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Ritter
Bezüglich Horrorgames bin ich nun wirklich keine Koryphehe (oder wie man das schreibt) aber hier mal mein Senf dazu:
Atmosphäre
Horrorgames sollten schon gruselig sein und was ist wohl gruseliger, als wenn man schwer bewaffnet Hordenweise schwacher 0815 Zombies in Diablomanier mit wachender begeisterung 24/7 wegslayert? So ziemlich ALLES.
Demnach sollte (meiner persönlichen Meinung nach) um die Atmosphäre aufzubauen, die Spielfigur im Vergleich zu den gegnern möglichst schwach gehalten sein, da wir hier ja kein Ballerspiel sondern ein Horrorgame fabrizieren
(ich nehme mal das klassische Horroradventure alsBeispiel)
Ein wirklich gut gelungenes Horroradventure ist z.B. der bekannte Indiegameklassiker "Slenderman". Man ist bis auf die Möglichkeit, wegzurennen eigentlich ziemlich wehrlos und der Slenderman wird als allmächtige, allgegenwärtige Bedrohung wahrgenommen.
Die Tatsäche, dass es permanent dunkel ist, macht die Atmosphäre auch aus. (Slenderman im Tagesmodus suckt einfach nur. Meine Meinung)
Ebenfalls zu erwähnen sei, dass ein Horrorgame nicht zwingend überzogene Goreszenen (übermäßige Darstellung blutiger Gewalt) enthalten muss. Unter Umständen ist hiervon sogar abzuraten z.B. dann, wenn es "eingefügt" rüberkommt.
Also halten wir fest: In Horrorgames sollte die "Gefahr" allgegenwärtig sein und sich erst zu erkennen geben, wenn es fast schon zu spät ist.
Gameplay
Neben dem klassischen Horrorgame in dem es nur ums abhauen geht, haben sich schon vor einiger Zeit auch andere Untergenres etabliert wie z.B. das "Horror-Action-Adventure" (z.B. Resident Evil <- sollte eigentlich jeder kennen, denke ich ^^)
Hier geht es neben dem blanken Überleben auch oft darum, eine Aufgabe zu lösen und man wird davon von allerhand Viehzeug abgehalten. Im Gegensatz zu Slenderman besteht hier aber die Möglichkeit sich mit Hile von Waffen (vom Baseballschläger bis zur Mini-Gun)
zur Wehr zu setzen. Allerdings gibt es hier auch das Problem der arg begrenzten Munition in Kombination mit garstigen Bossmonstern wie dem "Nemesis" aus RE oder "PyramideHead"(oder wie auch immer das exhibitionistisch anmutende Vieh mit dem Riesenschwert heißt)
in SilentHill, vor denen man sich dann doch hüten sollte. Horrorgames mit AKS (Aktionkampfsystem) finde ich persönlich auch besser als welche mit RKS (Rundenkampfsystem)
Setting
Das Setting kann bei Horrorgames frei gewählt werden.
Nur, weil es wohl noch kein Horrorgame im Westernstyle gibt, heißt das nicht, dass es nicht möglich währe, sowas glaubhaft umzusetzen.
Fazit
Wie Kelven schon sagte, ist bei Horrorgames vieles möglich, man sollte aber auf die korrekte Arbeit mit Schockmomenten, Atmosphäre und Gameplay achten, da man sonst alles andere bekommt, aber kein Horrorgame.
Ich persönlich empfinde dieses Genre als eines der anspruchsvollsten, da auch die Tester ein Horrorgame beim mehrmaligen durchspielen anders empfinden, als beim ersten mal und man entsprechend viele von denen braucht.
Soviel zu meiner rein subjektiven Ansicht bezüglich Horrorgames ^^
PS: Liegt das an mir, oder werden hier in letzter Zeit wirklich so viele (teils sinnbefreite) Diskussionsthreads eröffnet? No offense Kelven
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