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Thema: Starke weibliche Figuren

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Sabaku Beitrag anzeigen
    In einem typischen J RPG wahrscheinlich nich so, nee. Aber andererseits ist es auch Zündstoff für ganz andere Zwischenmenschliche Konflikte. Eine schwangere Frau ist ja auch nicht von Tag 1 an total immobil oder angreifbar. Und oft hat man mitten im Abenteuer auch gar nicht die Wahl die Dame wegzuschicken oder irgendwo zu lassen, zumindest nicht wenn es um den Weltrettenplot geht, wo man auch mal für -ingame gesehen- Tage in einem muffigen Wald oder einer Wüste oder auf dem Meer zubringt.
    Es ging mir nicht nur so sehr darum. Aber würde denn eine ordentliche Mutter in die Schlacht ziehen obwohl sie weiß, dass sie ihr noch ungeborenes Kind in sich trägt? Was ist wenn ein Feuerball einmal daneben geht, oder doch ein Schlag an die falsche Stelle trifft. Könnte man es denn moralisch vertreten eine schwangere Frau in der Gruppe zu behalten und ihr zu befehlen sich am Kampf zu beteiligen?
    Und selbst wenn soetwas nicht passiert, sollte denn die frische Mutter nach der Geburt des Kindes weiterkämpfen anstatt sich um das Kind zu kümmern? (Das gleiche gilt natürlich für den Vater falls dieser vorhanden ist)
    Man kann ja nicht einfach das Neugeborene irgendwo abladen und schon ist alles wieder gut.

  2. #2
    Und genau an der Stelle wird der Charakter wirklich interessant. und zwar nicht trotz seines Geschlechts, sondern gerade auch wegen. Was nicht heißt, dass nicht beide Geschlechter von so einer Storyline beeinflusst werden, aber eben unterschiedlich.

  3. #3

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Zitat Zitat von Cornix Beitrag anzeigen
    Es ging mir nicht nur so sehr darum. Aber würde denn eine ordentliche Mutter in die Schlacht ziehen obwohl sie weiß, dass sie ihr noch ungeborenes Kind in sich trägt? Was ist wenn ein Feuerball einmal daneben geht, oder doch ein Schlag an die falsche Stelle trifft. Könnte man es denn moralisch vertreten eine schwangere Frau in der Gruppe zu behalten und ihr zu befehlen sich am Kampf zu beteiligen?
    Und selbst wenn soetwas nicht passiert, sollte denn die frische Mutter nach der Geburt des Kindes weiterkämpfen anstatt sich um das Kind zu kümmern? (Das gleiche gilt natürlich für den Vater falls dieser vorhanden ist)
    Man kann ja nicht einfach das Neugeborene irgendwo abladen und schon ist alles wieder gut.
    Siehste, das können gleich die Charaktere selbst mal ausdiskutieren. Also nur, falls dir solche Gedankenspiele Spaßmachen. Sagt ja keiner, dass du aus der Theorie gleich ein Spiel klöppeln musst

    EDIT: Cippo <3

  4. #4
    @IronChef
    Also ich bevorzuge doch eindeutig Geschichten mit mir sympathischen Protagonisten. Ich wäre also schon enttäuscht, wenn die Helden eher negative Charaktereigenschaften hätten. Natürlich gibt es wie so oft Ausnahmen, an dieser Stelle nenne ich immer gerne das Beispiel "Der Untertan", der Diederich ist natürlich alles andere als sympathisch, doch damit verfolgt der Autor einen Zweck, der die Persönlichkeit heiligt. Ich bin aber auch - das muss ich ehrlicherweise sagen - eher ein Fan von seichter Unterhaltung, in der positiv-idealisierte Helden gegen das Unrecht kämpfen.

    Zitat Zitat
    Werden weibliche Charaktere in klassischen Rollenspielen, in denen es eine männliche Hauptfigur und eine weibliche Figur die wichtiger als alle anderen Nebenrollen ist [...] marginalisiert und nur über ihre Beziehung zur männlichen Figur charakterisiert?
    Bei JRPGs eher nicht, glaube ich zumindest. Ich hab darauf zuvor selbst nicht so sehr geachtet. Meistens sind die Figuren doch etwas mehr als nur "Liebhaber".

