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Thema: OT-Geplauder Nr. XLIX - Wenn die Sprechperlen wirken!

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  1. #1

    Examinierter Senfautomat
    stars_mod
    Guten Tag,

    Wenn ich mir die letzten Seiten so angucke, habe ich glatt wieder das Gefühl an meiner alten Schule zu sein. Um den Zusammenhang allerdings zu begreifen, muss man ein bisschen ausholen:

    Früher, als ich jünger war, war ich Schüler an einem katholischen Gymnasium. Das ergab sich allerdings nicht aus konfessionellen Gründen, sondern vielmehr aus der Tatsache heraus, dass der Leistungsstandard an der Schule zu dem Zeitpunkt sehr gut war und die Busanbindung für den Fahrschüler sehr gut war. Wie man sich allerdings denken kann, wurden auch katholische, in diesem Fall sogar franziskanische, Werte vermittelt. Die hauptsächliche Klientel der Schule dürfte somit bekannt sein.

    Irgendwann in der elften Klasse kam es jedenfalls dazu, dass von der Theater-AG ein Stück namens "Schokoladenmilch" aufgeführt wurde. Da das Stück nahezu inhaltsgleich mit dem Film ist, verweise ich mal hier auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel. Wenn man sich nun die Grundstruktur der Schule vor Augen führt, kann man sich schon vorstellen, was für Reaktionen folgten. Vom Schulträger kam nahezu sofort die Aufforderung das Stück abzusetzen, da es die Jugend "verderben" würde.

    Als Folge daraus, wurde dann eine Schulkonferenz einberufen, in der auch ich (als Schülervertreter) und mein Vater (als Elternvertreter) saßen. Während dieser Konferenz kamen dann auch wieder solche Sprüche wie: "Homosexualität ist doch eine heilbare Krankheit". Als ich das gehört habe, war ich wirklich auf 180 und kurz davor meinen Kopf demonstrativ auf den Tisch knallen zu lassen. Auch mein Vater konnte ob solcher Aussagen nur den Kopf schütteln. Zum Glück waren diese Aussagen allerdings in der Minderheit. Wäre es nach der Mehrheit der Eltern, Lehrer und Schüler gegangen, so wäre das Stück nicht abgesetzt worden. Letztendlich hatte allerdings leider der Schulträger das letzte Wort, so dass das Stück nicht mehr von der Theater-AG an unserer Schule aufgeführt werden durfte.

    Besondere Beachtung möchte ich jedoch auf die Worte "AG" und "unserer Schule" legen. Neben der Tatsache, dass es von allen Seiten Proteste gegen diese Entscheidung hagelte und diese auch in den Medien geäußert wurden, kamen wir nämlich auf eine sehr gute Idee, wie man das Verbot umgehen konnte. Zusammen mit der ehemaligen Theater-AG gründeten wir (die Leute, denen die Entscheidung nicht passte) einen eigenständigen Verein und führten das Stück mit öffentlicher Unterstützung und großem Erfolg an anderen Auftrittsorten fort. Und ein halbes Jahr später habe ich die Schule gewechselt. Dies aber auch aus anderen Gründen.

    Ich selbst bin zwar heterosexuell, habe aber auch mehrere homosexuelle Bekannte beiderlei Geschlechts und finde es wirklich zum Kotzen, wenn man heutzutage noch mit solchen Vorurteilen behaftet ist. Egal welcher Orientierung man nun angehört, der Mensch bleibt doch immer ein Mensch.

    Zitat Zitat von Van Tommels Beitrag anzeigen
    Nun ist es amtlich, ich darf nicht mehr reden. Komme grade vom HNO-Arzt. Die Entzündung in meinem Hals hat sich auf den Kehlkopf ausgebreitet und wurde zur Kehlkopfentzündung. Wieder mal ein Jackpot sondergleichen
    Das ist richtig unschön zu hören, vor allem, da ich selbst auch schon mal eine Kehlkopfentzündung hatte und weiß, wie blöd das ist. Vor allem das ewige Schweigen ging mir damals ziemlich auf den Wecker. Gute Besserung auf jeden Fall mal und werd' schnell wieder gesund!

