dito. ich war auch immer der introvertierte, nachdenkliche mensch. was heißt war, ich bin es noch. in der klasse wo ich derzeit einen körperbeeinträchtigten jungen betreue, ist ebenfalls ein schüler, welcher nicht spricht. höchstens einmal guten morgen. und die zweifelhaften pädagogen gehen zu ihm hin und welchen lösungsvorschlag bemächtigen sie sich? "komm, red doch etwas". großartig. denken diese beschränkten leute tatsächlich, dass ein junge, der nun 15 jahre seine subjektive persönlichkeit gebildet hat, alles aufgibt, weil ein lehrer eine sinnfreie phrase äussert? auf jedenfall, lassen sie ihn nun in frieden und laut seinen eltern redet er auch zu hause nicht viel. wenn es darauf ankommt, spricht er jedoch durchaus, also wird er auch im arbeitsleben diesbezüglich keine probleme haben.
jedoch hab ich ihm schon zweimal geholfen, weil ein schüler ihm eine ohrfeige gab und er sich nicht wehrte, weil er tatsächlich enorm zurückgezogen ist. hab den kleinen schläger dann zum direktor geschickt. mittlerweile lassen sie ihn jedoch in ruhe. ich habe den eindruck gewonnen, dass manche lehrer keine konsequenzen setzen können. die kinder brüllen auf primitivste und niveauloseste weise herum, es werden konsequenzen angedroht, jedoch nicht vollzogen. ergo, ist keine änderung möglich, weil das handeln keine folgen besitzt. in den letzten 10 minuten kam es dann zu einem wahrlich pädagogischen geniestreich. sie mussten einen kopierten text, der bereits im heft integriert wurde, nochmals auf die nebenseite schreiben, da sie so bitterböse laut waren.... habe ich natürlich nicht gemacht, weil ich sicher keine sanktionen für den jungen, der sehr angenehm und ruhig ist, schreiben werde. aber auch interne absprachen sind kaum vorhanden. eine lehrerin sagt zu mir "kann der da lesen". was bitte ist das für eine vorgehensweise? ein anderer lehrer hält mich wieder für einen schüler. viele lehrer kümmert es auch nicht, ob die schüler konsequent lernen und sich den stoff aneignen. wer es schafft, gut, wer nicht, selbst schuld. wirklich nachhilfe seitens lehrer, für was dieser im grunde bezahlt wird, gibt es kaum.
Mir wurde in der Schule von einem Lehrer allen Ernstes die Frage gestellt, ob ich besonders oft von Eltern oder Verwandten geschlagen werden würde^^. Aber ganz ehrlich: Lieber fragen da die Lehrer zusätzlich nach, bevor sie einem eiskalt Dummheit fürs ganze Leben bescheinigen...Schulpsychologen sind wohl auch Luxus für diverse Schulen. Ich pers. kenne nur Schulen, in denen ein "vertrauenswürdiger Lehrer" ein offenes Ohr für Probleme der Schüler hatte, aber direkt einen ausgebildeten Schulpsychologen... Nö.Zitat
EDIT:
@Mando Diao: Das alles war ebenfalls nur auf den Beitrag (vom ZDF) bezogen und habe ich nie persönlich gemeint.![]()
Geändert von Manuel (01.11.2009 um 20:45 Uhr)
Wir haben nur Schulpsychologen für unseren Stadtteil.
Und anscheinend scheinen die auch nicht viel zu machen. Jedenfalls musste ich mich mal mit einem unterhalten und der erschien zwar nett, aber ich hab keine Ahnung, was der den ganzen Tag macht. Ich denke ja, Schulpsychologen sitzen auch an einzelnen Personen und nehmen diese etwas auseinander, um ein Profil von bestimmten Personen zu erschließen um damit eventuell ihre Statistik fortführen zu können oder um anhand des Profils Schlussfolgerungen zu ziehen.
Aber der Typ saß eigentlich auch nur da, hat kurz mit mir geredet und sich überzeugen lassen, dass ich keine Geistesstörung habe.
Fand ich eigentlich recht arm.
