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Thema: "Der Fall Forsythe", ein Forenadventure - Der Weinkeller

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Die blonde, schlanke Raumgestalterin Jocelyne Daenerys T. überlegte. In den Kriminalgeschichten, welche sie als Kind begeistert verschlugen hatte, war es häufig einfacher gewesen, den Fall zu klären und den Mörder zu finden. Eigentlich weiß ich nicht sicher, wer es war. Vielleicht wäre es das Beste zu offenbaren, was ihr wahr erschien, um ihre Theorie darauf zu stützen. Wäre nur mein Vater mitgekommen - als Kriminologe hätte er den Fall zwischen Suppe und Teatime lösen können. Etwas nervös, da sie mehr von sich preisgeben musste, als ihr behagte, holte sie tief Luft und begann leise ihren Monolog, welchen sie nur die Aufmerksamsten und Sympathischsten hören lies:
    "Ich möchte mit dem beginnen, was ich für das wahrscheinlichste halte: Der... Mörder des ehrenwerten Mister Forsythe hatte einen Komplizen: Den Koch. Beide sind in den Garten gegangen, um die Fingerhutflasche verschwinden zu lassen. Uns ist ja bereits bekannt, dass zwei Leute in den Garten gingen, als es bereits zu regnen begonnen hatte und dass eine dieser Personen der Koch war. Da dem Koch aber das Motiv fehlt, seinen eigenen Arbeitgeber zu ermorden, wurde er vermutlich dafür bezahlt. Da er hohe Spielschulden hatte, konnte er das Geld gut gebrauchen. Zudem hatte er beste Möglichkeit Mister Forsythe den Fingerhut ins Essen zu mischen und die Reste auf den Teller verschwinden zu lassen. Ermordet wurde er entweder, damit er auch wirklich schwieg, oder um ihn nicht bezahlen zu müssen.
    Nun wissen wir ob des Komplizen des Mörders, doch ungeklärt bleibt, wer des Koches Auftraggeber war. Dies gibt mir in der Tat Rätsel auf.
    Zum einen verwundert mich der Zeitpunkt des ...Mordes. Sind so viele Gäste, die Mister Forsythe zudem nicht gut kannten noch einen Groll, nein, sogar Sympathie für ihn hegten, im Haus, so wird es sehr schwer, Dinge zu verheimlichen. Wenn der ...Mörder also so ein hohes Risiko einging, muss er verzweifelt oder zumindest unter starkem Zeitdruck sein - in diesem Zusammenhang kommt mir nur die Forsythe-Stiftung in den Sinn: Anscheinend wollte der Mörder unbedingt verhindern, dass die Stiftung in die Hände des Butlers kommen. Der Butler selbst - so versicherte er mir glaubwürdig - wollte dies weder verhindern, noch verlangte er es. Der Sohn hingegen ist zu schwächlich, als dass er den Koch hätte erwürgen können, noch hätte er seinen Vater wegen einer wohltätigen Stiftung ermordet. Er scheint mir ein lieber Mensch zu sein. Der einzige, der außer den Genannten eine Verbindung zur Stiftung hatte, war der Anwalt Mortimer. Dieser wusste von der Testamentsänderung und hat nach den ... Todesfällen ja auch den Sohn überredet, die Stiftung entgegen des letzten Wunsches Forsythes zu übernehmen. Er scheint also ein starkes Interesse daran zu haben. Auch deshalb habe ich ihn in Verdacht.
    Kommen wir nun zum Taschentuch, welches beim ... toten Koch gefunden wurde. Die ältere Bedienstete versicherte mir glaubhaft, dass sie es noch nie gewaschen habe. Damit kommen nur Mister Mortimer oder dem Gärtner Lesley Fawkes in Frage, der ...Mörder zu sein. Weshalb sollte jedoch der Gärtner seinen eigenen Arbeitgeber ermorden? Zudem hatte er keinerlei Verbindungen mit der Stiftung und hätte Mister Forsythe auch zu ... günstigeren Bedingungen ...ermorden können. Auch hier bleibt nur Mister Mortimer.
    Ich denke also, meine lieben Ladys und Gentlemen, dass der Anwalt Mister Forsythe... auf dem Gewissen hat. Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grunde wollte er wohl, dass der junge Forsythe die Stiftung der Familie mangels Kompetenz zu Grunde richtet, was wohl sein Motiv ist. Nur, was es Mortimer (bis auf mehr Aufträge durch Geldforderungen) bringen könnte, die wohltätige Stiftung zu zerstören, das will mir nicht in den Sinn." Sie schüttelt gedankenverloren den Kopf. "Mehr konnte ich leider nicht herausfinden." Sie seufzt, schaut leicht betreten zu Boden und nippt an dem Wein, den sie sich nach vielfachen Fragen, ob dies nicht unhöflich sei, eingeschenkt hatte.
    Für Hörfaule fügt sie hinzu:
    "Mortimer war der bööööse und hat den Koch angestiftet und dann hat er den gaaaanz böse umgebracht."

  2. #2
    Zitat Zitat von daenerys Beitrag anzeigen
    Für Hörfaule fügt sie hinzu:
    "Mortimer war der bööööse und hat den Koch angestiftet und dann hat er den gaaaanz böse umgebracht."
    Schön und wie? Dies waren die Einzigen 3 Worte die der Graf sprach. Es nagte an ihm, dass er es nicht wusste. Und egal wie schön die Frau war, egal wieviel recht sie hatte, sie hat dennoch ein Detail vergessen und wurde ohne erbarmen mit diesen harschen Worten zu Recht gewiesen. Sie hat wohl kaum an das Messer in der Tasche des Kochs gedacht.

    Geändert von Pyc_Andy (12.02.2009 um 22:49 Uhr)

  3. #3
    "Klingt alles ganz plausibel. bloß ein Punkt ist wohl offensichtlich falsch. Herr Mortimer will die Stiftung nicht zugrunderichten - er will an Forsythes Nachlass. Denn, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, nichts ist leichter, als einem unfähigen Idioten, wie es der junge Forsythe zu sein scheint, das Geld aus der Tasche zu ziehen."

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