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Thema: Now Reading #8

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    The Dragon Keeper (Robin Hobb)
    Relativ schnell durchgelesen. Hat mir sehr gut gefallen. Zwar kann man das Buch auch als standalone lesen, aber es gab scheinbar immer mal wieder Anspielungen auf vorangegangene Romane, die recht erfolgreich den Wunsch in mir geweckt haben, mehr von Robin Hobb zu lesen.
    Es gab ein, zwei stilistische Mittel von ihr, die mich gestört haben (unter anderem das sie viel zu oft ein neues Kapitel oder einen neuen Absatz mit den derzeitigen Ereignissen anfängt und dann in die Vergangenheit wechselt um zu erklären wie es zu den Ereignissen gekommen ist. Dabei holt sie teilweise so weit aus, dass man echt vergisst worum es eigentlich gerade wirklich ging. Das kann man ab und zu mal machen, aber doch bitte nicht ständig. X__x), sowie eine der Protagonistinnen. Wobei die sich in meinen Augen gegen Ende etwas rehabilitieren konnte, aber die meiste Zeit war sie eine unglaublich naive Tussy, die nicht mal mitkriegen würde wenn man sie wiederholt mit einem Holzhammer malträtieren würde. *hust*

    Unseen Academicals (Terry Pratchett)
    Mjahh. Stellenweise hat es mir sehr gut gefallen, aber irgendwie ... *kratz* fehlte etwas. Ich weiß nicht woran es genau liegt. Vielleicht das mit Trevor und Juliet zwei mir nicht unbedingt sympathische und langweilige Charaktere zu viel Zeilen abbekommen haben, oder das urplötzlich ein Evil Emperor in der Geschichte von Überwald auftaucht oder einfach weil das Buch von Fußball handelt. Oder weil ich keine blöden, neuen und vor allem langweiligen Charaktere haben will, sondern mehr Watch Geschichten. *schmoll* Na ja, im Oktober kommt ja erstmal der neue Tiffany Aching Roman. Mal schauen wie der wird.

    Jetzt geht es erstmal weiter mit A Song of Ice and Fire - A Storm of Swords. Ich halt dann schon mal ein Taschentuch bereit. *seufz*

  2. #2
    Ich fand den Schreistil von The Eyre Affair nicht schlecht. Mein Englisch ist aber auch vermutlich nicht gut genug, um das objektiv beurteilen zu können.

  3. #3
    Lässt sich das Buch auch lesen, wenn man es nur aus reinem Jane Eyre-Fandom täte? Kann die Eyre auch nur empfehlen o/



    Ansonsten hab ich meinen Dragon Age Roman durch und ertappe mich auch Tage später immer noch gelegentlich beim Seufzen und hab mir prompt den zweiten Roman bestellt, der wohl am WE bei mir aufschlägt >__>"


    Aktuell lese ich Sense and Sensibility von Jane Austen, mein drittes von der Autorin und meine Überzeugung festigt sich, dass - hätte sie in der heutigen Zeit gelebt - sie sich ihre Brötchen mit Drehbüchern zu Sitcoms und Romantic Comedies verdient hätte, allgemein mit allem wo viel geschnattert und beziehungsgeheddert wird
    Die Nanny wäre ganz bestimmt auf ihrem Mist gewachsen !__! Und Friends...und vielleicht auch Gilmore Girls und und und!

    Aus Emma hatte man ja schon Clueless gebaut, von daher... >__>"

  4. #4
    Zitat Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
    Ich fand den Schreistil von The Eyre Affair nicht schlecht.
    Wirklich? o_O Lies dir doch mal den Showdown (oder jede andere Actionszene) durch, da kommt null Spannung auf! Einfache Volksschul-"Ich machte … Ich sah … Er machte …"-Sätze, uniform runtergeschrieben und eine Viertel Seite später ist alles wieder gut. o_O Die einzige vernünftig erzählte ist die erste, und da schafft er's auch nur mit einem Trick.
    Zitat Zitat von Vincent D. Vanderol Beitrag anzeigen
    Lässt sich das Buch auch lesen, wenn man es nur aus reinem Jane Eyre-Fandom täte? Kann die Eyre auch nur empfehlen o/
    Nein, denke nicht. ^^" Also zumindest musst du solche wirren Geschichten/Welten mögen.
    Und wie gesagt imo auch eher resistent gegen schlechte Schreibstile sein.
    Zitat Zitat
    Aktuell lese ich Sense and Sensibility von Jane Austen, mein drittes von der Autorin und meine Überzeugung festigt sich, dass - hätte sie in der heutigen Zeit gelebt - sie sich ihre Brötchen mit Drehbüchern zu Sitcoms und Romantic Comedies verdient hätte, allgemein mit allem wo viel geschnattert und beziehungsgeheddert wird
    Die Nanny wäre ganz bestimmt auf ihrem Mist gewachsen !__! Und Friends...und vielleicht auch Gilmore Girls und und und!
    Ich habe nur Pride and Prejudice gelesen, aber ist Jane Austen denn so witzig? o_O" Ich hätte die eher auf bloße Schmachtfetzen à la Rosamunde Pilcher bezogen, wirklich gelacht habe ich bei der afair nie.