  2. #2
    Zitat Zitat von BIT Beitrag anzeigen
    Sprüche wie: "Homosexualität ist doch eine heilbare Krankheit".
    Dazu muss ich jedoch sagen, dass auch an einer "normalen" Schule solche Auffassungen existieren. Ich selbst habe in meinem Kurs einen überzeugten Christen, der felsenfest der Meinung war, dass (Achtung, Zitat) "Schwulsein eine Krankheit ist, die man mit etlichen Läuterungsritualen bekämpfen und ausmerzen kann". Dann fing er an, in seinem Schlauen Büchlein irgendwas nachzulesen und kam mir dann an mit solchen angeblichen Fällen von Heilungen daher. Aber die Quelle war natürlich auch nur christlicher Natur. Natürlich. Wie kompetent

    So, und nun noch Dankeschön an alle Besserungswünscher und natürlich ein supermegagroßes Dankeschön an dieses Forum, ohne welches ich meinem Mitteilungsbedürfnis wohl völlig erliegen würde

  3. #3
    Nur ein zum Thema Homosexualität: Mein bester Freund ist schwul.
    Und ich behaupte ganz einfach mal, dass ihn gerade das zu meinem besten Freund macht. Es ist fast so wie mit meiner besten Freundin, aber auch wieder ganz anders. Schwer zu erklären.
    Auf jede Fall habe ich nichts gegen Homosexuelle.
    Ich finde es bewundernswert, wie er mit so manchen verbalen Seitenhieb umgeht. Und wenn wir neue Leute kennen lernen und die mich dann fragen: "Ist er..." und wirklich den Satz nicht beenden, dann bin ich echt genervt. Ich meine wir leben im 21. Jahrhundert, da kann man die Worte auch aussprechen, ohne Angst zu bekommen, das einem dann die Zunge abfällt... Auf jeden Fall sage ich dann immer, sie sollen ihn selber fragen. Im Sinne von "sich outen" und "geoutet werden". Das ist nämlich ein Unterschied. Und wenn sie dann doch den "Mut" aufbringen, ihm direkt ins Gesicht zu sehen und zu fragen, ist er immer ehrlich. Er versteckt sich nicht, auch nich vor Fremden und das finde ich echt gut.

    So soviel dazu...

  4. #4
    Ich kenne auch viele Homosexuelle, mit denen ich sehr gut auskomme und die auch Mitglieder meiner Familie sind, deswegen ärgere ich mich jetzt auch so über meinen Post.
    Einige Leute in meiner Nähe sind aber immer noch mit extremst unlogischen und vorallem unfreundlichen Vorstellungen belastet.
    Ich hasse es sowieso, dass einige Leute einfach nicht mit ihnen wie mit anderen Leuten reden können.
    Und Vorurteile kann ich sowieso nicht ab. Ich selbst leide sehr darunter, da ich früher einmal in einer geschlossenen Anstalt Insasse war.
    Natürlich ist dies nicht mit den total unbegründeten Vorurteilen gegenüber Homosexuellen zu vergleichen, da es sich bei mir tatsächlich um eine Krankheit handdelt und ich wirklich Probleme bereiten kann.
    Anscheinend werden Homosexuelle von einigen Leuten immer noch als Miderheit angesehen, was natürlich total lächerlich ist.
    Deswegen möchte ich mich nochmals entschuldigen.

