Für mich funktioniert so ein Erkundungs-Epos wesentlich besser in 3D. Ich habe "Ultima 7" ausprobiert (das war ein sehr ambitionierter "Elder's Scroll"-Vorläufer in 2D, um das mal ganz knapp zusammenzufassen), aber die flache Perspektive zieht mich nicht ins Spiel. Keine Weitsicht, keine Tiefe, keine in der Ferne winkenden Anreize, kein erfahrbares räumliches Erschließen von Klüften, Höhlen, Straßengewirren. Stattdessen starrt man von oben auf den viereckigen Ansichtskasten, außerhalb dessen Sichtbereiche ich mir die weite Welt immer nur vorstellen kann, statt sie dargeboten zu bekommen. Das regt gewiss die Fantasie an, doch gerade die Darbietungspracht aktueller 3D-Spiele ist ein nicht unwesentlicher Reizgewinn der Spiele in offenen Welten.
Mit Behelfskrücken könnte ein 2D-Spiel ein bisschen Abglanz simulieren (z. Bsp.: Ausgucktürme mit Fernrohr-Script). Aber wozu? Eine questendichte Welt funktioniert natürlich auch in 2D, die Erwanderungserfahrung der Spielwelt hingegen finde ich in 3D ungeschlagen.







"Wolfenhain" fertig. "Endzeit": fertig. Neues Projekt: "Nachbarlicht" (demnächst Betatest der Demo)
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