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  1. #1

    Sylverthas' Second Devolution (RPG Challenge 2019) [Bloodborne; Momodora - RUtM]

    Auf ein Neues in 2019! Mal sehen, ob ich meinen Rekord vom letzten Jahr mit 3/12 Titeln knacken kann

    Da die letzte Challenge Spaß gemacht hat, auch wenn ich nicht das ganze Jahr teilgenommen habe, versuche ichs einfach noch mal. Nebenbei hat eine weise Person geschrieben: „Es ist kein Drama, seinen Vorsatz nicht zu schaffen! Der Versuch ist bereits eine Leistung!“

    Weils ne coole Idee ist, es so viel Flexibilität erlaubt (und aufgrund akuten Ideenmangels) wird die Challenge nun auch an Narcissus Idee angepasst. Die Regeln sind wie folgt:


    Regeln:


    • Jedes Spiel kann nur einer Kategorie zugeordnet werden
    • Die Punkte für ein Achievement gibts erst, wenn alle Bedingungen erfüllt sind
    • Es gibt mehrere Ränge, so dass ich dieses Jahr zumindest mit irgendwas die Challenge verlassen werde
    • Insgesamt gibt es 128 Punkte
    • Kategorien sind: Holz (>=20), Bronze (>=40), Silber (>=60), Gold (>=80), Platin (>=100)




    Achievements:

    Name: Was ist zu tun? Geschaft Punkte Titel
    It's Dangerous to Go Alone Zelda(-like) Games spielen 0/2 4
    Metroids Are No Pets Metroidvanias 0/2 4 Momodora
    It's a Terrible Day For Rain Emotionale Games 0/2 4
    OBJECTION! Visual Novels 0/2 4
    A Little Bit Rusty Spiele vor dem Jahr 2000 0/3 6
    Backlog? What's That? Spiele von 2019 0/3 6 Sekiro
    Blast Processing! Sega Spiele 0/2 8
    Unknown Shores Etwas neues ausprobieren 0/2 8
    Back to the Roots Original und Remake spielen 0/2 8
    The Longest Journey Mindestens 40 Stunden Spielzeit 0/2 8 TitS
    Bandits Everywhere Tactical RPGs 0/2 8
    The Name of the Game J-RPGs 0/3 12
    In It For the Long Haul Reihe durchspielen 1/2 16 Shantae
    I Signed Up For This... Spiel auf höchstem Schwierigkeitsgrad 1/2 16 KH1
    Achievementception Spiel mit allen Achievements 0/2 16

    Momentane Punktzahl: 0/128 (-)




    Durchgespielte Spiele und Berichte:

    # Titel System Beendet Spielzeit [h] Zwischenberichte
    0 Shantae 3DS 08.01. 9
    1 Shantae - Risky's Revenge DC PC 14.01. 5
    2 Shantae - The Pirate's Curse Switch 27.01. 9 01
    3 Kingdom Hearts Final Mix PS4 15.02. 45 01 02 03
    4 Shantae - 1/2 Genie Hero PC 07.02. 12
    5 Legend of Heroes: Trails in the Sky PC 18.03. 60 01 02 03 04 05
    6 Sekiro PC 03.04. 50
    7 Bloodborne PS4 06.05. 80 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10
    8 Momodora - Reverie Under the Moonlight PC 05.05. 6




    Geändert von Sylverthas (04.06.2019 um 12:07 Uhr)

  2. #2
    Shining Force wäre noch eine naheliegende Sega-Reihe, und Panzer Dragoon. (Oder ist Saturn schon zu "neu"? Zählt Dreamcast eigentlich auch noch? )

    Von den genannten will ich einmal kurz VA-11 Hall-A und Nier Automata bejubeln. Ich denke, diese Spiele werden dir im Gesamtbild SEHR gut gefallen. Als Tipp und/oder Ergänzung bzw. Kontrast zu VA-11 Hall-A könnte man auch noch The Red Strings Club ergänzen.

  3. #3
    Stimmt, Shining Force ist nicht schlecht. Könnte auch ein guter Vergleich mit FE sein, was ich ja ziemlich gut kenne
    In der engeren Auswahl wären bei mir dann noch Soleil, Beyond Oasis, Ecco und Sparkster. Zumindest 2 Segagames sollten schon dabei sein, dieses Jahr. Vielleicht versuch ich mich auch mal an Phantasy Star, auch wenn das auf den ersten Blick nicht (mehr) so aussieht, als würde es mir Spaß machen ^_O

    Red Strings Club ist mal verbucht. Könnte sich wirklich mit dem anderen Bartending Simulator vergleichen lassen *g*

    Hatte ja oben schon erwähnt, dass ich als erstes eine Reihe durchgehe, welche ich gerade ohnehin spiele. Daher werde ich die Tage ne überarbeitete Version von meinen Eindrücken zu Shantae (GBC) posten, was dann im Prinzip als Sprungbrett genutzt wird um über den Rest der Reihe zu sprechen. Was dann auch der offizielle "Start" der Challenge ist

  4. #4
    Phantasy Star ist eine sehr interessante Reihe, weil die vier Teile so krass unterschiedlich sind, was ganz verschiedene Facetten angeht. Teil 1 bspw. ist ein fast schon westliches RPG, gameplaytechnisch, Teil 2 ist ein richtig harter Durchhalte-Dungeon-Crawl (was auch einen sehr eigenen Reiz hat – tolles Gefühl, das Ende zu erreichen! kenne ich so sonst nur von Holy Magic Century ), Teil 3 ist eine echte Generationsgeschichte mit seltsam-interessanter Optik und Teil IV ist die vielleicht wildeste Mischung aus überraschend modernen und veralteten Mechanismen, die ich bisher so gespielt habe. Das Setting ist lustigerweise auch jedes Mal ein bisschen anders, aber auch jedes Mal ein bisschen interessant? Durchgekriegt habe ich zwar nur den vierten (und das auch nur mit viel "Durchkrampfen" im letzten Drittel), aber ich muss sagen, dass ich die anderen drei für so alte Spiele ziemlich lange gespielt habe und es auch kein bisschen bereue. Das Abbrechen aber auch nicht. Man verpasst halt nicht so wahnsinnig viel, inhaltlich, aber es sind spannende Erfahrungen.

  5. #5
    Phantasy Star 4 finde ich kann man heute noch ganz gut spielen. Es sieht zwar selbst für ein Spiel der damaligen Zeit extrem altbacken aus, aber das Spieltempo ist recht hoch und der Schwierigkeitsgrad das genaue Gegenteil.^^ Gerade dass man Makros einstellen-, also die Kampfaktionen der Charaktere vorprogrammieren kann, macht das Kämpfen schneller und angenehmer. Nervig ist eigentlich nur, dass es auch in Fahrzeugen zu Zufallskämpfen kommt, aber das ist in allen Teilen der Serie so. Die Story ist zwar kein Meisterwerk, unterhält aber besser als in den beiden anderen Teilen zu denen ich gleich komme.

    Von Teil 1 und 2 habe ich die fanübersetzten Playstation 2 Remakes gespielt, aber selbst die konnten mich nicht überzeugen. Teil 1 hat dabei noch so was wie eine Story, auch wenn es meistens nur darum geht in einen Dungeon zu gehen um daraus einen Schlüssel zu holen, den man dann an anderer Stelle einsetzt. Neu hinzugekommen sind auch noch Partygespräche die man jederzeit, ähnlich wie bei Dragon Quest, initiieren kann. Ansonsten ist es aber recht altbacken, gerade die Dungeons sind nur kahle 3D-Egoansicht-Labyrinthe mit einigen Fallen. Wenn man sie rekursiv durchgeht kommt man gut voran, im letzten "richtigen" Dungeon habe ich dann aber doch eine Karte gebraucht, da es einfach zu viele Abzweigungen und Stockwerke gibt.

