Zitat Zitat von Kwabi Beitrag anzeigen
Geht es in dem Spiel nur darum so viele Leute wie möglich brutal abzsuchlachten, dann isses hirnlos und ein schlechtes Spiel. Geht es auf die kranke Psyche eines Menschen ein, der durch seine Denkweise Sachen tut die wir nicht verstehen und das Spiel es doch irgendwie schafft uns Spieler da hineinzuziehen, sodass wir sympathie für den protagonisten fühlen und ihn verstehen, dann ist es ein hervorragendes Game.
Ich denke, dies ist Geschmackssache. So lange niemand versucht dem Autor eines Spiels bestimmte Dinge zu unterstellen(Frauenfeindlichkeit usw.), habe ich kein Problem damit, wenn jemand seine Meinung sagt und das Spiel dann nicht seinem Geschmack entspricht und als schlecht bezeichnet wird.

Ich bin z. B. durchaus der Meinung, dass ein solches Spiel - auch wenn es nur darum ginge brutal Leute abzuschlachten - durch Gameplay überzeugen könnte und Spass machen könnte... also ein gutes Spiel sein könnte. Aber das wird eben - je nach Geschmack der Person die da spielt - schwieriger. Ich wäre da dann auch schon etwas schwerer zu überzeugen, da ich selbst in simplen Shootern oder Echtzeitstrategiespielen gerne eine Story mag.

Das mit der rechtlichen Problematik ist natürlich eine andere Sache. Wenn offensichtlich Gewalt verherrlicht wird, dann ist das ja hier in Deutschland problematisch. Aber da hatte Sabaku glaube ich zu Manhunt schon etwas gesagt - und dass man selbst dort "eine nicht unbedingt unsinnige Interpretation" finden kann. Hängt wohl vieles auch davon ab, wer gerade ein Spiel spielt und mit welcher Absicht man an ein Spiel rangeht.

Bei diesem "The Slaying of Sandy Hook Elementary" - ich habe es nicht gespielt - zeigt sich ja, dass ganz andere als bösartige Absichten verfolgt werden können. So ein Spiel eignet sich eben immer dazu, viel Aufmerksamkeit zu kriegen(die der Autor wohl auch gekriegt hat - in negativer Weise). Und wenn man irgendwas erreichen will braucht man eben Aufmerksamkeit.

Manhunt hatte ich den ersten Teil sogar mal vor Ewigkeiten angespielt. Kann mich aber nicht mehr so richtig dran erinnern. Aber auch nur angespielt. War weder vom Gameplay noch von der Story spannend. Dass gesunde Menschen selber dadurch zu Gewalttätern werden können bezweifle ich auch. Ich glaube da müsste jemand schon irgendwie veranlagt sein oder sonstige Probleme haben... oder man müsste einen gesunden Spieler einer Art Gehirnwäsche unterziehen und ihn tagelang ununterbrochen ohne Schlaf dem Spiel aussetzen(freiwillig würde das ja keiner 24/7 spielen - so gut ist es nicht). Da sind "bessere" Spiele schlimmer - die einem tatsächlich irgendwie packen und beführen können. Ein reines Gameplayspiel in dem man Leute abschlachtet aber eher sich als Dritter fühlt der da nur zuguckt, weil man ja selber sowas nicht tun würde, das finde ich persönlich nicht schlimm.


Die ganzen Eroge aus Japan sind sowieso ein Sonderfall. Auch Hentai - animiert oder als Manga. Angeblich soll die Vergewaltigungsrate dort niedriger sein, weil Leute ihre Phantasien mit solchen Sachen ausleben können. Aber andere argumentieren dagegen, dass die realen Zahlen viel höher seien und sowas seltener angezeigt wird(wegen anderer Kultur dort). Ich glaube jedenfalls - ähnlich wie bei den Gewaltspielen - dass ein gesunder Mensch dadurch nicht viel mehr vergewaltigt(durch Gay Porn wird vermutlich am Ende auch niemand der heterosexuell ist zum Homosexuellen). Man muss schon gewisse Veranlagungen dazu haben. Und da macht es Sinn wenn man sagt, dass sowas eher helfen kann seine Lust auszuleben - und dann von realen Taten abhält.

Sowas wird auch immer im Zusammenhang mit Pädophilen diskutiert, da da auch es jüngere gezeichnete Personen gibt bei diesen japanischen Pornokunstwerken. Es könnten ja dadurch angeblich Personen, die nicht pädophil sind, urplötzlich solche Neigungen erwerben.


Bezüglich der Rechte, die Spielefiguren haben, stimme ich hier zu:
Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
Sie haben die Rechte die ihnen das entsprechende Universum gibt.