  5. #5
    Zitat Zitat von drunken monkey Beitrag anzeigen
    Ich habe nur Pride and Prejudice gelesen, aber ist Jane Austen denn so witzig? o_O" Ich hätte die eher auf bloße Schmachtfetzen à la Rosamunde Pilcher bezogen, wirklich gelacht habe ich bei der afair nie.
    Je mehr man von ihr liest, desto deutlicher IMO wird dass man sie nicht allzu ernst nehmen sollte. Daher muss ich jetzt immer grinsen, wenn Marianne einen ihrer Schmachtanfälle hat oder Elinor ihren Stock im Arsch zurechtrückt

    Ob die Autorin es nun zur Erzeugung starker Gefühle in ihrer (vermutlich großteils weiblichen) Leserschaft oder als kleinen Seitenhieb gegen die beschriebene Gesellschaft gedacht hat, ist dann wohl jedem selbst überlassen, ich persönlich mag die zweite Variante


    Zur Eyre Affaire: Ich glaube, das Buch behalte ich mal im Auge, meine Ansprüche an Literatur sind auch nicht allzu hoch und durchgedreht und wirr ist immer gut

  6. #6
    Memoirs of a Geisha (auf Englisch)

    Das erste Buch seit Jahren, dass ich nicht der Schule wegen gelesen habe und das erste seit ca. 2 Jahren, an dem ich Spaß hatte. Wobei das untertrieben ist. Es ist denke ich das beste Buch, das ich bisher gelesen habe.

    Die Geschichte ist nichtmal besonders herausragend und relativ simpel, aber wunderschön erzählt. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Nebenbei lernt man noch viel über japanische Traditionen, Verhältnisse und natürlich die Geishas selbst. Aber es war das 1. Buch, bei dem ich die Charaktere so herausragend fand, dass ich wirklich mitgefühlt und gefiebert habe. Schön, dass alles in dem Buch eine Bedeutung hat und immer wieder von der Protagonistin aufgegriffen wird. Die Sprache war auch toll, zu fast allem hatte die Protagonistin eine kleine Metapher und es ergab sich einfach ein toller Lesefluss.

    Das Buch kann ich nur empfehlen. Es ist lange her, dass ich es schade fand, ein Buch beendet zu haben.

  7. #7
    Zitat Zitat von Vincent D. Vanderol Beitrag anzeigen
    Lässt sich das Buch auch lesen, wenn man es nur aus reinem Jane Eyre-Fandom täte? Kann die Eyre auch nur empfehlen o/
    Es liest sich zeitweise wie eine (gute!) fanfic von englischer literatur fanboys. insofern: ja, wenn du ertragen kannst, dass teilweise schindluder damit getrieben wird

  8. #8
    Wenn man über Jane Austen lachen will, empfehle ich wahlweise Pride & Prejudice & Zombies (Comic) oder Bride & Prejudice (die wunderbar klischeehafte Bollywood-Version). Die Materie eignet sich einfach perfekt, um durch den Kakao gezogen zu werden.

    Ich habe Limit von Schätzing nach 50 Seiten abgebrochen, war lahm. Als nächstes probier ich mal Der Schwarm, von dem ich etwas mehr erwarte, und nebenbei lese ich immernoch die Selected Stories of Lu- Hsun, die mir überraschend gut gefallen. Sansibar oder Der Letzte Grund von Alfred Andersch les ich fürs Studium. Fängt etwas langsam an, wird gegen Ende aber durchaus spannend. Wie so ziemlich alle Bücher der deutschen 50er knietief in Klischees und Schwarz-Weiß-Zeichnung.
    (Ich finde es immer wieder höchst knuffig, wenn die Nazis in irgendwelchen Büchern als "die Anderen" oder so bezeichnet werden. It's so easy. )

    Geändert von La Cipolla (10.07.2010 um 08:54 Uhr)

  9. #9

    Examinierter Senfautomat
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    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Als nächstes probier ich mal Der Schwarm, von dem ich etwas mehr erwarte,[...]
    Dann lass dem Buch aber bitte mehr als die 50 Seiten von Limit. Der Schwarm braucht schon seiner Zeit, um sich vollständig zu entfalten, und liest sich zu Anfang nicht unbedingt flüssig.

  10. #10
    Zum Ende auch nicht.

    Frank Schätzing ist der deutsche Dan Brown. Die Bücher sind eigentlich voll scheiße, aber irgendwie machen sie trotzdem Spaß.

  11. #11
    Mangelnde Qualität geht mir ja tendenziell am Arsch vorbei, solange sie den Spaß nicht zerstört.
    Hm... aber ganz ehrlich, wenn ich mich durch ein Drittel des Buches quälen muss, ist es kein Buch für mich. Und wenn mich ein Buch nicht ausreichend unterhält, quält mich schon der Gedanke, dass es genügend Bücher gibt, die genau das tun würden.

  12. #12
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Mangelnde Qualität geht mir ja tendenziell am Arsch vorbei, solange sie den Spaß nicht zerstört.
    Das ist aber ein sehr schmaler Grat. Es gibt Bücher, die lesen sich eigentlich gut, aber man packt sich permanent an Kopp, weil die Story/Struktur/Idee so saublöd ist, daß man eigentlich aufhören will.

    Bestes Beispiel ist hier Feuchtgebiete.

  13. #13
    Ich fand Limit durchaus äußerst gut geschrieben. Hatte was sehr cineastisches, wodurch es ziemlich spannend und bildhaft rüberkam. Nur leider führte das auch zu ziemlich langwierigen (wenn auch lebhaften) Beschreibungen, und weil eben wenig Inhalt dabei war, konnte es mich nicht fesseln. :/

  14. #14
    Okay, Limit kann ich nicht beurteilen, ich hab bisher nur Der Schwarm gelesen. Vielleicht steigert sich der gute Frank ja.

  15. #15

    Examinierter Senfautomat
    stars_mod
    Zitat Zitat von Ranmaru Beitrag anzeigen
    Bestes Beispiel ist hier Feuchtgebiete.
    Zumindest was die Struktur angeht, muss ich dir hier widersprechen. Feuchtgebiete arbeitet das ganze Buch hindurch permanent in der Tiefenstruktur mit einer Strategie aus De- und Renormalisierung, wobei dabei auf den ersten Blick natürlich nur die Ekeleffekte auffallen. Wir haben dazu letztes Jahr mal zwei Seminarsitzungen in einem Seminar über "Normalitätsszenarien in der Literatur" gehabt und ein Bekannter von mir hat darüber dann sogar seine Masterarbeit geschrieben.

    Wer sich generell für das Thema "Normalitätsszenarien" interessiert, dem empfehle ich mal die Forschungsarbeiten Jürgen Links und Rolf Parrs (bei dem ich übrigens gelernt habe).

  16. #16
    Zitat Zitat von BIT Beitrag anzeigen
    Zumindest was die Struktur angeht, muss ich dir hier widersprechen. Feuchtgebiete arbeitet das ganze Buch hindurch permanent in der Tiefenstruktur mit einer Strategie aus De- und Renormalisierung, wobei dabei auf den ersten Blick natürlich nur die Ekeleffekte auffallen. Wir haben dazu letztes Jahr mal zwei Seminarsitzungen in einem Seminar über "Normalitätsszenarien in der Literatur" gehabt und ein Bekannter von mir hat darüber dann sogar seine Masterarbeit geschrieben.
    Hast Du'n anderes Feuchtgebiete gelesen als ich? Ich konnte in diesem Buch keinerlei strukturellen Anspruch erkennen …

  17. #17
    Den Schwarm fand ich ganz ok, bis die Endauflösung kam, die ich komplett lächerlich fand. Eben weil er zu beginn die ganze Zeit einen auf voll wissenschaftlich Biologisch gemacht hat - und zum ende sowas. >_>"
    Außerdem ist es viel zu lang.
    Zwischendurch aber durchaus kurzweilig, weil er, wie Cipo sagte, nicht unbedingt schlecht schreibt. Trotzdem ist der Vergleich mit Dan Brown IMO passend...

  18. #18
    Naja, den, der er nennt, war auf jeden Fall da. Sozusagen eine moralische Spannungswelle.
    Mir wars trotzdem zu eklig, bin dementsprechend nicht weit gekommen.

  19. #19
    Ich fand's weniger ekelig als einfach nur langweilig. Da der Ekel-Effekt bei mir nicht gezogen hat, ist das, was übrig blieb, eine belanglose Story die mich nicht interessiert.
    Ist so ähnlich wie mit scharfen Saucen. Sobald die Schärfe nicht mehr wirkt, ist die Sauce langweilig, denn der Geschmack ist in den meisten Fällen absolut zu vernachlässigen.

  20. #20
    Um wieder zum Thema zurückzukehren (Nehmt euch ein Hotelzimmeren eigenen Thread, Kinder! ;P):

    Alice in Wonderland war stinklangweilig, aber immerhin schön kurz.Through the Looking Glass habe ich dann gleich ganz gelassen.

    Barney Stinson, Matt Kuhn: The Bro Code
    Amüsant.
    Bin schon fast fertig, bald spamme ich also wieder. XD

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