Er schritt einen langen Tunnel entlang, an dessen ein weißes Licht war.
Vorsichtig näherte sich Armenius dem Licht, als plötzlich in selbigen das Gesicht seiner verstorbenen Frau auftauchte.
"Simone!?", stieß Armenius geschockt vor, als er sie sah.
Der Schock wich ziemlich schnell unglaublicher Freude.
"Ist es nun soweit? Darf ich endlich wieder zu dir Geliebte?"
"Nein, noch nicht, aber möglicherweise bald.", erwiderte die Erscheinung am Ende des Tunnels. Mit diesen Worten wurde er zurückgeschleudert in die Realität. Kälte durchzuckte ihn plötzlich und als er die Augen aufschlug, sah er nur Trümmer und Schnee. Vorsichtig erhob er seinen alten Körper, welcher mit knackenden Knochen seine Einsatzbereitschaft ankündigte.
Zitternd schaute er sich um.
"Brr...diese verdammte Kälte...ich wünschte, ich hätte bei ihr bleiben können...brr...aber bald ist es ja so weit, wenn sie recht hat,", stieß er zwischen klappernden Zähnen hervor.
Allein der Gedanke daran mit seiner Frau wieder vereint zu sein, sei es auch im Tod, erfühlte seinen Körper mit einem angenehmen Gefühl.
Sein Blick schweifte umher und er erblickte niemanden. Sie hatten ihn also einfach hier liegen lassen. Tolle Mitreisende waren das...
Im Wind leicht hin und her schaukelnd erblickte er seinen guten Krückstock. Er ging auf ihm zu und packte sich dabei an Brust. Grinsend berührte er das, was er gesucht hatte. Seine Mundharmonika. Mit dem Krückstock in der Hand und die Mundharmonika in der Tasche machte sich Armenius auf den Weg und folgte, den schon ziemlich verschneiten Fußspuren seiner Mitreisenden.






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