"Wenn Ihr ein ehrenwerter Bürger seid, glaubt Ihr mir, wenn ich sage, dass Ihr Maias Tod bereuen schrecklich werdet. Ich halte immer noch daran fest, dass Dr. Tigeffiev einer der Mörder ist. Und ich habe meine Gründe, wieso ich daran glaube."
"Wenn Ihr ein ehrenwerter Bürger seid, glaubt Ihr mir, wenn ich sage, dass Ihr Maias Tod bereuen schrecklich werdet. Ich halte immer noch daran fest, dass Dr. Tigeffiev einer der Mörder ist. Und ich habe meine Gründe, wieso ich daran glaube."
--"Ich sage die Wahrheit, auch wenn du sie nicht hören willst."
Hobbyautor und Erfinder der Games World Reihe.
Sollte noch das Interesse an Charlie Smileys bestehen, dann bitte per PN einfach anfragen, ich schicke euch dann die Links mit den Bildern, denn das Forum erlaubt leider nur 5 Bilder pro Signatur (was ja auch mehr als genug ist).
Maias Gesichtszüge waren verhärtet und aus ihren Augen sprach wenig Hoffnung. Zu viele waren bereits gestorben - die Werwolffraktion dagegen war noch vollzählig. Maia biss die Zähne zusammen.
Arlén hatte sich zum zweiten Mal aus der Affäre winden können. Und beide Male hatte jemand Unschuldiges das Leben an seiner Stelle lassen müssen.
Als Arlén sie beschuldigte, war Maia nicht überrascht. Nachdem sie ihn gestern augenscheinlich verraten hatte - so stellte er es zumindest hin - war das nur natülich.Außerdem bangte Arlèn um sein Leben.
Er kniete vor ihr nieder um seinen Beschuldigungen auszusprechen und Maia verzieh ihm diese heuchlerische und unnötige Geste aus ebengenanntem Grund.
Maia lächelte ihren Großvater an. Aus ihren Augen sprach kurzer, stummer aber vielsagender Dank für sein ermutigendes Zugeständnis.
"Ich bleibe bei meiner Meinung, Arlén.", sagte sie fest mit ihrer leisen Stimme, "Es ist unbedeutend, wie nett und fair Ihr zu mir gewesen sein möget, wenn Ihr in unserem Dorf Unschuldige reißt."
Dann nickte sie Jason zu.
"Auch Euch danke ich vielmals für Eure Worte. Es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die an meine guten Absichten glauben. Ihr habt mein Vertauen. Wenn es sein muss", sagte sie noch etwas leiser als sonst, "werde ich heute Nachmittag Eurer Entscheidung folgen."
Tigreffiev konnte sich selbst beobachten. Er sah wie er zum Teekessel lief, wie er eine Flasche finnischen Weines öffnete, wie er seinen Ledermantel mit Speck einrieb, wie er mit einem Besen die Überreste von Chemikalien vom Boden kehrte. Das alles sah er gleichzeitig und es wunderte ihn nicht. Die letzten Tage hatte er kaum eine Minute geruht, geschweigedenn geschlafen. Seine Augen brannten und waren mehr rot denn weiß. Sein Haar war zerzaust, sein Gesicht stoppelig, seine Wangen eingefallen.
Wieder einmal hatte er seinen gesamten Elan und seine ganze Kraft auf die Wissenschaft gesetzt und mit verschiedensten Blutproben experimentiert. Er war zu einigen Erkenntnissen gekommen, doch konnte er diese zum einen nicht zu einhundert Prozent bestätigen, zum anderen keinen pragmatischen Transfer schaffen.
Er hatte Dinge herausgefunden, doch keines davon hätte etwas gegen die Werwolfplage ausrichten können. Er hatte als Wissenschaftler gutes geleistet, als Pragmatiker versagt. Und so nahm er einen der billigen Elixiere aus dem Regal, mit denen er seinen Lebensunterhalt und seine Experimente finanzieren konnte.
Eine einfache Mischung aus Schnaps, Schafsgarbe und Kamillenblüten, verdünnt in Wasser und mit etwas Ziegenmilch aufgekocht. Nach einem tiefen Schluck legten sich die höllischen Kopfschmerzen etwas und der Doktor hatte wieder das Gefühl, er könne aufrecht gehen, ohne dass ein Schwarm Störche auf ihn hinunter gehen würde.
Beim Herausgehen stieß er sich den Finger an seinem Beistelltischchen an, während er wieder nach seinem Schlüsselring gegriffen hatte.
Resignierend ging er auf die diskutierende Menge zu und schüttelte den Kopf, als er sah, auf welches niedrige Niveau die Einwohnerschaft Düsterwaldes bereits reduziert war.
"Ich habe Dinge herausgefunden.", sagte er. "Doch leider keine Dinge, die die Plage von uns nehmen könnten. Zunächst... das Blut des verstorbenen Advo ist erst Stunden später geronnen. Nicht so wie bei normalen Menschen."
Der Doktor strich sich mit seiner Hand über das herabhängende, blasse Gesicht. "Doch es deutet darauf hin, dass der Speichel eines Werwolfes eine Blutung am Laufen hält... damit das Opfer auch wirklich nicht nur mit dem Schrecken davonkommt."
Er lief ein paar Schritte hin- und her, als er überlegte und nahm zur Kenntnis, dass sein kurzer Moment der Aufmerksamkeit ohnehin schon wieder vorbei war.
"Ich weiß nicht, wen von euch ich anklagen soll. Ich bin ein Mann der nüchternen Analyse, kein Mann der nach seiner Intuition entscheidet. Meine Analysen haben mich nicht weitergebracht. Ich wünschte, ich könnte eine Hilfe sein...
aber solange ich nicht mehr Prob..."
Da fuhr er wie vom Blitz getroffen auf. Wie konnte er das nur vergessen haben. Er war blind gewesen. Er hatte das offensichtliche übersehen. Wie von der Tarantel gestochen rannte er zurück in sein Haus.
--Ich hatte mal eine Signatur, aber dann bin ich volljährig geworden und hätte Steuern zahlen müssen.