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Du solltest dich bei den Charakteren vielleicht fragen, ob du nicht manchmal Antipathie mit fehlender Tiefe verwechselst.
Ich hab nun einfach mal versucht zu erklaeren wie ich sie sehe, Antipathie hat man immer. Man mag manche Charaktere mehr, manche weniger, manche hasst man, und manche liebt man. Eigentlich ist das sogar gut, ein unsympatischer Charakter muss ja etwas menschliches haben, sonst waer er einem nicht unsympatisch.

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In Hinblick auf die Charaktere interpretierst du etwas zu viel in sie hinein bzw. scheinst einiges missverstanden zu haben. Zumindest wird manches nicht so im Spiel erwähnt.
Ich muss ja interpretieren - wenn ich das nicht tue, muesste ich solche Aktionen wie das verfolgen des Kindes einfach als "dumm" akzeptieren, da interpretiere ich lieber! (Ok ich verstehe nun, dass das mit der Story zusammen haengt, beim Spielen hab ich das allerdings einfach nicht verstanden).

Ich finde die Charaktere fad, im Sinne von nicht menschlich. Sie haben einfach dieses Muster, und reagieren nach ihm. Dass will ich eigentlich mit vorhersehbar, zu wenig Wuerze, Stereotyp, unrealistisch und diesen ganzen Umschreibungen sagen. Sie sind mir nicht Mensch genug.

Deshalb zog ich auch den CalmFalls Charakter heran, der als neugieriger Journalist, mit klarem Motiv, in einer beobachtenden Denkweise einfach sehr menschlich wirkt (hat er nicht auch eine Tochter an die er ab und an denkt? Er hatte einfach was!) .

Man muss garkeine Vergangenheiten aufrollen, oder einen Charakter gross ausarbeiten und erklaeren um ihn menschlich wirken zu lassen. In der Kneipe fragt man ja auch nicht: "Hey, wer bist du? Bist du als Kind vom Tisch gefallen?" - und trotzdem kann man jemand intressant genug finden, um sich bei einem einfachen "Hi" mit ihm/ihr einige Stunden zu unterhalten.