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Thema: Wie geht man mit Kritik um?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Ich grabe nochmal wieder diesen Thread aus. Der konkrete Fall hat sich ja geklärt, deswegen wäre es unangebracht, in den anderen Threads weiter zu diskutieren. Ich weiß, dass wir uns beim Thema schon seit Anbeginn aller Zeiten im Kreis drehen, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Vielleicht bleibt ja doch mal was hängen. Konkret geht es mir diesmal nicht darum, wie der Kritisierte mit der Kritik umgeht, sondern darum, wie der Kritiker selbst mit ihr umgeht. Oder einfacher gesagt: Weiß der Kritiker, welche Wirkung seine Kritik auf den Kritisierten hat?

    Wenn ein Mensch seine Meinung kundtut, dann ist das zunächst einmal Selbstdarstellung. Man verspürt einfach den Drang etwas zu einem Thema zu sagen. Kritik taucht dann auf, wenn man z. B. mit einem Film, Spiel oder einer Meinung nicht einverstanden ist. Nun gibt es bekanntermaßen unterschiedliche Arten von Kritik. Normalerweise wird der vernichtenden Kritik jetzt immer die konstruktive gegenübergestellt, aber ich möchte nicht mit Plattitüden um mich schmeißen. Es ist auf jeden Fall klar, dass sich - mal konkret auf unsere Community bezogen - kein Entwickler über eine neutrale und respektvoll vorgetragene Kritik beschweren dürfte. Hinter den anderen Kritiken steckt aber wie schon öfters mal angesprochen immer ein Hintergedanke.

    Beispiele:
    • Man möchte einen Konkurrenten kleinhalten. Auslöser müssen nicht mal ganze Spiele sein, auch unterschiedliche Design-Vorstellungen können missgünstig beäugt werden.
    • Man hat eine persönliche Abneigung gegenüber dem Entwickler.
    • Man hat Spaß daran, über andere Menschen herzuziehen.
    • Man möchte Frust rauslassen und sucht sich dafür den Erstbesten.

    Gerade Spott und Häme sind natürlich weit verbreitet, es lässt sich wohl kaum ein Mensch finden, der sich nicht über andere lustig macht. Richtig boshaft ist das natürlich dann, wenn man weiß, dass die Leute es auch mitbekommen und damit komme ich zum eigentlichen Thema: Ist der unlöblichen Sorte Kritiker überhaupt bewusst, welche Wirkung ihre Kritik auf den Entwickler hat? Immerhin verdirbt man ihm mindestens den Tag wenn nicht sogar mehr und das nur zur Unterhaltung. Nimmt man es dafür in Kauf, andere zu verletzen oder weiß man nicht mal, dass man es macht?

  2. #2
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Nimmt man es dafür in Kauf, andere zu verletzen oder weiß man nicht mal, dass man es macht?
    Also ich denke mal, dass jeder weiß, wie verletzend es ist, wenn man ein Spiel ins Lächerliche zieht, unabhängig davon, ob das in einem LP oder in einer schriftlichen Kritik geschieht. Man muss sich doch nur mal in die Situation versetzen, dass man in ein Spiel tausende Stunden Arbeitszeit gesetzt hat und diese einem dadurch madig gemacht wird. Ich bleibe bei meiner Meinung, die ich zu Beginn des Threads hatte. Meist ist das Problem wirklich, dass die Kritiker zu schnell persönlich werden, wodurch sich der Ersteller natürlich angegriffen fühlt. Es ist einfach ein Unterschied, ob man konstruktive Kritik ablegt, welche sachlich und begründet ist oder ob man sich an kleinen Fehlern aufzieht und somit unsachlich wird.

  3. #3
    Zitat Zitat von Kelven
    Ich grabe nochmal wieder diesen Thread aus. Der konkrete Fall hat sich ja geklärt, deswegen wäre es unangebracht, in den anderen Threads weiter zu diskutieren. Ich weiß, dass wir uns beim Thema schon seit Anbeginn aller Zeiten im Kreis drehen, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Vielleicht bleibt ja doch mal was hängen. Konkret geht es mir diesmal nicht darum, wie der Kritisierte mit der Kritik umgeht, sondern darum, wie der Kritiker selbst mit ihr umgeht. Oder einfacher gesagt: Weiß der Kritiker, welche Wirkung seine Kritik auf den Kritisierten hat?

    Wenn ein Mensch seine Meinung kundtut, dann ist das zunächst einmal Selbstdarstellung. Man verspürt einfach den Drang etwas zu einem Thema zu sagen. Kritik taucht dann auf, wenn man z. B. mit einem Film, Spiel oder einer Meinung nicht einverstanden ist. Nun gibt es bekanntermaßen unterschiedliche Arten von Kritik. Normalerweise wird der vernichtenden Kritik jetzt immer die konstruktive gegenübergestellt, aber ich möchte nicht mit Plattitüden um mich schmeißen. Es ist auf jeden Fall klar, dass sich - mal konkret auf unsere Community bezogen - kein Entwickler über eine neutrale und respektvoll vorgetragene Kritik beschweren dürfte. Hinter den anderen Kritiken steckt aber wie schon öfters mal angesprochen immer ein Hintergedanke.

    Beispiele:
    Man möchte einen Konkurrenten kleinhalten. Auslöser müssen nicht mal ganze Spiele sein, auch unterschiedliche Design-Vorstellungen können missgünstig beäugt werden.
    Man hat eine persönliche Abneigung gegenüber dem Entwickler.
    Man hat Spaß daran, über andere Menschen herzuziehen.
    Man möchte Frust rauslassen und sucht sich dafür den Erstbesten.

    Gerade Spott und Häme sind natürlich weit verbreitet, es lässt sich wohl kaum ein Mensch finden, der sich nicht über andere lustig macht. Richtig boshaft ist das natürlich dann, wenn man weiß, dass die Leute es auch mitbekommen und damit komme ich zum eigentlichen Thema: Ist der unlöblichen Sorte Kritiker überhaupt bewusst, welche Wirkung ihre Kritik auf den Entwickler hat? Immerhin verdirbt man ihm mindestens den Tag wenn nicht sogar mehr und das nur zur Unterhaltung. Nimmt man es dafür in Kauf, andere zu verletzen oder weiß man nicht mal, dass man es macht?
    ZUFÄLLIGERWEISE kommt man mit diesem Thema natürlich an, nachdem ein hier gefeiertes Spiel harter (meiner Meinung nach angebrachter Kritik- die Form mal außer Acht gelassen) ausgesetzt war ^^
    Zu der "Auswahl" der Beispiele sag ich hier mal nichts...

