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Thema: KOTT #19 - All talk, no games

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  1. #1
    Zitat Zitat von Ligiiihh Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass ich bereits betont hatte, dass es mir relativ gleichgültig ist, wo ein Spiel herkommt. Diese wirtschaftliche Gewichtigung, die du diesem Gedanken zuteil haben lässt, finde ich auch etwas übertrieben. Deutschland hat andere wirtschaftliche Stärken, aber auch Schwächen, um die es sich kümmern muss, bevor es den Luxus hat, eine staatlich finanzierte Blockbuster-Branche zu unterhalten.
    Schade das du so denkst, aber gut es ist deine Meinung und diese akzeptiere ich so. Gut, dass nicht alle so denken wie du sondern würde die Spielebranche in Deutschland echt mies aussehen und außer Wimmelbild-Spiele würde nichts produziert werden.

    Es gibt auch Länder, die noch schlechter aufgestellt sind als Deutschland. Hier, in Österreich, finde ich es doppelt so traurig, dass hierzulande noch weniger für die Gaming-Branche getan wird. Es fehlt an Jobs, an Investitionen oder an Bildungsangeboten. Mir fällt auch nur das Moon Studio ein, das mit ihrem Spiel Ori and the Blind Forest Bekanntheit erlangt hat. Doch auch die hatten anfangs mit vielen Startschwierigkeiten zu kämpfen.


    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Capcom klotzt in letzter Zeit sowieso ordentlich. Monster Hunter (ok, nicht so meins, aber soll ja klasse sein), MM11, RE7, RE2 Reimaging und anscheinend jetzt auch DMC5, alles sehr gute bis Spitzentitel. Der Preload ist schon abgeschlossen, freu mich in jedem Fall drauf - obwohl ich in Spectacle Fightern nicht mal sonderlich gut bin. Aber muss man IMO auch nicht sein, um trotzdem ne Menge Spaß mit diesen Games zu haben (außer DMC2, das vergessen wir besser *g*)
    Sehe ich auch so, fast schon befremdlich, woher diese Sinneswandel von Capcom kommt. Monster Hunter World fand ich grandios, Resi 7 und Resi 2 okay (bin nicht so der Resi Fan, aber die Spiele sind selbst nicht schlecht) und für das neue Devil May Cry rechne ich auch hohe Wertungen ein. Wenn sie noch Denuvo weglassen würden, wäre ich noch happier. In Gegensatz zu Square Enix, die momentan einen schlechten Lauf haben. Ob Left Alive oder The Quiet Man, welche ja unterste Schublade sind, auch FF15 war nicht der Burner. Kingdom Hearts 3 habe ich nicht gespielt, scheint auch nicht top zu sein.

  2. #2
    Zitat Zitat
    Schade das du so denkst, aber gut es ist deine Meinung und diese akzeptiere ich so. Gut, dass nicht alle so denken wie du sondern würde die Spielebranche in Deutschland echt mies aussehen und außer Wimmelbild-Spiele würde nichts produziert werden.
    Was meinst du mit "wie ich denke"? Es ist ja momentan genau so, wie ich denke, dass ich es nicht für unbedingt schlecht halte. Nämlich, dass wir keine staatlich geförderte AAA-Videospielproduktion haben. Ori and the Blind Forest ist so, wie es ist, doch gut und wurde auch von unabhängigen Entwicklern gestemmt. Ich denke halt, dass wir global betrachtet genügend Blockbuster-Produktionen haben, die sich teils sehr ähneln. Kleinkünstler-Produktionen haben für mich persönlich keinen niedrigeren Stellenwert als AAA-Titel, und wie es in unserer heutigen Kulturindustrie üblich ist, achtet die Masse immer nur auf die wirtschaftlichen Ambitionen. Von daher halte ich Deutschlands momentan (relativ) verhaltene Förderung von Videospielproduktionen für genau die nötige Abwechslung, die die Spielebranche auch mal braucht.

  3. #3

    Perhaps you've heard of me?
    stars5
    @Rusk

    Österreichs Beitrag zur Gamingszene ist Denuvo...

  4. #4

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Zitat Zitat von Ave Beitrag anzeigen
    @Rusk

    Österreichs Beitrag zur Gamingszene ist Denuvo...
    Oh you


  5. #5
    Ich wusste gar nicht, dass "Ori and the Blind Forest" eine deutsch(sprachige) Produktion war. Das ist natürlich eines dieser phantasievollen AAA/2-Titel, die ich gemeint habe. Aber es ist wirklich so, dass Deutschland nur für AAA/4-Titel in schwankender Qualität der Marke Daedalic oder King Art-Games etwas Sinnvolles zur Reputation von deutschen Videospielen beiträgt.

    Es gibt natürlich noch Ubisoft-Blue-Byte, wobei ja klar sein dürfte, wo hier der Fehler liegt. Es gibt kein wirkliches AAA-Spiel wie ein "Red Dead Redemption 2" oder "Horizon Zero Dawn". Das finde ich zwar noch nicht wirklich schlimm, aber wenn so ein Spiel auch mal aus Deutschland kommen würde, dann würden mehr Investitionen auch aus dem Ausland in die deutsche Spieleindustrie gesteckt und vielleicht auch mehrere Großprojekte gestartet. Bei den Gothic-Spielen haben die Entwickler den Absprung verpasst und stecken im Jahr 2000 fest. 30 Mitarbeiter am Standort Essen, damit kannst Du halt keine Witcher-Konkurrenz auf die Beine stellen. Zwar ist ELEX als eines der wenigen "verspielteren" AAA/2-Spiele ein Schritt in die richtige Richtung mit schönem Konzept, aber das ist auch schon das einzige Spiel, das mir einfällt, das überhaupt in die Nähe eines "Klassikers" kommt.

