Welt für sich genommen ein wichtiger Faktor.
    Ich will erkunden und entdecken, Abkürzungen freischalten und brauche einen ausgewogenen Schwierigkeitsgrad, bei dem selbst eine kleine Unachtsamkeit gegen normale Gegner mir das Leben kosten kann, solange es sich fair anfühlt und ich dementsprechend genügend Werkzeuge in die Hand gedrückt bekomme, um meinen Charakter der Situation entsprechend anzupassen.

    The Last Faith bietet mir hier fast alles, was ich brauche.
    Die Welt erschlägt einen nicht und bietet dennoch viel Spielraum zum Erkunden.
    Dabei greift der Spieler auf allerlei Nah- und Fernkampfwaffen oder auf Magie zurück.
    Möglichkeiten sind gegeben und wenn man irgendwo scheitert, findet sich fürs Erste auch ein anderer Weg.
    Kleiner Wermutstropfen ist nur der mit der Zeit abbauende Schwierigkeitsgrad.
    Ich hatte später kaum Probleme mit irgendeinem Gegner und würde den Schwierigkeitsgrad als knapp über normal einstufen.



    Da Lords of the Fallen zum Release viele Bugs hatte und ich einen typischen Dark-Souls-Klon[/B] befürchtete, habe ich mir viel Zeit gelassen mit dem Kauf.
    Schlussendlich habe ich vom Schwierigkeitsgrad her das ausgewogenste Erlebnis erhalten.
    Es gibt mehrere Bereiche, die sich mit der Zeit alle verbinden lassen, und öfters stellt sich die Frage: Was ist hinter der nächsten Abzweigung?
    Und mit der Umbral-Laterne blickt der Spieler ins Reich der Toten, mit der sich neue Wege oder auch Hindernisse finden lassen, was ein richtig cooles Gimmick darstellt.
    Neben einer Vielzahl von Waffentypen und Magie kann zudem die Verteidigung vom Gegner durchbrochen oder im Vorfeld ein Boss geschwächt werden.
    Der Schwierigkeitsgrad bleibt auf immer dem gleichen Level und ich fühlte mich nie unterfordert oder verarscht.
    Wirklich, Lords of the Fallen war für mich letztes Jahr eine ziemliche Überraschung mit seiner durchdachten Welt und einem runden Schwierigkeitsgrad.

    Jetzt kommt das Problemkind.
    The First Berserker: Khazan bedient sich leider an einzelnen Kapiteln.
    Die mochte ich in Nioh schon nicht und sind hier nicht besser.
    Zwar ist es schön, wenn optisch mehr Abwechslung geboten wird, bloß hatte ich nie das Bedürfnis, etwas erkunden zu wollen.
    Dass Nebenmissionen exakt wie in Nioh aus recycelten Hauptmissionen in Kurz bestehen, macht es nicht besser.
    Die Auswahl an Waffentypen beschränkt sich dann auch nur auf drei, klassische Magie gibt es nicht und normale Gegner sind ziemlich leicht zu besiegen.
    Kommt dann aber ein Bosskampf, meint man, der Schwierigkeitsgrad geht glatt zwei Stufen nach oben.
    So etwas hasse ich in Soulslikes total, da es sich so unausgereift und in die Länge gezogen anfühlt.



    Fazit von The Last Faith: Mit einem 2D-Soulslike, welches an Bloodborne erinnert, kann ja nichts schiefgehen und so war es dann auch.
    Vielleicht später im Spiel etwas zu leicht, was nicht schlecht sein muss, aber halt den Nervenkitzel abtötet.
    Kommt auf Platz 2 der dritten Soulslike-Runde.


    Fazit von Lords of the Fallen: Alles, was ich an einem Soulslike liebe, finde ich hier wieder und hat von den drei vorgestellten Games die Nase vorn.
    Fordernde, aber nie unfaire Gegner in einer verschnörkelten Welt, eine Geschichte, die sich nicht aufdrängt, und viele Möglichkeiten, seinen Charakter anzupassen.
    Atmosphäre passt total und Bugs hatte ich auch keine.
    Die Kritik ist mir ein wenig schleierhaft und ich freue mich dieses Jahr auf die Fortsetzung.