    Seit je her werden von Lets Playern und vlt auch Forenusern Anfänger und Fortgeschrittene kritisiert, das hin und wieder mal in nicht angemessener Form und einige lassen da ziemlich die Sau raus.
    Ein Beispiel währe das Trueview von UoC2, was fast alle außer dem Ersteller unglaublich unterhaltsam fanden und einige (sicher auch einige derjenigen, die in Angesicht der Kritik an die Gräfin und die Spinne die Kurse für Taschentuchaktien ins unermessliche trieben)
    haben mit wachsender Begeisterung nachgetreten und Trittbrettfahrer gabs auch, von denen sich einer besonder clever vorkam und mit Teilchenphysik angeschissen kam, um sich über die "Dummheit" von MajinSonic aufzugeilen, weil der ja Zeitreisen als treibender Plottelement verwendet, ohne vorher Bücher zu dem Thema verschlungen zu haben. Außer den Daggers war da keiner, der für den Ersteller eingestanden ist, jetzt ist es mal umgekehrt und alle bitten um Nachsicht für das Opfer.
    Es ist klar, dass Graf Fuchsien an der damaligen Sache keinerlei Schuld trug, aber anscheinend ist der allgemeine Sinn für Anstand davon abhängig, wer das Opfer ist.
    Damals währe diese Debatte hier undenkbar gewesen, weil es ja noch "lustig" war. Ich lach mich schlapp -.-

  4. #4
    @RageAgainstRobots
    Die Spielzerpflücker sind wieder ein anderes Thema, zumindest würde ich ihre Meinung nicht mit polemischer Kritik gleichsetzen. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass dieses etwas zu engagierte Suchen nach Fehlern (und ich bin mir sicher man findet in absolut jeder Geschichte Unmengen dieser Fehler) nie ohne Hintergedanken passiert. Man legt es darauf an, dass Spiel in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

    Zitat Zitat
    Nur wenn jemandem ein populäres Werk nicht gefällt, heißt das nicht gleich, dass er diesem den Erfolg missgönnt.
    Das stimmt, aber viele, die neidisch sind, sind es wegen dem Erfolg. Einige der hitzigsten Diskussionen der Community haben sich darum gedreht, dass einige besonders vehemente Kritiker den erfolgreichen Spielern und Entwicklern die Popularität missgönt haben. Ich glaube schon, dass es eine nicht unerhebliche Menge Community-Mitglieder gibt, die argwöhnisch auf ein populäres Spiel schaut - sofern sie dann anderer Meinung als die Fans sind. Und je begeisterter die Fans posten, desto heftiger fällt auch die Reaktion der "Gegner" aus.

    @BDraw
    Zitat Zitat
    Hier wäre Empathie angebracht, oder eben zumindest etwas Reflektion.
    Das unterstreiche ich mal. Außerdem ist es wichtig, dass man sich nicht zu leicht von anderen anstecken lässt.

    Zitat Zitat
    Deiner Aussage nach könnten wir verdammt viele Stammuser hier damit abschreiben. Lies dir mal den Screenthread, eine der WGs oder auch die BMT-Nachbesprechung durch mit deinem Post im Hinterkopf.
    Das sehe ich genauso. Die Meisten sind natürlich keine schlechten Menschen, lassen sich aber doch zu schnell zu fragwürdigem Verhalten hinreißen.

    @Zakkie
    Wenn du eine Idee hast, bin ich der Erste, der sie unterstützt.

    @Yenzear
    Natürlich lässt sich jedes von Menschen erschaffene Werk angebracht und glaubwürdig verreißen (selbst wenn die Fans da anderer Meinung sind), nur halte ich diese Kritiken ab einem gewissen Punkt für kompromittiert. Das Problem ist ja schon, dass man Glaubwürdigkeit nicht losgelöst vom eigenen Wissenstand, der Intention des Autors und dem Genre des Werkes sehen kann, aber gut, das führt jetzt wieder zu weit. Und dazu kommt dann noch die Intention des Kritikers.

    Und schau mal, du sagst, das Let's Play von UoC2 hätte MajinSonic Unrecht getan. Ist die Konsequenz, die man daraus zieht, dasselbe bei einem anderen Spiel zu wiederholen? Doch wohl eher nicht. Wenn man selbst weiß wie verletzend so etwas ist, dann sollte man sich in die anderen Entwickler hineinversetzen können und wissen: So nicht.

    Zitat Zitat
    Damals währe diese Debatte hier undenkbar gewesen, weil es ja noch "lustig" war. Ich lach mich schlapp
    Ich glaube nicht, dass die Community damals verletzende Reviews lustig fand oder mit zweierlei Maß misst. Einzelne Personen machen das sicherlicher, aber nicht die gesamte Community. Ich gehe sogar davon aus, dass solche Reviews schon immer kritisiert wurden. Es kann viele Gründe geben, warum das Let's Play hier nicht zur Sprache kam. Soweit ich weiß hat TrueMG auch zu einem von meinen Spielen so ein wenig löbliches Review gemacht. Ich hab es mir nicht angeschaut, es wurde im Forum von niemanden angesprochen, deswegen gab es auch keine Diskussionen.

  5. #5
    Zitat Zitat von Ligiiihh Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass diese Forderung keine Resultate zeigt. Es wäre schön, wenn nicht sogar wunderbar, wenn die Community anfangen würde, mehr Spiele zu spielen. Aber das passiert bisher nicht und das wird traurigerweise auch nicht passieren, wenn wir uns hinstellen und sagen: "Spielt mehr Spiele!" Aber abgesehen davon ist es auch nicht ganz unwesentlich, wenn man vorher einen gemeinsamen Knotenpunkt findet, wie man Kritik ausübt, da dies für viele scheinbar eine recht dehnbare Grauzone darstellt, obwohl schon die Netiquette in jeder Weise dagegenspricht. Wir diskutieren hier nicht nur, weil wir uns erhoffen, dass die Frequenz der Community hier ansteigt (aber das wäre natürlich total wünschenswert, keine Frage). Es geht hier auch um den Austausch von Informationen, die zu einer Verbesserung der Qualität der Diskussionskultur führen soll, die ja nicht ganz optimal zu sein scheint.
    Eigentlich sollte doch vom HAUSVERSTAND für die meisten RPG-Maker Fans klar sein, wie man Reviews abliefert: Einleitung, Eindrücke, Konstruktive Kritik, Abschließende (persönliche Meinung), faire Einschätzung > finish.

    Wer bewusst Spiele mit nem LP ins Lächerliche zieht - und zwar gewollt und nicht weil es sich so ergibt - der sollte vielleicht einmal sich Gedanken dazu machen, wenn man IHN/SIE selbst durch den Löffel zieht und ein LP über sein/ihr eigenes LP macht und sie damit verarscht. Buh, ich stell mir das äußerst lulzig vor.

