Coffee Talk
Coffee Talk ist ... süß! Wir lesen Alltagsgeschichten aus einem Urban-Fantasy-Seattle mit vielen Furries und seltsameren Dingen. Manchmal kochen wir Kaffee aus verschiedenen Zutaten. Hin und wieder gibt es etwas Drama oder einen kleinen Twist. Ich bereue die knapp 5 Stunden überhaupt nicht, aber es ist auch wirklich nur süß.
Ein paar einzelne Punkte:
Also ja. Süß. Und wenn einen das anspricht, vielleicht eine Empfehlung. Ich denke, die Nachfolger werde ich trotzdem auslassen, wenn mir jetzt nicht irgendjemand sagt, dass sie meine Kritikpunkte völlig herumgedreht haben. ^^
- Mein größter Kritikpunkt ist, dass mich das Writing nicht so wirklich abgeholt hat. Es ist nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht spektakulär oder ernsthaft lustig oder sonst irgendwie einprägsam. Was OKAY für ein süßes Kaffee-Spiel ist, aber auch ein Problem für ein Spiel, das zu 80% aus Text besteht. Es ist auch so ein bisschen verliebt in Kunst und Schreiben und Videospiele, und das finde ich immer etwas anstrengend.
- Etwas Ähnliches gilt für das Setting: Es funktioniert, aber sie machen hier wirklich nichts Besonderes, und dafür wird dann doch ein bisschen zu viel Fokus auf all das gelegt. Außerdem hätte ich ein bisschen mehr konsistenten Fokus, ein bisschen weniger Kitchen Sink schön gefunden.
- Man sollte das Spiel wirklich in ein paar Tagen am Stück spielen, weil es praktisch fordert, dass man sich Kaffee-Rezepte und -Vorlieben merkt. Das ist auch überhaupt nicht schwer, aber wenn drei Wochen dazwischenliegen, wie bei mir trägem Fuck, kann es ein Problem sein. xD' Generell ist das Gameplay aber wirklich nur eine nette kleine Auflockerung; sobald man irgendwelche anderen Maßstäbe anlegt, kommt es nicht sonderlich gut weg.
- Viele Charaktere stellen einen wirklich tödlichen Fall von SMUGFACE dar. Bspw. Freya im Bild oben: Ich verstehe, dass Menschen MANCHMAL so gucken, aber sie tut es ständig, selbst wenn ihr Text gar nicht so recht dazu passen mag. Und sie ist leider auch nicht die einzige. Nur ein Detail, aber irgendwie weirdly unsympathisch für mich?
- Apropos Freya: Ich weiß nicht, ob sich außer mir noch jemand an die Aphrodite-IX-Comics aus den 2000ern erinnert, aber bei eine Grünhaarigen mit diesem Tattoo komm ich nicht drumherum. Ist das eine Anspielung?? O_ô
- Generell sieht das Spiel ganz hübsch aus und baut durchaus eine nette Atmosphäre auf!

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Und damit ich dann nicht einen RIESENHAUFEN in einem Post auskotzen muss, hier ein paar Kleinigkeiten bzw. Großigkeiten. 8D
Es ist megafaszinierend, in welcher Konsistenz hier mehr und mehr und MEHR ins Spiel geworfen wird. Ich bin noch immer nicht an einer Stelle, an der es nix mehr zu tun gäbe, und das ist weit vor allen Mods und Co. Wenn man bedenkt, dass die schwächeren Harvest-Moon-Teile so ein bisschen langweilig werden können, sobald man die ersten Kühe hat, lässt sich gar nicht überbewerten, welchen Wert dieses Spiel für das Genre hatte. Zeitlos!
Und selbst innerhalb einzelner Storys wurde meine halbtote Aufmerksamkeit öfter mal rabiat wachgerüttelt, von einer krass animierten Szene oder einem emotionalen Beat, mit dem ich nicht gerechnet habe. Und obwohl mich die gesamte Story von Season 2 anfangs eher kalt gelassen hat, ist sie am Ende dann doch echt gut zusammengekommen! Es gibt sogar hin und wieder einen ernsthaft tiefgehenden Dialog, einen total vielschichtigen Charakter oder verdammt coole Lore-Ideen.
Es enthält schon nach anderthalb Jahren eine beeindruckende Galerie an Waifu-Archetypen (maximal 1/3 davon männlich), die übertriebenen Animationen von perfekten Brüsten, Hinterteilen, Oberschenkeln und noch "spezialisierteren" Körperteilen sind absolutes State-of-the-Art, und wie sehr sich die Hauptfiguren gefühlt mit einer 100-Prozent-Erfolgsrate durch diese Galerie flirten, ist wunderbar schamlos, und ehrlich gesagt, aller Zweifelhaftigkeiten zum Trotz, einfach nur WUNDERBAR! Manche Zweifelshaftigkeiten gönnt man sich einfach! :3