    Teil 2 ist die Hölle! Story ist komplett Fehlanzeige. Es gibt am Anfang, in der Mitte und ganz am Ende ein paar Sequenzen, aber dazwischen crawlt man sich nur durch Dungeons. Und was für welche! Das Leveldesign wirkt wie zufallsgeneriert. Es gibt kein logisches Layout sondern dutzende von Teleportern die einen kreuz und quer zu anderen Stellen oder Stockwerken beamen. Ohne Karten ist man hier komplett aufgeschmissen und das Erkunden macht aufgrund der extrem hohen Kampfdichte keinen Spaß. Im Remake werden Kämpfe auch noch durch eine Art ATB-Leiste in die Länge gezogen, die man praktisch immer auf die zweite Stufe aufladen muss, da man auf der ersten zu wenig Schaden verursacht und auf der dritten zu oft daneben schlägt. Hinzu kommt, dass Levelaufstiege am Schaden oder der Verteidigung keinen Unterschied machen, zumindest im Remake, sondern lediglich Ausrüstung, die man sich erst einmal für viel Geld kaufen muss, eine Auswirkung darauf hat. Das Schlimmste ist aber, dass sich Partycharaktere nicht durch die Handlung getrieben anschließen, sondern einfach irgendwann im eigenen Haus auftauchen, sich ungefragt nach einem einzigen Satz anschließen und den Rest des Spiels keinerlei Dialog mehr haben. Eines der furchtbarsten JRPGs die ich jemals gespielt habe.

  6. #6


    System:
    GBC (gespielt auf 3DS Virtual Console)
    Entwickler: WayForward Technologies
    Releasejahr: 2002
    Genre: Sidescrolling Action Adventure

    Spielzeit:
    9h
    Angefangen: 01.01.2019
    Beendet:
    08.01.2019

    Wissenswertes:
    Shantae wurde 2002 für den GBC herausgebracht. Damit war es eines der späten Spiele für das System, denn den GBA gab es da bereits seit etwa einem Jahr. Dies ist sicherlich auch ein Grund, wieso sich der Erfolg des Titels ziemlich in Grenzen gehalten und es acht Jahre gedauert hat, bis sich WayForward an einen Nachfolger gewagt hat.

    Story/ Charaktere:
    Risky Boots stiehlt mit ihrer Piratenbande, den Tinkerbats, die legendäre Dampfmaschine von Shantaes "Onkel" Mimic. Da Shantae die Wächter Djinn der Stadt Scuttle Town ist liegt es nun an ihr Risky zu stoppen. Zusätzlich muss sie noch die vier Elementarsteine finden, damit diese der Piratin nicht auch noch in die Hände fallen. Man will sich gar nicht ausmalen, was die Tinkerbats mit einer gepimpten Dampfmaschine so alles anstellen könnten...



    Und das ist auch im Wesentlichen der Plot. Ziemlich starke Zelda-Vibes mit der Suche nach x legendären McGuffins. Auf dem Weg trifft Shantae noch eine Reihe weiterer, meist durchgeknallter, Zeitgenossen. Beispielsweise die Zombiedame Rottytops, welche echt auf Shantaes Gehirn abfährt. Ihre alte Freundin Sky, welche Shantae mit ihrem Raubvogel Wrench hilft und ihr etwas... minderbemittelter Kumpel Bolo sind auch dabei. Das Spiel nimmt sich nicht sonderlich ernst und hat einige witzige Dialoge. Shantae selber würde ich als sassy und etwas naiv beschreiben. Neben ihrer Tätigkeit als Wächter Djinn ist sie auch eine Bauchtänzerin. Risky ist unterhaltsam und sie hat mehrere Auftritte während des Spielverlaufs, was immer gut ist um einen Antagonisten präsent erscheinen zu lassen. Die wichtigsten Charaktere des Casts sind größtenteils weiblich, aber andererseits gibt es auch gar nicht so viele relevante Figuren hier.



    Gameplay:
    Um durch die Welt zu kommen setzt Shantae auf ihre tödlichste Waffe: ihre Haare. Insgesamt spielt sich das Spiel flüssig, aber die Reichweite von ihrer Haarpracht lässt zu wünschen übrig und ich wurde öfter von Gegnern getroffen als mir lieb ist. Glücklicherweise kostet jeder Treffer nur ein halbes Herz. Man hat auch mehrere Leben zur Verfügung. Der Clou hier: die besiegten Gegner im aktuellen Gebiet (und das kann auch ein ganzer Palast sein) respawnen nicht, wenn man ein Leben verliert. Erst bei einem Game Over wird man zum letzten Speicherpunkt zurückgeschickt. Damit werden einem viele Fehler erlaubt.
    Ich würde das Spiel dennoch nicht als einfach bezeichnen, denn die Herzen und Leben schmelzen manchmal recht schnell dahin. Besonders, da das Spiel mit einigen Sprungpassagen aufwartet und Heilitems relativ teuer sind. Auch die Droprate von Herzen ist recht niedrig. Die Spielstruktur erlaubt einem aber theoretisch das Grinden von Ausrüstung, was die Reise deutlich leichter machten kann.



    Im Verlaufe des Abenteuers kann man noch weitere Angriffe lernen, aber die Haare bleiben Shantaes Standardwaffe. Ihr Arsenal wird noch durch eine größere Menge an Items erweitert, welche man kaufen kann. Manche davon werden auch benötigt um an optionale Gegenstände zu kommen. Denn was wäre ein Spiel dieser Art ohne all das Zeug, was man so beim Erkunden sammeln kann? Neben Herzcontainern gibt es hier auch noch Glühwürmchen zu finden, welche nur nachts auftauchen. In der Nacht werden aber auch alle Gegner stärker, was das Sammeln der Insekten schwerer macht als es sein müsste. Man muss alle davon finden um überhaupt eine Belohnung zu bekommen – welche dann nicht mal besonders gut ist.
    Um die Welt zu erkunden stehen Shantae verschiedene Tierformen zur Verfügung, in welche sie sich verwandeln kann. Dafür muss man eine Tastenkombination eingeben, zu der sie dann tanzt – vergleichbar mit den Musikstücken aus Zeldaspielen. Shantae hat vier verschiedene Tierformen, beispielsweise ein Affe, mit dem man an Wänden hochklettern kann oder ein Elefant, mit dem sie Hindernisse zerstören kann. Da man beim Erkunden regelmäßig die Form wechselt können die Tänze teilweise nervig werden, auch wenn die Tastenkombinationen kurz sind. Die Tierformen bekommen im Spielverlauf noch Angriffsfähigkeiten - diese sind aber komplett optional.



    Wenn man vom Tanzen nicht genug bekommen kann gibt es noch einen Tanzpalast, welcher nachts besucht werden kann. Dieses Minispiel ist wohl die lukrativste Art um an Geld zu kommen. Die Städte erkundet man nicht wie Gebiete in der Oberwelt, sondern wählt die Gebäude aus, die man betreten möchte bzw. die NPCs, mit denen man sprechen will. Die Städte müssen im Spielverlauf besucht werden, weil man so die Paläste freischaltet. Hier hätte man einfallsreicher sein können, z.B. Dungeons durch Rätsel oder das Erkunden der Oberwelt vom Spieler öffnen lassen, wie es in Zelda gerne gemacht wird, statt sich immer von Leuten aus der Stadt helfen zu lassen.
    Die Paläste sind sicherlich das Highlight vom Game. Sie sind verschachtelt und weitläufig und von der Struktur sehr ähnlich zu denen von Zelda 2. Man muss verschlossene Türen mit Schlüsseln öffnen und es gibt immer einen Tanz zu finden, den man benötigt, um den Palast vollständig zu erkunden. Die Dungeon enthalten auch die besten Plattforming-Passagen vom Spiel sowie ein paar Rätsel. Besonders hervorzuheben ist der dritte Palast, Cackle Mound, welcher sehr vertikal ist und durchaus den Eindruck erweckt, man würde tiefer in eine Gruft steigen. In jedem Dungeon kann man auch noch fünf Warp Squids finden, welche man zu ihren Mamis in den Städten bringen kann um dafür einen Warp-Tanz zu erhalten.



    Warppunkte sind auch bitter nötig, denn das wiederholte Durchqueren von alten Gebieten wird schnell ermüdend. Wenn man ein Gebiet zum fünften Mal durchquert, dann ist irgendwann der Charme weg und man will nur noch schnell durch. Da ist es besonders kritisch wenn es gerade Nacht geworden ist und man vielleicht auch noch Glühwürmchen finden will. Hier wären mehr Teleportmöglichkeiten und Abkürzungen sicherlich gut gewesen.
    Das Spiel ist erstaunlich linear. Eigentlich besteht es nur aus einer langen Reihe verschiedener Gebiete, die man von links nach rechts (oder in die andere Richtung) durchquert. Es gibt wenige Abzweigungen und in der Regel läuft man einfach so weit zu einer Seite, bis man zur nächsten Stadt oder einem Hindernis kommt, was man ohne Zusatzfähigkeiten nicht überwinden kann. Die Oberwelt fand ich daher in Shantae nicht besonders interessant strukturiert. Hervorheben möchte ich dennoch, dass jeder Abschnitt sein eigenes Design und eigene Gegnertypen hat. Dadurch hat das Spiel eine erstaunlich hohe Anzahl an verschiedenen Widersachern, gerade, wenn man die kurze Spielzeit bedenkt, was durchaus für Abwechslung sorgt.