    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    @Zakkie
    Wenn du eine Idee hast, bin ich der Erste, der sie unterstützt.
    Das hier ist noch immer ein vB Message Board/System, welches Zugriff auf viele Hacks/Plug-Ins haben kann. Ich hätte quasi ein Review-Counter unter dem Avatar bei jeder Postingsanzeige eingebaut, wo man entweder chronologisch oder nach dem Alphabet alle Reviews zu den Spielen hier verlinken könnte OHNE einem Rating-System ABER mit Kommentarfunktion für jedes Review, WO dann Ratings erlaubt sind.

    Sinn dahinter? Man könnte schneller rausfiltern, welche User hier 1) die Spiele spielen 2) gute Reviews verfassen und 3) sich damit auseinandergesetzt haben. Von einer Benotung würde ich aber imo absehen, da das Fangames sind man nur Endwertungen a'la "lohnt sich zu spielen" bis hin zu "es muss weiter bearbeitet werden" abgeben sollte. Wir stecken alle unsere Freizeit in ein Hobby hinein und das Letzte, was ich persönlich auch sehen möchte ist dann irgendein Rotzlöffel, der Null Ahnung von Gamedesign hat, aber dann so etwas wie "mir ist das alles zu eckig" schreibt, weil das relativ Humbug gegeben an vielen DS/3DS RPGs gemessen auch ist, wo das ganze Gameplay nachwievor ECKIG gespielt wird, ob auf der Map, KS, etc. - man sollte da bissel differenzeiren können. Und die Comments dazu in den Reviews würden dann glaube ich den Gegenpol zu den Reviews spiegeln, wo die Masse sich dann "wehren" kann, wenn der Reviewer etwas falsch gemacht hat. Da braucht nur jemand schreiben, dass der Reviewer die Story zB nicht verstanden hat - und die gut 20 positiven Likes würden den Rest geben, als eine Stunde lang mit dem Schreiber selbst zu diskutieren.

    Geändert von Zakkie (23.01.2014 um 09:06 Uhr)

  6. #6
    Ihr habt süße Vorstellungen von Diskussionskultur.
    Wer im Internet mit dem Anspruch in Diskussionen geht, einen Konsens zu erwirken, kämpft gegen Windmühlen.
    Wer im Internet mit dem Anspruch in Diskussionen geht, die anderen zu überzeugen, kämpft gegen Windmühlen.
    (Diese beiden Sätze sind wie durch Zufall gleich lang...LANG~)

    Ich sehe den Zweck von von Diskussionen für mich darin, dass mir andere Meinungen vermitteln, wo meine Ansichten Lücken oder Fehler. Was bringt es denn irgendwen, irgend einen Typen aus dem Internet zu überzeugen? Ich brauche aber Widerstand um zu prüfen, wo ich irre.

    Was Kritik angeht hab ichs schonmal gesagt, man kann nicht erwarten oder fordernd, dass der kritisierte alle Kritikpunkte ändert. Alles was man tun kann, ist zu beschreiben, wie man etwas aufgenommen hat und warum. Das ist Material für den Ersteller.
    Was dieser aus dem Material zieht, liegt an ihm.
    Welche Konsequenzen er daraus folgen lässt, liegt an ihm.
    Wie und ob er das überhaupt aufnimmt, liegt an ihm.


    Wen man nun jemandem helfen will sein Spiel besser zu machen, lohnt es sich zu überlegen , welche Form der Formulierung wohl am ehesten angenommen wird und welche wohl vergeudete Zeit bedeutet. Ich weiß nicht wie es andere sehen, aber ich wenn einen längeren Text zu etwas schreibe würds mich freuen wenn dieser Zeitaufwand nicht ganz für die Katz war. Wenn ich einfach nur irgend jemandem sagen will, dass er ein Depp ist, das geht auch in präzisen Einzeilern.

  7. #7
    Als jemand, der selbst kritisiert wurde für eher, äh, kompromisslose Ausdrucksweisen was Kritik angeht habe ich zu dem Ganzen eine zwiegespaltene Meinung:

    Ja, auf der einen Seite macht es unfassbar viel Spaß mit Kumpels bei einem Bierchen oder zehn über ein Spiel zu riffen und Sachen die man daran doof findet besonders herausstechen zu lassen. Ich erinnere mich noch an meine angetrunkenen Eskapaden in Tarlahs Stream damals, als wir irgendein Kelven-Spiel gespielt/kommentiert haben (mein Mitredner bleibt einfach mal anonym) und irgendwann so dermaßen ausgebrannt waren vom Content des Spiels (weiß nicht mehr welches es war - jedenfalls waren wir total gelangweilt von den Rätseln) dass wir über alles andere geredet haben als dass was auf unseren Bildschirmen abging. Sei es irgendein Anime, RPG-Maker-Games von Anno dazumal, ich glaube wir sind irgendwann so derbe abgeschweift dass wir zwischen unserem Dummgelaber bei den Tret-Animationen des Helden (die einfach unsagbar komisch aussahen) "nye" machten und damit nichts mehr ernstnehmen konnten von dem Spiel (was eigentlich gar nicht so schlecht war - verdammt nochmal, wie hieß es?).

    Auf der anderen Seite haben wir uns für unser Verhalten im Stream im nachhinein entschuldigt (wenn auch mit deutlichem ironischen Unterton), weil es - ganz einfach ausgedrückt - unhöflich war Kelven und seinem Spiel gegenüber. Im Endeffekt haben wir uns nur gegenseitig so lange hochgeschaukelt, bis alles völlig entgleist ist und wir nur noch am lachen waren, obwohl das Spiel diese Behandlung eigentlich gar nicht verdient hatte. Klar, Geschmäcker sind absolut unterschiedlich, aber man sollte wenigstens versuchen mit etwas Sachlichkeit an etwas ranzugehen. Ich bin nicht in den Stream gekommen mit der Intention "Ha, jetzt würge ich Kelven einen rein weil Gründe!", aber im Großen und Ganzen ist es darauf hinausgelaufen, und ich bin der erste der zugibt dass eine Scheißaktion war.

