Naja, ich hab mich mal ein bisschen durch deinen Thread gelesen und dieses Zitat von dir gefunden:
Diese Ansicht geht für mich dann ein bisschen zu weit, was Kunst betrifft. Ich bin der Meinung "Kunst" sollte etwas konstruktives haben. Quasi, dass die Leute, nachdem sie sich mit einem künstlerischen Werk (sei es ein Buch, ein Spiel, ein Lied, ein Gemälde, pi pa po) befasst haben, ein neues Gefühl vermittelt bekommen. Etwas positives oder etwas negatives. Je nach dem was der Künstler damit für Gefühle auslösen wollte. Ich würde aber definitiv nichts als Kunst bezeichnen, was dazu benutzt wird um Menschen zu töten. Das ist einfach keine Kunst. Atombombe, Schusswaffen, Panzer u.ä. sind für mich keine Kunst. Passt einfach nicht in mein Weltbild rein.
Vorweg: Die Atombombe würde ich jetzt auch nicht als Kunstwerk bezeichnen. Aber was deine Definition angeht könnte man durchaus sagen dass die Atombombe und alles was wir damit verbinden ebenfalls Gefühle in uns auslöst und vermittelt. Vielleicht Angst vor Krieg, Angst vor Tod. Gehen wir in eine andere Richtung: Gefühl von Macht. Der Atompilz ist wohl schon international zu einem Symbol geworden dass jeder versteht. Sobald man sich mit dem Themengebiet dahinter befasst werden dir ein Duzend Meinungen entgegenfliegen.
Aber das gehört dann wieder zur Frage, was Kunst eigentlich darf und was nicht.
Im Idealfall aber: Mich nicht töten![]()
Also, wenn ich jemanden mit einer Statue erschlage, die vorher als Kunstwerk zählte, verliert sie diesen Status?
Und ja, die Atombombe zählte nie als Kunstwerk, aber es wurde, wie deine definition selbst sagt:
Nun Kernspaltung als Waffe zu verwenden, hat damals sehr beeidnruckt. Damals hat niemad so etwas für möglich gehalten. Und auch das was die Atombombe auslöst, die enorme stärke ihrer Explosion, ist "beeindruckend". Hinzu kommt, dass sowas noch nie dagewesen ist.Zitat
Achso und damit ihr es wisst. Ich bin kein Gunnerd oder Kriegsverherlicher noch finde ich gut wofür die Atombombe genutzt wurde.
Ich habe llediglich versucht meine definition von Kunst genauer zu beschreiben
Also laut deiner definition müsste die Atombombe auch ein Kunstwerk sein.
"Definition" hin oder her: Nein![]()
Ich glaube einen allgemeines Kunstverständnis, das überall durchgreift, gibt es nicht. Schließlich gibt es ja so vieles, das einige als Kunst bezeichnen, was die anderen noch nicht einmal darunter fallen lassen wollen. Ich glaube um ein tiefgreifendes Verständnis von der Malerkunst, Bildhauerkunst, Fotografiekunst oder Handwerkskunst von Uhren bei chrono24 beispielsweise zu erhalten, braucht man Kenntnisse und Erfahrungen, und so gesehen ein geschultes Auge. Zur Kunst im Allgemeinen finde ich aber, trifft immer die Phrase zu: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
--Ein Theoretiker ist ein Mensch, der praktisch nur denkt.
Geändert von Sofia-Lun (19.09.2012 um 09:02 Uhr)
(Aus dem Thread: "Studieren in Wien, jemand Erfahrung?")
Subtilität will gelernt sein, Mädel. Wenn du gezielt Werbung via Forenlinks machen willst, solltest du etwas weniger auffällig vorgehen und weniger Phrasen dreschen. Auch Verlinkungen auf die Hauptseite sind immer sehr leicht zu entlarven, lieber ein einzelnes Produkt oder eine Produktsparte auswählen und passend platzieren; der Klick wird ja dennoch generiert, der Werbekunde kommt nicht zuerst mit der Suchleiste (oder der nichtssagenden Unternehmensbeschreibung; what the heck, get your shit together, Betty) in Kontakt, sondern mit etwas Handfestem, und ist von da an eher geneigt, sich mit dem Anbieter auseinanderzusetzen. Außerdem fällt dann nicht so schnell auf, dass du eigentlich bloß werben willst. Hier hätte sich beispielsweise die Verlinkung eines bestimmten Design-Schemas mit einem Diskussionsanstoß, ob es sich dabei um HandwerksKUNST oder um KunstHANDWERK handelt, Wunder gewirkt. Deine Diskussionspartner sind dann im Idealfall beinahe gezwungen, deinen Link anzuklicken, wenn sie mitreden möchten.
Warum machst du Werbung, wenn du dich damit nicht auskennst? Das hier ist auf jeden Fall keinen Deut gewiefter, als die Farmasiaten, die völlig unmotiviert Viagra-Links zusammenkopieren und irgendwo posten. Effizient ist das tatsächlich nur, wenn irgendein Depp den Link zweimal anklickt, um dir informierterweise aufzuzeigen, wie wenig effizient das ist.
--از جمادی مُردم و نامی شدم — وز نما مُردم بهحیوان سرزدم / مُردم از حیوانی و آدم شدم — پس چه ترسم؟ کی ز مردن کم شدم؟
حمله دیگر بمیرم از بشر — تا برآرم از ملائک بال و پر / وز ملک هم بایدم جستن ز جو — کل شیء هالک الا وجهه
بار دیگر از ملک پران شوم — آنچه اندر وهم ناید آن شوم / پس عدم گردم عدم چو ارغنون — گویدم کانا الیه راجعون
Geändert von Mordechaj (20.09.2012 um 00:22 Uhr)
Man darf aber auch nicht vergessen, wie Kunst sich überhaupt erst einmal entwickelt hat.
Im Mittelalter galten die Künstler als Handwerker, die sich um die christlichen Altarbilder und Sakralarchitektur kümmerten. Religion und Kunst sind hier verbunden ... das haben wir heute gar nicht mehr. Jedenfalls, unserer modernen Entsprechung der Kunst. Aber auch das ist ein weiteres Problem. In den ganzen Avantgarden, ob nun die historischen, oder allgemein die -Ismen, wie z.B. Dadaismus, wird das, was in der Zeit gemacht wird, von der Gesellschaft oft nicht akzeptiert. (Stichworte : Museumsverbrennung - Rebellion gegen die Vätergeneration etc.)
Einen allgemeingültigen Begriff gibt es also nicht, allein vom Wortursprung her, dürfte das doch relativ schwierig sein. (Die 7 freien Künste im MA hatten weniger mit der heutigen Kunst zu tun, als damals, eher mit Naturwissenschaften)
Also muss sich jeder selbst davon ein Bild machen, was er als Kunst ansieht und was nicht. Und da darf auch keiner einem reinreden.