Es ist zu unterscheiden zwischen einem dummen Feigling und einem dummen Mann.
Ersterer hat sich das Ding gleich an den Fuß tätowieren lassen, um das schön verstecken zu können, anstatt auf den Oberarm oder die Brust, wo Tattoos normalerweise hingehören, während der zweite es wenigstens nicht versteckt.
Dadurch, dass er das Tattoo versteckt und es von Anfang an da unten hingesetzt hat, hat er nicht nur politische Blödheit, sondern auch Unentschlossenheit demonstriert. Was ist das denn für ein Erkennungszeichen, das ich beinahe unter der Fußsohle trage? Durch das Tattoo an sich haben schon beide eine ziemliche Dummheit bewiesen, aber die Stelle und die Kaschierungsversuche zeigen beim zweiten, dass er 1. sich für seine eigene Entscheidung schämt, obwohl man (ich nehme an, der ist noch in jungen Jahren) gerade bei Tattoos weiß, dass die nicht mehr weggehen, daher hatte er 2. eine ungestüme, vorschnelle, unerwachsene Entscheidung getroffen, 3. dass er nicht weiß, wohin Botschaften gehören, wenn man sie denn schon für auf dem Körper notwendig hält, 4. von Anfang an unentschlossen war (weil die Lüge ja offenbar schon länger aufrecht erhalten war), und 5. dass er euch, wie erwähnt, anlog.
Stünde das Ding auf Brust, Rücken oder Oberarm und wäre nicht entfernt worden, was wir annehmen, denn ansonsten hätten wir es ja nicht gesehen und könnten es nicht diskutieren, dann fallen Gründe 1, 2, 3, 4, 5 weg. Er ist dann nur noch ein dummer Nazi, aber niemand, der sich nicht entscheiden kann zwischen (teilweise ausländischem) Freundeskreis und rechter Gesellschaft, und ein Doppelleben führt, denn ich nehme nicht an, dass seine Kameraden fröhlich wären, wenn sie erführen, dass er ständig Pflaster draufklebt und von Operationen erzählt, und er versucht nicht, es allen recht zu machen, sondern konfrontiert jedermann direkt mit dem Symbol auf dem Herzen, sodass jeder sofort entscheiden könnte, ob er mit einem dummen, aber vielleicht freundlichen Menschen befreundet sein will oder nicht, ohne angelogen zu werden.
Ich kann mir vorstellen, mit einem ansonsten herzensguten NPD-Mitglied befreundet zu sein, sofern er nicht gewalttätig und nur mäßig rechts ist, und mich nicht überzeugen will. So einer ist mir allerdings noch nie untergekommen. Deinen Freund dagegen würde ich direkt in die Tonne kloppen - die beliebte Tradition der ebenso ostdeutschen Familienplanung.
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Geändert von MaxikingWolke22 (28.03.2010 um 15:39 Uhr)
tut mir leid dass ich mich den ganzen Tag nicht gemeldet habe. Momentan ist es aber etwas stressiger hier in der Bude.
Ausserdem schlaucht mich die Zeitumstellung heuer extrem - wie ist das bei euch? Habt ihr euch schon umgestellt oder seid ihr auch so kaputt wie ich?
@Glannaragh: Da fällt mir auch noch ein, zum Thema germanische Mythologie, das viele Stämme schon den gleichen Gott hatten, nur unter anderen Namen oder auch teils anderem Erscheinungsbild. Allein Odin hat zig Namen und dazu auch immer wieder eine andere Gestalt, wobei diese nicht immer "göttlich" sind. Und Thor taucht selbst auch schon unter mindestens 2 verschiedenen Namen in der Edda auf, genauso seine Frau ... Sif? Nein, oder doch? Ich weiß es nicht mehr. Da sind so viele Namen, dass ich die mir noch nicht wirklich alle gemerkt habe und irgendwie hat ja auch jeder Gott mindestens einmal ein inniges Zusammensein mit jeder Göttin gehabt.
Wie ich gerade feststellen muss, bin ich recht glücklich darüber hier im Forum mal mindestens eine andere Person gefunden zu haben, die sich für die germanische Mythologie interessiert. Ansonsten kenne ich nämlich niemanden der daran wirklich Interesse hat. ^^
Gruß
Streicher
EDIT: Zur Zeitumstellung: Ich hatte eigentlich kein Problem damit. Seltsamerweise hab ich heute allerdings bis 15.00 Uhr geschlafen, dabei war ich heute morgen um 2 oder 3 im Bett. Ansonsten wache ich egal wann ich schlafen gehe, um 11 oder 12 auf. Vielleicht liegts doch an der Zeitumstellung.
