Nunja meine Meinung kennt man ja. Ich kann nicht verstehen wie man sich an einen kleinen Gag, der offensichtlich nicht allzu ernst zu nehmen ist, so dermaßen aufhängen kann. Das Spiel ist extrem stark von Anime & Manga Einflüssen inspiriert und die Mitarbeiter von Comcept allen voran Keiji Inafune zählen sich ebenfalls zu großen Anime Fans. Da wird sich ein bisschen über die eigene Nerdigkeit der Subkultur lustig gemacht, so what? Serien wie Big Bang Theory werden dahingegen, obwohl sie exakt auf die selben Mittel zurückgreifen (und die Serienmacher offensichtlich nicht mal wirklich Nerds sind) kaum in Frage gestellt, obwohl die Nerds dort vollkommen aus der Klischeekiste stammen und beispielsweise Halo Spieler dann mit solchen schrulligen Typen wie Sheldon in Verbindung gebracht werden.
Da regt sich aber dann merkwürdigerweise niemand auf, vielleicht weil die Zielgruppe schlichtweg toleranter eingestellt ist als diese ganzen "Anime-Crybabys", die direkt bei 3 auf den Bäumen sind wenn sie glauben dass ihr geliebtes Hobby mal wieder in Verruf gebracht wird. (um es mal ein wenig provozierend zu formulieren)
Erinnert mich an einen Forenthread aus dem ehemaligen "Anisearch" Forum. Dort hat jemand die (meiner Meinung nach) saukomischen Folgen der Japano-••••••••n von Coldmirror vorgestellt, die ja ebenfalls offensichtlich sehr zynisch und satirisch angelehnt sind. Die Reaktion darauf resultierte vom Großteil der User prompt in einer vollständigen Abwehrhaltung, wo überhaupt keine gefragt war. "Wir Animefans werden mal wieder wie die größten Weirdos und Versager dargestellt", "Wir haben schon genug Dreck am stecken" so in der Art war der Tenor gemischt von so einigen Seitenhieben auf Coldmirror selbst.
Ich glaube manche Menschen haben sich auf ihre Nischengesellschaft so sehr festgefahren, dass sie überhaupt nicht mehr in der Lage sind einfach mal über sich selbst zu lachen. Ich finde das ein wenig bedenklich weil man sich mit der Einstellung stark gegenüber fremden Eindrücken und einem Blick über dem Tellerrand abschottet.
Gut bei Mighty No. 9 kommt noch hinzu dass die ständigen Verschiebungen und die 2. Kickstarter Kampagne für so viel Unmut gesorgt haben, dass es zu einem beliebten Bashing-Ziel geworden ist. Ich lese da oft: "4 MILLION DOLLAR!!!" Dabei lassen viele Leute außer Acht dass der eigentliche Zielbetrag viel geringer angepeilt war, ich glaube für viele solche Entwickler kann es schnell eine große Belastung werden wenn sie mit viel mehr Budget herauskommen als sie eigentlich eingeplant haben und das Spiel dementsprechend von der Planung erweitern oder sogar umstrukturieren müssen. Ich gehe davon aus dass Projekten wie Bloodstained auch eine ähnlich wilde Historie bevorsteht. Die Shovel Knight Macher sind beispielsweise nach so vielen Jahren immer noch in der Bringschuld und müssen die versprochenen kostenlosen DLC's nachreichen.
Ich heiße die Entscheidungen die Comcept getroffen haben auch nicht unbedingt gut und sehe viele Dinge genau so kritisch, aber wisst ihr was? Am Ende zählt doch ob sie es geschafft haben ein gutes und umfangreiches Spiel wie versprochen abzuliefern. Und als jemand der die Gelegenheit hatte das Spiel ausgiebig zu testen, kann ich nur bestätigen dass das Team in seiner Kernkompetenz seinen Auftrag vollstens erfüllt hat!
Achja was Jim Sterling betrifft, ich kann ihn nicht ernst nehmen: In meinen Augen ist er ein ungehobelter Dilletant, ein Stümper, der seine Rolle als Videospieljournalist gegenüber seiner Intention sich selbst zu zelebrieren hinten anstellt.
Mich wundert es nicht dass dass sie bei Destructoid irgendwann angefangen haben Probleme mit einem solchen Egomanen zu bekommen.
Seine Art der Bewertung ist unsachlich, diffamierend und respektlos gegenüber dem Werk.
Mehr als einmal hat er Entwickler von im Grunde ganz passablen Titeln, die eben Geschmackssache sind, als totale Volliditionen und ihre Werke als verrotet dargestellt, auch Fans von den verissenen Titeln werden dann beispielsweise als "not right in their mind" bezeichnet. Dazu kommt die zwanghafte Komik die er mit seinem übertriebenen Zynismus in seinen Reviews unterbringen will, was dazu führt dass die eigentlich ohnehin meist sehr knapp geschriebenen Reviews vollkommen uninformativ sind und keinen Überblick über das Produkt verschaffen, da seine Agenda in dem Fall viel mehr Gewichtung verleiht bekommt als eine möglichst präzise Beschreibung des Spielgefühls und Transparenz seiner Bewerungskritierien.
Natürlich ist er immer stets vorne mit dabei wenn es darum geht irgendeinen unbeliebten Publisher wegen einem vor kurzem losgetretenen Shitstorm zu bashen. Egal um welches heikle und aufrührerische Thema es geht, Jim steigt mit auf dem Zug auf, springt in die Bresche. Und dann feiern seine Fans ihn als genial, weil er das ausspricht was ohnehin schon jeder denkt. (Was man schön bei dem Video hier wieder sehen kann)
Das ist wahrlich keine Kunst, vor allem zeugt das nicht von Individualität, die findet sich ohnehin nur in seinen mehr als schroffen Umgangston wieder.
Gegen Ende hin bleibt für mich der Eindruck eines alltäglichen Fast-Food Youtubers hängen, der sich wichtig macht, aber für mich genau das Typische verkörpert, was die Videospielboulevardpresse (wie ich sie gerne nenne) auszeichnet.
ADHS.






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