  5. #5
    Zitat Zitat von Eilonwy Beitrag anzeigen
    Nur ein zum Thema Homosexualität: Mein bester Freund ist schwul.
    Und ich behaupte ganz einfach mal, dass ihn gerade das zu meinem besten Freund macht. Es ist fast so wie mit meiner besten Freundin, aber auch wieder ganz anders. Schwer zu erklären.
    Auf jede Fall habe ich nichts gegen Homosexuelle.
    Ich finde es bewundernswert, wie er mit so manchen verbalen Seitenhieb umgeht. Und wenn wir neue Leute kennen lernen und die mich dann fragen: "Ist er..." und wirklich den Satz nicht beenden, dann bin ich echt genervt. Ich meine wir leben im 21. Jahrhundert, da kann man die Worte auch aussprechen, ohne Angst zu bekommen, das einem dann die Zunge abfällt... Auf jeden Fall sage ich dann immer, sie sollen ihn selber fragen. Im Sinne von "sich outen" und "geoutet werden". Das ist nämlich ein Unterschied. Und wenn sie dann doch den "Mut" aufbringen, ihm direkt ins Gesicht zu sehen und zu fragen, ist er immer ehrlich. Er versteckt sich nicht, auch nich vor Fremden und das finde ich echt gut.
    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass dein bester Freund ungefähr gleich alt ist wie du. Und da bleibt einfach zu sagen, dass so etwas schon sehr ungewöhnlich ist. Also ich meine, dass der Homosexuelle bereits als Teenager über seine sexuelle Orientierung Bescheid weiss bzw. dass er sich sicher. Und natürlich, dass er sich in seinem Alter überhaupt traut sich zu outen bzw. sich hinzustellen und dazu zu stehen. Das gibt es nicht alle Tage, da verstehe ich kleines Gewundere unter anderen sogar.

    Wenn er jetzt aber wirklich so alt wie du bist, ist es sogar noch möglich, dass sich seine sexuelle Orientierung wieder (zurück-)ändert. In der Pubertät kann nämlich vieles passieren, manchmal auch nur phasenweise. (Natürlich wäre sowas auch bei erwachsenen möglich, lediglich viel seltener. Also die Veränderung vom Homosexuellen zum Heterosexuellen. Dass immer wieder 40 jährige Familienväter merken, dass sie nicht so ganz glücklich sind und sich ihre Orietierung ändert, das wissen wir ja bereits und ist nicht allzu selten. )

  6. #6
    Ich weiß was du meinst. Aber zu schreiben, dass er "vermutlich" oder "momentan" schwul ist, fand ich echt unpassend. Und er ist sich sicher. Endgültig lässt sich das vielleicht noch nicht sagen, da gibt es genug Studien von Jugendpsychologen und -forschern, die genau das belegen, was du sagst, aber ich werde die letzte sein, die ihn infrage stellt. Und ich kann die verwunderte Reaktion auch nachvollziehen. Am Anfang, als er mir, damals als bloße Vermutung seinerseits, das erzählt hat, war ich auch eher skeptisch, ob das eventuell nur "ein verwirrter Moment" war. Aber auch da habe ich ihm keine Vorhaltungen gemacht.
    Und es geht mir auch nicht um die verwunderte Reaktion als solche. Sondern eher, dass man sich immer noch scheut das Kind beim Namen zu nennen, auch wenn man damit aufwächst. Und immer noch abweisend reagiert.

  7. #7
    Zitat Zitat von Eilonwy Beitrag anzeigen
    Ich weiß was du meinst. Aber zu schreiben, dass er "vermutlich" oder "momentan" schwul ist, fand ich echt unpassend. Und er ist sich sicher. Endgültig lässt sich das vielleicht noch nicht sagen, da gibt es genug Studien von Jugendpsychologen und -forschern, die genau das belegen, was du sagst, aber ich werde die letzte sein, die ihn infrage stellt.
    Was hast denn du für ein Problem? o_Ô Ich habe das Gefühl so ganz locker kannst du mit der Sache auch nicht umgehen. Du bist ziemlich übersensibilisiert, was ja nicht gerade vermuten lässt, dass es für dich bereits völlig normal ist. Habe ich ihn irgendwo in Frage gestellt? Irgendwo strikt angezweifelt, dass er homosexuell ist?

    Ich habe lediglich geschrieben was sein könnte, was passieren könnte, was sich verändern könnte, was bleiben könnte. Ich habe nirgendwo vornweggenommen, dass er lediglich vorübergehend schwul ist, was du aber jetzt behauptest. Zudem sind meine Aussagen über das "was wäre wenn" etc. sehr verallgemeinert und bezieht sich mehr auf den Durchschnittsjugendlichen, als genau auf deinen Freund.