Also die Themenwechsel hier sind faszinierend Nicht dass es mich stören würde
@Streicher
Naja, also ich interessiere mich schon auch für Mythologie, allerdings finde ich die Götter und deren Mythen und Sagen eher etwas trist und langweilig ^^ Was mich an der germanischen Mythologie viel mehr interessiert sind Geschichten über die Erscheinungen von Dämonen und Geistern. Zum Beispiel Baal: Ich war immer der festen Überzeugung, dass diese 'Kreatur' eine Erfindung von Blizzard wäre (Diablo II: The Lord of Destruction). Aber nachdem ich mich da etwas eingelesen habe, hab ich gesehen, entdeckt, herausgefunden, dass Baal eine Dämonenfigur aus dem Germanischen zu sein scheint. Auch solche Erscheinungen wie die Sukkubi/Sukkubus stammen ja angeblich aus mitteleuropäischen Mythen. Aber das 'Ulkigste' das ich gelesen habe war, dass Rübezahl (dürfte jedem ein Begriff sein) ein Dämon ist, dessen Geschichte ewig zurückreicht, lustig deswegen, da in Kindermärchen und Erzählungen Rübezahl immer als stumpfer Riese dargestellt wird, zumindest hier zu Lande.
Fallss ich irgendwo falsch liege darf man mich gerne verbesseren, ich beschäftige mich aufgrund der mangelnden Zeit nicht all zu intensiv mit diesen Dingen, da kann es sein dass ich da mal was durcheinander bringen ^^
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Student für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Bildung -> Grundstudium 1. Semester = Psychologie... ich frage mich manchmal wirklich, wer an den Bildungsplänen für württembergische Unis hockt
Aber nachdem ich mich da etwas eingelesen habe, hab ich gesehen, entdeckt, herausgefunden, dass Baal eine Dämonenfigur aus dem Germanischen zu sein scheint. Auch solche Erscheinungen wie die Sukkubi/Sukkubus stammen ja angeblich aus mitteleuropäischen Mythen. Aber das 'Ulkigste' das ich gelesen habe war, dass Rübezahl (dürfte jedem ein Begriff sein) ein Dämon ist, dessen Geschichte ewig zurückreicht, lustig deswegen, da in Kindermärchen und Erzählungen Rübezahl immer als stumpfer Riese dargestellt wird, zumindest hier zu Lande.
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Baal hast du aber wirklich völlig falsch eingeordnet. Der Junge kommt zwar in zwei Mythologien (der syrischen als Gottheit und der christlichen als Dämon, der von eben jenem syrischen Gott abstammt) vor, abher nicht in der germanischen. Sukkubi stammen ebenfalls aus aus der Region Mesopotamien und wurden dann von der jüdischen Mythologie aufgenommen, durch welche sie auch in die christliche Mythologie gelangten und während der Hexenverbrennungen traurige Berühmtheit erlangten.
Und Rübezahl ist kein stumpfer Riese, sondern der Berggeist des Erzgebirges, der sein Reich mit List und Tücke schützt.
Und Rübezahl ist kein stumpfer Riese, sondern der Berggeist des Erzgebirges, der sein Reich mit List und Tücke schützt.
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Klar, Riesen sind auch ein (achtung, stumper Witz) riesiger Bestandteil der germanischen Mythologie. Ok, riesig nicht, aber ein großer, da die Riesen die einstigen Götter waren und dann von den Asen (Odin, Baldur, Thor usw. usw.) ihres Standes beraubt wurden, weswegen auch Feindschaft zwischen diesen beiden herrscht. Am Ende, also, Ragnarok, kämpfen Riesen und Asen ja auch gegeneinander. Natürlich gab es auch friedlichere Momente zwischen beiden (etwa die Vermählung zwischen Freyr und der Riesin Gerd/Gerda). Aber allgemein gesagt sind Asen und Riesen nicht gerade die dicksten Freunde. ^^
Aber Rübezahl selbst hab ich noch nicht in der Edda entdeckt, wenn er denn überhaupt darin vorkommt. Wenn die Legende um ihn allerdings wirklich so alt ist, würde es mich wundern, wenn er nicht einfach unter einem anderen Namen auftaucht.
