Bei lebhafter Diskussion im Kerzenschein kam bei uns gestern die Frage auf, warum sich eigentlich so viele Leute dagegen aussprechen. Vor allem Communities wie diese waren (in abstrakter Form) Gegenstand der Diskussion.

Es ist nicht unüblich zum CT mehrere Stunden zu fahren und auch "unter der Hand" findet wohl ein reger Austausch statt. Aber was ist die Grundlage dafür? Ein paar Posts im Internet und Chatgespräche. Wer versichert einem, dass der andere nicht der ominöse Psychokiller ist, der ja noch von niemanden gesichtet wurde aber immer als semi-reale Gefahr im Hinterkopf sitzt?
Ist es letztlich nicht relativ einfach ein paar nette Postings zu schreiben und sich in Gesprächen charmant zu geben?

Bei Gastnetzwerken hat man ähnlich wie bei eBay Bewertungsprofile und eine Überwachung durch die Organisatoren. Beschwerden werden nachgegangen und Warnungen ausgesprochen (die letzte ist übrigens über 2 Jahre her.) Klar, auch hier kann sich ein schwarzes Schaf einschleichen aber ist der Aufwand sich 10, 20 gute Referenzen mit Fakeprofilen zuzulegen nicht um einiges höher als ein paar Postings zu schreiben?

In punkte Sicherheit haben also die hospitality services eigentlich die Nase vorn, trotzdem wird es häufig gegenteilig dargestellt. Ist der Grund vielleicht eher eine versteckte Xenophobie? "Der kommt aus Russland, der ist komisch?". Sind vielleicht doch noch mehr sprachliche und/oder kulturelle Barrieren vorhanden als wir uns alle eingestehen wollen?

Auch das Argument "bei mir schaut eh keiner vorbei" ist abgedroschen. Es gibt viele Leute, die sich für die Städte aus der 2. und 3. Reihe interessieren und "tiefer" eintauchen wollen. Einige suchen sogar ganz gezielt nach ländlichen Gebieten um mal was anderes zu sehen. Dafür gibt es alles Gruppen und wenn man freundliche Einladungen schreibt finden sich fast immer Gäste.
Vor ein paar Tagen kamen erst wieder Aufrufe nach Rumänien zu fahren und auf den Philippinen wartet wohl ein leeres Hotel auf Leute die vorbei kommen. Das nenne ich am Arsch der Welt ^.-