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Thema: Müll gehört in den Eimer

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Schau, Kunst! Es wurde für 8,1 Millionen Pfund verkauft, es muss gut sein.
    Wenn ich mir einige Posts hier durchlese, wage ich fast zu bezweifeln, dass das Byders Botschaft wirklich zu allen durchgedrungen ist. Das beiseite, natürlich belebe ich Trash in einer Weise, wenn ich darüber rede. Natürlich, halte ich es am Leben, wenn ich einen offenen Thread darüber eröffne. Aber ich wollte darüber reden, mich mit euch drüber austauschen. Es ist nicht so, dass die Begeisterung abgenommen hat, bloß weil ich die Threads unkommentiert gelassen habe.
    Zitat Zitat
    Ne im Ernst, wer Trashspiele lustig findet, der findet sie eben lustig. Und wenn niemand sie lustig findet, dann macht man Let´s Plays dazu. Die sind meistens ganz witzig. Also hat Trash auch seine guten Seiten.
    Das gilt aber eher für echten Trash, also Spiele die völlig Ernst gemeint sind und nie mit dem Titel in Verbindung gebracht werden wollten. Wie eben Ankluas Spiele.

  2. #2
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Das beiseite, natürlich belebe ich Trash in einer Weise, wenn ich darüber rede. Natürlich, halte ich es am Leben, wenn ich einen offenen Thread darüber eröffne. Aber ich wollte darüber reden, mich mit euch drüber austauschen. Es ist nicht so, dass die Begeisterung abgenommen hat, bloß weil ich die Threads unkommentiert gelassen habe.
    Abgesehen davon, dass das Bild das du da postest allenfalls gegen deine Postion spricht, verweise ich mal auf deinen Anfangspost...

    Zitat Zitat
    Meiner Meinung nach bekommen diese Trashspiele viel zu viel Aufmerksamkeit, wenn man nur mal sieht, wie Vorstellungen solcher Spiele sich angenehm füllen und wie beim "Fisch am Tisch" gerade zu platzen, während andere Spiele die Ernst gemeint sind und in denen wohl auch mehr Mühe steckt versinken und nur spärlich bepostet werden.
    "Trash bekommt zuviel Aufmerksamkeit im Vergleich zu anderen Spielen."
    -> "Ich schenke Trash aufmerksamkeit weil ich drüber reden will, dass er zuviel Aufmerksamkeit bekommt."

    Ehm ja. Eigentor würd' ich sagen.
    Meinungsaustausch schön und gut, zum Meinungsaustausch ist der Thread klasse, ich meine - hey! 57 Posts schon!
    In Sachen Konstruktivität ist das Teil aber im Minusbereich. Um mal nen stark übertriebenen Vergleich anzubringen:
    Ein Tierschützer geht hin und tötet n Tier unter Artenschutz um drauf aufmerksam zu machen, dass die Viecher getötet werden.
    Klar, stark überzogen, aber aufs wesentliche reduziert durchaus ähnlich:
    Es gibt ein Anliegen, gegen das wir handeln, um es zu erreichen.

    ...
    Ja.
    Klar, wenn du nichts in die Threads postest sinkt die Beliebtheit nicht gleich exponentiell, aber wenn jeder, den Trashspiele aufregen, es sein ließe - wären die Hälfte der ganzen Trash-bezoegenen Threads nur halb so voll.
    Wenn man natürlich jedesmal so nen Wirbel macht braucht man sich nicht wundern, wenn der Kram auch noch bekannt wird.

    Du musst dich schon entscheiden, entweder du willst drüber reden oder du willst es in der Versenkung verschwinden lassen. Beides geht nicht.


    Den Kommentar bzgl. Ankluas versteh ich bzw. nicht. Was ist denn "echter Trash" der "nicht mit Trash in Verbindung gebracht werden will"? Oder versteh ich dich gerade falsch? o.o

  3. #3
    Zitat Zitat von Karl
    Schau, Kunst! Es wurde für 8,1 Millionen Pfund verkauft, es muss gut sein.
    Dem muss aber ziemlich übel sein so wie der schaut.