Gruß
Streicher
PS. Tut mir Leid wenn ich so viel darüber schreibe und erzähle, aber ich liebe dieses Thema einfach.
Da fällt mir noch ein: Die Christen haben viele der alten germanischen, mythologischen Wesen und Götter als Dämonen dargestellt. Ein ganz bekanntes Beispiel: Der Drache. ^^
Klar, Riesen sind auch ein (achtung, stumper Witz) riesiger Bestandteil der germanischen Mythologie. Ok, riesig nicht, aber ein großer, da die Riesen die einstigen Götter waren und dann von den Asen (Odin, Baldur, Thor usw. usw.) ihres Standes beraubt wurden, weswegen auch Feindschaft zwischen diesen beiden herrscht. Am Ende, also, Ragnarok, kämpfen Riesen und Asen ja auch gegeneinander. Natürlich gab es auch friedlichere Momente zwischen beiden (etwa die Vermählung zwischen Freyr und der Riesin Gerd/Gerda). Aber allgemein gesagt sind Asen und Riesen nicht gerade die dicksten Freunde. ^^
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Nana, nicht die Wanen zwischen den Riesen und den Asen vergessen.
Zitat
Aber Rübezahl selbst hab ich noch nicht in der Edda entdeckt, wenn er denn überhaupt darin vorkommt. Wenn die Legende um ihn allerdings wirklich so alt ist, würde es mich wundern, wenn er nicht einfach unter einem anderen Namen auftaucht.
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Was daran liegen könnte, dass er erst im 15. Jahrhundert in der tschechischen und deutschen Literatur auftaucht.
Zitat
Da fällt mir noch ein: Die Christen haben viele der alten germanischen, mythologischen Wesen und Götter als Dämonen dargestellt. Ein ganz bekanntes Beispiel: Der Drache. ^^
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Jein. Drachen kommen auch in anderen Sagen und Mythologieen auf und erste Verweise auf Drachendarstellungen im Christentum finden sich bereits in der "Offenbarung des Johannes" (besser bekannt als Schilderung der Apokalypse), die im vierten Jahrhundert schon im christlichen Raum verbreitet war. Drachen waren den Christen somit schon bekannt, bevor sie mit der nordischen Mythologie in Kontakt kamen.
Im Übrigen ist das Verhältnis der Christen zu den Wikingern/ Warängern/ Dänen etc. wesentlich entspannter gewesen, als beispielsweise zu den Sachsen. So erfolgte im Norden keine Schwertmission, sondern das Christentum wurde vor allem aufgrund der besseren Organisationsmöglichkeiten für die entstehenden Herrschaftsgebiete und den Jenseitsglauben mit der Auferstehung weitestgehend freiwillig angenommen. Blutige Konflikte, wie sie von manchen Pagananhängern propagiert werden, hat es weitestgehend nicht gegeben und wenn, dann wurden sie von Einzelpersonen durchgeführt. Auf Island wurde das Christentum sogar nach einer Abstimmung im Thing eingeführt, wobei der größte Streitpunkt vor allem dem Verzehr von Pferdefleisch war. (Habe ich eigentlich erwähnt, dass in der Bachelorphase die "Missionierung der Wikinger" eine meiner mündlichen Prüfungen war? )
Der Drache ist ohnehin so ein Sonderfall, weil er in unheimlich vielen Kulturen vorkommt, außerhalb von unseren Breiten z.B auch im Fernen Osten und in Südamerika. Ich kann mir keinen Reim darauf machen, wie sich dieses "Wesen" in so vielen Kulturen etablieren konnte, und vor allem wie. Kulturtransfer war zu allen uns vorangegangenen Zeiten ja bedeutend schwieriger.
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Understanding is a three-edged sword - your side, their side, and the truth
Nana, nicht die Wanen zwischen den Riesen und den Asen vergessen.
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Hab ich nicht, nur ging es ja jetzt hier um Riesen. Wenn ich die Wanen erwähne muss ich auch die anderen "Rassen" erwähnen wie Zwerge und Menschen (besonders erstere haben durch ihre Schmiedekünste viel beigetragen, z.B. Draupnir oder Freyas Eber mit den goldenen Borsten).