    Was mir in diesem Zusammenhang am aktuellen Fall mit "Die Gräfin, die Spinne, und die lustigen Dolche des Bluts" aufgefallen ist war die absolute Vergewohltätigung eines Wortes was immer fällt wenn jemand argumentativ in die Ecke gedrängt wurde, aber ums Verrecken nciht zugeben will dass er falsch lag: Meinungsfreiheit. Oh, golly, dieses Wort ist neben "über-/unterbewertet", "trolling" und "ironisch" das am meisten falsch benutzte Wort in den ganzen weiten Internets. Denn auch diese Diskussion gipfelte im Endeffekt mit diesem behämmerten Totschlagargument von wegen: "Hallo~, hier herrscht Meinungsfreiheit, was heißt ich kann sagen was ich will!" - ja, na klar kannste sagen was du willst, davon hält dich ja auch niemand ab.
    Aber du hast Meinungsfreiheit nicht gepachtet. Du hast Meinungsfreiheit nicht gekauft. Meinungsfreiheit ist keine Nutte (und ja, ich mag das Wort, lasst mir den Spaß). Wenn du die Freiheit hast deine Meinung zu äußern dann must du leider auch damit rechnen dass ich von meiner Meinungsfreiheit Gebrauch mache, um dir zu sagen dass deine billigen Witzchen dumm, fehl am Platze und derbe unlustig sind - genauso wie du die Freiheit mir zu sagen dass meine Posts behindert sind weil ich ständig "Scheiße" sage. Dann wiederum habe ich die Freiheit dich Behindertenfeindlich zu nennen weil du "behindert" im negertiven Kontext benutzt hast. Dann hast du Freiheit zu sagen dass ich ein fieser Rassist bin weil ich mich bei "negativ" verschrieben habe. Dann hab ich die Freiheit-SEHT IHR WORAUF ICH HINAUS WILL?

    Auf Meinungsfreiheit zu pochen ist wie als Hund seinem Schwanz hinterherzujagen: man dreht sich im Kreis, man kommt zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis und man sieht derbe behämmert dabei aus. Meinungsfreiheit ist immer da, aber das heißt nicht dass man nicht potentiell anderen Leuten an den Karren fährt mit seinen Ausführungen/mit der Formulierung dieser. Vor allem wenn man mit seinen Kollegen einfach doofen Scheiß redet (wie ich es auch gerne mache) und dann erwartet dass alle anderen den Witz raffen an der Sache.

    tl;dr: Wenn schon lustig kritisieren, dann wohldosiert und wenigstens mit einem Anflug von Objektivität (auch wenn es sowas wie eine "objektive Meinung" nicht gibt).

    Ansonsten: Was Corti-sama sagt

    Geändert von T.U.F.K.A.S. (23.01.2014 um 11:28 Uhr)

  8. #8
    @Yenzear: Okay, das klingt doch schon viel besser. Es fehte im vorherigen Posting tatsächlich etwas, um es ganz zu verstehen, worauf du hinaus wolltest, was du jetzt aber nachgetragen hast. Wie gesagt, ich habe verstanden, woher die Verärgerung kommt. Der Punkt war halt, dass ich selber diese Verärgerung nicht verspürt habe, da die genannten Gründe für mich nicht existierten.
    Zitat Zitat
    Wirkliche handfeste Belege wird man im Internet nicht finden, fürchte ich. Kann natürlich auch sein, dass ich unbewusst etwas durcheinander gebracht habe, da hier sicher einige auf YT diverse LPer Kanäle aboniert haben und sich bei weniger guten Spielen halt vlt auch etwas schadenfroh äußern, zu meist tun das aber zugegeben irgendwelche externen (nicht hier im Forum, wenn man davon ausgeht, dass sie das nicht unter Deckmantel der Anonymität tun, den das Internetja bietet, was aber nicht mein Punkt ist)
    Wo ich dir zustimmen muss, ist tatsächlich, dass die Qualität des Spiels einen entscheidenen Schlag darüber austeilt, wie sehr sich die Mäuler drum zerreißen werden. Das heißt, dass nicht zwangsläufig gezielt Anfänger fertig gemacht werden, sondern nur Spiele, die der Mehrheit nicht gefallen, als Zielscheibe des Spotts herhalten, die wiederum öfter von solchen Anfängern stammen (stereotypische Begleiterscheinung).
    Zitat Zitat
    Tatsächlich kann ich das nicht, da hierfür glaube ich ein psychologisches Gutachten nötig währe, es war immerhin mal so, dass ich hier regelmäßig zu Nachsicht gegenüber den Schaffenden gemahnt habe (ich tue es immernoch) aber irgendwie keine Besserung zu spüren war.
    Wenn das heute der Fall ist (dass der sprichwörtliche Groschen gefallen ist) dann ist das von meiner Seite zu begrüßen, aber meines Wissens wurde "Das Jahr 0" ähnlich behandelt ohne ähnliche Wellen zu schlagen, kann auch an der mangelnden Bekanntheit liegen, wer weiß.
    Na ja, was heißt psychologisches Gutachten. Wenn man halt sieht, dass jemand das Video des 4er-Gespanns verteufelt, aber ein aktuelles Video von MG, welches dem ähnlich war, total super fand, wäre das mir persönlich schon genug. Vor allem, da eine plötzliche Persönlichkeitsänderung von einer zur anderen Minute unglaubwürdig rüberkommen würde (was man aber auch nicht komplett ausschließen kann).
    Es war mir halt wichtig, dass ein Beispiel genannt wird, da ich persönlich nur dieses Video miterlebt habe. Das liegt zu einem daran, dass ich LPs aufgrund des vorherrschenden Musters die meiste Zeit meide, zum anderen, weil genau dieses Video in die Vorstellung gepostet wurde, die ich natürlich verfolge, da mich die Kritiken anderer Leute interessieren. Ich ging davon aus, dass in dem Video ebenfalls eine Kritik verfasst wurde, wie sie in vorherigen Posts in Erscheinung trat, WAS natürlich auch der Fall war! Aber eine nicht so schöne andere Geschichte war in dem Fall leider mit inbegriffen, die wir ja nun alle kennen.
    Zitat Zitat
    Nein, ich sehe es ein. "Sachlich" würde bedeuten, dass alles (verhältnismäßig) trocken und langatmig ausgewertet wird und in einem Video wird das nicht so ohne große Vorbereitung gehen und wie erwähnt wurde, haben die beteiligten das Video wohl "blind" LPt sprich haben es zum ersten mal gespielt.
    Okay, verstehe. Mit "sachlich" wollte ich lediglich darauf hinaus, dass man drauf achten soll, nicht absichtlich (!) die Gefühle des Kritisierten zu verletzen.
    Zitat Zitat
    Da muss ich dir wiedersprechen, nur weil mehr Leute sagen, dass es richtig ist, macht es das nicht zur Warheit, aber das war jetzt rein hypothetisch gehalten, ich stimme dir natürlich zu.
    Wie du schon sagtest, bezog ich mich hier auf diesen einen Fall. Dass meine Aussage nicht pauschalisiert werden kann, ist mir bereits bewusst.
    Zitat Zitat
    Natürlich ist es das, nur hätte ich (persönlich) mir diese Einsicht früher gewünscht, als das MMX noch mit regelmäßigen Neuzugängen beehrt wurde. Heute ist die Szene gespalten, das ist nicht nur die Schuld des MMX das damals ja laut Aussage eines Mods (nein ich weiß leider nicht mehr, wer das genau war, mir ist es nur in Erinnerung geblieben) den Ruf hatte, die Ambitionen von Neuligen einem Hochofen gleich zu verheizen, sondern auch vieler anderer. Meine "Hasstirade" galt auch der Szene im allgemeinen, diesen Thread hat es halt erwischt, weil ich hier immer nur lese, wie darüber geredet wird, aber es bessert sich einfach mitunter garnichts. Dem Ersteller von Shadow Rising wird sogar Diebstahl "vorgeworfen" weil sein Menü aufgrund der Farbe und des Layouts (das vermutlich fast jeder so gewählt hätte) wohl einige an Velsarbor erinnert.
    Es sind also nicht mal nur ganze Spiele die Zielscheibe dummer Bemerkungen.
    Verstehe ich absolut und vollkommen. Diesen Punkt sehe ich größtenteils ebenfalls ein.