    Präsentation:
    Über Shantae kann man nicht sprechen ohne die Grafik zu erwähnen - welche für den GBC ziemlich gut ist. Es es ist beeindruckend, wie viel das Spiel aus dem alten 8-Bit-Kasten rausholt. Die Animationen der Charaktere sind detailiert und flüssig. Hier wurde in jede Bewegung Liebe reingesteckt und so sieht selbst die Laufanimation von Shantae cool aus. Besonders die Tänze sind hervorzuheben, die können sich sehen lassen und haben sieben verschiedene, eigene Animationen.
    Auch das Spritework ist gelungen und gibt ein gutes Gefühl für das arabisch angehauchte Setting. Insbesondere, weil die weiblichen Charaktere alle sehr knapp bekleidet sind und man das am Design erstaunlich gut erkennen kann (für GB-Verhältnisse). Hier wurde wohl besonders viel Augenmerk drauf gelegt – vielleicht auch ein Grund, wieso Shantae bei ihrer Duckanimation mit dem Hintern wackelt. Sexy Designs scheinen einer der Grundpfeiler der Reihe zu sein, was in späteren Teilen noch weiter ausgebaut wird.



    Gebiete haben erstaunlich viele Details in den Hintergründen, so dass man manchmal wirklich überrascht ist, dass das hier ein GBC Spiel ist. Auch auf Sachen wie Licht- und Schattenwürfe wurde geachtet, was in den Dungeons zur Geltung kommt. Änderungen der kompletten Farbpalette werden sehr effizient eingesetzt. Überrascht hat mich, dass es eine große Vielfalt an verschiedenen Gebietstypen gibt. Als ich an das Spiel rangegangen bin hatte ich mehr Wüstengebiete erwartet, wegen des arabisch anmutenden Settings. Das wird in manchen Abschnitten auch gut eingefangen (Scuttle und Oasis Town), aber insgesamt ist das kein Schwerpunkt des ästhetischen Designs. Wie auf den Bildern sicher zu erkennen ist, ist das Spiel sehr farbenfroh und ich würde es auch als charmant bezeichnen.

    Fazit:
    Generell ist das wohl auch das Wort, womit ich das gesamte Spiel beschreiben würde. Es hat einfach ziemlich viel Charme und ist ein guter Sidescrolling Action Adventure. Der Retro-Stil zusammen mit den hohen Production Values für ein GBC Spiel sind auch ein fetter Pluspunkt für mich. Shantae ist nicht ansatzweise so kryptisch wie ältere Spiele dieser Art, dafür aber auch linearer. Es wäre schön gewesen, wenn zumindest einer der Paläste nicht nur durch das Quatschen mit jemandem in einer Stadt geöffnet wird, sondern z.B. durch Rätsel wie bei Zelda. Auch ein besseres Teleportnetzwerk wäre angenehm gewesen. Anderseits gibt es in den einzelnen Abschnitten immer was zu finden, so dass sich das Ausnutzen der neuen Fähigkeiten durchaus lohnt. Die Paläste sind ein absolutes Highlight, sowohl was deren Struktur angeht, als auch die Atmosphäre und kleinen Rätsel. Das Spiel hat auch einen stärkeren Fokus auf Sprungpassagen, was mir gut gefällt. Den Schwierigkeitsgrad würde ich als genau richtig einstufen - das Spiel ist nicht brutal schwer, aber man muss beim Spielen durchaus aufpassen, was man macht.
    Mit einer Spielzeit von etwa 6-10 Stunden ist es ein guter Happen für zwischendurch, wenn man eine nette Mischung aus Jump'n Run und Action Adventure gebrauchen kann.
    Geändert von Sylverthas (16.04.2019 um 13:00 Uhr)

  7. #7
    So, zwar Doppelpost, aber wollte noch einzeln auf die Kommentare zu Phantasy Star eingehen: Da Teil 2 ja ein reiner Dungeoncrawler zu sein scheint werd ich von der Reihe dann wohl komplett absehen. Auf solche Spiele komme ich einfach nicht gut klar und Nayutas Bemerkung klingt nicht mal so, als würden die Dungeons sonderlich Spaß machen. Also, sicherlich Hut ab, dass die Reihe so viel experimentiert hat. War die Reihe nicht irgendwie revolutionär, als sie rauskam? Dachte, das wäre, weil sie eine (für die Zeit) so gute Story und Charaktere gehabt hat. Vielleicht pack ich Teil 1 drauf, aber anderseits ist das ja irgendwie ernüchternd wenn man bei ner Reihe dann eh nicht vorhat, weiter zu machen :/

    Dann noch zu dem Shantae Bericht: Das Spiel habe ich prinzipiell außerhalb der Challenge gespielt, aber ist relevant für die Bemerkungen zu Risky's Revenge. Insbesondere ändert sich die Spielstruktur wohl nicht so wesentlich, dass man sie nun in Folgespielen noch mal komplett aufrollen muss, was in den jeweiligen Berichten mehr Raum gibt, die Spiele zu vergleichen oder auf spezielle Punkte einzugehen. Man merkts vielleicht an den Screenshots: eigentlich habe ich das Game auf dem 3DS durchgespielt und keine Screenshots gehabt. Daher hatte ich gestern noch mal 1-2h daran gesessen um ein paar Screens zu bekommen. Daher sind die auch nur von den Anfangsgebieten und ersten Palast und nichts mehr danach. Macht das Ganze in dem Sinne wohl auch recht spoilerfrei *g*
    Geändert von Sylverthas (15.01.2019 um 23:08 Uhr)

  8. #8
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Vielleicht pack ich Teil 1 drauf, aber anderseits ist das ja irgendwie ernüchternd wenn man bei ner Reihe dann eh nicht vorhat, weiter zu machen :/
    Du könntest auch einfach in Phantasy Star 4 reinschauen. Es mag zwar etwas geben das die Teile miteinander verbindet, aber Vorwissen ist trotzdem nicht vonnöten um die Story zu verstehen.

  9. #9
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Da Teil 2 ja ein reiner Dungeoncrawler zu sein scheint werd ich von der Reihe dann wohl komplett absehen. Auf solche Spiele komme ich einfach nicht gut klar und Nayutas Bemerkung klingt nicht mal so, als würden die Dungeons sonderlich Spaß machen. Also, sicherlich Hut ab, dass die Reihe so viel experimentiert hat. War die Reihe nicht irgendwie revolutionär, als sie rauskam? Dachte, das wäre, weil sie eine (für die Zeit) so gute Story und Charaktere gehabt hat.
    Bei Teil 2 gibt es, denke ich, da einige Dinge die es zu beachten gilt.

    1. Das Genre befand sich damals noch in den Kinderschuhen und man konnte schon mit wenigen Mitteln einen signifikanten Fortschritt erzielen.
    2. Grafisch war es den Spielen der damaligen Mitbewerber deutlich überlegen.
    3. Es geht mit dem permanenten Tod eines Partymitglieds (ausgerechnet dem einzigen welchem man eine Persönlichkeit zusprechen kann) für die damalige Zeit und für ein an leicht zu beeindruckende Kinder gerichtetes Produkt ungewöhnliche Wege.
    4. Es ist ein Spiel von Sega und Sega-Fans haben schon immer dazu geneigt "ihre" Spiele zu überhypen.^^

  10. #10
    Der Bericht zu Shantae liest sich richtig gut! Eine der wenigen Metroidvania Spielereihen, in die ich überlege rein zu schauen, weil sie ja einige Fehler verzeiht und auch mit dem seichten Humor gut für Einsteiger in das Genre sein soll. Mal schauen, ob ich mich da mal ran wage. Ansonsten ist das eine wirklich schöne Grafik für GBC.

  11. #11
    Zitat Zitat von poetBLUE Beitrag anzeigen
    Der Bericht zu Shantae liest sich richtig gut! Eine der wenigen Metroidvania Spielereihen, in die ich überlege rein zu schauen, weil sie ja einige Fehler verzeiht und auch mit dem seichten Humor gut für Einsteiger in das Genre sein soll. Mal schauen, ob ich mich da mal ran wage. Ansonsten ist das eine wirklich schöne Grafik für GBC.
    Eine Reihe, mit der ich auf der Switch schon eine massive Zeit liebäugel.
    Schon so oft gehört darüber. Aber ob das oder Guacamelee ist mir noch ned so klar. :/


    Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen. Hätte Pacman das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören.