Zitat
Jein. Drachen kommen auch in anderen Sagen und Mythologieen auf und erste Verweise auf Drachendarstellungen im Christentum finden sich bereits in der "Offenbarung des Johannes" (besser bekannt als Schilderung der Apokalypse), die im vierten Jahrhundert schon im christlichen Raum verbreitet war. Drachen waren den Christen somit schon bekannt, bevor sie mit der nordischen Mythologie in Kontakt kamen.
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Deswegen hab ich ja auch "Komma" zwischen germanisch und mythologisch gesetzt, sodass klar werden sollte, das ich das nicht als ein Adjektiv benutzen wollte, sondern allgemein. ^^
Zitat
Im Übrigen ist das Verhältnis der Christen zu den Wikingern/ Warängern/ Dänen etc. wesentlich entspannter gewesen, als beispielsweise zu den Sachsen. So erfolgte im Norden keine Schwertmission, sondern das Christentum wurde vor allem aufgrund der besseren Organisationsmöglichkeiten für die entstehenden Herrschaftsgebiete und den Jenseitsglauben mit der Auferstehung weitestgehend freiwillig angenommen. Blutige Konflikte, wie sie von manchen Pagananhängern propagiert werden, hat es weitestgehend nicht gegeben und wenn, dann wurden sie von Einzelpersonen durchgeführt. Auf Island wurde das Christentum sogar nach einer Abstimmung im Thing eingeführt, wobei der größte Streitpunkt vor allem dem Verzehr von Pferdefleisch war. (Habe ich eigentlich erwähnt, dass in der Bachelorphase die "Missionierung der Wikinger" eine meiner mündlichen Prüfungen war? )
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Ich wollte keinesfalls andeuten, dass die Christen die germanische Mythologie überall durch Blut und Morde vertrieben hat. Die Christen haben, in Bezug auf die germanische Mythologie, einfach nur viele Bräuche leicht abgeändert in ihre Religion mit einfließen lasen (z.B. das Schmücken des Weihnachtsbaums, oder der Weihnachtsbaum allgemein, oder den Nikolaus).
Es geht aber auch anders herum: In einer germanischen Geschichte (Entstehung rund 800 nach Christus) um die Zeit nach Ragnarok, wird geschrieben, dass die beiden Überlebenden Menschen (Lif und Lifthrasil; wobei ich anmerken möchte, dass eigentliche Geschichte um die beiden wesentlich älter ist) goldene Tafeln finden, auf denen die göttlichen Gesetze stehen. Da wird klar, von was die Geschichte beeinflusst wurde. ^^
EDIT: @Glannaragh: Kommt drauf an, wie alt der Drache wirklich ist. Wenn es ihn schon zur Zeit, vor den Wanderungen der ersten Menschen gab, zumindest in grober Form, dann ist es erklärbar. Andernfalls aber nicht, das wäre mir auch lieber, dass hieße nämlich, es müsste welche gegeben habe. ^^
EDIT: @Glannaragh: Kommt drauf an, wie alt der Drache wirklich ist. Wenn es ihn schon zur Zeit, vor den Wanderungen der ersten Menschen gab, zumindest in grober Form, dann ist es erklärbar. Andernfalls aber nicht, das wäre mir auch lieber, dass hieße nämlich, es müsste welche gegeben habe. ^^
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Dann müßte der Drache wirklich sehr alt sein.
Es gibt eine These, die davon ausgeht, daß irgendwelche Leute Dinosaurierskelette gefunden und sich daraus die Drachenvorstellungen entwickelt haben. Ich weiß aber beim besten Willen nicht mehr, wo ich das her habe. Es ist und bleibt jedenfalls ein spannendes Thema.
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Baal hast du aber wirklich völlig falsch eingeordnet. Der Junge kommt zwar in zwei Mythologien (der syrischen als Gottheit und der christlichen als Dämon, der von eben jenem syrischen Gott abstammt) vor, abher nicht in der germanischen. Sukkubi stammen ebenfalls aus aus der Region Mesopotamien und wurden dann von der jüdischen Mythologie aufgenommen, durch welche sie auch in die christliche Mythologie gelangten und während der Hexenverbrennungen traurige Berühmtheit erlangten.
Und Rübezahl ist kein stumpfer Riese, sondern der Berggeist des Erzgebirges, der sein Reich mit List und Tücke schützt.
