Das hört sich so an wie: Es gibt jeden Tag das Überraschungsmenü, egal ob's euch gefällt oder nicht.
Positiv ist, dass sie überhaupt irgendwas machen und Fehler und Sicherheitslücken heraus patchen. Da kenne ich Softwarehersteller die da erst spät was machen, wissen's schon wen ich meine, dieser Hersteller mit dem angebissenen Apfel auf dem Gerät.
Das hatten sie vor, ja. Allerdings wenn sie mit der grundlegenden Idee auf der das OS fußt eine Abfuhr durch den Kunden bekommen, kann es genauso gut passieren, dass sie diesen Plan doch wieder aufgeben müssen und imagemäßig dann doch wieder eine andere Versionsnummer oder Titel draufpappen.Zitat
Ich hatte da ja echt große Hoffnungen für das neue OS vor allem weil das mit dem beständigen weiterentwickeln und der geräteübergreifenden Funktionsweise auf dem Papier recht sympathisch klang, aber natürlich muss auch das seinen Haken haben und man macht dann doch bloß wieder den gleichen Käse wie die Konkurrenz und versucht aus dem User soviele Daten wie möglich herauszupressen, um sich damit den Arsch zu vergolden. Wäre nicht eher eine Anti-Marketing in Richtung Datensicherheit logischer und sinnvoller, gerade um sich von der Konkurrenz abzusetzen?
Das ist traurig. Aber die Lethargie beherrscht ja auch schon den Thread im Politikforum. Alle reden über Datenschutz und alle finden voll schlimm, was die NSA da macht und überhaupt die Sorge um die armen Kinder, aber jeder läuft freiwillig mit einer kleinen Abhörstation in der Tasche herum. Unter diesen Bedingungen ist Datensicherheit doch irgendwann bald nur noch etwas für Leute, die in der selbstgewählten Steinzeit leben oder eben für eine digitale Elite, die das Know..How besitzt, um sich abzuschirmen ohne sich völlig von der Moderne zu entkoppeln.Zitat
Sprich da mal für dich. Ich habe auch ein Smartphone was Android-kompatibel ist, kann da aber ohne Probleme aus dem Funknetz ausloggen und lade von sozialen Netzwerken mit der Ausnahme von Instantmessages oder Posts ausschließlich Daten herunter und habe eine sehr feine Kontrolle darüber, was und wann Facebook und Google von mir erfahren (momentan: gar nüscht). Und ich bin weder digitale Elite, noch verzichte ich auf irgendeinen Komfort.Zitat von King Paddy
Datensparsamkeit ist sehr einfach zu praktizieren, das ist eher die Entscheidung zwischen bewusst datensparsam oder ignorant sein.
Ignorant wie in: Sich für den krassesten Hecht halten, weil man kein Apple-Schaf ist. Steht auf einer Stufe wie die ach so technik-affinen Ubuntu-Nutzer die voll Ahnung von Computern haben!!!1
Also fällst du in die Kategorie "digitale Elite", nach Paddys Erklärung. Dass die meisten User auf sowas nicht achten werden, wird sich wenig ändern. Momentan ist der Bereich Security, mit allem was das einschließt (Grundlagen der Kryptografie, Rechnernetze (mit Fokus auf das Internet) usw) wahrscheinlich nur für studierte Informatiker oder selbst gelernte Autodidakten erschließlich.
Ich denke, dass wird sich ein wenig ändern, sobald die Gesellschaft als ganzes versteht, dass dieser Bereich absolut jeden betrifft, und es mehr in die allgemeine Schulbildung einfließt. Natürlich nicht auf Uni Niveau, aber mehr halt als einstündiger "Informatik" Kurs die Woche, wie bei mir im Gymnasium. (In der fünften Klasse, wenn ich mich recht erinnere)
Es ist aber auch anzunehmen, dass dieser Bereich in Zukunft, wenn mehr und mehr Kram vernetzt ist, auch nicht simpler wird.
So oder so, ist die Zukunft in Sachen IT noch recht spannend, man sollte nur nicht alzu pessimistisch oder realistisch sein.
Das Problem ist, dass es einfach zu Abstrakt und zu mannigfaltig ist. Auch Microsoft hat nicht unbedingt die Absicht, die Menschen auszuspionieren, aber will man Dienste anbieten, die den heutigen Komfort voraussetzen, braucht man leider alle Daten, die der Nutzer anhäuft.