    Jedenfalls super, dass du dich dazu nochmal sachlich geäußert hast, was mich persönlich beeindruckt, da ich zugeben muss, dass mein Posting ja nicht gerade mit einem emotionalem Unterton geizt.

    --
    Zitat Zitat von Corti
    Wer im Internet mit dem Anspruch in Diskussionen geht, einen Konsens zu erwirken, kämpft gegen Windmühlen. [...] Ich sehe den Zweck von von Diskussionen für mich darin, dass mir andere Meinungen vermitteln, wo meine Ansichten Lücken oder Fehler. Was bringt es denn irgendwen, irgend einen Typen aus dem Internet zu überzeugen? Ich brauche aber Widerstand um zu prüfen, wo ich irre.
    Mir persönlich ging es weniger darum, andere Personen zu überzeugen. Es geht mir in erster Linie überhaupt um eine Diskussionsgrundlage, die vorhanden sein muss. Wenn man mit zwei völlig verschiedenen Fronten aufeinander stößt, wird (imo!) in den WENIGSTEN Fällen etwas Sinnvolles dabei rauskommen, aber das ist ja jedem klar (oder sollte jedem klar sein). Wenn man zumindest eine Basis hat, auf der man sich einigen kann, dann fällt für mich die Wahrscheinlichkeit einer positiv verlaufenden Diskussion schon höher aus. Das, was du mit "Lücken der eigenen Ansicht" darstellst, würde ich einfach nochmal verallgemeinern mit "neuer Erkenntnis", die in alle Richtungen ausfallen kann.

    Wenn es NUR darum geht (=! soll nicht sein), Pro- und Kontra-Argumente auszutauschen, bringt das den Diskussionsteilnehmern herzlichst wenig, weil von vornherein klar ist, dass jeder eine, unabhängige Meinung zu einem Thema hat. Diese Erkenntnis nützt niemandem was, denn die meisten wussten das schon vorher. Und die es nicht wussten, werden es auch höchstwahrscheinlich hinterher nicht wissen (sondern irgendwann von allein draufkommen ). Dieser Abschnitt übrigens nur als Zusatz. Nicht, dass du das Gegenteil behauptet hättest.

    --

    Ansonsten das, was steel sagt.

  9. #9
    "Diskussion im Internet", damit zu kommen ist müßig, wenn man sich mal die Diskussionsleitfäden der alten Griechen anschaut und später Schopenhauer. Das ist Rüstzeug für Zuchtbullen, die gewinnen wollen. Oberstufe Politik- oder Religionsunterricht, Stammtisch, Reden vor Publikum - da geht es keinen Deut besser zu als im Internet. Konsens oder eine Revision der eigenen Meinung erfolgt beiläufig neben dem Gezanke, ohne es zuzugeben, aber es erfolgt tatsächlich.

    Die Makerszene ist reich an Diskussionen, die vor ein paar Jahren einseitig in eine Richtung gingen und irgendwann plötzlich einseitig in die andere:
    Damals: "Maps müssen voll sein." ("Fülle" war das Qualitätsmerkmal schlechthin.)
    Heute "Maps müssen dem Gameplay dienen."

    Damals: "Ohne CBS (Custom Battle System) geht nichts."
    Später: "CBS sind langsam und können nichts, nehmt lieber das Standard Kampfsystem."
    Heute: "CBS ja, wenn es mehr kann als das SKs."

    Damals: "Der RPG Maker ist für RPGs da."
    Später: "Der RPG Maker ist für alles da."
    Heute: "Nehmt den RPG Maker für das, wofür er gedacht ist. Andere Tools für andere Sachen."

    Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Fruchtlos sind die Diskussionen also wohl nicht. Ändert nur nichts daran, dass sie häufig keinen Spaß machen.

    Geändert von Owly (23.01.2014 um 15:28 Uhr)

  10. #10
    Zitat Zitat von Owly Beitrag anzeigen
    [...]
    Damals: "Der RPG Maker ist für RPGs da."
    Später: "Der RPG Maker ist für alles da."
    Heute: "Nehmt den RPG Maker für das, wofür er gedacht ist. Andere Tools für andere Sachen."
    [...]
    In dem Fall sind die Aussagen von "Damals" und "Heute" aber inhaltsgleich.

  11. #11
    Zitat Zitat von Owly Beitrag anzeigen
    Die Makerszene ist reich an Diskussionen, die vor ein paar Jahren einseitig in eine Richtung gingen und irgendwann plötzlich einseitig in die andere:
    Damals: "Maps müssen voll sein." ("Fülle" war das Qualitätsmerkmal schlechthin.)
    Heute "Maps müssen dem Gameplay dienen."

    Damals: "Ohne CBS (Custom Battle System) geht nichts."
    Später: "CBS sind langsam und können nichts, nehmt lieber das Standard Kampfsystem."
    Heute: "CBS ja, wenn es mehr kann als das SKs."

    Damals: "Der RPG Maker ist für RPGs da."
    Später: "Der RPG Maker ist für alles da."
    Heute: "Nehmt den RPG Maker für das, wofür er gedacht ist. Andere Tools für andere Sachen."

    Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Fruchtlos sind die Diskussionen also wohl nicht. Ändert nur nichts daran, dass sie häufig keinen Spaß machen.
    Beginnts einfach mal VX/Ace Games zu zocken. Entwickelts euch weiter, dann kann man locker zwei der drei Punkte schon streichen.

  12. #12
    @Thuin8:
    Augenscheinlich. Früher war der RPG Maker für RPGs weil, ist so. Heute ist der RPG Maker für RPGs, weil es ein Bewusstsein für Alternativen gibt. Feiner Unterschied.