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Oh Gott wie peinlich Da interessiert man sich schonmal für Mythologie und verdreht dann alles was man bisher so gelesen und aufgeschnappt hat... Aber man dankt für die Aufklärung ^^
Naja, das Erzgebirge gilt hier auch heute noch als großer Steinhaufen, den die Norddeutschen einfach mal als Gebirge bezeichnen (nichts für ungut, aber die Senioren hier zu Lande lassen sich da schwer umstimmen). Folglich ist auch die Erzählung um Rübezahl etwas verhundst
Das mit den Drachen ist schon interessant, was ich aber noch viel besser finde ist der Gedanke eines jeden 'Volkes', wie der Drache dargestellt wird, zum Beispiel der westliche und der östliche Drache. Der Westliche wird immer als mächtiges Wesen mit massivem Leib und gewaltigen Schwingen gezeichnet, der östliche hingegen gleicht mehr einer Schlange und hat Flügel nicht immer als Serienausstattung...
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Student für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Bildung -> Grundstudium 1. Semester = Psychologie... ich frage mich manchmal wirklich, wer an den Bildungsplänen für württembergische Unis hockt
Das mit den Drachen ist schon interessant, was ich aber noch viel besser finde ist der Gedanke eines jeden 'Volkes', wie der Drache dargestellt wird, zum Beispiel der westliche und der östliche Drache. Der Westliche wird immer als mächtiges Wesen mit massivem Leib und gewaltigen Schwingen gezeichnet, der östliche hingegen gleicht mehr einer Schlange und hat Flügel nicht immer als Serienausstattung...
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Der westliche Drache muss nicht immer einen massvien Leib und gewaltige Schwingen haben. Es gibt auch Darstellungen (besonders in Amerika) auf denen er Schlangenähnlicher ist (Quetzalcoatl). Im Osten kommt es auch darauf an, wie weit du in diese Richtung gehst. Es gibt aber auch Unterschiede in der Verehrung und im Verhalten des Drachen gibt. Im Osten sind es meist ruhige eher göttliche Wesen und im Westen solche die als Wächter dienen und einen Schatz bewachen (Fafnir) oder solche die gar der "bösen Sache" dienen (Nidhöggr, der kämpft im Ragnarok gegen die Götter und knabbert ständig die armen Wurzeln von Yggdrasil an).
Naja, das Erzgebirge gilt hier auch heute noch als großer Steinhaufen, den die Norddeutschen einfach mal als Gebirge bezeichnen (nichts für ungut, aber die Senioren hier zu Lande lassen sich da schwer umstimmen). Folglich ist auch die Erzählung um Rübezahl etwas verhundst
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Upps, habe ich Erzgebirge gesagt? Ich meinte natürlich das Riesengebirge.^^'
Zitat von Streicher
Hab ich nicht, nur ging es ja jetzt hier um Riesen. Wenn ich die Wanen erwähne muss ich auch die anderen "Rassen" erwähnen wie Zwerge und Menschen (besonders erstere haben durch ihre Schmiedekünste viel beigetragen, z.B. Draupnir oder Freyas Eber mit den goldenen Borsten).
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Du hast vor allem aber auch geschrieben, dass die Riesen direkt vor den Asen die herrschende Götter waren. Und das passt so ja nicht.
Zitat
(z.B. das Schmücken des Weihnachtsbaums, oder der Weihnachtsbaum allgemein, oder den Nikolaus).
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Naja, zumindest der Nikolaus geht allerdings auf einen Heiligen der Kirche zurück. Entlehnungen gibt es nur im Bereich des Weihnachtsmanns (der im Übrigen nicht von einem Brausehersteller erfunden wurde).
Zitat
Es geht aber auch anders herum: In einer germanischen Geschichte (Entstehung rund 800 nach Christus) um die Zeit nach Ragnarok, wird geschrieben, dass die beiden Überlebenden Menschen (Lif und Lifthrasil; wobei ich anmerken möchte, dass eigentliche Geschichte um die beiden wesentlich älter ist) goldene Tafeln finden, auf denen die göttlichen Gesetze stehen. Da wird klar, von was die Geschichte beeinflusst wurde. ^^
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Gewagte These, wenn man bedenkt, dass die eigentlich große Kontaktaufnahme erst genau in dem Zeitpunkt stattfindet, zumal es ähnliche Mythen fast in allen Kulturen der Welt gibt. Auch verwundert mich die Tatsache der Tafeln nicht sonderlich, wenn man hinzuzieht, dass die Runen bei den Wikingern als heilig angesehen werden. so ist es durchaus logisch, dass die Gebote auf goldenen Tafeln erscheinen.
