So sehe ich das zumindest, wenn ich NFTs und Crypto in Bezug auf AI anbringe.
Offensichtlich sind es nicht 100%ig vergleichbare Technologien, aber der künstliche Hype, die Beweihräucherung durch große Firmen und das katastrophale Kosten-Nutzen-Verhältnis sind gleich - verwendet ja oft auch dieselbe Grifitng-Infrastruktur.
Ansonsten kann ich deinem Post nur zustimmen. Trifft - deutlich eloquenter - meine Position zum Thema.
Na ja, man sollte hier fairerweise schon die Unterscheidung zwischen Technologie treffen, die wir in unserem (Berufs-)Alltag nutzen müssen und wo wir (noch) die freie Wahl haben.Zitat von Klunky
Um Cloud-Speicherdienste kommt man so ja schlecht herum, ChatGPT sinnlose Fragen zu stellen oder sich Bilder-Slop generieren zu lassen... dazu zwingt einen ja niemand.
Daher finde ich es auch berechtigt, den Umwelt-Aspekt da noch einmal spezifisch vor Augen zu führen, einfach weil er - auch bewusst - für die meisten Konsumenten ausgeblendet wird.
Da immer mit dem Vorwurf zur moralischen Überlegenheit daherzukommen, halte ich auch verkürzt.
"There is no ehtical consumption under capitalism", wie es so schön heißt. Das heißt aber nicht, dass man es noch schlimmer machen muss oder über einen Zeitraum nicht dazulernen darf.
Also mein Social Media-Feed ist gut gefüllt mit allerlei Illustrator*innen, Musiker*innen, Spieleentwickler*innen und Synchronsprecher*innen, die sich stark dagegen aussprechen.Zitat von Klunky
Gerade bei deutschen Synchronsprecher*innen gab es zuletzt erst einen "Streikaufruf", weilNetflix ohne Zustimmung oder weitere Kompensation der Sprecher*innen deren Stimmen für AI-Training benutzen wollte.Netflix' Vertragregelungen wohl nicht ausreichend abgestimmt/kommunuziert worden waren.
Es gibt eigentlich keinen freischaffenden Beruf, der nicht darunter zu leiden oder zumindest mit spontanen Neuerungen zu kämpfen hat.
Wir sind hier aber nicht im Bussi-Bären-Fanclub aus der Nachbarschaft, sondern einer Community für Spieleentwicklung mit starken Überschneidungen zur professionellen (und internationalen) Indieszene.Zitat von Klunky
Es geht ja auch nicht darum, dass du persönlich mit deinem Freizeit-Hobby alle Berufe der freischaffenden Künste retten sollst, aber einen Funken Verantwortungsbewusstsein als Konsument (und Spieleentwickler insbesondere) erwarte ich bei dem Thema ehrlich gesagt schon. Wir sind alle erwachsen und nicht gerade erst vor fünf Minuten ausversehen in die Thematik gestolpert.
Meiner Kritik zielt auch primär auf die drohende Normalisierung des unkritischen und unreflektierten Einsatzes von (unregulierter) KI ab, anstatt einfach auf die seit Jahrzehnten frei verfügbaren Ressourcen in der Szene zu setzen.
Gegenfrage: Ist es Elitismus und Gatekeeping, dass man Assets nur mit der Erlaubnis ihrer Original-Ersteller verwenden sollte?Zitat von Klunky
Weil das ist ja irgendwo die Krux in unserem spezifischen Kontext.
Ansonsten - ja hyperaggressive Boykott-Aufrufe wegen Nichtigkeiten ohne tatsächlichen Einfluss halte ich auch für übertrieben, aber es zwingt dich ja niemand, dich dem Boykott anzuschließen?
Pauschal stimme ich dir da zu, weswegen ich auch für Transparenz über die Verwendung des entsprechenden Tools und etwaiger Datensätze bin.Zitat von Klunky
Mir kommt da ein Indie-Kurzspiel (Leider den Namen vergessen) in den Sinn, bei dem die Ersteller ein LLM für dynamische NPC-Antworten eingesetzt hatten (man konnte über Text oder Voice Input liefern, worauf dann reagiert wurde).
Sie hatten aber von vornherein auch klar angegeben, was sie wie und wofür verwendet hatten.
MfG Schilderich
Team FervorCraft








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