  4. #4
    Der Threadeinstieg erinnert mich daran, wie Uwe Bolls Vermarktungstechniken wirken und dadurch gewinnt die Neiddiskussion dann doch wieder eine eigene Art von Charme.
    Trashspiele selbst haben den nicht. Ich kann lachen, wenn jemand versehentlich auf einer Banane ausrutscht und sich den Kopf aufschlägt. Clowns finde ich hingegen bloß peinlich und nervig. Was ich bisher an Simulationen des spontanen Scheiterns sah, hat mich dann auch nur gruselnd an frühere Zirkusbesuche denken lassen. Er ist hingefallen. Tusch! Ahahaha.
    Niemand muss sich nach Müll bücken, niemand muss so ein Spiel anfassen. Nur eines fand ich mal gemein: Bei einem Contestspiel musste ich, um alle Etagen sehen zu dürfen, auch durch die angestrengte Witzigkeit eines Trashstockwerks laufen. Auf so etwas würde ich künftig dann doch gerne verzichten dürfen.

  5. #5
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Dem muss aber ziemlich übel sein so wie der schaut.
    Dieses Bild ist auch ziemlichtiefgründig.

    Die Disskussion lässt für mich den Schluss zu: Wenn es weniger Trashgames gäbe, hätte niemand was gegen sie, dasie dann eher seltene Kunst als nervend wären?!

  6. #6
    hey ho,

    ich bin ein großer Fan und Verehrer von Trash, doch beim Lesen dieses Threads musste ich feststellen, dass das allgemeine Verständnis von Trash in dieser Community nicht mit meinem übereinstimmt.
    Darum würde ich gerne ein paar Dinge geraderücken, die nicht mit meiner Vorstellung übereingestimmt haben:

    Zitat Zitat
    Zitat von ayase:
    Trash ist schlecht umgesetzt, absichtlich, das zeichnet ihn aus.

    Trash hat weder Aussage, noch ist er Neuartig, noch fordert er heraus,

    noch sonst etwas, das ihn als Kunst qualifizieren würde.
    Falsch! ... meiner Meinung nach.
    Echter Trash ist schlecht umgesetzt, jedoch nicht absichtlich, dass macht ihn aus, dass definiert ihn.
    Hinter Trash steckt immer ein ernstes Anliegen, doch trashig wird das Projekt erst durch die Umsetztung.
    Dies schließt aus, dass Trash keine Aussage haben kann.
    Trash kann auch neuartig sein, herausfordernd und in vielen Fällen sogar als Kunst betitelt werden.

    Trash kann lustig sein, MUSS ABER NICHT!
    Trash ist NICHT Komödie!!!

    Filme wie "Meine Frau, die Spartaner und Ich" sind kein Trash, sonder schlechte Komödie.
    Überhaupt ist Komödie selten dem Trash zuzuordnen, da dort meistens die ernstgemeinte Intention fehlt.

    Paradebeispiele für Trash sind Filme wie:
    "Batman hält die Welt in Atem" (lustiges Filmchen / Serie ) Ausschnitt: http://www.youtube.com/watch?v=sieT_Zvrc3s
    "Deathnote" (oh.. mein.. Gott.. war der Film schlecht )

    Echte Trashspiele sind hier in der Szene eher selten zu finden.
    PaH(1) ist ein Trashspiel. Ich ging an das Spiel heran mit dem Wissen, hier hat eine Person versucht ein ernstzunehmendes Spiel zu produzieren.
    PaH 7 hingegen ist in meinen Augen kein Trashspiel mehr.

