mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 19 von 19

Baum-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #14


    Spielzeit: 6:48h

    Embers of Mana ist ein Total Conversion Romhack (sprich ein komplett neues Spiel) für Final Fantasy Adventure, aka Seiken Densetsu, den ersten Teil der Mana Reihe. Den habe ich vor vielen Jahren auch tatsächlich gespielt, kann mich aber kaum noch dran erinnern, weswegen ich während des finalen Dungeons ein einstündiges Video habe laufen lassen um meine Erinnerungen ein bisschen aufzufrischen.

    Und dadurch kann ich sagen dass dieser Romhack zumindest versucht hat das Gameplay es Originals ein bisschen zu verbessern.
    • Die Spitzhacke mit der man Felsen und Wände zerstören kann ist ein einzigartiger Gegenstand und geht nicht mehr kaputt.
    • Türen in Dungeons bleiben permanent geöffnet, wodurch man keine Schlüssel horten muss. Die Implementierung lässt visuell allerdings zu wünschen übrig, da nach jedem Mapwechsel für den Bruchteil einer Sekunde die usprüngliche Map zu sehen ist bevor die Änderungen übernommen werden. Das gilt nicht nur für Türen sondern für alle Änderungen am Layout, was zum Beispiel dazu führt dass man beim Verlassen eines Geheimgangs innerhalb der Wand spawnt bevor sie wieder verschwindet.
    • Es wurde eine EXP Anzeige eingebaut die einem zeigt wie viele EXP noch bis zum nächsten Level fehlen.
    • Im Gegensatz zum Original gibt es keine Gegner die gegen bestimmte Waffen immun sind.
    • Es gibt keine so kryptischen Rätsel wie im Original und keine Rätsel für die man Gegner vereisen und umherschieben muss. Ich hing nur im finalen Dungeon eine Weile fest, weil ich an einer Stelle eine Wand zerstören musste obwohl es im Gegensatz zu vielen anderen zerstörbaren Wänden keine visuellen Hinweise für gibt.
    • Im Gegensatz zum Original, wo man jederzeit speichern konnte, ist es hier nur an bestimmten Stellen möglich, vermutlich um Softlocks zu vermeiden.
    • Gegner droppen kein Geld, sondern nur ab und zu Juwelen die man bei Händlern verkaufen kann. Da das Inventar nur eine begrenzte Menge an Slots besitzt und Items nicht gestackt werden können, ist dieses Feature für mich allerdings eine Verschlimmbesserung des Spiels. Vor allem weil einige Dungeons richtig lange dauern und nur selten Möglichkeiten bieten Items zu verkaufen, wodurch die Juwelen unnötig das Inventar verstopfen. Das fand ich vor allem im finalen Dungeons nervig, wo immer noch Juwelen in Truhen gefunden werden können obwohl es scheinbar nichts mehr zu kaufen gibt. Kurz vor dem Finale kann man zwar tatsächlich noch Elixire kaufen, bis dahin dauert es aber eine halbe Ewigkeit, weswegen es passieren kann dass Spieler die Juwelen wegwerfen um Platz für Items zu schaffen die HP oder MP regenerieren. Das Spiel ist lange Zeit zwar einfach genug dass man Items und Zauber kaum benötigt, aber sobald die Gegner in der Lage sind einen zu vergiften kann es etwas brenzlig werden, da Gift enorme Mengen an HP verschlingt bevor es aufhört zu wirken.

    Trotz der Versuche das Gameplay zu verbessern kann es aber immer noch ein bisschen anstrengend sein. Vor allem weil es immer noch ein Game Boy Spiel ist und somit keine Tasten besitzt die man als Hotkeys verwenden könnte. Items und Zauber nutzen jeweils den selben Slot, weswegen man ständig wechseln muss wenn man sich heilen, mit Magie angreifen oder Wände zerstören will. Obwohl die Gegner keine Immunitäten besitzen, muss an manchen Stellen außerdem trotzdem zwischen den Waffen hin- und herwechseln, da die Axt zum Beispiel Bäume fällen kann und die Peitsche dazu genutzt werden kann Abgründe zu überwinden.

    Da der Entwickler das manuelle Speichern geblockt hat, hätte allerdings die Select Taste noch als Hotkey für irgendwas fungieren können.

    Obwohl es ein modernes Game Boy Spiel ist, fühlt es sich außerdem trotzdem wie ein Spiel von 1991 an.
    • Items haben keine Beschreibungen. Was die bewirken muss man also per Trial & Error herausfinden.
    • Die Story ist extrem simpel: der Manabaum ist zerstört und die Welt wird von dunklem Mana bedroht. Der Entwickler hat zwar versucht ein paar emotionale Momente einzubauen, die haben für mich aber nicht wirklich funktioniert.
    • Im Laufe der Story schart man mehrere Begleiter um sich die aber allesamt nicht sonderlich komplex sind. Es gibt zwar eine Option die es einem erlaubt mit ihnen zu reden, die dient aber nur dazu deren spezielle Fähigkeiten zu triggern (wie zum Beispiel verdächtigen Bodenfelder aufzugraben).

    Im Großen und Ganzen würde ich aber sagen, dass das Spiel vollkommen in Ordnung ist. Das Gameplay ist zwar sehr simpel, geht aber gut von der Hand. Und da jede Waffe einen normalen und einen aufgeladenen Angriff besitzt, kann es sich durchaus lohnen zu warten anstatt nur stumpf um sich zu hauen. Die Dungeons sind außerdem komplex genug dass man nicht einfach nur stumpf von A nach B laufen muss, vor allem weil es, wie bereits erwähnt, Geheimgänge gibt die man erst mit der Spitzhacke öffnen muss. Es gibt außerdem zwei Dungeons in denen man ständig zwischen zwei Charakteren hin- und herwechseln muss um Stück für Stück den Weg zum Ausgang zu öffnen. Wer Final Fantasy Adventure mag und es selbst heutzutage noch spielen würde, der könnte also durchaus Spaß dran haben.

    Als neues Mana Spiel hat es allerdings nichts zu bieten was die Reihe irgendwie bereichern würde. Und obwohl es mittlerweile 16 Mana Spiele gibt, hat der Entwickler trotzdem Musik aus Ys und Lufia für die Bosskämpfe verwendet.

    Geändert von ~Jack~ (08.03.2026 um 21:02 Uhr)

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •