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Thema: Menschenrechte in Spielen?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Gengar Beitrag anzeigen
    <> ist der Macher ein Psychopat?
    Zweifelhaft

    Zitat Zitat von Gengar Beitrag anzeigen
    <> hat der Macher dran Spass Menschen zu quälen?
    Unwahrscheinlich

    Zitat Zitat von Gengar Beitrag anzeigen
    <> kann man sagen dass PIXELfiguren MENSCHENrechte haben?
    Sie haben die Rechte die ihnen das entsprechende Universum gibt.

    Zitat Zitat von Gengar Beitrag anzeigen
    <> was will er mit diesem Spiel sagen?
    Spiels halt und finde es heraus. Den Reviews nach (wobei ich das 1.davon geflissentlich ignoriere) scheint die Story zumindest nicht so schlecht zu sein und solange die Psyche solcher Personen in so einer Story erforscht wird sehe ich nichts verwerfliches daran, jedenfalls solange das Spiel nicht einfach nur gewaltverherrlichend ist.

    Zu Urban Nightmare kann ich nichts sagen aber grundsätzlich könnte man alles mögliche behandeln solange man sich mit der Thematik ordentlich auseinandersetzt.
    Die Serie Dexter dient ja z.B. auch nicht dazu das Leben eines Serienmörders zu glorifizieren sondern behandelt auch dessen Psyche und seinen Versuch ein normales Leben zu führen. Aber er hat halt den Drang Menschen umzubringen und diesen dank seines Vaters gelernt zu steuern indem er anderen Mördern das Handwerk legt.

    Games in denen man Massaker nachspielen kann sind natürlich hart an der Grenze, vor allem wenn es wirklich nur darum geht Menschen zu ermorden ohne das irgendwas dabei vermittelt wird. Aber wenn es in eine gute Story verpacken wird welche die Tragik der Situation gut vermittelt wird würde ich sowas vermutlich auch mal anschauen. Aber da müsste sich der Entwickler schon einiges an Mühe geben damit es nicht geschmacklos wirkt.

    Geändert von ~Jack~ (25.02.2014 um 03:21 Uhr)

  2. #2
    Zitat Zitat
    dass der Entwickler anscheinend immer das vertritt was seine Figuren vertreten, aber so sage man mir...
    Da in meinem Projekt sowohl Stalin, als auch Churchill, Hitler und Roosevelt vorkommen, müsst ich schon eine ziemlich gespaltene Persönlichkeit haben um all deren Positionen gleichzeitig zu vertreten. Ich hab keine Ahnung wie man darauf kommt, aber das ist, in der Form, meiner Auffassung nach doch ziemlicher Blödsinn.

    Zitat Zitat
    <> ist der Macher ein Psychopat?
    Keine Ahnung, ich bin kein Psychologe. Aber es spielt ja auch keine Rolle. Es ist doch interessanter das Spiel zu betrachten, als sich den Kopf darüber zu zerbrechen was für ein Mensch irgendeine völlig unbekannte Person ist, mit der man ohnehin nie zu tun haben wird. Davon mal abgesehen seh ich nicht wo das Problem läge, wenn er ein Psychopath wäre. Ein Mensch mit solchem psychologischem Profil ist zunächst mal weder grundsätzlich gefährlich noch in irgendeiner Weise deswegen zu verurteilen. Und um noch einen Schritt weiter zu gehen, selbst wenn er das wiederum wäre muss sein Werk (das was mich als Spieler doch eigentlich interessiert) noch lange nicht schlecht sein.

    Zitat Zitat
    <> hat der Macher dran Spass Menschen zu quälen?
    Dasselbe wie oben. Ist die Freizeitgestaltung und Vorliebe eines Entwicklers denn wirklich relevant für ein Spiel? Davon ab ist auch nichts Verwerfliches daran Spaß am Quälen von Menschen zu haben, solange das zwischen erwachsenen, gleichberechtigten Menschen im beiderseitigen Einvernehmen geschieht, was übrigens ebenso für Werke gilt die diese Präferenzen und Fantasien(!) im rechtlich einwandfreien Rahmen bedienen. Es ist traurig genug das Menschen mit entsprechenden Vorlieben in unserer Gesellschaft immer noch stigmatisiert und ausgegrenzt werden wie einst (und teilweise auch heute noch) Homosexuelle.