"wirklich nachhilfe seitens lehrer, für was dieser im grunde bezahlt wird, gibt es kaum."
das hab ich mir auch schon oft gedacht.
viele lehrer rattern ihren stoff runter und wer nicht mit macht ist einfach zu dumm.wer stört ist ein psycho und wer gar nichts sagt ist ein amokläufer.
wir sehen es gibt nur verrückte oder schleimer![]()
Ich hatte Hauptschulempfehlung, war dann auf der Hauptschule und dann auf die Realschule hochgearbeitet und schließlich das Abi gemacht. Jetzt studier ich Maschinenbau. Als ich vor einigen Monaten meine Grundschullehrerin besucht hat fiel die von allen Wolken das ausgerechnet _ICH_ es "geschafft" (klingt so eitel) habe.
Ich war nie der Streber eher so ein "vier gewinnt" bis zum Abi. Dann bischen angestrengt und schwupps 2,4. Wenn ich mir manchmal so "disziplinierte" Streber bzw. schon fast Nerds in der Uni anschaue (Das wären die Kinder im Film in der Vergangenheit) die kaum soziale Fähigkeiten haben bin ich froh drum das mich meine Eltern einfach haben machen lassen.
nette vorurteile. vermutlich werden die "streber" gemobbt, gedehmütigt und dann maßen sie es sich auch noch an, mit den anderen personen in der klasse nicht zu sprechen?woher kommt das nur? es ist ein ewiger kreislauf im schulsystem und wird sich vermutlich nie ändern. was mich persönlich immer wieder an pubertierenden nervt, ist das anmaßende denken, dass sie etwas besonderes und individuelles wären und die welt nur auf ihre kommentare gewartet hätte. zum glück gibt es ausnahmen
Geändert von Leon der Pofi (03.11.2009 um 14:08 Uhr)
"was mich persönlich immer wieder an pubertierenden nervt, ist das anmaßende denken, dass sie etwas besonderes und individuelles wären "
das ist bestimmt die schuld der medien und der lehrer.die reden kindern ein sie sollten individuell sein.was in der schule aber gefordert wird anpassung.
diesen spagat schaffen viele nicht.
klingt eigentlich gar nicht so dumm,dabei sollte es erst ein witz sein
ich für meinen teil hatte schon eindruck das man es leichter hatte an gute noten zu kommen wenn man lieber nicht seine meinung gesagt hat.
Schön wie hier mal wieder einseitig gegen die Lehrer gewettert wird und die Schüler nur die armen Opfer sind....
Ich habe in meinem Freundeskreis viele Lehramtstudenten....mehrere sind schon in ihrem Referendariat. Nein, das sind nicht die, die sich vorne hinstellen und nur ihren Stoff durchpauken...das machen nämlich wirklich nur die wenigsten Lehrer... schon oft ist es passiert das diese Freunde mitunter bei uns am Tisch saßen und ihren Unterricht noch während des Vortrinkens zu irgendwelchen Parties im Kopf durchgegagngen sind etc. ....
Was ich von ihnen aber oft zu hören bekomme ist, dass eine klare Verweigerungshaltung bei den Schülern herrscht. Ganz schlimm an Haupt- und Realschulen....Gymnasium kommt das wohl auch so langsam....
Ja sie würden sich über eigenes denken und Beteiligung freuen....stattdessen werden sie oft als "Feind" gesehen...oder als jemand den man leicht verarschen kann....
Für mich liegt die Schuld mittlerweile ganz klar bei den Schülern selbst und bei den Eltern die ihrem Erziehungsauftrag nicht mehr gewachsen sind und das auf Lehrer abwälzen...Lehrer sind nur das Opfer einer beschießenen Bildungs- und Wertesituation in unserem Land! (Wie übrigens auch die armen Grundschulkinder...)
@Druck in Grundschulen:
Lächerliches aber auch zum nachdenken anregendes Symptom unserer tollen Leistungsgesellschaft.
Bei denen ist das Phänomen "Down-Shifting" wohl noch nicht angekommen^^
Aber muss mir das Video erst anschauen =)