    @Zakkie:
    Ja, wer spielen will, soll spielen, und wer entwickeln will, soll auch spielen. Betrifft nur nicht meine Ausführung. Die Qualität der heutigen Konsense ist egal, weil es mir nur darum geht, dass sie den früheren Minderheitsmeinungen entsprechen. Und das ist sehr wahrscheinlich eine Folge von Diskussionen. Von mir aus auch Diskussionen zwischen Spiel und Spieler.

  13. #13
    Zitat Zitat von Owly Beitrag anzeigen
    @Zakkie:
    Ja, wer spielen will, soll spielen, und wer entwickeln will, soll auch spielen. Betrifft nur nicht meine Ausführung. Die Qualität der heutigen Konsense ist egal, weil es mir nur darum geht, dass sie den früheren Minderheitsmeinungen entsprechen. Und das ist sehr wahrscheinlich eine Folge von Diskussionen. Von mir aus auch Diskussionen zwischen Spiel und Spieler.
    Und ich sag's nochmals: Spielt VX/Ace-Spiele. Ich mein, ihr unterhaltet euch wirklich jahrelang über den gleichen Blödsinn, als einmal die Spiele genießen zu können. Warum müssen hier Normen entstehen, auf die keiner außerhalb des Ateliers nen Fuck gibt? Seien wir ehrlich: Ein Spiel ist nur so gut, wie es der Maker ist. Lasst den 2k fallen, helft den Leuten mit dem VX/Ace und da könnt ihr euch dann in neuer Frische über Individualität und der "was alles noch machbar wäre, etc"-Thematik befassen, wo diese "Minderheitsmeinungen" so ziemlich egal geworden sind. Das Grundproblem, was ihr hier führt, ist einen alten toten Maker ausreizen zu wollen, anstatt Dinge zu fördern, die von größerer Bedeutung wären. Hier wird sich um lahme KS und Plugins (aka Scripte) geprügelt, wohingegen andere Leute sich über Gameplay-Thematiken den Kopf zerbrechen, was wie und wann sinnvoll ist, usw.

    Zurückführend kann man sagen, dass zu wenig Kritik gegeben wird an der richtigen Stelle. Das ganze Community-Problem sehe ich nur mehr als eine Art "2k only-User Problem". Mehr ist es nicht, solche Diskussion gäbe es nicht, wenn da mehr kommen würde. Euch wäre schon wirklich geholfen, wenn man so etwas wie ein Entgegenkommen spüren könnte. Dann wäre es vielleicht auch angenehmer über die alten Themen zu reden. Mit neuen Erfahrungen, etc.

  14. #14
    Zitat Zitat von Zakkie Beitrag anzeigen
    Beginnts einfach mal VX/Ace Games zu zocken. Entwickelts euch weiter, dann kann man locker zwei der drei Punkte schon streichen.
    Altes Meme in 3.
    2.
    1.



    Zitat Zitat von Zakkie Beitrag anzeigen
    Liegt auch daran, dass man keine Antworten bekommt in den Thread und alles in LPs abgespeckt wird, wo, oh irony, alles dann entweder nicht gespielt, Kritik dort generell als einzigwahrig aufgesammelt wird, man Leute durch den Kakao zieht oder einfach zu faul zu gamen ist.
    Weil manchmal bewegte Bilder besser hervorheben warum etwas nicht so funktioniert wie man möchte als wenn man es per Fließtext beschreibt? Dass es dann hier und da ausartet ist vollkommen normal. Ich verstehe nicht warum da jetzt so ein Riesen-Brimborium draus gemacht wird: Einige schreiben ihre Kritik, andere spielen das Spiel und filmen sich dabei, andere pflastern den Thread zu mit Gifs und andere spielen das Ding mit ihren Freunden und machen Peniswitze.

    Zitat Zitat von Zakkie Beitrag anzeigen
    Ja, wir sind nun full circle mit dem Thread.
    Eruiere. Alles was bis jetzt die letzten anderthalb Seiten von dir gemacht wurde war, Leute die andere Maker benutzen als Ass-Backwards-Hillbillies darzustellen. Auch keine Art und Weise ordentlich zu kritisieren.

    Geändert von T.U.F.K.A.S. (23.01.2014 um 18:51 Uhr)

  15. #15
    @Zakkie
    Thema Reviews: Damit so ein Zähler motiviert, müsste aber denke ich schon eine gewisse Grundmotiviation da sein. Das Problem ist ja auch, dass wir nicht mal wissen, ob die Mitglieder spielen und nur keine Lust zum Schreiben haben oder ob sie die Spiele nicht mal spielen.

    @Corti
    Zitat Zitat
    Wen man nun jemandem helfen will sein Spiel besser zu machen, lohnt es sich zu überlegen , welche Form der Formulierung wohl am ehesten angenommen wird und welche wohl vergeudete Zeit bedeutet.
    Das ist ein wichtiger Punkt. Wer helfen will hat gute Absichten und sollte auch so klingen.

    @Owly
    Ja, aus vielen Diskussionen, selbst aus den hitzigen, kann man etwas mitnehmen und alleine das macht sie schon sinnvoll. Doof ist nur, dass sie so schnell persönlich werden, da gebe ich dir recht. Damit meine ich nicht mal nur das ad hominem, sondern auch, dass man sich zu sehr persönlich betroffen fühlt, wodurch dann das auftritt, was du ansprichst. Dieser Thread ist ja wieder ein Lehrstück dafür.

    ***

    Aber!, als jemand der selbst gerne abschweift, kann ich es mir natürlich nicht verkneifen, auch etwas zum Nicht-Thema zu sagen. Ich sehe das grundsätzlich so, wie Owly es mal sinngemäß gesagt hat: Jedes Spiel muss sich ungeachtet von der Engine daran messen lassen, wie viel Spaß es macht. Ich selbst sage noch: Der RPG Maker (ungeachtet von der Version) ist für (Retro)Rollenspiele und eingeschränkt für Adventures geeignet. Wer etwas Anderes entwickeln möchte, kommt mit anderen Engines leichter zum Ziel.

  16. #16
    Zitat Zitat von Ligiiih
    Jedenfalls super, dass du dich dazu nochmal sachlich geäußert hast, was mich persönlich beeindruckt, da ich zugeben muss, dass mein Posting ja nicht gerade mit einem emotionalem Unterton geizt.
    Nun, ich gebe zu, dass mein Post vlt recht stark polarisiert hat und da sind entsprechende Reaktionen darauf auch verständlich ^^

    Zitat Zitat von Owly
    Damals: "Der RPG Maker ist für RPGs da."
    Später: "Der RPG Maker ist für alles da."
    Heute: "Nehmt den RPG Maker für das, wofür er gedacht ist. Andere Tools für andere Sachen."
    Kann ich für mich persönlich nicht unterstreichen, ich finde, dass man gerade mit den neuen Makern auch mehr machen kann, als nur RPGs.