    Fazit von The First Berserker: Khazan: In seinen besten Momenten macht es Spaß, sich wie ein Berserker durch Gegnerhorden zu metzeln.
    Leider ist Khazan nie das Spiel geworden, das ich mir erhoffte.
    Die Geschichte drängt sich auf und ist total kitschig und dieser Ansatz, auf Missionen in einem Soulslike zu setzen, gehört verboten.
    Bin da kein Fan von und zieht mich immer komplett aus der Welt, da es sich so nach Abarbeiten anfühlt.
    Und was die Entwickler rauchten, als sie den Schwierigkeitsgrad programmierten, will ich gar nicht erst wissen.
    Habe später bei den Bossgegnern auf leicht gestellt, weil ich keine Lust mehr hatte, meine ganze Zeit nur dafür zu verschwenden, während der Spieler durchs restliche Spiel spazieren kann.
    Hier wurde viel und schlecht von Nioh und Sekiro kopiert und es wäre beinahe nicht mehr als solider Durchschnitt geworden.
    Verglichen mit der Konkurrenz hat The First Berserker: Khazan aber haushoch verloren.
    Geändert von Ὀρφεύς (18.02.2026 um 10:17 Uhr)
    Now: Ghost of Yotei & Dragon Quest VII Reimagined / Done: Dog Man: Mission Impawsible
    Now: Modern Family Staffel 5 / Done: The Fantastic Four: First Steps
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Rooster Fighter Band 4
    RPG-Challenge 2026 / Now: Prince of Persia: The Lost Crown

  7. #507

    Prince of Persia: The Lost Crown + Mask of Darkness

    Titel System Start Finish Playtime Erwartung Wertung
    Playstation 5 18.01.2024 05.02.2024 45:46:44 Std.
    Playstation 5 29.11.2024 29.11.2024 6:25:11 Std.

    Was und wann war mein letztes Prince of Persia?
    Prince of Persia: Die vergessene Zeit für die Xbox 360 im Jahre 2012.
    Trotz all der Kritik hatte ich viel Spaß damit und war damals schon lange ein Fanboy der Reihe.
    Denn die Sands of Time-Trilogie habe ich mir zwischen 2005 und 2006 gegeben.
    Es war Liebe auf den ersten Blick und egal, was Ubisoft damals anfasste, es wurde fast immer Gold daraus oder zumindest Silber.
    Danach folgte Prince of Persia (2008) und eben Prince of Persia: Die vergessene Zeit für die Nintendo Wii und Xbox 360/Playstation 3.
    Wichtig hierbei ist: Es handelt sich um „Die vergessene Zeit“ und zwei komplett unterschiedliche Titel mit eben dem gleichen Namen für verschiedene Konsolen.
    Und danach war leider Schluss, aber den Film habe ich mir noch im Kino angeschaut.
    Ubisoft wälzte sich danach die Jahre wie ein Schwein in den Assassin's Creed-Dreck und um den Prinzen wurde es ganze 12 Jahre lang still.
    Der Sand der Zeit bekam hier eine ganz neue Bedeutung und während ich mein Leben weiterlebte, ploppte so um 2021 die Nachricht auf, dass ein Remake von Sands of Time erscheinen soll.
    Die Begeisterung war da, aber mein Vertrauen in Ubisoft nicht.
    Dass der erste Trailer von den grafikverwöhnten Kiddies anschließend zerrissen wurde, war dann natürlich nicht gerade förderlich, und so vergingen weitere Jahre, dafür mit ein wenig mehr Zuversicht meinerseits.
    2023 folgte dann die Ankündigung zu Prince of Persia: The Lost Crown von Ubisoft Montpellier, die sich für die Rayman-Reihe verantwortlich zeigten.
    Mein Interesse war wieder geweckt, selbst wenn ein 2.5D-Metroidvania nicht überall Freudenschreie auslöste.



    Okay, spulen wir ein knappes Jahr vor.
    Wir haben den 18. Januar 2024, es ist Winter, Klein-Orpheus hat frei und kauft sich direkt für einen schmalen Betrag von 46,99 Euro (von wegen „2.5D ist kein vollwertiges Spiel, deshalb der günstige Preis, blablabla“) Prince of Persia: The Lost Crown.
    Was danach die Wochen folgte, war eines der besten Metroidvanias, die ich bis dahin spielen durfte.

