Der Aufstieg zur Citadel war Hornets erklärtes Ziel von Anfang an. Sie werde Pharloom von diesem schrecklichen Fluch erlösen, der auf dem Land liegt (und sich auch an ihren Entführern rächen). Daher sieht sie Grand Mother Silk als das große Übel, den Dratzieher (wortwörtlich *g*) von allem hier an. Und wie könnte sie nicht? Silk wird hier überall benutzt, um die Einwohner zu kontrollieren, sogar so sehr, dass man diese in andere Kreaturen eingewebt hat.
Aber was passiert, wenn Grand Mother Silk besiegt wird? Mit der Falle der Snail Shamans wird die Abyss unter Pharloom freigelassen und zieht Grand Mother Silk mit sich. Pharloom ist nun ein verdammtes Land, was von der Abyss verschlungen zu werden droht. Hornets Plan war ein kompletter Fehlschlag, sie kannte die Implikationen ihrer Handlungen nicht. Während der Gespräche mit anderen Charakteren spricht sie es selten an, dass sie der Grund für das Desaster ist. Ich erinnere mich an einen NPC, der sie direkt darauf anspricht (die, die einem den Schweberock gibt) und Hornet bekräftigt hier, dass sie es richten wird. Das Spiel zeigt es nur indirekt, aber Hornet bereut ihre Taten und will alles tun, es zu fixen. Gleichzeitig ist sie auch verloren - sie hatte zwar ein Ziel, aber dieses hat sich als fehlgeleitet herausgestellt. Das wird auch visualisiert dadurch, dass Akt 3 genau wie Akt 1 anfängt - beide Male ist Hornet kraftlos und alleine in einem unwirtlichen Land.
Gleichzeitig wird Hornets Charakterstärke gezeigt - sie gibt nicht auf, sie will das Land definitiv retten, ihren Fehler wieder gutmachen. Nun muss man drei Träumer suchen. Einerseits ist das ein Callback zu Hollow Knight, aber die Odyssee durch die große Welt stellt diesen Zustand der Verlorenheit dar. Gleichzeitig sind diese Träumer auch ein idealer Spiegel von Pharlooms derzeitigem Zustand: So, wie die Citadel nach und nach die alten Königreiche in Karak, Hunter's March und Verdania unter sich begraben hat, so ist es nun die Citadel, die komplett am Ende ist.