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  1. #1
    Also als Dorfkind habe ich eher gedacht, dass wir netter sind, als Großstädter. In der Großstadt ist eben für ein Dorfkind alles so anonym und da denkt man nicht, dass sich Menschen gegenseitig helfen. Wobei das jetzt auch ziemlich übertrieben ausgedrückt ist

  2. #2
    Zitat Zitat von Turgon Beitrag anzeigen
    Also als Dorfkind habe ich eher gedacht, dass wir netter sind, als Großstädter. In der Großstadt ist eben für ein Dorfkind alles so anonym und da denkt man nicht, dass sich Menschen gegenseitig helfen. Wobei das jetzt auch ziemlich übertrieben ausgedrückt ist
    Naja, ich denke, untereinander sind Dörfler sicher herzlicher. Und es gibt ja auch große Ausnahmen und man kann das überhaupt nicht so pauschal sagen. Hab auch in Dörfern schon sehr fremdennette Leute kennengelernt und in Großstädten sehr abweisende. Allgemein gibt's da einen gewissen Nord-Süd-Unterschied; du wirst in einer sächsischen Stadt wohl nur selten ein Gespräch im Bus sitzend angeleiert bekommen, vor allem nicht generationen- oder gruppenübergreifend, in einer beliebigen norddeutschen Stadt passiert das schon viel eher.

    War eigentlich auch nich so ernst gemeint. Ich persönlich bin weder Groß- noch Kleinstädter und meine Nettigkeit kommt auf Laune und Tagesform an.
    از جمادی مُردم و نامی شدم — وز نما مُردم به‌حیوان سرزدم / مُردم از حیوانی و آدم شدم — پس چه ترسم؟ کی ز مردن کم شدم؟
    حمله دیگر بمیرم از بشر — تا برآرم از ملائک بال و پر / وز ملک هم بایدم جستن ز جو — کل شیء هالک الا وجهه
    بار دیگر از ملک پران شوم — آنچه اندر وهم ناید آن شوم / پس عدم گردم عدم چو ارغنون — گویدم کانا الیه راجعون

  3. #3
    Lustigerweise hab ich sowas mal in meinem ersten Semester gemacht^^

    Da hat ein Mädel hinter mir im Telefon gefragt wo es zum Marktplatz geht ... und da ich in die selbe Richtung musste hab ich mal frech gefragt ob ich sie da hin bringen soll. Sie war auch im ersten Semester und wir sind heute noch Freunde

  4. #4
    Also damit ich mit einem WILDFREMDEN Mann aus dem Bus mitgehen würde, müsste ich schon sehr verzweifelt sein. ZIEMLICH verzweifelt. Und besoffen.

    Bevor ich das tun würde, würd ich doch mit allen Mitteln versuchen, iiirgendwie nach Hause zu kommen oO. Und nicht einfach sagen "hoch joaa.... schlaf ich halt mal.. irgendwo!!".

  5. #5
    Zitat Zitat von Sausewind Beitrag anzeigen
    Also damit ich mit einem WILDFREMDEN Mann aus dem Bus mitgehen würde, müsste ich schon sehr verzweifelt sein. ZIEMLICH verzweifelt. Und besoffen.

    Bevor ich das tun würde, würd ich doch mit allen Mitteln versuchen, iiirgendwie nach Hause zu kommen oO. Und nicht einfach sagen "hoch joaa.... schlaf ich halt mal.. irgendwo!!".
    Nunja. Nur gibt es eben auch Menschen mit einem etwas anderen Lebensstil. Ich freu mich über jede Nacht, die ich irgendwo anders verbringe / irgendwen bei mir habe, da es sehr viel wahrscheinlicher ist, dass es lustig / interessant zugeht, wenn man irgendwen um sich rum hat, als wenn man allein ist.
    Von daher bleib ich bei meiner Meinung, auch wenn man in dem Beispiel wahrscheinlich nicht erwarten sollte, dass es für sie der Untergang der Welt wäre, nach Hause laufen zu müssen - ihr einen Schlafplatz anzubieten ist trotzdem eine nette Geste und kann mit etwas Glück eine neue Freundschaft begründen. Und im schlimmsten Fall ein Mensch mehr der einen für verrückt hält, ist auch nicht sooo~ schlimm. o,o
    (Nix gegen dich, Sausewind, hab nur wahllos „die Gegenseite“ zitieren wollen, hätt auch wen anders treffen können. ^^)

  6. #6
    Naja es heißt ja nicht, nur weil man alleine nach Hause laufen muss, dass man auch alleine schlafen muss.
    Also ich freu micht nicht über jede Nacht, wo ich IRGENDWEN bei mir habe :'D.

    Achja ich weiß auch nicht ob du männlich oder weiblich bist, aber als weibliche Person ist das ja nun auch immer etwas anderes, mit wildfremden mitzugehen.
    Geändert von Sausewind (23.11.2010 um 16:37 Uhr)

  7. #7
    Zitat Zitat von Sausewind Beitrag anzeigen
    Achja ich weiß auch nicht ob du männlich oder weiblich bist, aber als weibliche Person ist das ja nun auch immer etwas anderes, mit wildfremden mitzugehen.
    So im Allgemeinen ein ganz schwaches Argument aus der sexistischen Ecke.