    ...Momentchen

  12. #12
    Zitat Zitat von one-cool Beitrag anzeigen
    Eine Reihe, mit der ich auf der Switch schon eine massive Zeit liebäugel.
    Schon so oft gehört darüber. Aber ob das oder Guacamelee ist mir noch ned so klar. :/
    Guacamelee ist deutlich plattformlastiger und vom generellen Leveldesign sehr viel mehr ausgefuchst.
    Dafür hat Shantae für mich die charmantere Spielwelt, bessere Charaktere einen deutlich spritzigeren Humor. Da macht das ganze drum rum finde ich sehr viel mehr her.

    Im Endeffekt machst du aber mit beiden Titeln nichts falsch.
    Geändert von Klunky (17.01.2019 um 17:56 Uhr)
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  13. #13
    Zitat Zitat von Nayuta
    2. Grafisch war es den Spielen der damaligen Mitbewerber deutlich überlegen.
    Ah ja, noch mal geguckt wann die Spiele rauskamen. Und hot damn, für 1987 sah der erste Phantasy Star Teil schon ziemlich geil aus.

    Zitat Zitat von poetBLUE Beitrag anzeigen
    Der Bericht zu Shantae liest sich richtig gut! Eine der wenigen Metroidvania Spielereihen, in die ich überlege rein zu schauen, weil sie ja einige Fehler verzeiht und auch mit dem seichten Humor gut für Einsteiger in das Genre sein soll. Mal schauen, ob ich mich da mal ran wage. Ansonsten ist das eine wirklich schöne Grafik für GBC.
    Danke

    Der Humor wird in späteren Teilen deutlich weniger "seicht" und würde sagen, dass das sogar ein make or break Ding sein kann. In Risky's Revenge haben die Dialoge schon deutlich mehr Humor, und zumindest der Anfang von Pirate's Curse geht da noch mal ne Nummer weiter und so ziemlich jeder NPC, mit dem man spricht, hat nen Gag parat. Mir gefällts ziemlich, weil das IMO einfach zu dem lockeren, charmanten Flair der Welt passt. Aber wenn man den Humor nicht witzig findet könnten einem die Dialoge wohl auch auf die Nerven gehen.

    Zitat Zitat von Klunky
    Dafür hat Shantae für mich die charmantere Spielwelt, bessere Charaktere einen deutlich spritzigeren Humor. Da macht das ganze drum rum finde ich sehr viel mehr her.
    Will ich noch mal unterstreichen. Shantae spielt man zu nem Teil nicht nur, weil man gerne rumspringt, erkundet und Items einsammelt, sondern wegen der Atmosphäre, den Charakteren, dem Humor und der Präsentation. Shantae ist einfach ein sau sympathischer Charakter, und WayForward hat mit ihr sowas wie ein Maskottchen erschaffen, was man heute immer weniger findet. Eigentlich ist hier jeder Charakter sympathisch. Selbst Risky, die ja eigentlich die Antagonistin sein soll. Da haben die Schreiber sich schon ziemlich ins Zeug gelegt.

    Guacamelee ist hingegen technischer, aber ich konnte mit dem Setting im Vergleich zu Shantae nicht viel anfangen. Bin kein großer Fan von Wrestling/Lucha Libre oder der Ästhetik vom Spiel im Allgemeinen, und das sind im Prinzip die Sachen, die das Game "cool" machen. Aber wenn man genau darauf steht, dann ist das definitiv zu empfehlen. Wenn der Preis ein Faktor ist und man mit beiden was anfangen kann würde ich aber dazu raten, lieber Guacamelee für 13€ auf Steam zu holen als Risky's Revenge für 10. Meiner Meinung nach sollte man RR höchstens in nem Sale kaufen, weil das Spiel einfach viel zu kurz ist. Aber mehr, wenn der Bericht dazu kommt
    Geändert von Sylverthas (17.01.2019 um 21:48 Uhr)

  14. #14
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    • Salt and Sanctuary
    Hm, da war doch was... ach stimmt:

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    @Salt and Sanctuary: Fand die idee ganz cool, aber für mich passen behäbige Charakterbewegungen einfach nicht mit 2D Sidescrolling und Jump 'n Running zusammen. Aber diese Behäbigkeit ist ja quasi der Kern von Souls Spielen. Obwohl die Umgebungsgrafik ziemlich gut ist, fand ich die Charaktere sehr hässlich - wurde sich wohl auch an Souls orientiert *g*
    Sicherlich kein schlechtes Spiel, aber meins wars nicht.
    Woher stammt dieser Sinneswandel? Zweite Chance?
    Now: The Messenger / Done: Katana Zero
    Now: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse / Done: 3 von oben: Geschichten aus Arcadia Teil 2
    Now: / Done: Descender Bd. 1: Sterne aus Blech

  15. #15
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Hm, da war doch was... ach stimmt:

    Woher stammt dieser Sinneswandel? Zweite Chance?
    Hot damn, da hat ja einer sogar aufgepasst, wenn ich meine Meinung in den Raum schmeisse

    Eigentlich kommts daher, dass ein Kumpel mich herausgefordert hatte, dem Game noch mal ne Chance zu geben. Er meinte, ich hätte das Game mit nem falschen Build gespielt und daher keinen Spaß daran gehabt. Dann dachte ich, dass es im Rahmen der Challenge eigentlich ganz geeignet sein könnte. Quasi ein wenig Salt für die Liste *g*
    Hatte mir auch überlegt, ob Darkest Dungeon nicht passend wäre, weil das auch ein Game ist, in dessen Spielverlauf ich vor Wut explodiere. Aber da das eher grindy ist und ich darauf gar nicht stehe hab ichs mal rausgelassen. Ach ja, bei Fire Emblem wirds vermutlich Fates sein, weil ich den Teil nicht wirklich mochte und daher auch noch nicht durchgeschafft habe. Alles ne Sache der Balance
    Geändert von Sylverthas (18.01.2019 um 12:06 Uhr)

  16. #16
    Shantae interessiert mich eigentlich auch irgendwo, obwohl ich's nicht so mit Jump'n'Run-mässigen Spielen habe (und ja, ich mag trotzdem die Mario & Luigi-Reihe). Von daher wollte ich mal vorsichtig in den ersten Teil reinschnuppern. Hab mir von sieben oder acht verschiedenen Sites jeweils eine Version der ROM geholt und alle haben den gleichen Fehler, dass die Schriftboxen extrem wackeln und schlecht zu lesen sind. (Und ist das Absicht, dass Shantae in der Anfangsszene (Brücke) so langsam läuft?)
    BITE ME, ALIEN BOY!

    Spiele gerade: Secret of Mana, Chou-Mahou Tairiku Wozz
    Zuletzt gespielt: Final Fantasy Crystal Chronicles - Echoes of Time, Wild Arms, Shining Force II
    Best games ever: Tales of the Abyss / Vesperia / Symphonia / Legendia, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Zelda - Skyward Sword / Ocarina of Time / The Minish Cap, Kingdom Hearts 2, Dragon Quest VIII, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis, Final Fantasy 6, 7, 9 & 12

  17. #17



    System:
    PC (Urversion war DSi)
    Entwickler:
    WayForward Technologies
    Releasejahr: 2010
    Genre: Sidescrolling Action Adventure

    Spielzeit:
    4.5h
    Angefangen: 09.01.2019
    Beendet:
    14.01.2019


    Wissenswertes: Seit dem letzten Abenteuer von Shantae sind acht Jahre vergangen. Als Releaseplattform wurde DSiWare gewählt und das Spiel gilt anscheinend als einer der besten Titel in diesem Bereich. Im Jahr 2014 kam der Director's Cut des Spiels für den PC raus. Dieser hat ein paar neue Features, wie den Magic Mode, verbesserte Karte und Teleportnetzwerk.

    Story/Charaktere:
    Wie jeder gute Antagonist hat auch Risky ihre Revenge Story bekommen. Dieses Mal hat sie eine Öllampe von Mimic gestohlen und sich aufgemacht, die drei magischen Siegel zu finden, die verhindern, dass die Kräfte der Lampe entfesselt werden. Wieder liegt es an Shantae, Risky einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Siegel befinden sich im Besitz von drei Baronen.



