Dolby 3D ist im Grunde die moderne Variante der alten Rot-Grün Brillen. Da beim Ansehen nichts verdeckt werden muss, fallen der Verdunklungs- und Flimmereffekt weg.Zitat
Dolby 3D ist im Grunde die moderne Variante der alten Rot-Grün Brillen. Da beim Ansehen nichts verdeckt werden muss, fallen der Verdunklungs- und Flimmereffekt weg.Zitat
Naja gefiltert muss immer noch werden. In diesem Fall passiert das dann nur nicht mehr zeitlich, sondern spektral - der Verdunklungseffekt sollte dadurch immer noch vorhanden sein. (Lässt sich aber natürlich mit höherer Intensität des Projektors ausgleichen, theoretisch.)
Aber stimmt, Flimmereffekte sollten wegfallen. Ich kenne allerdings auch kein Kino hier, das diese Technologie verwendet.![]()
Oh mein Gott, die haben ein 360° Kino?
Ne, das meinte ich nicht, das ist leider Ewigkeiten her wo ich dort war. Es war im Grund ein normaler Kinosaal der neben 3D Brillen auch noch im Boden, in der Decke und in den Armlehnen jede Menge Zeugs eingebaut hatte.
Ich hab damals einen Piratenfilm gesehen und da wurde halt wirklich rumgespielt mit der Technik. Ein Sturm auf hoher See wurde durch zerstäubtes Wasser, welches einem ins Gesicht geblasen wurde und zwei Föns die in den Armlehnen steckten simuliert.
Eine Möwe die über die Köpfe der Piraten flog wurde ziemlich schnell realistisch, als einem plötzlich etwas nasses und warmes auf den Kopf tropfte (das war zwar nur Wasser, aber ich hab mich damals tierisch geekelt).
Ganz am Ende wurde dann die vierte Wand durchbrochen und einer der Piraten hat Wasser ins Publikum gespritzt (wieder die Düsen im Boden die einem dann einfach einen Wasserstrahl ins Gesicht geworfen haben.)
Das hat bis heute einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Leider ist der Aufwand dahinter wohl enorm groß :/.
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich noch nie so eine Shutter-Projektion gesehen, das Flimmern, ein dunkleres Bild usw. kann ich überhaupt nicht bestätigen. Hängt halt vom Glück/Pech ab, was eure Region an Technik bietet. Und mit der neuen Technik wird ein Medium wieder ein Tacken exklusiver. Hat man 'ne Sehschwäche oder verträgt die Technik schlecht (Kopfschmerzen etc.) bleibt man außen vor.
Sonst, äh, ist der HD- und Pixelvergleich (480p usw) etwas vermurkst. Gerade was auch immer steel mit 80er Jahre HD-Actionfilmen meint?! Hä? Die sind doch auf Film gedreht und liegen/lagen als physische Filmekopie vor. Die Filmprojektion (Betonung auf FILM, also diese transparenten Bilderstreifen) im Kino ist eine ganz andere als die von Heimgeräten. Und der Re-Release bzw die Neuabtastung alter Streifen für eine BluRay Veröffentlichung ist wieder ein ganz anderes Thema?! Ein bisschen besser ist imo der Vergleich von 35mm, 70mm und IMAX Filmen - und der hinkt immer noch gewaltig.
2001, Lawrence of Arabia, West Side Story oder Playtime auf 70mm in 'nem fetten Kino sind einfach großartig. Von gefärbten Haaransätzen, gesplitterten Figernägeln, Kleinstkomparsen oder als Komparsen getarnte Pappaufsteller sieht man ALLES.
Ja, die Szenen sind oft nervig. Aber die nerven mich in etwa genau so viel wie Storyparts und kleine Szenen, die auf Grundlage anderer ungeschriebener Produktionsgesetze eingebaut werden. Inception hatte diese überflüssige Szene, die einen Ton angeschlagen hat, die nicht zum Rest den Films passte. So ein billiger Haudrauf-Lacher. Wirkt fast nachgedreht, vielleicht schnitt der Film bei Testscreenings als zu ernst ab?! Es ist ein kleiner Trost, dass es diesen Umstand zu persiflieren scheint (dat catchphrase), gestört hat's mich trotzdem.
Oder dass Sandra Bullock im sonst so wunderbar pseudo-realistischen Gravity dann doch wieder in 'nem hautengen Top und Hotpants durch's All fliegen muss. Oder dass Legolas und Gimli in Laurel & Hardy Manier coole Sprüche klopfen müssen, damit auch Comedy in HdR bedient wird. Das ist eben die Studiopolitik, die bei Produktionen einer bestimmten Größe greift muss, weil man sich sonst solch teure Spektakel nicht rechnen würden, man sie sich nicht leisten könnte. Und um Liferipper Suggestivfrage zu beantworten: Eine Bullock in Hotpants ist mir natürlich lieber als gar kein Gravity.
Life of Pi soll in 3D ja auch recht gut, oder zumindest interessant sein. Gibt's Erfahrungsberichte?
Geändert von MrBamboo (17.10.2013 um 13:46 Uhr)
Life of Pi zeigt ziemlich hervorragend Vor- und Nachteile von 3D: Vorteile waren eindeutig die sehr hübschen Visionen, die Pi auf See hatte. Allgemein hat es manche Szenen sehr schön untermalt. Nachteil war aber, dass ich fand, dass die animierten Tiere durch das 3D eindeutiger animiert waren. Während der Tiger sich irgendwann gemacht hat, so waren anfängliche Nahaufnahmen und die Tiere auf dem Boot total unecht für mich. Sie sahen eben fast aus wie echt, aber irgendwie auch nicht so wirklich, was ich sehr irritierend fand. Man hat leider jede Ecke und Kante der Animation gesehen, die definitiv realistisch sein sollte (weshalb z.B. Pixar-Filme nicht so ein Problem mit 3D hätten).
Das 3D hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, auch wenn ich glaube, dass er 2D immernoch gut funktioniert – bis auf die nervigen Fische, die gegen die Mattscheibe springen. Nur leider fand ich ihn trotz allem "nur" ganz ok.
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Was ich meine war ein riesiger runder Saal mit einer 360° Leinwand. Obwohl man im Grunde nur auffem Boden saß und es sonst kein großartigen Schnickschnack gab hat man geglaubt der gesamte Saal würde sich mit der Kamera mitbewegen. Das war damals 99 in Disney World. Wär jetzt halt davon ausgegangen dass es dort auch sowas gegeben hätt^^