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Thema: Wutschachtel

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  1. #11
    Zitat Zitat von Dennis Beitrag anzeigen
    Insofern: Wenn mans nicht einschätzen kann, sollte mans lieber rauslassen, andererseits ist meine Erfahrung aber schon auch, dass in Amerika "Fucking" oft benutzt wird.
    Genau das meine ich.

    Klar gibt es auch viele Regionen und Kontexte (insb. bei jüngeren Leuten) in denen das alles nicht so wild ist. Auch im privaten Gespräch ist das ja alles nicht so eng. Man darf ja auch nicht vergessen, dass es nicht nur ein Englisch gibt und selbst American English nicht gleich American English ist. (Zu deinem Stranderlebnis: Hast du den ungefähren Kontext mitbekommen? ich hatte mal einen Dozenten, dem sowas auch gerne mal entglitten ist, allerdings normalerweise dann, wenn der a) in keinem offiziellen Kontext und b) ziemlich angefressen war.)
    Problematisch ist bloß eben, dass sehr gerne dann übergeneralisiert wird und man dann auf einmal in Kontexten ist, wo man sehr negativ auffällt.

    Meiner Erfahrung nach - was zu den Studien passt, die ich zu dem Thema kenne - hat das Englische "fuck" jedenfalls zwar durchaus die selbe Funktion wie unser deutsches "Scheiße" (sowohl als Ausruf wie auch als Adverb), dabei aber eben meistens eine deutlich höhere "Durchschlagskraft". Irgendwo näher evtl. sogar an der 1:1-Übersetzung, die (für mein Empfinden) hier auch mit deutlich mehr Vorbehalt verwendet wird.


    @PeteS:
    Das Problem bei Fluch- und Schimpfwörtern ist aber eben, dass sich Leute fix beleidigt fühlen und das Unhöflichkeit auch schnell allgemein als Affront gesehen wird.
    Davon aber abgesehen - tendenziell gebe ich dir ja recht, dass jeder so klingen darf, wie er will (sofern er die Konsequenzen trägt), aber nur unter der Bedingung, dass die Leute auch wissen, was sie da sagen. Das schließt nicht nur ein, dass man die Übersetzung kennt, sondern auch den Kontext, in dem es angemessen ist und was damit so assoziiert wird.

    Überspitzt formuliert: Wenn man niveaulos klingen will ist das sicher ein gutes Recht, sofern man mit den Konsequenzen leben kann. Ich unterstelle aber mal, dass die meisten Leute es nicht gerade auf dieses Image angelegt haben.

    (Und urbandictionary ist sicher gut um Slang nachzuschlagen, wenn man was nicht versteht, aber für den eigenen Sprachgebrauch wirklich nicht zu empfehlen. Das ist alles derartig regions- und Gruppenabhängig, dass man da nur ins Fettnäpfchen treten kann.
    Dein Beispiel ist übrigens... schlecht. Also, vor allem nach deinen Kriterien. Wie "gottverdammte ••••" (was man ja tatsächlich gut 1:1 übersetzen kann) nicht zutiefst beleidigend und Gossensprache^3 ist, müsstest du mir jetzt sonst erklären. Ich würde das Gespräch jedenfalls spätestens da abbrechen und mein Gegenüber an die frische Luft setzen, wenn mir jemand so kommt.)

    Geändert von BDraw (09.10.2015 um 12:17 Uhr)

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