    Es tauchen die aus dem Vorgänger bekannten Charaktere wieder auf. Ich hatte das Gefühl, dass Shantae nicht mehr so schlagfertig wie im GBC Teil, dafür freundlicher und naiver ist. Vielleicht wollte man sie charakterlich stärker von Risky distanzieren, welche von den beiden die Queen of Sass sein sollte. Die Dialoge sind eine konsequente Weiterentwicklung von dem, was der Vorgänger zu bieten hatte und ne ganze Ecke durchgeknallter.

    Sky und Bolo sind auch wieder von der Partie, beide bekommen sogar recht viel Screentime und sind in den wichtigsten Storyszenen dabei. Rottytops hat auch eine etwas größere Rolle bekommen – anscheinend mag da jemand Zombie Mädels.
    Onkel Mimic beweist sein Geschick beim Grabrauben und der Bürgermeister von Scuttle Town zeigt, dass man ihm vielleicht keine schweren Entscheidungen anvertrauen sollte. Neuzugänge sind die Barone, von denen gerade der Squid und Ammo Baron ziemlich witzig sind. Man wird auf jeden Fall von den Charakteren gut unterhalten und sie versprühen mehr Charme als im Vorgänger.



    Generell hat mir der Plot von Risky's Revenge gefallen. Es gibt sogar die ein oder andere Überaschung, die ich nicht habe kommen sehen. Die Durchführung ist leider nicht die beste und so wird auf die Ereignisse recht wenig eingegangen.

    Gameplay:
    Hier will ich nicht um den heißen Brei reden: Das Spiel ist viel zu kurz und fühlt sich gegen Ende auch noch gerushed an. Vielleicht ein Symptom vom Release als DSiWare-Titel. Vielleicht wollte man erstmal die Wasser testen, ob ein neues Shantae nach dem eher mäßigen Erfolg des GBC Titels Anklang finden wird.

    Von der Spielstruktur ist Risky's Revenge ähnlich zu dem Vorgänger: es gilt in drei Dungeons die Siegel zu finden, um Risky aufzuhalten. Der Aufbau ist nicht mehr so starr wie vorher, aber das wäre in Risky's Revenge auch nicht möglich gewesen. Immerhin gibt es nur eine einzige Stadt. Tatsächlich dachte ich am Anfang noch, dass die Weltkarte, welche man sich kaufen kann, nur die ersten Abschnitte zeigt – aber nein, das ist wirklich das gesamte Spiel. Durch das leichter zugängliche Teleportnetzwerk kommt man auch angenehmer durch die Welt.



    Shantae bewegt sich flüssiger, insbesondere weil man zum Laufen keinen Knopf mehr gedrückt halten muss. Man kann auch einfacher mit ihren Haaren angreifen. Im Spielverlauf findet man leider keine optionalen Moves für sie, dafür aber Haarpflegemittel, womit sie noch besser peitschen kann. Zwar waren die Moves im GBC-Teil nicht besonders nützlich, aber das hätte eine Fortsetzung verbessern können, statt sie einfach zu entfernen.
    Items wurden ersetzt durch Zauber und eine Magieleiste. Dadurch ändert sich die Nutzung von Sachen wie der Gewitterwolke oder der Stachelkugel erheblich, weil man sie nun beliebig oft einsetzen kann. Das lädt zum Experimentieren ein und man schreckt nicht davor ab, einen Zauber einfach mal bei nem Rätsel zu benutzen. Neue Zauber kauft man sich im Laden von Scuttle Town und von jedem gibt es mehrere Varianten.

    Das Gegnerdesign ist größtenteils wie im GBC Teil und beachtet nicht wirklich die Veränderungen von Shantaes Arsenal und Beweglichkeit. Man kann Angriffen viel besser ausweichen und trotzdem noch mit den Haaren angreifen und die Zauber werden schnell mächtig. Daher ist das Spiel recht einfach, wenn man die Fähigkeiten nutzt. Zusätzlich sind Heilitems deutlich günstiger und man kommt schneller an Geld.



    Leben hat man komplett entfernt und beim Tod gehts zurück zum letzten Speicherpunkt. Finde ich etwas schade, weil sie im Vorgänger einen Weg gefunden haben, um Leben und Continues wesentlich zu unterscheiden (Gegner respawnen nicht bei einem Tod). Nebenbei gab es dadurch etwas weiteres, was man in der Welt sammeln konnte. Fällt man hier in einen Abgrund, so kostet einen das nur noch wie bei Zelda ein halbes Herz, während die Sprungpassen im Vorgänger die Leben wertvoll gemacht haben.

    Shantaes Markenzeichen, ihre Bauchtänze, mit denen sie sich in Tiere verwandeln kann, kehren natürlich zurück. Für den Tanz muss man diesmal keine Tastenkombination eingeben. Stattdessen tanzt Shantae automatisch und man muss nur im richtigen Moment den Tanz unterbrechen. Die Verwandlung an sich ist auch schneller. Das sorgt für einen flüssigeren Spielablauf und ist sehr willkommen.
    Die Tiere haben wieder Zusatzfähigkeiten, welche man freischalten muss. Diese sind nicht mehr optional, aber dafür nützlicher, denn sie werden zum Freischaufeln neuer Areale benötigt. So kann sich der Affe zum Beispiel von Wänden abstoßen und damit weite Abgründe überqueren. Was für einige der besten Sprungpassagen im Spiel sorgt. Daumen hoch.



    Es gibt zwar eine Reihe von optionalen Sachen zu finden, aber das sind eigentlich nur weitere Herzcontainer (nur 3 Stück!) und Marmelade (Währung um sich Zauber zu kaufen). Wenn ich gerade nichts übersehe, gibt es auch kein einziges Minispiel hier.

    Wie im GBC Spiel sind die Paläste hier das Highlight. Sie sind etwas simpler als im Vorgänger und die "Rätsel" auch einfacher, aber immer noch sehr spaßig. Leider hat das Spiel nur zwei davon. Konzeptuell sind diese ähnlich zu Dribble Fountain und Cackle Mound aus Teil 1 und durchaus gute Versionen davon. Statt Tintenfische gibts in den Palästen nun Marmelade zu finden.
    Ein weiteres Siegel bekommt man in einem Gauntlet, durch den man sich kämpfen muss. Was eine ziemlich coole Idee wäre, um ein wenig aus der Formel, welche Zelda so sehr etabliert hat, auszubrechen - aber nicht, wenn ohnehin so wenige "echte" Dungeons vorhanden sind.

    Gegen Ende zerfällt das Spiel dann ein wenig. Es kommt ein Twist, welcher kaum behandelt wird. Das Endlevel besteht aus einem sehr simplen Shmup und einem komplett dunklen Korridor, durch den man Richtung Endkampf manövrieren muss (Geldsparmaßnahme?). Für den Endkampf wird ein Boss von früher recycled und die finale Konfrontation verblasst gegenüber dem Endboss vom GBC Teil. Bei dem Abschlussdialog konnte ich kaum fassen, dass Risky's Revenge wirklich so endet. Vielleicht wäre es hier angemessen gewesen, für den Director's Cut noch mal Hand anzulegen und nachzupolieren.



    Hat man das Spiel durchgespielt kann man es noch mal im Magic Mode beginnen. Dort trägt Shantae ein anderes Kostüm mit dem sie doppelten Schaden erhält, aber nur die Hälfte an MP für Zauber verbraucht.
    Risky's Revenge ist zugänglicher als der erste Teil (welcher aber IMO nicht schlecht gealtert ist). Vielleicht ist die Kürze des Spiels für manche sogar ein Pluspunkt, weil man so mal in die Welt reinschnuppern kann.

    Präsentation:
    Optisch ist das Spiel wieder eine Augenweide und es strotz nur so vor liebevollen, kleinen Animationen, wie z.B. Shantaes idle Animation, wenn sie auf der Stelle hüpft oder sie freudestrahlend ein Item hochhält. Zusätzlich werden jetzt Charakterportraits eingesetzt, um die Gefühlslage der Charaktere besser zu visualisieren. Kritisieren würde ich lediglich, dass die Textboxen und Portraits häufig die Sprites überdecken, was sehr schade ist.



    Auch die Hintergründe sind alle sehr detailiert und ich vermute, dass es eines der grafisch besten DSiWare Games ist. Es gibt zwar nicht viele verschiedene Gebiete, aber diese sind visuell alle stark voneinander abgegrenzt. Wie gewohnt ist die Optik sehr farbenfroh.