    Irgendwie formiert sich in mir der Wunsch, ein Studio so wie Piranha Bytes zu finden, um an phantasievollen, schönen AAA/2-Spielen arbeiten zu können. Also Spiele, die technisch auf der Höhe der Zeit sind, aber nicht hunderte Millionen Dollar in Produktion und Marketing verschlingen. So was wie ELEX, was aber eben noch eine Stufe mehr an spielerischer Exzellenz besitzt. Und vielleicht kein dystopisches Science-Fiction-Setting. Irgendwas zwischen Horizon, Zelda, Xenoblade oder Final Fantasy... Oder einen charmanten 3D-Plattformer von allerhöchster Güte (wie Yooka Laylee - nur mit mehr Story-Input, weniger Sammelkram, konsistenterer Spielwelt und mehr Atmosphäre)... Oder einen Segelflug-Simulator mit emotionalem Storymodus und verschiedenen Charakteren...

    Aber halt nicht den fünfhundertsiebzigsten Feuerwehrrettungswagensimulator, die dreiundzwanzigste Dixiekloauslieferungsunternehmenssimulation oder den fünfundneunzigsten Papiermüllabfuhr-Ableger. Oder die vielen von Praktikanten zusammengeleimten Triple-BBB-Handy-"Anwendungen" mit Pay2Win-Funktion. Auch nicht Travian. Oder sonstige zwar auf den ersten Blick hübsch, aber auf den zweiten substanzlos anmutende Vertreter.

    Ich denke, dass die Games-Branche schon auch viel in Deutschland entwickelt, aber halt meist eher "kleine" Spiele, Simulationen oder von ausländischen Unternehmen aufgekaufte Auftragsproduktionen... Was ist überhaupt aus Sunflowers geworden? Gibt es die noch? Die hatten doch mal Schritte in die Richtung unternommen, besondere Spiele wie Technomage oder das originale Anno 1602 hervorzubringen.

    Bluebyte geht ja auch total in Ubisoft auf. Zwar scheint die neue Siedler-Entwicklung sowie das neue Anno schon noch Eigenständigkeit zu haben, aber das war's dann mit AAA in Germany.

    Zitat Zitat von Ave
    Österreichs Beitrag zur Gamingszene ist Denuvo...
    "Böse Nachbarn 2" nicht vergessen. Wenn unsere bösen Nachbarn schon ein Spiel über sich selbst machen.

    Geändert von Cuzco (07.03.2019 um 17:39 Uhr)

  6. #6
    Zitat Zitat von Ligiiihh Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit "wie ich denke"? Es ist ja momentan genau so, wie ich denke, dass ich es nicht für unbedingt schlecht halte. Nämlich, dass wir keine staatlich geförderte AAA-Videospielproduktion haben. Ori and the Blind Forest ist so, wie es ist, doch gut und wurde auch von unabhängigen Entwicklern gestemmt. Ich denke halt, dass wir global betrachtet genügend Blockbuster-Produktionen haben, die sich teils sehr ähneln. Kleinkünstler-Produktionen haben für mich persönlich keinen niedrigeren Stellenwert als AAA-Titel, und wie es in unserer heutigen Kulturindustrie üblich ist, achtet die Masse immer nur auf die wirtschaftlichen Ambitionen. Von daher halte ich Deutschlands momentan (relativ) verhaltene Förderung von Videospielproduktionen für genau die nötige Abwechslung, die die Spielebranche auch mal braucht.
    Ich rede ja nicht davon, dass Millionen vom Staat in die Gamingbranche gepumpt werden sollte - mir ging es eher darum, dass der Gamingbranche von Seiten der Politik mehr Beachtung geschenkt wird. Anstatt das Geld unsinnig in gewisse Bereiche verschleudern, könnte man damit Jobs schaffen und den Leuten helfen. Ich verlange jetzt auch nicht, dass Angela Merkel Donald Trump eine Kopie von einem deutschen Spiel bei einem Staatsbesuch schenkt (wie es damals der polnischer Präsident bei Obama getan hat).

    Was machen denn schon ein paar tausende Euro in einem 60 Mio € Budget eines Triple A Spiels aus? Die großen Publisher wie EA oder Ubisoft haben schon ihr Kapitel. Vielmehr hätte ich es gerne, dass auch mal Großproduktionen aus Deutschland kommen sollten und es nicht bei einem Crysis bleiben muss. Im Grunde haben einige Entwickler hier schon eine gute Basis aufgebaut, aber leider fehlen mir die nächsten Schritte. Als Beispiel Piranha Bytes, welche ja im deutschsprachigen Raum mit ihren Gothic Spielen eine große Fanbasis aufgebaut haben. Aber alles was danach kam, war und ist auf mittelmäßigen Niveau, irgendwie sind sie auf ihrem Erfolg stecken geblieben. Die haben selbst heute gerade mal 30 Mitarbeiter, mehr als ein Traditionsklub sind sie nicht geworden. Und Ori and Blind Forest hatte es anfangs sehr schwer, der Weg bis zur Fertigstellung war ein langer, da in Österreich die Situation noch viel schlechter aussieht. Fähige Facharbeiter oder überhaupt etwas an Geld fehlt hier fast komplett. Es dürfen die großen Player ruhig auch mal Aufträge an deutsche Entwickler geben, aber außer Ubi, die ihre eigenen Schmieden hier haben, will keiner wirklich.

    Zitat Zitat von Ave Beitrag anzeigen
    @Rusk

    Österreichs Beitrag zur Gamingszene ist Denuvo...
    Irgendwann kum i zu dir umi, und hau da dein Fetzenschädel ei!

    @Narcissu:
    Danke, das wollte ich noch hinzufügen. Lediglich die Firma hinter dem Spiel und der Gründer sind österreichisch.

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