    Zitat Zitat
    <> kann man sagen dass PIXELfiguren MENSCHENrechte haben?
    Als ich das letzte Mal in die UN-Menschenrechtcharta geschaut habe, gehörten 16x32-Pixelfiguren glaube ich noch nicht zu denjenigen die geschützt werden sollten. Man könnte ja kaum noch irgendetwas darstellen, wenn man jetzt schon auf die Befindlichkeiten imaginärer Personen achten sollte. Mal ganz davon abgesehen ist es im Gegenteil doch eher eine Aufgabe von künstlerischen Projekten unsere biedere Alltagsmoral/ Pseudomoral aufzubrechen, zu verletzen, als sie zu bedienen und uns unreflektierte Bestätigung zu liefern.

    Zitat Zitat
    <> was will er mit diesem Spiel sagen?
    Ich find die Frage, was es mir/den Spielern sagt, was es bei mir/ihnen auslöst und warum da wesentlich interessanter als den zum Versuch die Intentionen des Autors zu reproduzieren, die ohnehin weder besonders greifbar noch produktiv wären. Ich bin bei dem Spiel aber auch noch nicht soweit mir ein wirkliches Urteil bilden zu können.

    Zitat Zitat
    (das Spiel dürfte bekannt sein es ist schon länger veröffentlicht. Und es wurde von Spielern gut aufgenommen auch wenn es ein bißchen creepy ist ^^)
    War mir tatsächlich nicht bekannt, aber danke für den Spieltipp.

    Zitat Zitat
    Von Daen editierte Hetze seitens Gengar gegen das immer gleiche Spiel
    Ich finde weder etwas Schlimmes an Urban Nightmare, noch dass das Spiel daneben geraten wäre, auch wenn es meinen persönlichen Geschmack nicht ganz trifft.

    Zitat Zitat
    Was für Regeln eines Spiels bricht es?
    Dazu müsste ich erstmal wissen, was das denn für ominöse Regel sein sollen von denen hier die Rede ist.

    Zitat Zitat
    Was sind die Regeln eines Spiels überhaupt?
    Es gibt keine Regeln genereller Gültigkeit im kreativen Schaffen, bzw. wüsste ich nicht warum man sich mit solchen belasten sollte. Am ehesten sollte man dem geltenden Gesetz folgen und die Regeln seiner Veröffentlichungsplattform beachten, warum sollte man sich durch weitere Dinge einschränken lassen, mal von gewissen Richtlinien etc. die als Orientierungspunkte bei der Gestaltung und dem Erreichen bestimmter Ziele die man sich gesetzt hat hilfreich sein könnten abgesehen.

    Zitat Zitat
    Wie weit darf man gehen?
    So weit man im rechtlich einwandfreien Rahmen gehen kann, wie das Produkt dann letztlich aufgefasst wird ist nochmal eine ganz andere Frage. Die Frage ist auch nicht wie weit, sondern wohin will man, was mit seinem Werk wie erreichen oder darstellen.

    Geändert von Daen vom Clan (25.02.2014 um 07:13 Uhr)

  3. #3
    Gengar: Ich habe mal sämtliche Hetze gegen Urban Nightmare aus deinem Anfangsposting entfernt da es mittlerweile nervt wie du dich auf ein einzelnes Spiel eingeschossen hast.

    Der Thread und die Idee sind löblich - deine Umsetzung aber wie mittlerweile viele deiner Beiträge eher mangelhaft.


    Zum Thema: Meiner Meinung nach gibt es keine Richtlinien darüber was in einem Film oder Spiel thematisiert werden darf und was nicht.
    Wichtig und entscheidend ist die Darstellung. Also ob es glorifiziert, relativiert oder sogar legitimiert dargestelt wird und da scheiden sich die Geister.