    Fazit:
    Risky's Revenge übernimmt und verbessert einiges vom Vorgänger. Besonders die Stärke von Shantae, den Charme, weiß es durch gute Animationen und Dialoge auszuspielen. Es hat eine ganze Menge Änderungen, die die QoL verbessern. Die Bewegungen sind flüssiger und insgesamt könnte ich mir vorstellen, dass dieses Spiel Leuten, die mit Retro/oldschool Titeln nicht so viel anfangen können, mehr zusagt als der GBC Teil.
    Ich bin aber recht enttäuscht von diesem Titel, denn er ist nicht nur kurz und einfach, sondern das Ende ist auch noch gerushed. Risky's Revenge ist wesentlich kürzer als der GBC Teil, was ich als nicht akzeptabel ansehe. Es fühlt sich nicht wie eine Reise an, welche ich bei Spielen dieser Art sehr schätze, sondern eher wie ein Kurztrip. Vermutlich ist dies dem Release als DSiWare-Titel geschuldet.





    Geändert von Sylverthas (16.04.2019 um 13:01 Uhr)

  18. #18
    Zitat Zitat von LittleChoco Beitrag anzeigen
    Shantae interessiert mich eigentlich auch irgendwo, obwohl ich's nicht so mit Jump'n'Run-mässigen Spielen habe (und ja, ich mag trotzdem die Mario & Luigi-Reihe). Von daher wollte ich mal vorsichtig in den ersten Teil reinschnuppern. Hab mir von sieben oder acht verschiedenen Sites jeweils eine Version der ROM geholt und alle haben den gleichen Fehler, dass die Schriftboxen extrem wackeln und schlecht zu lesen sind. (Und ist das Absicht, dass Shantae in der Anfangsszene (Brücke) so langsam läuft?)
    Shantae scheint sich nicht ganz so leicht emulieren zu lassen. Die Bilder hab ich mit dem VBA-M gemacht, auf dem es gut funktioniert. Und in dem Game läuft man, indem man den Angriffsknopf gedrückt hält. Was gar nicht mal so blöd ist, weil ich schon das Gefühl hatte, dass man bei dem kleinen Bildschirm sehr schnell in Gegner reinrennt und daher bin ich häufig gegangen. Dafür wird die Steuerung dadurch clunky.

    Zum Risky's Revenge Bericht: Habe am Ende nun noch zwei Spoilerkästen eingebaut, weil ich immer das Gefühl habe, dass ich manche Sachen, die erwähnenswert sind, einfach nicht in die Hauptberichte passen. Einerseits, weil es superspezifische Dinge sind, andererseits, weils direkte Spoiler sind. Der erste Spoilerkasten (stray thoughts) enthält hierbei einfach nur Gedanken, die ich beim Spielen hatte, und die ziemlich spoilerfrei sind. Der zweite diskutiert Kommentare zu speziellen Plotereignissen und hat daher tatsächlich den Namen "Spoilerkasten" verdient *g*
    Geändert von Sylverthas (19.01.2019 um 14:15 Uhr)

  19. #19
    Zwei Wochen nach Erstellung des Threads sind die Regeln endlich angepasst. Natürlich ist dabei nichts Innovatives rumgekommen und so habe ich am Ende auch nur Narcissus System kopiert *g*
    Gibt noch ein Punktesystem und mehrere Ränge, abhängig davon, wie viel ich packe. Jedes Game zählt auch nur eine Kategorie, was es nötig macht ein wenig zu überlegen, für was man ein bestimmtes Game denn anbringen möchte.

    So, jetzt der Zwischenbericht:


    Shantae - The Pirate's Curse

    Das Spiel ist großartig. Wäre sogar sehr schade, hierzu nur einen einfachen Abschlussbericht zu verfassen, weil man da sicher so viel nicht erwähnen / zeigen kann. Wayforward hat hier aus allen Zylindern geschossen und zeigt, was sie draufhaben, wenn sie nicht eingeschränkt werden. Was, vermute ich mal, der Grund war, wieso Risky's Revenge abgeschissen hat. Frage mich ein wenig, wie es um Half Genie Hero bestellt ist, weil das ja gekickstarted wurde. Aber das wird der Playthrough zeigen *g*


    Die übrigen Teile waren ja schon charmant und recht witzig, aber hier drehts nun total auf. Fast jeder Bewohner hat nen lustigen Spruch parat und in der Hauptstory ist extrem viel Slapstick. Was mir echt gut gefällt, denn das war auch bei alten LucasArts Adventures einer der Gründe, wieso ich sie so gerne gespielt habe. Und tatsächlich sollte man hier kein heftig komplexes Metroidvania erwarten (auch wenn es davon genug gibt). Es liegt viel Fokus auf den witzigen Dialogen und auch Sprungpassagen. Aus den Vorgängern tauchen auch wieder alle bekannten Gesichter auf und bekommen hier noch mal ne ordentliche Dosis Persönlichkeit draufgeklatscht.
    Die Szenarien sind durchgehend wacky. Beispielsweise hilft Shantae zwei Mädels dabei, im Dschungel ein kleines Bad zu nehmen, indem sie ihnen den Wasserfall "anschaltet". Sie begleitet einen Oktopus auf Reisen und hilft ihm, seine wahre Lebensbestimmung zu finden. Oder Shantae wird für die Prinzessin von einem Wüstenvolk gehalten, was sie dann nicht mehr gehen lassen will. Das hier ist einfach eines dieser Feel-Good-Games, bei dem alle nen lockeren Spruch auf den Lippen haben und keine Situation zu ernst genommen wird. Besonders nicht von Shantae selber. Insgesamt passt ein Spruch von Risky doch ganz gut zu ihr:



    Vom Gameplay, Humor und Design ist das hier sicher der beste Teil, möchte man nur einen aus der Reihe testen. Es lohnt sich aber, wenn man Risky's Revenge vorher gespielt hat (immerhin ists kurz^^). Das hier ist eine direkte Fortsetzung und obwohl man sicher standalone auch Spaß daran haben wird, so bauen doch einige Witze auf den Ereignissen von vorher auf. Auch die Charakterbeziehungen entwickeln sich ein wenig weiter.



    Generell scheint sich das Spiel wieder mehr an dem GBC Teil zu orientieren und es bietet auch deutlich mehr Inhalt als Risky's Revenge. So muss man nun mehrere Inseln zusammen mit Risky bereisen um den Fluch des Piratenkönigs zu brechen. Jede Insel hat einen Dungeon, welche bis auf den ersten auch recht groß sind. Vielleicht sind sie nicht so komplex wie die aus dem ersten Teil, aber dafür haben sie bessere Sprungpassagen. Statt Verwandlungen findet man nun Ausrüstung, welche einem die Reise erleichtert. Damit ist es eigentlich noch näher an der aus Zelda bekannten Formel. Die einzelnen Inseln werden aber gut aufgemischt, so gibt es mal vor einem Dungeon einen Gauntlet, mal muss man andere Inseln bereisen und NPCs dort helfen. Das sorgt für ein viel besseres Gefühl einer lebenden Spielwelt, welches in den Vorgängern ein wenig gefehlt hat. Nebenbei bekommen die tollen NPCs damit auch mehrere Auftritte, statt nur einen auf ihrer jeweiligen Insel. Die Idee, mit Risky rumzufahren, ist auch ganz cool.



    Vielleicht ein guter Zeitpunkt um über den Fanservice der Reihe zu sprechen. Die Designs der weiblichen Figuren sind definitiv over the top und die Character Artworks in diesem Teil hauen da noch mal einen drauf. Mich stört das nicht, weil die Zeichnungen einerseits ziemlich stilisiert und ausdrucksstark sind, andererseits, weil es auch häufig für Comedy genutzt wird. Ob man die Kombination mag muss man selber entscheiden. Auch wenn die Charaktere hier sehr sexualisiert sind hatte ich nie das Gefühl, dass ich hier Fanservice-Trash spiele, wie man ihn in Anime häufig beobachten kann (sprich: die Entwickler mich für einen Idioten halten). Liegt vermutlich am guten Writing und der Tatsache, dass es zu einem gewissen Grad auch zum Setting passt. Ganz zu schweigen davon, dass die Artworks hier auch einfach gut aussehen - also IMO ne ganze Ecke besser als die von Risky's Revenge.
    Ein Punkt, den ich aber ansprechen will: Shantaes Artwork passt mir nicht so richtig mit dem Sprite zusammen (und wie sie in früheren Games aussah). Bei ihrem Sprite wirkt ihre Hose relativ luftig, was sich auch in den Animationen widerspiegelt. Bei ihrem Portrait liegt ihre Hose allerdings hauteng an ^_O




    Müsste einen Großteil des Spiels geschafft haben, denn die ersten vier Dungeons sind erledigt und die Kraft vom Piratenkönig damit fast gebannt. Tan Line Island war von der Comedy bisher der Höhepunkt. Mud Bog Island war dann wieder ein ganz anderes Erlebnis, denn dort zeigt das Team, dass sie auch düstere Gebiete ziemlich gut hinbekommen und auch schwarzen Humor können. Auch ein Callback zu dem GBC Teil, wo es auch einen Sumpf gab. Dort bekommt gerade Rottytops viel Charakterentwicklung. Das sogar auf eine ziemlich interessante Art, die ich erzähltechnisch von diesem Game gar nicht erwartet hätte. Vermutlich gibt es nach der nächsten Insel noch ein bischen was zu tun und Collectibles zu sammeln. Ich weiß noch gar nicht genau, wieso ich eigentlich die dunkle Magie in der Lampe fange - bisher gabs dafür noch keine Belohnung. Vielleichts ists wie mit den Glühwürmchen in Teil 1 und man muss erst alles sammeln bevors irgendwas gibt.



