Zitat Zitat von Corti Beitrag anzeigen
Ein Mörder ist jemand, der jemand anders killt, das sagt quasi nichts drüber aus, was ihn dahzu brachte und Amokläufer mit jenen gleichzusetzen, die aus Langeweile Obdachlose zu Tode prügeln oder fürn Zehner die Nachbar-Oma im Park abschlachten ist ganz großer Murks.
Einen Menschen, der aus reiner Langeweile irgendjemanden ermordet (obwohl ich mir sicher bin, dass es so etwas gar nicht gibt) auf alle Mörder zu verallgemeinern ist ganz großer Murks. Ein Mörder ist eine Person, die einen Mord begeht. Dafür kann es vielerlei Motive geben. Begeht ein Mensch einen Mord, ist er – so hart das klingen mag – ein Mörder. Sei es skrupellos oder aus Notwehr. Und hier ist es egal, wer juristisch als Mörder betituliert wird. Natürlich muss man zwischen verschiedenen Arten von Mördern differenzieren, ebenso wie von verschiedenen Arten von Morden.

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Mit "ich weiss wie ich empfinde und projiziere das auf andere" wirst du in simplen Fällen noch Erfolg haben, aber spätestens bei Sachen wie Klaus Peterle geht mit Schrotgewehr zur Schule kannst du dir das Sparen. Das kapierst du wenn selbst betroffen bist, oder du kannst es folgern oder denken, aber jemand ohne Connection kann sich nicht angemessen in Sachen reinfühlen von denen er nicht mal im gröbsten nen Plan hat.
Selbstverständlich – und ich denke, das ist klar – ist dieses Schema nicht so einfach und natürlich verallgemeinere ich nicht das, was ich empfinde, in derselben Art und Weise auf andere. Jedoch kennen wir andere Menschen teilweise dadurch, dass wir uns selbst kennen. Wenn ich weiß, dass ich eine bestimmte Szene in einem Buch traurig fand, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Leute, die ich kaum kenne, von denen ich aber weiß, dass sie zu Büchern derselben Art hingezogen fühlen (das ließe sich genauer spezifizieren), diese Szene ebenfalls traurig finden.

Und bitte zieht keine voreiligen Schlussfolgerungen aus meinen Worten.