    Aber worum geht es? Man spielt Sargon, ein Mitglied der Unsterblichen, die Speerspitze des persischen Reiches.
    Nach einer verhinderten Invasion der Kuschana sollte endlich Ruhe im Reich einkehren, doch während der Siegesfeier wird Prinz Ghassan von Sargons Mentorin entführt.
    Die Unsterblichen verfolgen die Kidnapperin bis zum Berg Qaf, wo eine Zeitanomalie sie prompt daran hindert, den Berg zu verlassen.
    Ziel ist es, die Entführer zu stellen und den entführten Prinzen sicher ins Königreich zurückzubringen.
    Die Zeitanomalie ist hierbei die größte Herausforderung, denn neben Monstern und Soldaten trifft Sargon auf seiner Reise viele Menschen, die ebenfalls auf dem Berg Qaf feststecken.
    Was mit der Tradition der Reihe bricht, ist die Tatsache, dass man mit Sargon nicht den Prinzen von Persien spielt und hauptsächlich der Antagonist über die bekannten Zeitkräfte verfügt.
    Am Anfang war ich gar nicht so angetan von der Handlung, aber durch die vielen Notizen und Dialoge war mein Interesse schnell geweckt.
    Und da in einem Metroidvania für mich die Handlung nicht an erster Stelle steht, waren die ersten Stunden völlig in Ordnung, doch im Nachhinein ein Segen und bin froh darüber, eine gelungene Geschichte erleben zu dürfen, was für mich eben eine kleine Seltenheit in dem Genre darstellt.
    Dass Sargon am Ende einer der Prinzen ist und eben der Antagonist als weiterer Prinz über Zeitkräfte verfügt, ist natürlich eine nette Idee gewesen, um dem Namen der Reihe gerecht zu werden.



    The Lost Crown ist ein Spiel, welches sich locker in unter 20 Stunden durchspielen lässt, was ich bereits recht umfangreich finde.
    Wer möchte, kann sich das Spiel aber auch deutlich erleichtern oder erschweren, indem neben dem Schwierigkeitsgrad ganze Hindernisläufe übersprungen werden können.
    Ich habe den Schwierigkeitsgrad auf „Held“ gestellt, habe auf ein gewisses Amulett verzichtet, welches auf Schätze und zerstörbare Mauern hinweist, und Funktionen deaktiviert, welche einem wirklich alles abnehmen.
    Das habe ich natürlich nicht nur gemacht, weil ich möglichst lange was vom Spiel haben wollte, sondern auch, weil das den Reiz eines Metroidvanias ausmacht und die Welt zu fantastisch ist, als dass man sich alles vorkauen lassen sollte.
    Mit Sargon wird der Spieler dann Stück für Stück stärker und lassen sich mit der Zeit viele richtig coole Fähigkeiten freischalten.
    Diese sind dann nicht nur für den Kampf gedacht, sondern es wartet ein Hindernislauf nach dem anderen auf einen, was eben typisch für die Reihe ist.
    Manche sind Pflicht, andere hingegen sind bloße Herausforderungen, die aber immer mit tollen Belohnungen locken.
    Die Map ist dazu riesengroß und manchmal sucht man händeringend den nächsten Checkpoint, was einen gewissen Nervenkitzel auslöst.
    Das Kampfsystem ist dabei fordernd, aber nie unfair, und spielt sich butterweich.
    Einfaches Drauflosprügeln hat mich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, selbst wenn hier kein Soulslike-Schwierigkeitsgrad auf einen wartet.
    Die Bosse hingegen können da schon eher für schwitzige Hände sorgen und spätestens jetzt sollten Angriffe, Fähigkeiten, Blocken und Parieren sitzen.
    Wer von alldem eine Pause braucht, kann seine Waffen und Fähigkeiten verbessern oder mit einigen interessanten NPCs quatschen.
    Da ich so ziemlich alles im Spiel mitgenommen habe, über Notizen, Herausforderungen und Nebenquests, und das ganz ohne Hilfestellung, ist am Ende eine enorme Spielzeit entstanden, wovon sich nicht eine Sekunde vergeudet anfühlte.