    Kingdom Hearts Final Mix (auf 1.5 HD Remix):

    Hatte ja geschrieben, dass ich das Game noch mal angefangen habe - für die Challenge im nächsten Monat. Hier leider keine Bilder, weil die PS4 wohl was gegen meine externe Festplatte hat. Zum ersten Mal, dass ich dieses Game auf Proud spiele und dass der erste Boss mich two-shotten konnte hatte mich dann doch ein wenig überrascht. Danach wurde das Game dann erstaunlicherweise einfacher, vielleicht, weil man sich ausrüsten besser vorbereiten konnte. Hatte am Anfang übrigens den Schild gewählt, obwohl langfristig der Zauberstab ja besser ist wegen des extra MPs. Und da alles ziemlich viel Schaden macht und verhältnismäßig schnell stirbt bereue ich diese Entscheidung (noch) nicht.

    Bin derzeit kurz vor Agrabah, und kann wieder sagen: verdammt, hasse ich den Deep Jungle. Man rennt immer nur durch die gleichen paar Abschnitte, bekommt nur minimale Richtungsanweisungen und läuft daher planlos rum und hofft, dass man irgendwas triggert. Und die Gegner respawnen die ganze Zeit. Unheimlich schlechtes Design.

    Story ist so lahm wie in meinen Erinnerungen. Es ist ja größtenteils nur ein Gerüst, damit man in die Disneywelten kann. Wo dann die jeweilige Story in Kurzform erzählt wird. Da man die in der Regel kennt können die einen auch nicht von den Socken hauen. Die Charaktere aus FF sind ja auch eher Hülle von dem, was sie in den Spielen waren - was wohl auch an der kurzen Screentime liegt. Zumindest Squalls "..." ist hier ganz amüsant.
    Ganz nebenbei nehm ichs dem Spiel nach wie vor übel, dass es hier damit angefangen hat, Cloud zu einem Edgelord zu machen.

    Schön ist wiederum, dass das eines der Games war, was mal wirklich viele Minispiele anzubieten hatte, die für Abwechslung sorgen. Auch wenn das Gummischiff eher uninteressant ist, aber man kann ja verhältnismäßig schnell warpen. Weiß gar nicht, obs bei den kleinen Bonusmissionen, die man machen kann, auch was nützliches fürs Abenteuer gibt, oder nur Gummischiff-Ausrüstung. Zusätzlich gibts ja auch nen Haufen Collectibles, womit man mich eigentlich immer kriegen kann - brauche mehr Mist zum Sammeln *g*


    Aber wenn man dieses Game spielt, dann erschlägt es einen erstmal richtig, was sie in späteren Teilen mit dieser Reihe gemacht haben. Denn davon war hier noch nichts absehbar.

    Geändert von Sylverthas (17.02.2019 um 21:30 Uhr)

  20. #20


    System:
    3DS (gespielt auf Switch)
    Entwickler: WayForward Technologies
    Releasejahr: 2014
    Genre: Sidescrolling Action Adventure

    Spielzeit:
    8:30
    Beendet: 27.01.2019

    Wissenswertes:
    Zwischen diesem Spiel und Risky's Revenge sind vier Jahre vergangen. WayForward war wohl recht beschäftigt mit anderen Games (u.A. Duck Tales Remastered und Mighty Switch Force). Das Spiel entstand in Zusammenarbeit mit Inti Creates, welche die Artworks der Charaktere beigesteuert haben.

    Story/ Charaktere:
    Der Piratenkönig ist kurz davor wieder zu erwachen und hat Risky nicht nur ihre Crew, sondern auch Ausrüstung, abgeluchst. Sie ist daher gezwungen, mit ihrer Widersacherin Shantae zusammen zu arbeiten, um das Schlimmste zu verhindern. Shantae selber hat genug damit zu tun, Scuttle Town vor dem Ammo Baron zu retten, an den der Bürgermeister die Stadt gegen ein paar Tafeln Schokolade verkauft hat.




    Ehrlich gesagt finde ich, dass Shantae eine fantastische Hauptfigur für eine Story dieser Art ist. Sie ist gutgläubig und etwas tollpatschig, aber eben auch opimistisch, forsch und abenteuerlustig. Das sorgt dafür, dass die Entwickler sie in jede noch so schlimme Situation bringen können, und sie da trotzdem noch mit nem Lächeln auf den Lippen und einem schlechten Wortspiel wieder rausgehen wird. Ideal für ein Spiel, was auf Comedy setzt.
    Risky ist mit auf der Reise und dadurch deutlich präsenter. Ihre zynische Art ergänzt sich wunderbar mit dem Optimismus von Shantae. Zusätzlich hat die gesamte Geschichte dadurch einen richtig schönen Piraten / Karibik Flair, immerhin segelt man mit einer Piratin verschiedene Inseln an, um den Piratenkönig zu stoppen. Insgesamt fühlt sich das hier wie eine Art Bonding Erfahrung zwischen den beiden an. Die Gruppe in Pirate's Curse harmoniert allgemein gut miteinander. Besonders schön, dass alle wichtigen Charaktere mehrere Auftritte in der Story haben. Sonst hätte Bolo ja auch nur eine einzige Chance etwas richtig zu versauen. Rottytops bekommt sogar eine eigene Nebengeschichte, die ihren Charakter erheblich ausbaut. Bin jetzt sicher, dass da jemand im Entwicklerteam auf Zombiemädels steht *g*
    Selbst die Nebenrollen aus Risky's Revenge, wie Rottys Brüder oder der Squid Baron, kriegen ihre Momente.




    Da sich die Reihe nicht so ernst nimmt hatte ich erwartet, dass man die Plotfäden aus Risky's Revenge schnell abhandelt, aber manche werden hier sogar weitergeführt und ordentlich aufgelöst. Immer mit einer gehörigen Schaufel Humor in der Story und den Charakterinteraktionen. Und meinen Sinn für Humor trifft dieses Game definitiv und so gab es viele Situationen, die echt unterhaltsam waren. Dazu tragen auch die gut geschriebenen Dialoge bei, die den Charme der einzelnen Charaktere richtig hervorholen. Ob es nun Bolo ist, an dem ein paar Zombiekinder knabbern oder Sky, deren Liebesleben von ihren Eltern ruiniert wird – es macht einfach Spaß, den Charakteren bei dem Blödsinn zuzuschauen.
    Natürlich sollte man hier – außerhalb von witzigen Situationen – keine großen Überraschungen in der Story erwarten. Diese ist recht straight forward. Jedes Gebiet hat einen kleinen Subplot, welcher auch gelegentlich Einfluss auf die Charaktere hat. Das Ending ist befriedigend und schließt die Story, die in Risky's Revenge begonnen wurde, sinvoll ab. Dennoch kann man diesen Teil sicher auch gut ohne Vorwissen aus dem Vorgänger spielen - es könnten einem aber ein paar Gags entgehen.

    Gameplay:
    Es gibt zwar keine zusammenhängende Spielwelt, dafür mehrere Inseln, welche größtenteils Gebieten aus dem GBC Spiel nachempfunden sind. Das Leveldesign der einzelnen Inseln ist recht linear. Die Aufgaben sind hier aber vielfältig. So muss man z.B. auf Spider Island durch einen Gauntlet von Gefahren und Gegnern durchmanövrieren und auf Tan Line Island aus einem Gewölbe flüchten. Manchmal muss man auch einfach nur ein kleines Puzzle lösen, um weiterzukommen. Das sorgt für eine gute Menge an Abwechslung in den Szenarien und bleibt interessant. Generell hat das Spiel recht wenig, was ich als Filler-Content ansehen würde und das Pacing bleibt durchgehend hoch.