  4. #4
    Zitat Zitat von Daen vom Clan Beitrag anzeigen
    Gengar: Ich habe mal sämtliche Hetze gegen Urban Nightmare aus deinem Anfangsposting entfernt da es mittlerweile nervt wie du dich auf ein einzelnes Spiel eingeschossen hast.
    ich hetze nicht gegen Urban Nightmare da ich schon mehrmals sagte(auch im Fred von Urban Nightmare) dass ich das Spiel gespielt hab und entgegen aller Kritik sehr gut fand. :3

  5. #5
    Du kannst einen Thread nicht "allgemein" und "nicht auf UN bezogen" nennen und dann nur Beispiele besagten Spiels bringen.
    Insofern war der Edit berechtigt.

  6. #6

    Katii Gast
    es gibt ja auch dieses Spiel Columbine High School Massacre, das finde ich kritisch. Das finde ich pietätlos, das finde ich glorifizierend. Es ist immer eine Frage der Sichtweise, denn ich glaube das auch beim Columbine Spiel nicht alle meiner Meinung sind.

  7. #7
    Ich möchte mal darauf hinweisen, dass der Macher von Beautiful Escape selbst ausgebildeter Psychologe ist. Mit Polymorphus Perversity hat er ein Spiel über die Spielarten von Sexualität entwickelt und sich damit keine Freunde unter Transsexuellen gemacht.

    Jugendliche tendieren dazu, biografisch zu sein, eigene Vorstellungen und Gedanken einzubringen. Das ist ähnlich verpöhnt wie der auktorielle Erzähler, weil sich eben der Autor in den Vordergrund drängt. Das Ideal ist eine unkommentierte Beobachterinstanz, die einfach erzählt, was sie sieht. Unabhängig von Zeitgeist und damit zeitlos. Ich halte nichts von der Idee, ein Autor würde zwangsläufig egozentrisch sein.

    Zitat Zitat
    kann man sagen dass PIXELfiguren MENSCHENrechte haben?
    Die Frage verstehe ich nicht. Figuren sind immer Opfer oder Gewinner der Handlung. Nicht mehr, nicht weniger.

  8. #8
    MENSCHENrechte in Spielen?
    Wirklich?
    MENSCHEN?

    Habt ihr anthropozentrischen Faschisten auch nur einen Gedanken an die Legionen von empfindungsfähigen Wesen verschwendet, die Holocaust gleich dem Protagonisten zum Opfer fallen?
    Nein, natürlich nicht, warum auch, sind ja nur "Monster".

    Da stellen sich mir folgende Fragen:
    - Sind die Macher Psychopaten?
    - Haben die Macher Spass daran "Monster" zu quälen, verstümmeln und töten?
    - Kann man sagen dass PIXELfiguren Rechte haben?
    - Was wollen sie uns mit diesen Spielen sagen?

    P.S.:
    Okay.
    Seht mal.
    Wir haben alle eine Menge Dinge gesagt, welche ihr bereuen werdet.
    Aber ich denke wir können die Leichenberge hinter uns lassen.
    FÜR DEN STORYFORTSCHRITT.
    IHR MONSTER.

  9. #9
    Seltsames Thema ...

    Wenn ihr über Menschenrechte sprechen wollt, dann tut dies in Bezug auf Menschen. Richtige Menschen, so aus Fleisch und Blut und so.
    Wenn ihr wissen wollt, was sich der Entwickler bei seinem Spiel gedacht hat. Fragt ihn. Ihr könnt nicht entscheiden, wozu er das erstellt hat solange er es euch nicht gesagt hat. Und ein psychologisches Gutachten von dieser Person braucht ihr erst gar nicht erstellen. Es wird eh falsch sein.

    Egal was in einem Spiel dargestellt wird, solange es nicht gegen geltende Gesetze verstößt ist alles erlaubt. Wenn es gegen eure moralischen und ethischen Wertvorstellungen verstößt, dann bildet einen Sitzkreis und diskutiert darüber.
    Denn es ist ein Spiel. Wer Spiele zu ernst nimmt, der sollte vielleicht selber einmal zu dem Herrn Doktor gehen.