    Was ich zu Anfang ein wenig bemängelte, war das Charakterdesign.
    In den Trailers kam ich mir ein wenig vor wie in Fortnite, was sich beim Selberspielen schnell änderte.
    Die Charaktere wirken zwar ein wenig comichaft und manche Kämpfe sind etwas übertriebener als das, was ältere Semester von einem Prince of Persia erwarten könnten, doch passt alles gut zusammen.
    Besonders der Berg Qaf könnte abwechslungsreicher gar nicht sein, mit seinen H. R. Giger-Katakomben oder dem tobenden Meer, wo mehrere Schiffe in einer Zeitblase eingefroren wurden.
    Natürlich ist dieses orientalische Setting generell selten in Games und besonders in einem Metroidvania, was für mich ein Pluspunkt ist.
    Aber das war schon immer eine Stärke der Reihe, woran auch der Soundtrack anknüpfen kann, mit seinen orientalischen Klängen, vermischt mit Modernem.
    Dieser wirkte in den ersten drei Stunden zwar etwas unscheinbar und hat mich schlussendlich aber ganz schön eingenommen.
    Während ich diese Zeilen schreibe, läuft der OST auf YouTube rauf und runter, denn dafür ist der perfekt, wenn man nebenbei was schreiben oder lesen möchte.



    Kritikpunkte? Ja, es gibt sie.
    Was mich am meisten störte, sich aber direkt beheben ließ, war die deutsche Sprachausgabe.
    Ich finde diese absolut grässlich und habe sofort auf Englisch gestellt, wobei sogar Farsi/Persisch zur Verfügung steht, was sich vielleicht eines Tages für einen zweiten Durchlauf anbieten würde.
    Ein weiterer Kritikpunkt ist ein wenig die Erweiterung „Mask of Darkness“.
    Die ist keineswegs schlecht, bloß habe ich diese erst Monate später gespielt und sie stellt nur ein Kapitel innerhalb des Spiels dar.
    Und dafür wird der Spieler 2× zur Kasse gebeten, was ein wenig frech ist.
    Außerdem stehen nicht alle Fähigkeiten zur Verfügung, plus muss durch die Zeit zwischen Hauptspiel und Erweiterung die Steuerung neu erlernt werden.
    Mag zwar in jedem Spiel der Fall sein, nur in einem anspruchsvollen Metroidvania kann das ein wenig Nerven kosten.
    Sonst trübten nur die bereits erwähnten Kleinigkeiten den ansonsten sehr guten Gesamteindruck.
    Manchmal zu viel Action für die Reihe, die Handlung braucht ein wenig und bleibt nur gut.
    Wer sich zudem auf die zahlreichen Hilfen einlässt, macht sich diese Erfahrung meiner Meinung nach ein Stück weit kaputt.
    Aber der allergrößte Kritikpunkt ist und bleibt Sargons Physique.
    Jeder, der Sport treibt, fühlt sich direkt demotiviert.



    Fazit: Warum habe ich jetzt zwei Jahre für dieses Review benötigt?
    Vielleicht, weil Ubisoft das Sands of Time Remake eingestampft hat, während die blödesten Gerüchte durchs Netz geisterten, dass das angeblich im Januar 2026 als Shadowdrop erscheinen sollte?
    Als ob Ubisoft auf monatelange Werbung freiwillig verzichten würde.
    Nein, vielmehr weil ich mich dieses Jahr endlich an The Rogue Prince of Persia setzen und die älteren mir unbekannten Teile nachholen möchte.
    Denn verglichen mit den letzten 12 Jahren hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre einiges getan und ich hoffe, dass in Zukunft wieder mehr Spiele um den persischen Prinzen erscheinen, wenn auch nicht zwangsläufig von Ubisoft direkt.
    Denn damit komme ich auch zu meinem Fazit.
    Die Welt musste viele Jahre auf ein neues Abenteuer warten und Prince of Persia: Lost Crown ist eine wundervolle Entschädigung für die lange Wartezeit.
    In meinen Augen ein fast perfektes Metroidvania.
    Nur schade, dass es wieder kein Verkaufshit wurde und das Studio auf andere Standorte aufgeteilt wurde.
    Now: Ghost of Yotei & Dragon Quest VII Reimagined / Done: Dog Man: Mission Impawsible
    Now: Modern Family Staffel 5 / Done: The Fantastic Four: First Steps
    Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Rooster Fighter Band 4
    RPG-Challenge 2026 / Now: Prince of Persia: The Lost Crown

