Wahnsinn, wie viel die jedes Mal aufs Neue ändern. Da kann man schon Respekt vor haben. ^^

Ich hab es inzwischen ja auch mal auf einem Schwierigkeitsgrad durchgespielt, mit zwei Charakteren. Danach hat es gereicht. Und das ist auch schon das Hauptproblem: Das Spiel ist objektiv waaahnsinnig gut, aber es hat dafür viel hinter sich gelassen, was das Genre für mich persönlich so suchterzeugend macht, allem voran das Gefühl, mit dem Charakter eine "Leiter" hochzuklettern (etwa durch die sehr offenen Spielmodi, in denen man sich nur sehr wenig erkämpfen muss und gleich überall hin kann) und das Gefühl, einen mechanisch "eigenen" Charakter zu spielen (etwa durch den Overkill an neuen, aber mechanisch bodenständigen Fähigkeiten, die man ständig reingeballert kriegt). Ein paar Sachen sind noch drin, etwa der Sammeltrieb, aber das reicht mir tatsächlich nicht. Dasselbe Problem hatte ich bspw. auch schon bei Torchlight (Teil 1), wo die Charakterfähigkeiten so dürftig "rabiat" und die Charakterauswahl auch sehr überschaubar war. Oder bei Path of Exile, wo mich die "Leiter" kalt gelassen hat und zudem glitschig war und gestunken hat.

Diablo 3 ist also zu rund -- sage ich als jemand, der runde Spiele liebt. Allerdings denke ich, dass auch ein dermaßen rundes Diablo für mich funktionieren würde, wenn man vorsichtiger mit den "alten" Motivationen haushaltet. Tatsächlich glaube ich, dass das Spiel auch deshalb noch so gut läuft (afaik?), weil man ein paar neue Motivationen mit reingebracht hat, die Diablo 2 nicht bieten konnte. Die gehen nur leider größtenteils an mir vorbei. Ich hätte in Diablo 2 schon keinen Spaß daran gehabt, mich von Leuten durchziehen zu lassen, bis das Endgame beginnt (weil, dann hat es mir keinen Spaß mehr gemacht), und hier zieht dich das Spiel praktisch selbst auf Level 60 und lässt dich danach fast überall hin. ^^''

Schade drum.