    Diskussionen über Spiele gerne. Gerne auch mit subjektiven Äußerungen. Aber sich ein Urteil über einen Autor zu machen ohne ihn wirklich zu kennen, davon sollte Abstand genommen werden. Menschenrechte auf Spiele projizieren. Klares Nein.

    Das ist meine Meinung zu dem Thema.

  10. #10
    Zitat Zitat von Lihinel Beitrag anzeigen
    FÜR DEN STORYFORTSCHRITT.
    IHR MONSTER.

  11. #11
    Bitte das Thema nicht entgleisen lassen und zurück zum Eigentlichen.

  12. #12
    Wenns nicht zu verstörend wird, ist doch alles Okay .

  13. #13
    Ich denke mal, dass es eigentlich recht einfach ist. Die Verherrrlichung von Gewalt an
    Menschen oder von Gewalt als solches ist problematisch und umso mehr, je stärker
    es gegen geläufige Ethiken verstößt.
    Per se sind fiktionale Charaktere keine Personen und logischerweise gilt das
    Menschenrecht nicht für sie, aber die Darstellung selbst ist hierbei der Punkt.
    $ 131 des Strafgesetztbuches verbietet Grausamkeiten gegen alles, was in
    irgendeiner Art und Weise menschlich ist. Nicht, dass es weniger schlimm mit Tieren
    wäre, aber der Punkt ist, dass man Menschen im Spiel selbst als Menschen
    betrachtet, selbst wenn sie keine sind. Der Punkt hierbei ist Verherrlichung einer
    Straftat, die gegen die Menschenrechte verletzt und von daher rechtswidrig ist.
    Und ebenso natürlich verstößt es gegen die Regeln der meisten Foren, die
    im deutschsprachigen Raum zu finden sind, da diese demselben Gesetz unterliegen.

    Für andere Länder würde ich hierbei allerdings gucken. Andere Länder nehmen
    dies vielleicht nicht so ernst. Empfehlenswert ist Verherrlichung aber nie und
    nimmer.

  14. #14
    Menschenrechte kann man verwirken im echten Leben.Die Pixelfigur tat dies bei Unterzeichnung ihres Vertrages.^^Spass beiseite.
    Also wenn ihr den Credits abspann von brutalen Maker Games bis zum Ende schauen würdet, dann würdet ihr die Nachricht lesen können,
    das in diesem Spiel keine Pixelfiguren ums Leben gekommen sind und auch auf keinste Weise gequält wurden. Es war alles nur ein Spiel und Pixel Figuren sind Klasse Schauspieler mit
    enormen verformungskünsten^^.

    Geändert von Bex (04.03.2014 um 23:33 Uhr)

  15. #15
    Ich find den Thread mehr als interessant also werd ich auch was dazu geben:

    Grundsetzlich gelten für Spiele keine Menschenrechte so ist wie die frage wie weit es gehen darf beim Entwickler. (Siehe zb. Folterszene in GTAV) Die frage ist eher ob dies dem Spiel selbst gut tut um das Setting oder die Geschichte ins richtige Licht zu bringen. Ich habe nichts gegen Folterszenen oder sonst irgendwelchen Gore, Misshandlung, Gewalt oder sonstiges in Spielen solange es dem Spiel zugute kommt und nicht nur da ist um Kontroversen oder einfach weil jemand daran Spaß hatte drin ist. Ich finde das in ein Spiel das sich an Ältere Spieler wendet und eine Erwachsene Geschichte erzählt solche Elemente haben sollte solange sie nachvollziehbar sind. Ich selbst benutze diese Elemente wie Brutalen Völkermord oder Vergewaltigung auch um darzustellen wie ernst die Lage ist oder das der Spieler die Frustration und den Schmerz dabei mitansehen kann. Dazu Inspiriert hat mich der Gute Mr. Kojima welcher selbst sowas einfach durchzieht und dem Spieler die Welt in der er sich Befindet Sehen lässt wie sie ist und nicht unter einem Zensurbalken versteckt.

  16. #16
    Ich bin der Meinung, Medien (auch Videospiele) haben einen gewissen Bildungsauftrag. Und zu dem gehört auch Aufklärungsarbeit.

    Als jemand, der schon lange sich mit Storytelling und Charakter-Entwicklung auseinandersetzt, sehe ich meine Figuren als mir ebenbürtig. Und ich würde nicht wollen, dass man mir meine Rechte wegnimmt. Sicher, Charaktere sind keine echten Menschen, aber in ihrer Welt sind sie echt, und haben die Aufgabe, uns eine Geschichte zu übermitteln, die uns etwas mitteilen will.

    Ich kann verstehen, wenn man eine "große Katastrophe" braucht, um die Story voranzutreiben, aber ich finde, man sollte Themen wie Vergewaltigung, Unterdrückung anderer Rassen/Sexualitäten, Folterei, häusliche Gewalt ect. mit Respekt behandeln. Man sollte sich informieren und sich damit beschäftigen, statt fünf Minuten auf Wikipedia zu verbringen oder sich irgendwas pseudo-psychologisches aus dem Hintern ziehen.

    Wenn man merkt, dass ein sensibles Thema nicht richtig oder nur oberflächig behandelt wurde, sieht man dann auch die Entwickler eines Spiels in einem anderen Licht.
    Sicher, das was im Anfangspost unterstellt wird, ist absoluter Schwachsinn, aber ich finde schon, dass das Thema eine Gedankenanstoß sein sollte.

    Geändert von Pinguin mit Brille (12.03.2014 um 16:32 Uhr)

  17. #17
    Zitat Zitat von Pinguin mit Brille Beitrag anzeigen
    Ich bin der Meinung, Medien (auch Videospiele) haben einen gewissen Bildungsauftrag. Und zu dem gehört auch Aufklärungsarbeit.
    Im Kommerziellen Bereich auf jeden Fall, im Freeware-Bereich ist das schon schwieriger. Wärend aber in ersterem der Markt sich selbst reguliert, steht in zweiterem die Selbstverwirklichung dem ganzen manchmal im Weg. Die Leute, die das als Hobby betrachten, wollen sich halt mit dem zusammenbasteln und nicht mit Recherche beschäftigen, was natürlich ein valider Grund ist, da ich selber weiß, dass passiert, wenn man sich immer nur um das drumherum beschäftigt (Stichpunkt: Motivationsverlust).

    Das beste Beispiel sind da mMn Trash/Troll-Spiele. Entgegen der landläufigen Meinung, bin ich der festen Überzeugung, dass diese nicht nur darauf bauen, schlecht zu sein, sondern vor allem einen Höhepunkt an Selbstdarstellung zeigen. In solchen Spielen sieht man meist deutlicher wie der Ersteller seine Gedankenwelt einfließen lässt, als in meisten ernstgemeinten Spielen, die irgendwo in einem Einheitsbrei verschwinden, weil sie speziell auf eine bestimmte Zielgruppe abgestimmt sind (unabhängig davon, ob das dem Ersteller selbst bewusst ist, oder nicht). Das ändert natürlich nichts daran (oder verlangt sogar in gewisser Weise), dass die Troll- und Trashspiele sich auch ähneln und sich gern auch mal Elementen bedienen, die nicht gerade konform mit den Menschenrechten sind.

    Allerdings muss man auch sagen, dass Negativbeispiele ebenfalls einem (mehr indirekten) Bildungsauftrag entsprechen. Die Tatsache z.B., dass auch heute noch Nazis ihre antisemitischen, gewaltverherrlichenden Spiele auf Schulhöfen verteilen, lässt die Menschen immer wieder gewahr werden, dass solch gefähliche Ideale immer noch gegenwärtig sind und dass dem ganzen entgegengewirkt werden muss.