Die Telemetriedaten dienen für die sog. Mensch-Computer-Interaktion, um überhaupt verstehen zu können, wie ein Nutzer auf eine Maschine reagiert und welche Erwartungshaltung dieser gegenüber der Maschine hat. Nicht ohne Grund ist es z.B. Standard geworden, dass der OK-, und Abbrechen-Button unten Rechts zu finden sind und zwar in dieser Reihenfolge. In Japan ist die Reihenfolge sogar umgekehrt. Um Oberflächen intuitiver zu gestalten braucht man eben solche Daten. Auch Suchmaschinen ala Google müssen derzeit ein Umdenken über sich ergehen lassen. Es wird nicht mehr nach URLs gesucht, sondern nach Informationen und diese Informationen haben einen persönlichen Kontext. Ein Softwareentwickler möchte nichts über den C-String wissen, wenn der "C String" eingibt, sondern über Strings in C. Also muss die Suchmaschine wissen, welche Person was sucht.
Solche Daten wecken aber auch Gefahren, weil es Interessensgruppen gibt, die sich auch für diese Daten interessieren, dazu gehört z.B. die NSA oder auch die Werbeindustrie, um gezielter Werbung zu betreiben zu können. Und da sind wir schon bei den Schattenseiten. Solche Informationen können auch dazu genutzt werden, um die Personen zu manipulieren, indem man ihn gezielt Informationen vorenthält oder ihn sogar falsche Information unterjubelt. Den Eklat hat man ja bei Facebook gesehen, als sie mit den manipulierten Newsfeeds experimentiert haben.
Um wirklich Ruhe in die ganze Sache zu bekommen, müssen aber die Firmen mit offenen Karten spielen, denn das Stichwort heißt "Vertrauen". Ein Nutzer muss der Firma vertrauen können, dass mit ihren Daten kein Schindluder betrieben wird, und sie auch mit mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, nur weil sie vielleicht irgendwo mal eine MP3 hochgeladen haben. Den Nutzern muss klar werden, dass nicht jede gesammelte Datei gleich eine persönliche Datei ist. Man muss nicht gleich immer vom Bösen ausgehen, nur weil eine Firma irgendwelche Daten sammelt. Microsoft will ja nun Windows als Dienst anbieten. D.h. es wird kein Windows 11 geben, aber irgendwie muss sich Windows 11 dennoch weiterentwickeln und dazu brauchen sie halt gewisse Daten, um analysieren zu können, was die Nutzer überhaupt verlangen, und es nicht primär darum, der NSA alles in den Arsch zu schieben.
Ich muss zwar sagen, dass ich gegenüber Microsoft auch recht skeptisch bin, weil sie eben nicht mit offenen Karten spielen. Sie haben zwar eine Datenschutzbestimmung, wo im Groben steht, was sie sammeln und zu welchem Zweck, aber für mich geht das noch nicht weit genug. Ich möchte auch wissen, wie diese Datenpakete aufgebaut sind, und was tatsächlich dort drinnensteht, aber auf der anderen Seite kann ich als Entwickler Microsoft verstehen. Auch unsere Firma lädt jedes Jahr alle Kunden zu einem Treffen ein, um uns ein Überblick zu verschaffen, wie unsere Software im Alltag eingesetzt wird, ob es Nachbesserungsbedarf oder Wünsche zu neuen Features gibt, und ob sie planen in naher Zukunft ihre IT-Infrastruktur zu ändern. Von solchen Informationen lebt ein Entwickler.
Die Leute wissen doch gar nicht, was GNU, FSF, Coreboot, etc. ist. Auch wissen sie nicht, was Tor ist.
Die Technik ist für die meisten auch zu abstrakt. Sie können und wollen es auch nicht verstehen, und haben auch nicht die Zeit dazu. Die Technik hat einfach zu funktionieren. Daher bringt es auch nichts, ein super tolles, freies Betriebssystem mit Tausend Kryptografie- und Anonymisierungsfunktionen und noch mal mit so vielen Anpassungsmöglichkeiten zu basteln, wenn weiterhin die "Bigplayer" zig Millionen für Werbung für ihre proprietäre Software ausgeben, und die Aufmerksamkeit auf Sich lenken. Auch ist der Einfluss des Netzwerkeffektes zu groß, sodass man auch als technikaffiner nicht wirklich drumherumkommt, solche Software zu nutzen.
Ja, auch ich besitze ein Android-Smartphone und nein, es ist nicht ge"root"tet und hat auch keinen offenen Bootloader. Da ich nicht die Zeit besitze, dort ein Custom-ROM aufzuspielen. Ich hatte mal mal vor Monaten informiert, ob Cyanogenmod auf dem Smartphone überhaupt läuft. Im XDA-Forum berichteten viele über ein Soundbug und die Kamera funktionierte noch nicht. Da war das Thema für mich erst mal abgehakt. Der Soundbug scheint immer noch zu existieren.
Der größte Nachteil an dem Upgrade auf Windows 10 ist, dass man schon vorher Windows 7, 8 oder 8.1 installiert haben muss und es nicht reicht wie damals beim Win95 Upgrade (das war damals eine CD) mal kurz die erste Win3.X-Installationsdiskette einzulegen.