    Zitat Zitat
    Ja, wer spielen will, soll spielen, und wer entwickeln will, soll auch spielen.
    Eine wirklich gute philosophie, die leider vorallem im "professionellen" Bereich viel zu selten Anwendung findet.
    (Bezogen auf Publisher)

    Zitat Zitat von Zackie
    Beginnts einfach mal VX/Ace Games zu zocken. Entwickelts euch weiter, dann kann man locker zwei der drei Punkte schon streichen.
    Kann ich nicht bestätigen, wenn man mit dem 2k3 gut und Latzenzschonend eventet, kann man damit alles machen, was man mit dem ACE auch kann, wenn auch über (teils lange) Umwege und Cherry's sowie Corti's Plugins leisten einen nicht unerheblichen Beitrag.

    Zitat Zitat
    Und ich sag's nochmals: Spielt VX/Ace-Spiele. Ich mein, ihr unterhaltet euch wirklich jahrelang über den gleichen Blödsinn, als einmal die Spiele genießen zu können. Warum müssen hier Normen entstehen, auf die keiner außerhalb des Ateliers nen Fuck gibt? Seien wir ehrlich: Ein Spiel ist nur so gut, wie es der Maker ist. Lasst den 2k fallen, helft den Leuten mit dem VX/Ace und da könnt ihr euch dann in neuer Frische über Individualität und der "was alles noch machbar wäre, etc"-Thematik befassen, wo diese "Minderheitsmeinungen" so ziemlich egal geworden sind. Das Grundproblem, was ihr hier führt, ist einen alten toten Maker ausreizen zu wollen, anstatt Dinge zu fördern, die von größerer Bedeutung wären. Hier wird sich um lahme KS und Plugins (aka Scripte) geprügelt, wohingegen andere Leute sich über Gameplay-Thematiken den Kopf zerbrechen, was wie und wann sinnvoll ist, usw.
    Kann mich hierzu Koshi nur anschließen.
    Zitat Zitat von Koshi
    Der Maker sagt ÜBERHAUPT NICHTS über die Qualität des Spieles.
    Das von dir angesprochene Problem ist die fehlende Innovation in Sachen Gameplay und daran kranken auch viele XP oder Vx Ace Spiele, denn wirklich innovatives, gutes Gameplay macht, wie dir sicher schon aufgefallen ist, Arbeit, die sich nicht jeder machen will.
    Ich selbst überlege mir einen Wechsel zum VX Ace, aber nicht aus den von dir genannten Gründen.

    Zitat Zitat
    Du kannst mit RUBY halt viele Sachen verkürzen, berechnen und ausführen lassen, was auch viele neue Möglichkeiten eröffnet und eben Zeit spart.
    Und mit Eventcode kann man das nicht? Klar, es dauer länger, das heißt aber nicht, dass man keine guten Ergebnisse erzielen kann.

    Zitat Zitat
    Ich hätte lieber richtige RPGs mit viel Aufwand, wie Versalbor oder die Heldensaga.
    CharonII, Force, Numina, Sanadorae [/schleichwerbung] <- übrigens alles XP Games
    Gut, die meisten sind noch nicht in der Open Beta Phase, aber aufwändige Games sind nunmal aufwändig [/rhetorik]
    Wenn du die von dir gewünschten Spiele hier nicht finden kannst, such wo anders.

    Abschließend:
    Hast du dich mit dem Rm2k3 überhaupt mal auseinandergesetzt und seine Möglichkeiten ausgereizt, oder bekommst du Geld dafür hier so entschlossen den Ace zu zellebrieren, als währe er die geilste Schöpfung seit dem Sandwichtoaster?
    Ja, der VX Ace HAT Vorteile Gegenüber dem Rm2k3 aber NEIN, die sind nicht unausgleichbar und NEIN ein VX Ace Game ist NICHT automatisch besser als alles mit dem 2k3 erstellte *hust*Das ist Gerald*hust*
    Wenn du meinst, dass hier der VX Ace nicht gebürend suportet wird, dann musst du eben deine "Connections" in der ganzen Szene und nicht nur im Atelier zusammensuchen, anstatt hier zu versuchen alle zu missionieren.
    Abschließend ein paar Worte von der Moderation:
    Zitat Zitat von Steel
    Alles was bis jetzt die letzten anderthalb Seiten von dir gemacht wurde war, Leute die andere Maker benutzen als Ass-Backwards-Hillbillies darzustellen. Auch keine Art und Weise ordentlich zu kritisieren.

    Geändert von Yenzear (23.01.2014 um 23:28 Uhr)

  17. #17
    Zitat Zitat von Yenzear Beitrag anzeigen
    Und mit Eventcode kann man das nicht? Klar, es dauer länger, das heißt aber nicht, dass man keine guten Ergebnisse erzielen kann.
    Gute Ergebnisse ja, aber für kompliziertere Dinge würde ich wirklich Skripte bevorziehen, überhaupt im KS. Und das soll ja das Kernstück sein.

    Zitat Zitat von Yenzear Beitrag anzeigen
    CharonII, Force, Numina, Sanadorae [/schleichwerbung] <- übrigens alles XP Games
    Gut, die meisten sind noch nicht in der Open Beta Phase, aber aufwändige Games sind nunmal aufwändig [/rhetorik]
    Wenn du die von dir gewünschten Spiele hier nicht finden kannst, such wo anders.
    Ich kenn die Spiele natürlich. In Bezug auf technischen Aufwand hab ich aber schon deutlich bessere XP-Games gesehen auf japanisch und chinesisch.

    Zitat Zitat von Yenzear Beitrag anzeigen
    Abschließend:
    Hast du dich mit dem Rm2k3 überhaupt mal auseinandergesetzt und seine Möglichkeiten ausgereizt, oder bekommst du Geld dafür hier so entschlossen den Ace zu zellebrieren, als währe er die geilste Schöpfung seit dem Sandwichtoaster?
    Ich wünschte, es wäre so. Aber ich find den VX bis jetzt von dem Community Content her besser. Aber für euch ist es ein gutes Tool!