    Das ganze schließt nicht aus, dass man auch bewusst Trash produzieren kann. Jedoch besteht dort die Kunst darin, das Projekt eine ernste Intention "ausstrahlen" zu lassen, die dann bewusst mit bestimmten eingebauten Fehlern der Ernsthaftigkeit beraubt wird.
    So etwas setzt das beherrschen des Mediums vorraus und viel Planung.

    meine Meinung!


    warum wird hier eigentlich so ein Auffsehen über die von einigen produzierten "Trashspiele" gemacht?
    Ist es die Aufmerksamkeit?
    Ich sehe das so:
    Die meisten Menschen interessiert mehr, dass Britney Spears auf einer Party kein Höschen getragen hat, als dass der Dalai Lama in ihrer Nähe zu Besuch war.
    Dabei hat der Dalai Lama doch eine wichtige Botschaft zu verkünden, während Britney... naja... wahrscheinlich keine hat.
    Ist das verwerflich? Nein, weil wenn man sich nicht von Britneys Malheur unterhalten lassen will, dann wendet man sich eben davon ab.
    Aber man kann, nur weils einem nicht gefällt, nicht gleich verlangen, dass Britney nicht mehr in die Öffentlichkeit darf.
    Manchen gefällts, manchen nicht, Geschmackssache. Und den Geschmack eines anderen zu verurteilen und von ihm aus auf den Intellekt der Person zu schließen ist, wie ich finde, verwehrflich und intollerant. Schließlich ist man selbst nicht Träger der einzigen echten Wahrheit auf Erden.

    naja... vielleicht hab ich das Problem mit den Trashspielen auch missverstanden.

    mfg
    der klugscheissende BigF

  7. #7
    Zitat Zitat
    "Batman hält die Welt in Atem"
    Der Film ist sowieso besser als alle absichtlichen Trashspiele zusammen. xD Genauso die Filme von Ed Wood. So was sollten sich die Macher von Trashspielen mal zum Vorbild nehmen. =3

  8. #8
    Zitat Zitat von Einheit091 Beitrag anzeigen
    Die Disskussion lässt für mich den Schluss zu: Wenn es weniger Trashgames gäbe, hätte niemand was gegen sie, da sie dann eher seltene Kunst als nervend wären?!
    Den Spruch "wer nichts kann macht Fungames" gibts schon sehr lange, und auch vor 7 Jahren waren sie keine Kunst sondern einfach qualitativ minderwertige "unfunny Fungames" und wurden nicht gehypet. Ernst gemeinte Spiele, die misslungen und gerade deshalb lustig waren gabs schon immer selten mal. Ernst gemeint und misslungen ist einfach, dabei auch lustig~ nein.

    Das worüber wir reden ist dem Sinne kein "Trash". Die halbe Makerwelt und der komplette Rest der Welt versteht unter Trash nicht das, was unsere Trashgamemacher als solches bezeichnen.

    _____________________________________________


    Theorie:
    Ich glaub ja Trashgames sind entstanden als Konsequenz auf die künstlich gesteigerten Ansprüche der Community an ein ernstes Projekt. So wie der RTP-Kult eine Art Gegenreaktion zu dem angeblichen Zwang zu Customgrafiken darstellt.

    Die wirkliche Messlatte für Spielqualität ist nicht sehr hoch, die eingebildete Messlatte allerdings umso höher. Wir kriegen immer wieder neue ins Forum die nach 2 Wochen die Impression bekommen haben, ein eigenes KS und Menü sei Minimalvorraussetzung um nicht von der Community angespuckt zu werden. Blödsinn eigentlich, aber so kommts wohl nicht selten rüber.

    Im Trashgamemachen bleibt die Möglichkeit vorhanden ohne großen Qualitätsdruck makern zu können.

  9. #9
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen

    Schau, Kunst! Es wurde für 8,1 Millionen Pfund verkauft, es muss gut sein.
    Wenn ich mir einige Posts hier durchlese, wage ich fast zu bezweifeln, dass das Byders Botschaft wirklich zu allen durchgedrungen ist.
    Willst du damit sagen, dass alles, was du nicht verstehst oder nicht auf dich wirkt, keine Kunst sein kann?
    Für mich persönlich ist Byders "Werk" oder dieses Bild dort auch nicht künstlerwisch wertvoll, aber das ist doch rein subjektiv.
    Ich will damit jetzt aber nicht behaupten, dass die Trashgames, über die wir eigentlich reden, für mich Kunst wären.

    Hier geht es nämlich generell nicht um einen Kunstbegriff - den hat Byder doch nur eingeführt, um Leute hinters Licht zu führen.
    Und das war wiederum die eigentliche Intention - Zu zeigen, wie Leute sich durch ein "Etikett" beeinflussen lassen, das der Maker oder die Spieler dem Müll geben.
    Diese Erkenntnis hat aber wiederum meiner Meinung nach nicht viel mit dem Thema zu tun, ob Trashgames nun einen Platz in einem Forum verdienen oder nicht. Denn auch ohne Etikettenschwindel hatten User gefallen an PaH oder ähnlichem.

    @ real Troll: Was hat Uwe Boll denn für eine Vermartkungstrategie? Ich hab mir eben den Wikipediaartikel durchgelesen und bin nur auf Aktionen gestoßen, wie er und sein "Müll" in der Öffentlichkeit präsent bleiben.
    Aber wenn ich einige Vorposter richtig verstehe, dann müssten Bolls Filme doch deren Auffassung nach "guter Trash" sein, oder nicht? Die sind nämlich (soweit ich weiß) ernst gemeint, dabei aber unterirdisch schlecht. Was ich wiederum gar nicht unterhaltend finde...

  10. #10
    evtl. meint er ja dies...

    Zitat Zitat
    Uwe Boll finanzierte seine Filme zwischen Sanctimony (2000) und Far Cry (2008) fast ausschließlich durch deutsche Medienfonds. Dazu bot die BOLU Filmproduktions- und Verleih GmbH zwischen 1999 und 2005 Beteiligungen an insgesamt zehn Kommanditgesellschaften an.[2] Diese Anlageform war für einige Anleger sehr interessant, da im ersten Jahr der Investition Verluste bis zu 100 % der Kapitaleinlage üblich waren. Mit der Behauptung einer Gewinnerzielungsabsicht durch die Produktion von Videospiel-Verfilmungen konnten diese Verluste in Form von Verlustvorträgen als Steuervorteile genutzt werden.

    Wegen dieses Geschäftsmodells wurde Uwe Boll – wie auch zahlreichen weiteren Filmproduktionsfirmen im In- und Ausland – vorgeworfen, die deutschen Steuerzahler durch die Ausnutzung dieser Steuerlücke zu belasten. Zurückzuführen sind diese Vorwürfe nicht nur auf die meist mäßigen Kinoerfolge derart finanzierter Filme, sondern auch darauf, dass ein großer Teil der zur Verfügung stehenden Budgets an Drehorten im Ausland und nicht in Deutschland verbraucht wurde.

    Die Gesetzeslücke, mit der über Umwege sogar US-amerikanische Produktionen wie Tomb Raider finanziert worden waren, und die in Hollywood zur Redewendung vom “Stupid German Money” geführt hatte, wurde am 15. Dezember 2005 durch den Bundestag geschlossen.[3] Da die Verluste der Fonds nur noch mit Gewinnen aus vergleichbaren Fonds verrechnet werden dürfen, ist für die meisten Anleger ein Investment in einen solchen „Steuersparfonds“ uninteressant. Im Sommer 2007 drehte Uwe Boll Far Cry, den letzten ausschließlich durch Medienfonds finanzierten Film. Seitdem finanziert er seine Filme selbst, zum Großteil durch Gewinne seines weltweiten Filmvertriebs.
    nur lasst uwe hier raus

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