    Und ungewöhnlich ist es nunmal in aller Öffentlichkeit einem aufgeschlossenen 16 Jährigen Homosexuellen zu begegnen. Denn, wenn es überhaupt mal 16 Jährige gibt, die sich sicher sind, dann ist es eher die Ausnahme, dass sie es auch zugeben bzw. dazu zu stehen. Was aber natürlich auch vollkommen nachvollziehbar ist...
    Geändert von Sumbriva (02.03.2009 um 20:37 Uhr)

  8. #8
    Oh man... Tut mir leid. Ich wollte dich nich anmachen und dir irendetwas unterstellen oder so... >.>
    Ich reagiere da einfach empfindlich, weil er mein bester Freund ist, aber ich hab deinen Post nicht als Kritik an ihm aufgefasst oder so, wie du denkst, dass ich es aufgefasst habe...
    O_o ach, ich denke du hast mich falsch verstanden... >_<

  9. #9
    Wow, hier ist was los! Da geht man mal zwei Tage nicht aufs Forum (oder heißt es in?), und schon kommen 2 Seiten dazu. Scheint so, als wirkten die Sprechperlen^^.

    Zum Thema: Lustigerweise hat heute jemand zu genau diesem Thema in der Schule Plakate aufgehängt, welche motivieren sollen, sich im Unterricht und überhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen, eben zwecks Enttabuisierung und Bewustseinsbildung.
    Persönlich versuche ich damit so ungezwungen umzugehen wie möglich. Ich kann die Neigung zwar nicht nachvollziehen (oder vielleicht noch nicht, wie Sumbriva ganz treffend argumentiert), aber ich habe nichts gegen Homosexuelle. Das ist wie Religionen oder zig andere Gründe, wegen denen diskriminiert wird. Wegen mir soll jeder es so halten, wie es am besten für ihn/sie ist. Wenn es mich nicht trifft, erst recht. Ich kann leider nicht sagen, wie ich reagieren würde, sollte mich ein gleichgeschlechtlicher "anmachen", da mir so was noch nie passiert ist. Ich stelle mir die Situation unangenehm (im Sinne von peinlich) vor, da ich nicht wirklich wüsste, wie ich reagieren soll. Aber ich denke, wenn man alles klarstellt, sollte das doch in Ordnung gehen.

    Dass so viele Menschen gegen solche "ungewöhnlichen" Neigungen so negativ eingestellt sind, liegt glaub ich an der Angst vor allem Fremden, beziehungsweise vor allem, was sie selbst nicht nachvollziehen können. Daher auch die stärker werdende Xenophobie in so vielen Ländern, die von Immigration betroffen sind. Aber das ist ein anderes Thema.

    Nein, ernsthaft, ich glaube nicht, dass sexuelle Neigungen im alltäglichen Zusammenleben (also jetzt außerhalb von "engen Beziehungen") eine Rolle spielen sollten. Ich vermute (bin mir aber nicht sicher und es ist, wie gesagt, auch egal), dass mein Klavierlehrer schwul ist. Das ändert rein gar nichts an unserem Umgang miteinander (schlechte Formulierung, aber ich kanns grad nicht besser).


    So, tolle Rede (mit vielen Klammern), aber dennoch muss ich zugeben, dass ich trotz allem ein "komisches" Gefühl habe, wenn ich darüber nachdenke... Ich glaube es liegt eben daran, dass ich es nicht ganz nachvollziehen kann... Das ärgert mich jetzt, und ich werde alles versuchen, um so frei wie möglcih zu denken, aber ich glaube, dass man solche Vorurteile gesellschaftsbedingt "eingeeimpft" bekommt. Zugegebenermaßen ist es recht schwer sich davon zu distanzieren... was jetzt nicht heißt, dass ich irgendwen verachten oder ausstoßen würde, weil er Homosexuell ist!


    So, die tolle Rede ist hin... nun, so ist das Leben^^

    Aenarion

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