Gewagte These, wenn man bedenkt, dass die eigentlich große Kontaktaufnahme erst genau in dem Zeitpunkt stattfindet, zumal es ähnliche Mythen fast in allen Kulturen der Welt gibt. Auch verwundert mich die Tatsache der Tafeln nicht sonderlich, wenn man hinzuzieht, dass die Runen bei den Wikingern als heilig angesehen werden. so ist es durchaus logisch, dass die Gebote auf goldenen Tafeln erscheinen.
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Die These stammt nicht von mir, ich hab sie nur gelesen. Allerdings ist durch das Entstehungsdatum schon ein gewisser Mythenbereich begrenzt aus dem es stammen könnte.
Zitat
Du hast vor allem aber auch geschrieben, dass die Riesen direkt vor den Asen die herrschende Götter waren. Und das passt so ja nicht.
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Ich dachte die Asen stammen von den Wanen ab. Blödsinn, weiß nicht wie ich darauf jetzt kommen konnte. ^^ Die Wanen sind das ältere Göttergeschlecht und die Asen das jüngere, dann müssten die Riesen mittendrin sein, oder?
Ich muss unbedingt mehr von der Edda lesen, damit ich zum jüngeren Teil komme, da steht das doch alles drin. ^^
Zitat
Naja, zumindest der Nikolaus geht allerdings auf einen Heiligen der Kirche zurück. Entlehnungen gibt es nur im Bereich des Weihnachtsmanns (der im Übrigen nicht von einem Brausehersteller erfunden wurde).
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Ich hab gelesen, dass der Nikolaus daher kommt. Klar, dass das ein Heiliger war weiß ich, ihn aber als schenkenden Mann darzustellen, der jedes Jahr wiederkommt, das sollte angeblich aus der germanischen Mythologie abgeleitet worden sein, weil dort der Werte Odin als schenkender Manne herumreist und den Leuten feine Sachen gibt, und die Geschichte darum gibt es schon wesentlich länger als den werten Herrn Nikolaus.
EDIT: Ich seh gerade, es liest sich so, als ob ich fester Meinung dessen bin (zum Thema Nikolaus). Allerdings will ich das damit nicht sagen, lediglich, dass Beeinflussung durch den germanischen Glauben möglich ist.
Zitat von BIT
Wikingern
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Es waren allerdings nicht nur die Wikinger die an die germanischen Götter glaubten. Die Bezeichnung Wikinger ist doch, soweit ich weiß, noch gar nicht so alt, oder? Irgendwie 500 n. Chr.? Korrigiert mich wenn ich da falsch liege. ^^ Jedenfalls auch die Stämme im heutigen Deutschland und auch Frankreich haben an diese Götter geglaubt, wenn auch mit Unterschieden, wie Glannaragh schon erwähnte.
Die Wanen sind das ältere Göttergeschlecht und die Asen das jüngere, dann müssten die Riesen mittendrin sein, oder?
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Riesen --> Wanen --> Asen
Obwohl es bei den Wanen und den Wasen ja eigentlich zu einer Vermischung der Göttergeschlechter kommt. So sehr wie die alle untereinander verkuppelt sind ...
Zitat
Ich hab gelesen, dass der Nikolaus daher kommt. Klar, dass das ein Heiliger war weiß ich, ihn aber als schenkenden Mann darzustellen, der jedes Jahr wiederkommt, das sollte angeblich aus der germanischen Mythologie abgeleitet worden sein, weil dort der Werte Odin als schenkender Manne herumreist und den Leuten feine Sachen gibt, und die Geschichte darum gibt es schon wesentlich länger als den werten Herrn Nikolaus.
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So weit ich weiß, geht das Schenken am Nikolausfest auf die karikativen Einsätze des Bischof von Myra selbst zurück. Vor allem im Bereich der Kinderbeschenkung ist dieser Teil grundlegend für das Nikolausfest und eine der ältesten christlichen Traditionen.
Anders sieht es beim Weinachtsmann aus, der tatsächlich von einem kleinen nordischen Gnom abgeleitet wurde. Der Weihnachtsmann kam aber auch erst relativ spät in der Gesellschaft auf und, wie schon gesagt, hat das Ganze nichts mit Coca Cola zu tun. Das einzige, was die geleistet haben, ist ihm eine Trademark-Farbe zu verpassen (rot).