    An Collectibles gibt es diesmal Heart Squids, von denen man vier zu einem Herzcontainer zusammenschlagen kann. Keine Ahnung, wo die Inspiration dafür nur herkommen könnte. Zusätzlich sammelt man auch noch 20 Einheiten der dunklen Energie vom Piratenkönig, welche man braucht, um das wahre Ending freizuschalten. Das sagt einem das Game aber auch erst sehr spät, vorher ist das Sammeln der Energie eher ein Selbstzweck. Auf der Oberwelt wird einem bei jeder Insel angezeigt, wie viele Sachen man dort noch finden kann und ich hatte wenig Probleme, die Herzen und Energie zu sammeln. Wie die vorherigen Teile ist es daher für Leute, die gerne stundenlang nach allen Secrets suchen, nicht so geeignet.

    Shantae bekommt hier sogar wieder weitere Angriffe neben ihren Haaren. Zum Beispiel einen Kick, oder einen Stoß nach unten mit ihrem Säbel. Ansonsten kann man ihre Haare wieder schön machen, damit sie schneller und härter peitschen kann. Immer noch die favorisierte Art, die Gegner zu verkloppen. Das Gegnerdesign orientiert sich auch wieder stark an dem ersten Teil, aber ist besser an Shantaes Fähigkeiten angepasst als in Risky's Revenge. Manche Gegner, die im GBC Teil total simpel waren (Skorpionfrauen) hauen hier ganz gut rein und könnten nur durch Sprunangriffe besiegt werden.



    Es gibt keine Magieleiste mehr, dafür wieder benutzbare Items, wie im GBC Teil. Diese droppen in einem großen Umfang von Gegnern, so dass man sich nicht wirklich davor scheuen muss, sie einzusetzen. Tatsächlich war ich am Ende so an die Zähne bewaffnet, dass mich der Endboss kaum töten konnte. Shantaes Arsenal kann die Kämpfe durchaus ziemlich einfach machen. Wenn man aber größtenteils auf Consumables verzichtet ist der Schwierigkeitsgrad vom Spiel näher an dem vom ersten Teil dran. Gegner können jetzt auch mehr als 1/2 Herz an Schaden machen, dafür sind Heiltränke immer noch so günstig wie im Vorgänger. Damit erlaubt das Spiel weiterhin viele Fehler.

    Shantae hat keine Tänze mehr. Das hat durchaus seine Gründe, aber nimmt ihr schon etwas recht spezielles weg – immerhin ist sie ja eine Bauchtänzerin. Aber für den Spielfluss ist es durchaus vorteilhaft, weil die Tänze diesen häufig unterbrochen haben. Statt Verwandlungen bekommt man hier Gegenstände, mit denen man dann weitere Bereiche erkunden kann. Diese erweitern größtenteils Shantaes Bewegungspotential, z.B. Kann sie mit einem Hut schweben oder rennt wie eine Furie mit ausgestrecktem Säbel. Besonders cool ist der Doppelsprung, denn da reitet sie auf einer Kanone! Die Bewegungsmöglichkeiten machen auch das Backtracken spaßig, denn man kann mit durch Kombination des Rennens, Doppelsprungs und Schwebens Abschnitte innerhalb weniger Sekunden passieren und fühlt sich dabei noch richtig gut.



    Wie gewohnt bekommt man diese Gegenstände in den Palästen. Diese sind nicht so verwinkelt wie bei dem GBC Teil, dafür plattformlastiger als früher. Die Größe ist bis auf den ersten Dungeon, der winzig ist, vollkommen in Ordnung. Zum ersten Mal in der Reihe bekommt man auch eine Karte des Dungeons, welche in einigen sogar wichtig für die Durchquerung davon ist (um beispielsweise zu wissen, wo man Blöcke zerstören kann um zu einem neuen Abschnitt zu kommen). Am Ende stehen selbstverständlich oppulente Bosse, gegen die man seine neuen Fähigkeiten gleich einsetzen kann.

    Das Spiel ist ne Ecke plattformlastiger als die Vorgänger. Wenn man im Enddungeon ankommt sollte man gut mit den Bewegungsfähigkeiten von Shantae umgehen können, denn dieser ist deutlich fordernder als die Abschnitte davor. Mir hat das viel Spaß gemacht und es wäre schön, wenn das Spiel noch mehr solcher Abschnitte anbieten würde. Sprungpassagen kann man ja auch nicht wie Kämpfe mit der Hilfe von Verbrauchsitems aushebeln. Glücklicherweise hat man hier auch viele Versuche, denn ein Sturz kostet Shantae nur ein halbes Herz. Könnte mir dennoch vorstellen, dass der Dungeon ein Roadblock für manche Spieler sein könnte.




    Insgesamt hat das Spiel einfach viel mehr zu bieten als der Vorgänger, den ich ja recht enttäuschend fand. Es geht vom Gameplay wieder einen Schritt zurück zum ersten Teil, aber behält Neuerungen aus Risky's Revenge bei. Es gibt sogar wieder ein Minispiel, bei dem man mit einem Affen Rubine sammelt. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil man auf dem Bild meinen besten Score sieht. Ich weiß nicht mal, ob es eine Belohnung gibt, wenn man besonders gut abschneidet. Aber ist bestimmt für den ein oder anderen spaßig und ich begrüße immer die Einbindung von kleinen (optionalen) Minispielen. Nach dem Durchspielen schaltet man noch den Pirate Mode frei. In diesem kann man das Spiel mit allen Upgrades beginnen. Vermutlich ist das für Speedrunner ganz interessant?

    Präsentation:
    Die Animationen sind sehr ähnlich zu denen von Risky's Revenge. Shantaes Ausdrücke wurden aber noch wesentlich erweitert und so hat der Einsatz von vielen Ausrüstungsgegenständen eine eigene Animation inklusive spezieller Mimik bekommen, z.B.das Gleiten mit dem Hut. Will hier noch mal speziell erwähnen, dass Shantaes Sprite standardmäßig ein Lachen im Gesicht hat, was einfach wunderbar zu ihr passt.
    Die Artworks der Charaktere sind sehr Anime, gefallen mir aber. Generell hatte ich bei Risky's Revenge immer das Gefühl, dass die Artworks in Ordnung, aber auch etwas amateurhaft aussehen. Das hier ist ziemlich gut – und ziemlich freizügig. Nebenbei sind die Bilder diesmal auch nicht so positioniert, dass sie die Sprites komplett verdecken.
    Die Hintergründe sind deutlich detailierter als die von Risky's Revenge. Vielleicht wurden die Designer dort von der DSiWare eingeschränkt. Im Hintergrund bewegen sich häufig Dinge und es wirkt alles lebendiger.



    Das Spiel bietet auch musikalisch einige gute Tracks. Es gibt einige Remixes von alten Stücken, unter anderem auch von dem GBC Teil. Interessanterweise hat die Musik hier erst so richtig bei mir geklickt und ich hab mich dabei ertappt, bei einigen Inseln mitzusummen / dem Beat zu folgen – immer ein gutes Zeichen. Für den OST zeichnet sich wieder Jake Kaufman (DuckTales Remastered, Shovel Knight) verantwortlich und er hat einige gute Kompositionen, die perfekt in das lockere Feeling des Spiels passen, geliefert. Die Musik hat generell sehr viel Energie, z.B. Rave in the Grave, das Boss Battle Theme oder We Love Burning Town.

    Fazit:
    The Pirate's Curse wirkt wie die Kummulation der Erfahrung aus beiden Vorgängern und zeigt, was WayForward ohne größere Limitierungen zustande bringen können: ein sehr spaßiges und kurzweiliges Spiel, das durch seinen abgefahrenen Humor, gute Dialoge und wunderbares audiovisuelles Design punktet. Das Spiel setzt stärker auf Sprungpassagen als die Vorgänger, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Die Spielzeit ist mit acht Stunden angemessen für diese Art von Spiel und im Gegensatz zu Risky's Revenge kam mir auch nichts gestreckt oder gerushed vor. Sicherlich auch, weil Shantaes Bewegungsmöglichkeiten stetig erweitert werden und so auch Backtracken Spaß machen kann. Es ist kein Spiel für Leute, die gerne stundenlang nach Geheimnissen suchen, da es recht linear ist (verglichen mit ähnlichen Spielen).
    Geändert von Sylverthas (16.04.2019 um 13:01 Uhr)

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