  8. #8
    Ist wohl eher die statistische Ecke.

  9. #9
    Hier werden aber auch Äpfel mit Birnen verglichen.

    In Turgons Fall ist ein Übernachtungsangebot einfach total übertrieben. . Wie gesagt, eine Begleitung nach Hause wäre wirklich weniger psycho komisch gekommen. Wenn man jetzt in einer total fremden Stadt/einem fremden Land ist und eben Unterkunft sucht, dann ist die Grundsituation eine total andere und man ist wesentlich offener für so etwas.

    Ich selbst kann damit einfach nicht viel anfangen, aber wer's so handhaben will, warum nicht.

    Zitat Zitat von YoshiGreen Beitrag anzeigen
    So im Allgemeinen ein ganz schwaches Argument aus der sexistischen Ecke.
    :creepy:.
    [CENTER]ᚌᚐᚈᚈᚐᚌᚂᚐᚅ

  10. #10
    Ist wohl eher eine Frage des Blickwinkels - außerdem sollten alle Wörter der Aussage in Betracht gezogen werden

  11. #11
    Mein Hilfeangebot wäre in der Situation wirklcih übertrieben gewesen, aber das war eben das erste, das mir eingefallen ist.
    Wie auch immer, stellt sich mir jetzt die Frage, würden fremde Menschen überhaupt so ein ähnliches Hilfsangebot annehmen?
    Bei alten Menschen sehe ich es immer wieder im Bus, dass sie dankbar sind, wenn man ihnen einen Platz anbietet.
    Neulich habe ich auf den Bus gewartet und neben mir stand, wer hätte das gedacht, ein Mädel, das entweder gefroren hat oder sich zur Musik ihres MP3-Players bewegt hat, wobei ich eher zuerst ersterem tendiert habe.
    Wenn ich meine Jacke angeboten hätte, weil es mir nicht wirklich kalt war, hätte das auf sie wahrscheinlich eher wie ein schlechter Anmachversuch oder ähnliches gewirkt, als wie eine Nettigkeit.
    Ich habe, dass Gefühl, dass ein Großteil der Menschheit glaubt, dass es nichts Gutes mehr im Menschen gibt, aber das ist nur meine Meinung, ich mache mir da wohl zu viele Gedanken drüber^^

  12. #12
    Ich würde nicht unbedingt sagen, dass es nichts gutes mehr im Menschen gibt; ich würde eher sagen, dass das Misstrauen inzwischen recht hoch ist.
    Mal etwas rabiat gesprochen, ich bin es gewohnt, dass man sich gerade in Großstädten größtenteils recht egal ist, sofern man den anderen nicht kennt. Wenn daher jemand Fremdes kommt würde ich auch erstmal in die Defensive gehen und demjenigen vermutlich Hintergedanken unterstellen.
    Gerade wenn es um sowas geht wie bei einem Fremden übernachten oder sich von jemand fremdem wohin bringen zu lassen. Gerade nachts und alleine wär ich da denke ich auch eher sehr vorsichtig, sofern ich nicht gerade weiß, dass ich dem anderen im Ernstfall überlegen bin.

    Es gibt definitiv noch gutes im Menschen, aber m.E. nicht soviel, dass ich jedem Fremden prompt über den Weg traue. Ist ähnlich dem, dass ich von wem Fremden nichts zu Essen annehmen würde. ._.

  13. #13
    Es gibt einen relativ einfachen weg zu erkennen, ob jemand ernsthaft Hilfe braucht: Er bittet darum.

  14. #14
    Zitat Zitat
    Es gibt definitiv noch gutes im Menschen, aber m.E. nicht soviel, dass ich jedem Fremden prompt über den Weg traue. Ist ähnlich dem, dass ich von wem Fremden nichts zu Essen annehmen würde. ._.
    Leider, leider. Haben wir auch die zwei mal gemerkt, wo wir schon mit der Jugendgruppe FTH im Advent 'ne Plätzchenaktion gemacht haben (= Von Haustür zu Haustür gehen und KOSTENLOS schön verpackte Tütchen mit selbstgebackenen Plätzchen und Bibelsprüchen verteilen). Die Hälfte der Leute wollte die Plätzchen nicht, die andere Hälfte nicht glauben, dass die kostenlos sind
    Das Licht
    Wir sind in trauer wenn · uns minder günstig
    Du dich zu andren · mehr beglückten: drehst
    Wenn unser geist · nach anbetungen brünstig:
    An abenden in deinem abglanz wes't.
    Wir wären töricht · wollten wir dich hassen
    Wenn oft dein strahl verderbendrohend sticht
    Wir wären kinder · wollten wir dich fassen -
    Da du für alle leuchtest · süsses Licht!
    Stefan George

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