Denn ich habe gerade versucht Windows 10 frisch in einer VM zu installieren, leider ohne Erfolg bei der Aktivierung.
Geplant hatte ich eigentlich das neuste Insider Preview-Build (10525) anzuschauen, da ja das Insider Preview-Programm mit dem finalen Release nicht eingestellt wurde. Leider gibt mir die Seite dieses Programms, wo man sich mit seinem MS-Konto anmelden kann, keinen Lizenzschlüssel mehr an. Vor dem finalen Release von Win 10 war da zumindest einer ( den habe ich mir leider nicht irgendwo notiert), jetzt wird man nur noch auf die Download-Seite von Win 10 weitergeleitet. Ich hatte ja schon einmal eine VM mit der Insider Preview (auch aktiviert) gehabt, aber dann vor dem Upgrade des Host-Systems wieder gelöscht.
Naja, lass ich mich eben überraschen, was das nächste große Windows-Update bringt, wird ja wahrscheinlich ein Win 10.1 sein. Die VM mit dem Windows 10, was sich nicht aktivieren lässt, habe ich gelöscht, ist immerhin 11 GB groß.
PS: Ich habe keine Lust ein Win8 in der VM zu installieren um das dann zu upgraden.
edit: Updates lassen sich nicht vernünftig installieren, lädt immer das eine Definitionsupdate herunter. Lass es lieber sein.
Geändert von niR-kun (19.09.2015 um 19:56 Uhr)
Hab ich auf meinem Stand-PC neu installiert, mit eigenem Lizenzschlüssel geht das. Das Gratisangebot gilt ja nur für das Upgrade, wenn das Insiderprogramm keinen neuen Schlüssel vergibt dann genau deßhalb.
Für die VM sollte doch die Grace Periode ausreichen, 30 Tage warens glaub ich.
Geändert von Mivey (19.09.2015 um 19:26 Uhr)
Also wie genau funktioniert das - wenn ich mir das Update ziehe bekomme ich dann einen Key für Win 10 ?
Genau so. Erst Windows 7 ganz normal installieren, für aktuelle Treiber sorgen und solange "Windows Update" ausführen und neustarten, bis irgendwann ein kleines Windows-Icon in der Traybar erscheint und zum Upgraden auf Windows 10 auffordert.
Zum Thema: Übrigens recht interessant, ein paar meiner Freunde haben genauso aktualisiert und wir haben heute zufällig festgestellt, dass jeder dieselbe Win10-Seriennummer bekommen hat. Jap, dieselbe! Zweimal wurde von Win7 aus geupgradet, einer von Win8.1 aus. Finde ich höllisch interessant... Vielleicht muss man garkein Upgrade von Win7/8 durchführen? Vielleicht reicht es, einfach ein- und dieselbe Seriennummer bei der (frischen) Installation von Win10 einzugeben, ohne auf den einmaligen Upgrade-Gezeter angewiesen zu sein? Ich weiß es nicht, aber wenn ich mal Zeit habe, werde ich das an einem Rechner mal testen, der scheinbar nicht fürs Upgrade geeignet ist (alle Updates installiert, aber keine GWX.exe im Taskmanager)...
Wahrscheinlich auch irgendwo Absicht von Microsoft. Nach einem Jahr, wenn das kostenlose Upgraden ausgelaufen ist, kann einfach die Seriennummer bei der Aktivierung ausgeschlossen werden...
Fragt sich dann wie das Laufen wird, wenn man sein Gerät neu aufsetzt. Muss man dann Windows 10 doch kaufen?
Ich kann kein Gastkonto einrichten.Was denkt sich Microsoft bei sowas? Jetzt wollen sie, dass ich für ein Konto gleich die E-Mail-Adresse des Benutzers eingebe, damit auch schön alle Daten synchronisiert werden können usw.
Wissen die eigentlich gar nicht, wie normale Menschen einen Rechner benutzen? Ich will nicht jedem Freund ein komplettes Konto einrichten, wenn er mal ein paar Tage hier wohnt und ins Internet will. Ich will keinen extra "Party-Account" speziell für WG-Parties. Ich will ein stinknormales, allgemeines Gastkonto haben.
Was früher ein ganz normales Feature von Windows war, ist jetzt absichtlich entfernt worden. Und mehr noch: Selbst wenn man umständlich ein Konto für "jemanden" erstellt, der keine E-Mail-Adresse hat und dessen Name zufällig "Gast" ist... dann erlaubt mir Windows diesen Namen nicht. "Wählen Sie einen anderen Namen." Keine Begründung.
Ich bin ja ansonsten ganz zufrieden mit Windows 10, aber Gott, das kotzt mich gerade an. ^^