Naja, Reboot wäre in meinen Augen auch das falsche Wort. Aber gerade im Comicbusiness ist es nicht gerade unüblich in regelmäßigen Abständen ihre Universen mal gehörig aufzuräumen um einen neuen Ausgangszustand zu erreichen, damit man auch potentielle Neueinsteiger locken kann („Der perfekte Zeitpunkt um einzusteigen“). Ich mein, nach bald 20 Filmen zum Ende der Phase 3 ist es vielleicht nicht verkehrt einen Handlungsrahmen abzuschließen (den mit den Steinchen, das meinen die Brüder wohl) um dann mit neuen Abenteuer in einer „neuen Welt“ weiter zu machen. Eben sogenannte „Events“, die die alte Ordnung komplett auf den Kopf stellen und viele Elemente auf Null setzen. Ich gehe aber ebenfalls nicht davon aus, dass die Kontinuität zu den Akten gelegt wird und man eine komplett ungenutzte, neue Basis verwenden wird, sondern dass man einige Figuren mit „rüber nimmt“ und dann eben neue Geschichten erzählen wird, die nicht mehr zwingend was mit Steve, Tony und Co. zu tun haben. Ein Reboot negiert ja alles, was davor passiert ist. Daher wahrscheinlich auch Cipos Soft Zusatz: Es ist zwar kein wirklicher Reboot, aber irgendwie doch, weil… einsteigerfreundlicher.
Ich mein, du siehst ja, wie jetzt schon viele Leute keinen Plan mehr haben, was in Age of Ultron eigentlich abgeht, obwohl diesen Filmen ja immer eine gewisse "Gehirn aus und rein"-Mentalität nachgesagt wird. Um attraktiv zu bleiben muss man eben ab und an neu anfangen, weil man sonst zu viel Ballast mit sich herumschleppt.
@Cap 3: Hmmmm.... gefällt mir irgendwie nicht so recht. Ich wollte eigentlich einen Captain America 3, kein The Avengers 2.5. Klar Civil War und so. Aber ein etwas geerdertes Soldaten/Agenten-Flair wäre mir wieder lieber gewesen. Bei aller Liebe zu den ganzen Cameos und Kreuzverweisen zu anderen Filmen durch entsprechende Charaktere wird es mehr und mehr zu einem weiteren Irgendetwas mit unzähligen Helden. Dabei fand ich The Winter Soldier gerade gut, weil er sich wie ein richtig guter Actionfilm angefühlt hat und nicht wie ein The Avengers Bombast Spielplatz. Auf Vision, Wanda... würde ich echt gern verzichtet. Fuck, da kann ich die ganze Zeit echt den Erklärbär raushängen lassen, wenn ich den Film mit meinem Vater gucken werde. Den zweiten fand er eigentlich ziemlich gut, trotz der ein oder anderen übermenschlichen Atkion, aber wenn da jetzt Überwesen vorkommen und Solche, die klein wie Ameisen sind.... Hmm






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Von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus kann ich das durchaus nachvollziehen, aber von einem kreativen ist ein wie auch immer gearteter Reset einfach super billig und daher imho nicht zu bevorzugen. Natürlich nicht zu verwechseln mit einem vorläufigen Höhepunkt, nach dem sich das ganze in eine andere Richtung entwickelt. Es muss nicht immer alles höher, schneller, weiter, größer werden. Aber wieder bei Null oder fast Null anfangen fühlt sich wie ein Betrug an für das, was man als Zuschauer über so viele Jahre hinweg miterlebt hat. Einerseits haste Recht, mit 20 Filmen nimmt das schon monströse Ausmaße an - mir fällt keine halbwegs bekannte Franchise ein, die einen gepflegten und für den Handlungsverlauf bedeutsamen Kanon hatte und genausolang oder länger durchgehalten hätte. Schon jetzt bei Age of Ultron hörte man von nicht wenigen, die verwirrt waren über die vielen Figuren und Zusammenhänge, die sie ohne Kenntnis aller vorangegangenen Filme kaum begreifen konnten. Andererseits denke ich mir auch immer, dass der große Clou am MCU ist, dass es zwischen einer kontinuierlichen, "linearen" Filmreihe und in sich geschlossenen Solo-Abenteuern steht. Zwar hängt alles zusammen und spielt in der selben Welt, aber Iron Man, Thor, Captain America usw. sind auch für sich genommen kleinere Reihen. Die wenigsten würden auf die Idee kommen zu sagen, dass The Incredible Hulk die Fortsetzung von Iron Man ist, das wäre immer noch Iron Man 2. Soll heißen, wenn Marvel es schafft, diese Karte noch längerfristig klug auszuspielen, dann können sie es auch für mehr Leute länger frisch halten. Das Ironische daran ist nur, dass dafür etwas weniger Vernetzung, Querverweise und Cameo-Auftritte untereinander als im Moment eigentlich von Vorteil wären.
Ich möchte mich auf viele weitere angenehme Stunden im Kino freuen dürfen, bevor sie das hier mit einem richtig großen Knall zu einem befriedigenden Ende bringen.

Als nächstes will er jetzt nen Thriller über ne neuseeländische Flugstaffel machen, die im 2. Weltkrieg Nazidämme kaputt gebombt hat. Ick freu mir druff 
), aber ich erwarte mal nicht so viel wie bei Constantine. Die Vorlage kenne ich nur von Neil Gaiman, und das sieht dann doch schon sehr anders aus. Und alleinstehend ohne Comic-Charme...? Na ja, dafür sieht es dann doch wieder recht formelhaft aus. 