Zitat
Es waren allerdings nicht nur die Wikinger die an die germanischen Götter glaubten. Die Bezeichnung Wikinger ist doch, soweit ich weiß, noch gar nicht so alt, oder? Irgendwie 500 n. Chr.? Korrigiert mich wenn ich da falsch liege. ^^ Jedenfalls auch die Stämme im heutigen Deutschland und auch Frankreich haben an diese Götter geglaubt, wenn auch mit Unterschieden, wie Glannaragh schon erwähnte.
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Wikinger gab es grundlegend nur im Zeitraum von 500 bis etwa 800. Danch löste sich das ganze in den entstehenden Nationalreichen (Dänen, Norwegen, Schweden etc.) langsam auf. Wikinger bezeichnet dabei auch nur diejenigen Bevölkerungsgruppen, die durch Raubzüge auffielen, während Händler vielmehr unter dem Begriff "Waränger" bekannt waren. Auch der Begriff "Rus" stand für bestimmte Gruppen dieser "Nationalität". Ratet mal, wo deren Nachfahren leben.
Vor Verallgemeinerungen bei den Mythologien der unterschiedlichen germanischen Stämme muss ich allerdings warnen. Zwar gibt es einen gemeinsamen Unterbau in der Mythologie, die Ausgestaltung sieht allerdings von Stamm zu Stamm unterschiedlich aus. Das reicht von den Namen der Götter über deren "Zuständigkeitsgebiete" bis hin zur Ausgestaltung des Glaubens. Generell würde ich die germanischen Götter daher nicht unbedingt mit den nordischen gleichsetzen, sondern die Fälle immer einzeln betrachten. Die Edda musst du dabei übrigens durchaus kritisch betrachten, da diese kein authentisches Dokument der Wikingerzeit ist, sondern erst im 13. Jahrhundert, also rund 500 Jahre nach der Hochzeit der Wikinger unter dem Einfluss von christlichen Autoren entstanden ist. Wesentliche Glaubensmerkmale wirst du dort nur sehr finden, zumal die Wikinger in der Frühphase eine orale Literatur betrieben, die die Geschichten mündlich an die Nachwelt weitergaben.
Anders sieht es beim Weinachtsmann aus, der tatsächlich von einem kleinen nordischen Gnom abgeleitet wurde.
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Nikolaus war ein griechischer Papst der durch seine karitative Ader - speziell bei Kindern - auffiel und heilig gesprochen wurde.
Der Weihnachtsmann hingegen ist - soweit ich weiß - eigentlich nichts anderes als eine Kopie des Nikolaus.
Vorallem durch Irische Auswanderer in die Staaten kam dieses Wesen zustande. Saint Niklaas wurde so zu Santa Claus... aber woher er die Renntiere, seine Heimat am Nordpol und den fliegenden Schlitten bekam weiß ich jetzt auch nicht.
Zitat
Wikinger bezeichnet dabei auch nur diejenigen Bevölkerungsgruppen, die durch Raubzüge auffielen, während Händler vielmehr unter dem Begriff "Waränger" bekannt waren. Auch der Begriff "Rus" stand für bestimmte Gruppen dieser "Nationalität". Ratet mal, wo deren Nachfahren leben.
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Spielt Medieval I und ihr wisst das alles.
Wobei die Waränger nicht nur Händler waren. So war die Waränger Garde z.B. eine Eliteeinheit die vor allem von den Byzantinern gerne rekrutiert wurde.
Ach und die Rus... tja, die habe jetzt sogar ein eigenes Land.
Waränger habe ich besonders oft im Zusammenhang mit den Schweden gehört. Die angelsächsische Chronik bezeichnet alle Skandinavier als "Dänen".
Zitat von sims
Ach und die Rus... tja, die habe jetzt sogar ein eigenes Land.
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Die aus Skandinavien kommenden Rus gründeten zum Beispiel Nowgorod. Interessant an der ganzen Sache ist, daß diese Tatsache in Rußland erst seit dem Ende der Sovietunion "erlaubtes Wissen" ist. Vorher war es verboten, diese Lehrmeinung auszusprechen. Man konnte und wollte nicht akzeptieren, daß die eigene Zivilisation entscheidend durch "westliche" Einflüsse mitgeprägt wurde.
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