    Zitat Zitat von Yenzear Beitrag anzeigen
    Ja, der VX Ace HAT Vorteile Gegenüber dem Rm2k3 aber NEIN, die sind nicht unausgleichbar und NEIN ein VX Ace Game ist NICHT automatisch besser als alles mit dem 2k3 erstellte *hust*Das ist Gerald*hust*
    Wenn du meinst, dass hier der VX Ace nicht gebürend suportet wird, dann musst du eben deine "Connections" in der ganzen Szene und nicht nur im Atelier zusammensuchen, anstatt hier zu versuchen alle zu missionieren.
    Das Atelier IST die einzige brauchbare deutsche Szene. Das RPG-Studio ist zum vergessen, die deutschen VX/ACE-Szenen haben niemals standgehalten und jetzt noch das eigene Projekt auf englisch zu trimmen wäre mir ein zu großer Aufwand. Und die US-Szene zu begeistern ist nicht wirklich etwas, was ich toll finde. Meine Screens wurden damals immer toll gefunden (selbst wenn Celianna gerne wegen dem Kontrast gemeckert hat), meine Kaduki Ressourcen-Zusammensätze ein relativ stark besuchter Thread und die paar Mix-Scripte, die mir ein schweizer Freund gemacht hat, kommen auch heute noch zum Einsatz in einigen bekannten Spielen. Aber mir gibt das nichts. Jeder kann in der US-Szene ein gutes Hype-Spiel erstellen, welches VS oder Linus ähnelt. Meist genügt auch nur das Hanzo-Template zu übernehmen, bissel farblos das Game zu gestalten und schon hast du zB ein neues Catharsis, welches wirklich ein echter Sleeper Hit ist. Aber ich brauch bissel Herausforderung in der deutschen Community, ich kann später noch immer das Game auf englisch porten, wenn's fertig ist. Die erbarmungslose germanistische Elite eignet sich nun mal besser, um das eigene Spiel zu verfeinern.

    Zitat Zitat von Yenzear Beitrag anzeigen
    Abschließend ein paar Worte von der Moderation:
    Finisher funktionieren anders, aber ich rechne es dir mal an.

  18. #18
    Neutral betrachtet nehmen sich Reviews nicht viel, solange der Autor seine Muttersprache ansatzweise beherrscht. Persönlich bevorzuge ich aber kompakte Kommentare, die nicht den Eindruck erwecken, als würde der Autor zu formelhaft schreiben (ich möchte keine wissenschaftliche Arbeit lesen). Außerdem möchte ich das Gefühl haben, dass der Autor seine Meinung sagt und nicht die der Menschheit. Ich bin in der Hinsicht immer etwas skeptisch. Um zum Theme zurückzukommen: Es gibt ja schon einige Mitglieder aus der Community, die Spiele respektvoll und ehrlich kommentieren. Mehr Vorbilder brauchen wir gar nicht, es reicht, wenn alle die gar nicht wirklich auf Krawall aus sind mal kritisch reflektieren.

  19. #19
    Zitat Zitat von Zakkie
    Gute Ergebnisse ja, aber für kompliziertere Dinge würde ich wirklich Skripte bevorziehen, überhaupt im KS. Und das soll ja das Kernstück sein.
    Ja, ein gutes, abwechslungsreiches KS ist schon was, aber Charakterentwicklung ist mir ehrlich gesagt wichtiger. Ist aber Geschmackssache.

    Zitat Zitat
    Das Atelier IST die einzige brauchbare deutsche Szene. Das RPG-Studio ist zum vergessen, die deutschen VX/ACE-Szenen haben niemals standgehalten
    Kann ich nicht unbedingt bestätigen (bis auf die Sache mit dem Studio). Es gibt mindestens EIN gutes VXAce Board ( http://rpgmaker-vx-ace.de/index.php?page=Index )

    Zitat Zitat
    Aber ich brauch bissel Herausforderung in der deutschen Community
    Die einzige Herrausforderung sollten mMn deine Anforderungen an dich selbst sein.

    Zitat Zitat
    Finisher funktionieren anders, aber ich rechne es dir mal an.
    War kein Finisher und sollte nie einer sein, ich fand nur, dass Steel bezüglich deiner Diskussionskultur im erwähnten Zeitraum ziemlich genau das ausgedrückt hat, was ich gedacht habe und du hast ihn ja bestätigt.
    Wir erinnern uns:
    Zitat Zitat
    joah, du bringst es schon auf den Punkt. Ass-Backwards-Hillbillies ist eigentlich ein recht guter Begriff, um ehrlich zu sein.
    @Toppic:
    Zitat Zitat von Kelven
    Neutral betrachtet nehmen sich Reviews nicht viel, solange der Autor seine Muttersprache ansatzweise beherrscht. Persönlich bevorzuge ich aber kompakte Kommentare, die nicht den Eindruck erwecken, als würde der Autor zu formelhaft schreiben (ich möchte keine wissenschaftliche Arbeit lesen). Außerdem möchte ich das Gefühl haben, dass der Autor seine Meinung sagt und nicht die der Menschheit. Ich bin in der Hinsicht immer etwas skeptisch. Um zum Theme zurückzukommen: Es gibt ja schon einige Mitglieder aus der Community, die Spiele respektvoll und ehrlich kommentieren. Mehr Vorbilder brauchen wir gar nicht, es reicht, wenn alle die gar nicht wirklich auf Krawall aus sind mal kritisch reflektieren.
    indeed.

    Das Problem ist nur, dass es mitunter wie bereits angesprochen am Umgangston scheitert, da einige ja darauf pochen unbedingt "lustig" sein zu müssen
    und dabei manchmal leider auch ihren Sinn für Anstand ablegen, um "Likes" oder Abonenten zu bekommen oder um letztere zu unterhalten.

  20. #20
    Na gut, dieser Thread ist sowieso nicht mehr zu retten, daher...

    @Zakkie
    Ich weiss ja nicht, ob ich für alle sprechen würde, die ebenfalls die alten Maker bevorzugen, aber die (illegale) Kombination vom VX Ace und XP wäre wirklich eine sehr gute Alternative zu diesen.
    Sprich: Der VX Ace ist mir noch nicht gut genug. Es fallen Dinge weg, die ich schwer vermissen würde, und hat Neuerungen, die für mich nicht ausschlaggebend sind.
    Die Auflösung und das Autotilesystem bevorzuge ich vom 2k/3. Ersteres, weil es viel leichter ist, Grafiken zu editieren. Vor allem bei den Tilesets im VX Ace ist das kompliziert, weil jede Objekte fürchterlich viele Farbstufen haben, und mit Antialiasing an den Kanten zugekleistert sind. Daher ist meiner Ansicht nach die 320x240 Auflösung optimal, vor allem für Leute, die selbst haufenweise Grafiken erstellen. Sicher, man könnte diese Auflösung auch im Ace verwenden, die Autotile-Panne bei jeder Map durch Parallaxmapping beheben, und die verkorkste Bildschirmauflösung auf 640x480 umschalten - letzten Endes ist das unnötig viel Arbeit und Aufwand für etwas, was man mit dem guten alten 2k/3 viel schneller und einfacher hinkriegen würde.

    Aus Sicht als Spieler schreckt mich das kantige Mapping ab, daher stechen die Spiele ohne diesem sehr positiv hervor. Solche sieht man (vor allem hier) viel zu selten... was wohl eben an der "Beliebtheit" von VX/Ace Spielen im Atelier liegt.

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