  18. #18

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Zitat Zitat von R.F. Beitrag anzeigen
    Allerdings muss man auch sagen, dass Negativbeispiele ebenfalls einem (mehr indirekten) Bildungsauftrag entsprechen. Die Tatsache z.B., dass auch heute noch Nazis ihre antisemitischen, gewaltverherrlichenden Spiele auf Schulhöfen verteilen, lässt die Menschen immer wieder gewahr werden, dass solch gefähliche Ideale immer noch gegenwärtig sind und dass dem ganzen entgegengewirkt werden muss.
    Wie, was, Nazis Verteilen Spiele auf Schulhöfen? Um welche Spiele gehts da ? Habe ich selber noch nie gehört.

    Ich hab letztens mal in ein LP vom Tomb Raider Reboot reingeschnuckt und muss daher aber mal erwähnen dass das definitiv das Gewaltlastigste Spiel ist, dass ich lange Zeit auf dem Mainstreammarkt gesehen habe Lara stolpert alle fünf Minuten in eine Falle und vor allem in den ersten 20 Spielminuten hat man echt das Gefühl Lara müsste sich schon 5 Rippen gebrochen, innere Organe durchbohrt, mindestens 3 schwere Infektionen geholt, einmal heftig die Hüfte zerschmettert und sich zumindest ne Erkältung geholt haben, abgesehen von der Nummer wo sie sich selbst anzündet...also nicht sich, aber so ähnlich. Mit nem normalen "Ich bin gestrandet"-Setting hat das nicht mehr viel zu tun, und fällt einem durch die aufpolierte Darstellung dann doch eher auf. Wäre ja nicht so als wäre Lara in den Vorgängern nicht schon häufig genug aufgespießt und zerquetscht worden . Würde mich mal interessieren ob das hier für jemanden unter "unnötig gewalttätig" oder eher unter "atmosphärisch" fällt.

    Das ist nämlich was, R.F., wo ich glaube dass vermeintlich übertriebene Gewalttätigkeit und der Hang zu dramatischen Folterszenen eher immer mehr in vielversprechenden Titeln mit Potential und auch Tiefgründigkeit eine deutliche Rolle spielen. Stichwort Walking Dead: Staffel 2, Heavy Rain, Beyond Two Souls. Keiner kann mir erzählen dass diese Spiele nicht mit großem Eifer Themen wie (Selbst)verstümmelung, Mord, (versuchte) Vergewaltigung, Suizid(gedanken) und pipapo thematisieren und vor allem deutlichst zeigen. Und durch die Charakterbindung ist quasi alles was man der Figur antut sowas von Pain in the Ass, da sitze ich schon mit dem typischen "That hurts"-Gesicht vor dem PC, selbst wenn ich gar nicht selber spiele. Und das sind...ich würde sagen, solide Titel. davon abgesehen dass Quantic Dreams immer noch gruselige Gesichtsanimationen hat.

  19. #19
    Zitat Zitat von Sabaku Beitrag anzeigen
    Wie, was, Nazis Verteilen Spiele auf Schulhöfen? Um welche Spiele gehts da ? Habe ich selber noch nie gehört.
    Ich habs selber noch nicht erlebt, aber schon oft genug davon gehört. Dafür gibts sogar ein eigenes Genre, nennt sich Propaganda-Game. Ein anderes Beispiel, das in dieses Genre fällt, wären Spiele, die von Militärs unter die Leute gebracht werden, um gezielt neue Rekruten anzuwerben (wobei diese ideologisch sauber(rer) sind). Die sind natürlich schwer zu finden, weil von der Gesellschaft verpönt.

  20. #20

    Examinierter Senfautomat
    stars_mod
    Ich hatte schon das Vergnügen, die "werten Herren" bei uns auf dem Schulhof anzutreffen. Das perfide ist wirklich, dass die da auf den ersten Blick ultraseriös auftreten ("Glatzen" wirst du bei solchen Aktionen eher selten antreffen) und die Masche im ersten Augenblick sehr unterschwellig wirkt. Ändert allerdings nichts daran, dass ich die Kerle dann mit meinem Hausrecht vom Schulhof verwiesen habe.

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