Offen gesagt zweifle ich etwas daran, dass sie nach all dem Aufwand nichts hinkriegen konnte, aber das nur nebenbei.
Wie Kelven und Ianus es schon sagten: Wie viel Erfolg und wie schnell man diesen erfährt, hängt wirklich zu einem großen Teil von der Methode und der Informationsquelle ab, die man zum Üben verwendet.
Als Informatikstudent habe ich schon relativ viele Bücher zu Programmiersprachen gelesen und empfand immer wieder, dass die Qualität einiger Bücher, gemessen an der Strukturierung, dem Informationsgehalt und der Herangehensweise des Autors an die Problemstellen (falls überhaupt!), oft zu wünschen übrig lässt. Bei Informatiklehrern ist es leider noch kritischer, da sie oft selber ungenügend informiert sind, veraltete Lerntechniken anwenden oder gar die Schüler beim Lernen sich selbst überlassen. Oft sind Mitschüler auf dem Gebiet der Informatik in einigen Bereichen viel weiter als der Lehrer, aber ihnen fehlen dann leider die pädagogischen Kunstgriffe. So meine eigene Erfahrung an meiner früheren Fachoberschule.
Was Online-Tutorials angeht, so sind diese meist nur informativ, einem Nachschlagewerk ähnelnd, also auch nicht großartig für Leute geeignet, die wirklich von Null auf starten. :/
Ich würde aber auch nicht so pauschal sagen, dass ältere Menschen nichts mehr lernen können, auch wenn du es etwas abgeschwächt formuliert hast.
Bei uns an der Hochschule gab es mal einen Fall von einem Rentner, der sich selbst etwas beweisen wollte und ein Informatikstudium erfolgreich und in der Regelzeit abschloß. Du siehst also, dass auch ältere Semester durchaus lernfähig sind. Schau dir alleine die User hier im Atelier an, die über 25, oder sogar 30 oder 40 sind (und davon gibt es hier tatsächlich welche). Diese Leute sind in der Regel viel lernfähiger als Jugendliche, weil sie mit ihrer Erfahrung viel effektiver an die Materie herangehen und folglich auch mehr leisten. Der Mensch ist lernfähig, solange die Fähigkeiten zur Informationsaufnahme vorhanden sind, oder als Sprichwort: Der Mensch lernt, solange er lebt (ohne den Zusatz "und stirbt doch unwissend").
Der Grund, wieso das Klischee existiert, dass alte Menschen nicht oder nur schwer lernfähig sind, ist der, dass sie mit dem Alter zunehmend lernunwilliger werden, da sie in der Regel schon alles erreicht haben, was sie wollten, oder sich einfach nur mit dem zufrieden geben, was sie erreicht haben und sich auch diesem widmen (z.B. der Familie).
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Um ehrlich zu sein, verstehe ich immer noch nicht, was an der Aussage falsch sein soll, jeder als "normal" einzustufende Mensch mit genügend Zeitinvestition, Motivation und der richtigen Lernmethode könne in allen Disziplinen der Spielentwicklung mit einem Tool wie dem RPG Maker, und unabhängig von besonderen Ausprägungen der Fähigkeiten, eine durchaus ansprechende Leistung erzielen.
Talent wird definiert als überdurchschnittliche Leistungsvoraussetzung (man befindet sich also bereits auf einem hohen Level der jeweiligen Fähigkeit) und nicht als ein unüberwindbares Hindernis, dem folgernd kann man auch ohne Talent etwas erreichen. Ich sehe das bei uns an der Hochschule immer wieder bestätigt, durch Kommilitonen, die beispielsweise in der Theoretischen Informatik praktisch nichts an Fähigkeiten mitbringen und sich mit viel Übung schließlich durch die Prüfungen durchbeißen. Andere hingegen lesen sich ein mal das Skript durch und schreiben ihre 95-100%.
Mir kommt es eher so vor, als würden sich hier einige auf den Schlips getreten fühlen, weil sie der Meinung sind, man würde sie kritisieren faul zu sein, da sie sich bisher nur in eine Richtung entwickelt haben.
Immerhin ist es bequem zu behaupten, man hätte kein Talent und dahinter einen dicken Punkt zu setzen.
Das kann man mit der gleichen Logik auch auf die Gegenseite übertragen:
A: "Ohne Talent kann man nichts erreichen!"
B: "Aber C hat doch auch etwas erreicht!"
A: "Der hat BESTIMMT Talent!"
^^







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). Sie konnte überhaupt kein Mathe, hatte auch nie wirklich aufgepasst. Doch als sei Nachhilfe hatte, wurde sie aufeinmal verdammt gut und das obwohl sie:
