Einen Menschen, der aus reiner Langeweile irgendjemanden ermordet (obwohl ich mir sicher bin, dass es so etwas gar nicht gibt) auf alle Mörder zu verallgemeinern ist ganz großer Murks. Ein Mörder ist eine Person, die einen Mord begeht. Dafür kann es vielerlei Motive geben. Begeht ein Mensch einen Mord, ist er – so hart das klingen mag – ein Mörder. Sei es skrupellos oder aus Notwehr. Und hier ist es egal, wer juristisch als Mörder betituliert wird. Natürlich muss man zwischen verschiedenen Arten von Mördern differenzieren, ebenso wie von verschiedenen Arten von Morden.
Selbstverständlich – und ich denke, das ist klar – ist dieses Schema nicht so einfach und natürlich verallgemeinere ich nicht das, was ich empfinde, in derselben Art und Weise auf andere. Jedoch kennen wir andere Menschen teilweise dadurch, dass wir uns selbst kennen. Wenn ich weiß, dass ich eine bestimmte Szene in einem Buch traurig fand, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Leute, die ich kaum kenne, von denen ich aber weiß, dass sie zu Büchern derselben Art hingezogen fühlen (das ließe sich genauer spezifizieren), diese Szene ebenfalls traurig finden.Zitat
Und bitte zieht keine voreiligen Schlussfolgerungen aus meinen Worten.







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