    @Sabaku
    Ein guter weiblicher starker Charakter - ich muss zugeben, dass ich nicht mal weiß, ob ich meinen eigenen Idealvorstellungen gerecht werde. Sympathie ist mir wie gesagt viel wichtiger als Vielschichtigkeit. Es gibt einige Stereotypen, die ich gerne mag und an denen ich mich orientiere. Ich mag z. B. Tomboys, obwohl man bei der Bezeichnung auch wieder Gefahr läuft, in Rollenbildern zu denken. Ich sag also lieber: eine charakterstarke Frau (die auch ruhig körperlich stark sein kann), die gleichzeitig einfühlsam und verständnisvoll ist. Abgrenzen möchte ich das von Frauen, die zwar charakterstark sind, aber eine eher feindselige, aggressive Persönlichkeit haben. Andererseits finde ich aber auch Frauen interessant, die zunächst schüchtern und unsicher sind und dann im Laufe der Geschichte selbstbewusster werden.

    Zitat Zitat
    Sagt ehrlich warum eure Charaktere weiblich sind, oder warum sie gerade NICHT weiblich sind.
    Ich mag Frauen am Ende doch ein Stück lieber als Männer, wie gesagt. Das alleine hat bei manchen Spielen schon den Ausschlag gegeben. Oft denke ich aber wirklich nicht so viel darüber nach. Mir kommt spontan eine Idee und dann sehe ich in meinem Kopf auch schon das Geschlecht. In einer Gruppe achte ich auf eine ausgewogene Mischung, weil das den nötigen Zündstoff für zwischenmenschliche Konflikte gibt - wenn die Heldinnen nicht gerade alle lesbisch sein sollen.

  5. #5
    Zitat Zitat
    In einer Gruppe achte ich auf eine ausgewogene Mischung, weil das den nötigen Zündstoff für zwischenmenschliche Konflikte gibt - wenn die Heldinnen nicht gerade alle lesbisch sein sollen.
    Ich behaupte mal, das wäre noch mehr Zündstoff ...

  6. #6

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Ich mag Frauen am Ende doch ein Stück lieber als Männer, wie gesagt. Das alleine hat bei manchen Spielen schon den Ausschlag gegeben. Oft denke ich aber wirklich nicht so viel darüber nach. Mir kommt spontan eine Idee und dann sehe ich in meinem Kopf auch schon das Geschlecht
    So geht mir das auch oft, nur mit dem anderen Geschlecht - vielleicht spielt da auch irgendwo die "Gewohnheit" mit - einfach weil viele Protagonisten in klassischen RPGs mit denen ich aufgewachsen bin, egal aus welchem Teil der Weltkugel, männlich sind. Wenn ich daran denke, dass ich mir jetzt "krampfhaft" einen weiblichen Charakter als Hauptcharakter aus dem Kopf ziehen müsste, hätte ich gleich im Hinterkopf, dass ich dort besonders Behutsam vorgehen müsste, weil ich einen "guten" Charakter heranzüchten möchte - kein Klischee.

    Mich erschrickt es ja immer ein wenig, wenn ich Artikel darüber lese, dass bei größeren Spieleprojekten das Geschlecht des Charakters aus Vermarktungsgründen hart diskutiert wird. Haltet mich für Naiv, aber da wundert es mich nicht wenn Spiele mit weiblichem Maincharacter meistens deswegen nochmal einen Sonderapplaus bekommen - also gefühlt, kann auch daran liegen dass Spiel X und Y einfach gut ist.

  7. #7
    Zitat Zitat von Cornix Beitrag anzeigen
    Es ging mir nicht nur so sehr darum. Aber würde denn eine ordentliche Mutter in die Schlacht ziehen obwohl sie weiß, dass sie ihr noch ungeborenes Kind in sich trägt? Was ist wenn ein Feuerball einmal daneben geht, oder doch ein Schlag an die falsche Stelle trifft. Könnte man es denn moralisch vertreten eine schwangere Frau in der Gruppe zu behalten und ihr zu befehlen sich am Kampf zu beteiligen?
    Und selbst wenn soetwas nicht passiert, sollte denn die frische Mutter nach der Geburt des Kindes weiterkämpfen anstatt sich um das Kind zu kümmern? (Das gleiche gilt natürlich für den Vater falls dieser vorhanden ist)
    Man kann ja nicht einfach das Neugeborene irgendwo abladen und schon ist alles wieder gut.
    Das Thema gab es sogar schon einmal im Videospielen, um auch mal ein Beispiel zu haben: nämlich in "Metal Gear Solid 3: Snake Eater". Auch wenn es sich nicht um einen spielbaren Charakter handelte. Ich pack's mal in den Spoiler, denn man erfährt es erst gegen Ende.



    Also, wenn selbst ein Hideo Kojima dieses Thema interessant umsetzen kann... .

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