Und was ist dann der springende Punkt? Wenn mobil "große Spiele" gespielt werden, ist das doch eigentlich eher ein Hinweis darauf, dass man gerade NICHT gezielt für mobil entwickeln muss.Zitat
Der springende Punkt ist, dass man die ganzen ollen Spiele ohne Probleme unterwegs spielen könnte, wenn die Ersteller sie auf mobile Plattformen hieven würden. Weil eine win32 Anwendung läuft natürlich nicht auf meinem Smartphone.
Ist manchmal mehr Aufwand (siehe hier gepostete Extrembeispiele die weniger als 0,1% der Makerspiele betreffen), manchmal weniger (easyrpg, RPG Maker MV Hybridapp), muss aber gemacht werden.
In jedem Fall ist es weniger Aufwand als hier nochmal zehn Jahre rumheulen dass sich nix tut keiner spielt die Spiele makerszene tot buuhuu ich hab doch alles gemacht, sogar 14 A4 Seiten Vorgeschichte in den Thread von meinem gecancelten Spiel gepostet es hatte Spoilertags sogar und Lichteffekte und Schmetterlingens
Klopf bei Enterbrain wegen einem überarbeiteten XP Maker mit Multiplattformunterstützung an und ich bin dabei.
Genau das war ja nicht der Punkt und das Ganze hat auch nichts mit meiner persönlichen Einstellung zu Games aufm Handy zu tun.
Der Punkt ist, dass Spiele aus der deutschen Maker Community mobilefähig machen nicht die Rettung für die deutsche Maker Community ist.
Das ist verzweifelte Symptombekämpfung statt Ursachenforschung. Mit Horizont erweitern geht es darum, diese "wir sind die hobby maker bastler community, bekannt aus der screenfun" Mentalität abzulegen, weil das vor 15 Jahren vielleicht Gültigkeit hatte, aber nicht heute. Vor allem geht es darum sich nicht unter Wert zu verkaufen, weil man die Verknüpfung "RPG Maker" auf dem Desktop aufruft, und gedanklich einen Wandel von "hobby maker bastler community" zu "hobby game dev community" zu vollziehen.
Beispielsweise sind UiD und realtrolls Spiele handwerklich gut gemacht. Der Hintergrund "wurde mit RPG Maker erstellt" ist da völlig uninteressant für den Spieler während der Session wenn es spaß macht und funktioniert.
Interessanter ist es eher für die Community, in welcher der Entwickler hausiert, zu werben mit dem Verweis auf Tools wie RPG Maker und co. die dort genutzt werden.
Ich habe auch nicht behauptet, dass es falsch sei. Im Gegenteil.
Nur, was genau ist denn für dich ein Makerspiel? Weshalb dieses Anhängsel "Maker"?
Geändert von schmoggi (23.10.2019 um 19:19 Uhr)
Der springende Punkt als Entwickler ist folgender:
Bezüglich Downloads:
Maker-Spielerschaft: ███████□□
Maker-(PC +Mobile): █████████
Das Verhältnis sollte schon so hinkommen, wenn man nicht in der Lage ist das Spiel auf Google Play hochzubekommen.
Wenn einen eine größere Spielerschaft interessiert bleiben nur zwei Fragen:
1. Sind mögliche Designeinschnitte zu groß?
2. Ist der Aufwand zuviel?
1. Punkt:
Die Einschnitte sind bei 90% aller Rollenspielen absolut minimal, da sie über Menüs gesteuert werden.
Einzige Probeme sind kleinere Geschicklichkeitsminispielchen, die darauf ausgelegt waren, mit Tastatur gespielt zu werden.
Meine Hinweise auf der letzten Seite waren ausschließlich dazu gedacht, den Entwicklern diese Problemzonen aufzuzeigen.
Dann können sie selbst entscheiden, ob sie ihr Spiel leicht anpassen, um Touchkompatibilität zu gewährleisten, wenn sie Interesse daran haben.
Oder sie werfen einfach zwei Versionen auf den Markt. Mit dem Maker sowieso kein Problem.
Zum 2. Punkt:
Bei Maker 2000/2003:
Packt in jede Spiele Vorstellung den Link auf die Android Easy-RPG APK (Offizieller Website-Download) oder dem Google Play Store mit 'ner 3 Zeilen Anweisung, in welche Ordner das Spiel gepackt werden muss.
Bei dem Vorgehen kommt man nicht einmal in die Berührung mit Android.
Mit Easy-RPG kann man Spiele mit minimalen Aufwand auch noch auf jeder Menge anderer Geräte[Linux/Mac]/Konsolen spielen.
->[Spiel ist geportet]
Bei Maker XP-Ace:
Weist entweder auf NekoPlayer hin [der aber neben Werbeeinblendungen wohl nicht so rund laufen soll] oder portet via mkxp, das Spiel.
Der Aufwand hier ist natürlich deutlich größer, da mkxp nicht mit jedem Spiel kompatibel ist und Programmieranpassungen notwendig sind.
Bei MV:
Nutzt die Exportanweisungen vom Hersteller oder den Makerweb Foren.
Packt die APK in eure Spielevorstellung.
Das sollte natürlich gemacht werden. Twitter/Facebook etc. nehmt 'nen Account postet Pixeleien, fertige Maps oder den Weg zur Fertigstellung.
Sprecht höflich Streamer, die euch vielleicht aus ihren Chats kennen, an, um eure Werke zu testen.
Die einstigen eingängigen Deutschsprachigen wollen zwar mit dem Forum wenig zu tun haben, aber es gibt ja auch andere neue oder kleine Streamer, die bereit sein könnten Werke mal anzuspielen.
Verweist auf's Atelier oder andere Makerseiten, wenn andere nach Anfragestellen suchen.
Makerspiele sind so erkennbar gleich, das auch Spielen wie Lisa oder To the Moon vorgeworfen wird nur RPG-Maker Spielchen zu sein.
Der Begriff hat innerhalb wie auch außerhalb klare Konnotationen bezüglich Enginemöglichkeiten, Konventionen und Mittel.
Und nebenbei: Die Probleme bezüglich Abnahme an Spielern sind - wie real Troll bereits angemerkt hat - genauso bereits in der generellen (kommerziellen) Welt der Indieentwickler angekommen.
Die letzte Generation der Spieler der großen JRPG-Schwemmen der 90er und frühen 2000 ist wohl vor ein paar Jahren zu Ende gegangen und damit auch ein gewisser Teil der Nachfrage.
Und RPG-Atelier leidet (vermutlich) an Nachwuchs, weil sich die Seite seit 2010 eigentlich nicht verändert hat.
Tools, Ressourcen, Tutorials, neue Seiten-Partnerschaften, Spielehilfe-Forum; warum sollte jemand Halt machen?
Zwar kann man all diese Dinge irgendwo im Forum finden - allerdings sind die vollkommen über mehrere Threads über mehrere Seiten verstreut oder veraltet.