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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    The Turgon trat einen Schritt zurück und drehte nervös seine Uhr. Auf was hatte er sich da eingelassen? In einem Kampf Messer gegen Messer würde er definitiv verlieren. Schnell reif er sich ins Gedächtnis, was er alles eingesackt hatte. Ohne genau zu zielen warf er das Messer und rannte zum Sack. Er hörte ein Klirren als sein Gegner das Messer abwehrte.
    Kael wusste erst was er tat, wenn die Musik stoppte. Sein Vater, seines Berufes ebenfalls Killer, begann früh zu verstehen, dass ein Killer nicht nur töten können musste. So schaffte er es durch spezielles Training seinem Sohn quasi eine zweite Identität zu schaffen, die Aktiviert würde, wenn Kael dieses Lied hörte. Die zweite Identität hatte genau zwei Funktionen. Töten und das abschalten des Replays wenn es nichts mehr zu töten gab. Ohne Zögern, wartete er nicht ab, bis das abgewehrte Messer auf dem Boden aufkam, und setzte dem Gegner nach.
    Als the Turgon schon die Hand an dem prallen Sack hatte, hörte er das sein Gegner schon hinter ihm war. Kraftvoll schwang er das Wertgut herum. Ein Ratschen ertönte, als das Messer den Leinensack durchschnitt. Eine menge wertvoller Sachen purzelten heraus. Mit den Augen eines Diebes erfasste the Turgon sein Ziel und packte es blitzschnell.
    Etwas traf Kaels Gesicht und zersplitterte daran. Eine beißende Flüssigkeit brannte in seinen Augen und es roch auf einmal stark nach Rosen. Blind schlug er mit dem Messer aus und sprang zurück.

    Das Skalpell fiel klirrend auf den Boden. Larentia legte die Finger auf die Wunde an ihrem Hals. Hätte sie einen Moment später auf den Arm geschlagen, wäre sie vermutlich gestorben. Sie blickte auf den am Boden liegenden Arzt. Eine Blutlache bildete sich um seinen Kopf. Zitternd stand sie auf und stemmte sich gegen eine Wand. Was war das nur für ein Typ? Auf einmal ließ ein Knacken sie zum Ende des Ganges blicken. Eine Gestalt mit einer Schusswaffe kam auf sie zu. Luis de Rais? Er war noch am Leben? Panisch sah sie sich um. Sie schleppte sich bis zur nächsten Tür und fiel beim öffnen in den Raum.
    Mivey hört das Poltern und schoß reflexartig los. Als nach einer Salve keine Reaktion kam, öffnete er die Tür eines Raum und hockte sich dahinter, darauf wartend, dass noch eine Antwort käme.
    Der am Boden liegende BIT blieb von den Schüssen verschont und blickte an die Wand. Dank der Schmerzmittel spürte er keine Schmerzen. Aber die Schläge auf den Schädel konnten trotzdem gefährlich werden, wenn sie es nicht schon waren. Also hatte sich der Arzt entschieden, erstmal tot zu spielen. Der neue Angreifer kam ihm gerade recht. Wenn er sich die Waffe aneignen konnte, hatte das Eisenstangenmädchen nichts mehr zu melden. Und auch sonst niemand hier. Er hörte sowohl das leise, gehetzte Atmen aus dem Raum neben ihm, als auch die leisen Schritte des näher kommenden Schützens.
    Zitternd hielt Larentia die Eisenstange umklammert. Der Blutverlust fing an ihr zu Schaffen zu machen. Und eine Schusswaffe war auch das letzte was sie jetzt gebrauchen konnte. Ihr blieb nichts anderes übrig als sich in Todesverachtung auf den Gegner zu stürzen.
    Mivey lief langsam an der Wand den düsteren Gang entlang, als er plötzlich gegen den Lichtschalter kam. Vor Schreck ließ er ein paar Schüsse fallen, er hörte ein Poltern in einem Raum vor ihm. Er lächelte. Da versteckte sich die Ratte also. Sein Blick fiel auf den Boden liegenden BIT.
    "Da ist ja schon einer tot.", meinte er, wechselte die Wand und bewegte sich langsam vor.
    Nun war BIT nicht tot. Er erkannte die Stimme von Luis de Rais und hörte, wie dieser leise immer näher kann. Schließlich hielt er direkt hinter ihm an. Scheinbar wollte er ihn als eine Art Schild gegen das Mädchen nutzen. Doch nicht mit BIT. Schnell, wie man es von jemanden der einer Leiche nah war, nie gedacht hätte sprang er auf und packte Miveys Schießeisen.
    Larentia kauerte hinter der Tür. Zu ihren Füßen lagen Pappkartons die sie umgestoßen hatte, als sie zurückgeschreckt ist. Mit einem Spiegel der aus einem der Kartons gepurzelt war, beobachte sie das Geschehen vor der Tür. Der verrückte Arzt lebte noch! Schüsse lösten sich während die beiden Männer um die Kalachnikov rangen.
    Im Lärm des Feuers einzelner Salven kam der Arzt nah an das Ohr Luis de Rais.
    "Schon mal ein Auto sabotiert?"
    Mit Wucht warf Mivey den lebenden Toten zurück, doch der wollte einfach die Waffe nicht loslassen.
    "Ich habe schon Autos sabotiert, als dein Vater noch von einem geträumt hat!", knurrte er und rüttelte am Gewehr, als könne er den Arzt so abschütteln. Weitere Schüsse lösten sich. Wenn das so weiterging, war bald die Munition zu Ende. Plötzlich ertönte ein dumpfer Schrei.

    Der Wirt schrie laut auf, als Kugeln aus dem Boden in seinen Rücken drangen. Voller Schmerzen fiel er um und das Gewehr glitt ihm aus dem Händen. Dabei hatte er sich doch extra zur Ruhe gesetzt.

  2. #2
    Weniger von den Schüssen, als von dem Schrei aufgeschreckt drehte sich the Turgon um. Er sah den Wirt der sich neben einem Gewehr herumwälzte. Ein Gewehr. Mit einem raschen Seitenblick auf den Gegner der geblendet wild um sich schlug, hetzte er zu der am Boden liegenden Waffe. Auch wenn er nicht im Umgang mit Waffen geübt war, einfacher konnte es doch nicht sein.
    Voller Verzweiflung versuchte sich Kael mit einem Finger die Augen von dem brennenden Parfüm zu befreien. Es war eine Sache, einen Sinn durch den MP3-Player zu verlieren, aber eine andere noch einen Zweiten einzubüßen. Zu mal es wohl die beiden wichtigsten Sinne in einem Kampf waren. Durch das eine Auge, gerade halbwegs frei gewischt, erkannte er die verschwommene Gestalt seines Feindes. Warum stand er soweit weg, warum lieferte er nicht den Gnadenstoß? Das Bild wurde klarer und Kael erkannte er wie die Gestalt etwas langes, dunkles aufhob und begutachtete. Schnell wusste er, dass es sich dabei um eine Schusswaffe handelte. Ein Kampf mit einem Messer war in einem Direktgefecht aussichtslos. Ohne zu Zögern lief er los.
    The Turgon war zu sehr damit beschäftigt die Waffe zu begutachten, als das er die Flucht seines Gegners bemerkt hätte. Auch das Geschrei des Wirtes spielte mit hinein, dass er sie nicht bemerkte. The Turgon konnte den Jungen nur noch hinter einer Ecke verschwinden sehen.
    "Scheiße!" knurrte er. Aber er hatte nicht die geringste Lust ihn zu Verfolgen. Es reichte aus, wenn er unbemerkt mit dem Wertgut verschwinden konnte. Aber die Benutzung einer Waffe wollte trotzdem geübt sein. Er betrachtete den sich windenden Wirt.

    Der Schrei lenkte Mivey ab, nur für einen kurzen Moment, doch das genügte dem in rage geratenen BIT. Durch den Alkoholpegel bei dem andere schon erblindet wären, bekam er den Schrei nur verspätet und schwach mit. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits die Kalachnikov in seinen Händen. Mit ein paar Schwierigkeiten legte der Arzt auf den Gegner an. Er konnte Leben geben, Leben retten und wenn es sein musste auch Leben beenden.
    Die beste Gelegenheit war da. Layana stürzte sich mit dem Eisenrohr in der Hand von hinten auf BIT und presste ihm die Kehle ab. Der Arzt schüttelte sich, doch das Mädchen ließ nicht locker. Es war nicht das erste mal, dass sie mit großen Männern ringen musste.
    Auch Mivey sah seine Chance. Aus seiner Hosentasche zog er ein Butterflymesser, während er einen Fußfeger gegen den röchelnden Arzt ausführte. Der Arzt kippte mitsamt dem Mädchen nach hinten um und begrub dieses mit seinem ganzen Gewicht. Ohne zu Zögern stürzte sich Mivey auf ihn und stieß ihm in die Brust. Ein lautes Poltern ertönte, als Kael die Treppe herunterstürzte. Durch diese kleine Ablenkung verfehlte Mivey den gewünschten vitalen Punkt. Durch den den Umwurf bekam Bit wieder Luft und stieß den auf ihm hängenden Kerl von sich runter. So schnell es ihm sein Körper erlaubte, raffte er sich auf und floh den Gang entlang Richtung Küche.
    "Scheiße!", fluchte Mivey und versuchte sich aufzurichten, doch ein Schlag einer Eisenstange streckte ihn nieder. Im Gegensatz zu BIT war er nicht schmerzresistent und fiel nieder. Schnell verpasste ihm Layana noch einen Schlag und rannte in die entgegengesetzte Richtung des Arztes. Am Ende der Treppe sah sie den ohnmächtigen Kael, dessen Kopfhörer noch Geräusche von sich gaben. Sie lagen etwas von ihm entfernt. Er musste wohl die Treppe herunter gefallen sein. Schnell huschte Layana weiter. Irgendwo musste ein Hintereingang existieren. Als von oben mehrere Schüsse erklangen, beschleunigte sie ihren Schritt.

    BIT kam nicht weit. Langsam spürte er die Müdigkeit seines Körpers und stürzte in einen Raum. Es war der Raum mit den Akten des Wirtes. In Bit flammte eine neue Hoffnung auf. Langsam kroch er voran. Hier würde er vermutlich die Antwort finden.
    The Turgon betrachtete grimmig lächelnd sein Werk und dann die Waffe in seiner Hand. Es war nicht so schwer, wie er gedacht hätte. Es war Zeit aufzuräumen.

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