  8. #508
    Zitat Zitat von Orpheus
    Wer sich zudem auf die zahlreichen Hilfen einlässt, macht sich diese Erfahrung meiner Meinung nach ein Stück weit kaputt.
    Ja, werde solche "Features" in Genres, die auf Erkundung und Entdeckerdrang ausgelegt sind, nie verstehen können. Da machen sich Spieler ja dann bewusst das Spiel kaputt - bzw. würde ich so weit gehen und sagen: Wenn man das für ein sinnvolles Feature hält, ist das Genre vielleicht einfach nix für einen, weil man wohl lieber Draufklopp-Games mag.

    Wovon das Spiel ja, wie Du sagst, auch ne Menge hat. Wobei ich finde, dass im Vergleich zu anderen Metroidvanias, die Sprungeinlagen hier definitiv nicht zu kurz kommen. Man muss schon so einige coole Parcours schaffen, die auch abverlangen, dass man die Fähigkeiten beherrscht und kombiniert. Und im DLC soll das ja noch ne ganze Ecke härter sein, aber den hab ich nicht gespielt. Und dann gibts noch ein paar Moves, die man nicht in jedem Metroidvania bekommt, was eine wirkliche Seltenheit geworden ist - oft werden ja nur die gleichen Fähigkeiten runtergespult.
    Würde sagen, das Spiel ist durch die Bank weg mindestens gut in allen Gameplay-Aspekten, und das ist in so nem Genre schon einiges wert.

    Yo, insgesamt kann ich nur zustimmen, ziemlich gutes Spiel. Und Dein lange Zeit, die Du Dir fürs Review gelassen hast, lässt sich natürlich auch damit erklären, dass so ein Spiel erstmal sacken muss

  9. #509
    Zitat Zitat
    Ja, werde solche "Features" in Genres, die auf Erkundung und Entdeckerdrang ausgelegt sind, nie verstehen können. Da machen sich Spieler ja dann bewusst das Spiel kaputt - bzw. würde ich so weit gehen und sagen: Wenn man das für ein sinnvolles Feature hält, ist das Genre vielleicht einfach nix für einen, weil man wohl lieber Draufklopp-Games mag.
    Da fühle ich mich doch direkt angesprochen. Unter anderem auch, weil ich tatsächlich selbst nicht weiß, ob Metroidvanias das richtige Genre für mich sind .
    Hauptsächlich, weil ich Komplettionist bin: Ich spiele ein Spiel einmal durch, und dann will ich auch alles davon gesehen haben. Ih habe keine Lust, nach dem Spiel eine Auswertung zu sehen zu bekommen, wo dann steht, dass ich das Spiel zu 37% komplettiert habe, weil ich nicht erkannt habe, dass man 3 Bildschirme von der Startposition mit dem Supersprung Stufe 7 auf eine Plattform direkt oberhalb des sichtbaren Bildschirms springen kann, oder dass man mit dem Wandklatscher 2 (nicht aber dem Wandzerstörer 2, der wird für was anderes gebraucht) unmittelbar vor dem letzten Endgegner noch eine unmarkierte Stelle im Boden zertrümmern kann, nur um ein zusätzliches Lebens-, Angriffs- oder Sonstwas-Upgrade zu finden, die mir beim Durchspielen ohnehin nicht gefehlt haben.
    Was folgt daraus: Ich spiele mit einem Guide, um nur ja nichts zu verpassen. Andererseits nimmt das wiederum den Reiz des Selbst-erkundens, denn im Grunde spiele ich nur das nach, was irgendjemand schon vorher gespielt hat. (Interessantes Gedankenexpiment: KI-Bot beibringen, Spiele allein anhand von gamefaqs-guides duchzuspielen .) Von daher halte ich Optionen, die einen auf verstecktes im Spiel hinweisen, ohne mir gleich alles auf einem Serviertablett zu präsentieren für einen guten Kompromiss - für mich zumindest.
    Nachdem das gesagt ist, kann ich aber nicht beurteilen, ob die Umsetzung in The Lost Crown gut gelungen ist, da ich das noch nicht gespielt habe.

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