Die Hauptkritik ist doch afair, dass Stauffenberg den "Helden" des Films darstellt.
Wird irgendwo mal auf die negativen Seiten des Protagonisten und des ganzen Films verwiesen? (Du meinst ja, er sei historisch weitestgehend korrekt)
Die Hauptkritik ist doch afair, dass Stauffenberg den "Helden" des Films darstellt.
Wird irgendwo mal auf die negativen Seiten des Protagonisten und des ganzen Films verwiesen? (Du meinst ja, er sei historisch weitestgehend korrekt)
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Das wäre in der Tat interessant. Schließlich war Stauffenberg ein rechtsgerichteter Nationalkonservativer, der Demokratie ablehnte und Hitler eigentlich hauptsächlich deshalb aus dem Weg haben wollte, weil er den Krieg für Deutschland verloren wähnte. Kein wirklich toller Held also. In den Trailern kommt das nicht mal ansatzweise durch. Ist der Film da differenzierter?
Dieser ganze Stauffenberg Kult kotzt mich irgendwie sowieso an, wenn man bedenkt dass daneben die Widerstandskämpfer der Edelweißpiraten, die aus weitaus edleren Motiven gehandelt haben erst 2005 auch als solche anerkannt werden, nachdem sie auch nach dem Krieg noch strafrechtlich verfolgt wurden, von politischer Seite durch die CDU, die hierzu Vorwürfe zitierte, die aus den Ermittlungsprotokollen des Gestapo stammten.
Geändert von DieHeiligeSandale (24.01.2009 um 14:47 Uhr)
Film war sehr geil.... viele gute Schauspieler (auch 2-3 deutsche die schon in Der Untergang hervorragend Nazis gespielt haben).
Aber neben Cruise hat mich am meisten gefreut das man König Harkonnen aus Dune mal wieder gesehen hat
²Liferipper: Ahhrr richtig, wie konnte ich nur![]()
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Geändert von Zeuge Jenovas (25.01.2009 um 11:29 Uhr)
ich finde es allgemein nicht so gut, dass diese deutsche geschichte von hollywood aufgearbeitet wird. einen superstar-mission-impossible-actionhelden in die rolle zu bringen, gefiel mir auch nicht. es geht letztendlich nur um geld und quoten, wie bei allen kinofilmen, und dazu ist geschichte nicht da. es wurde ja schon gesagt, dass stauffenberg gar nicht so ein großer held war, wenn man sich mal die beweggründe anguckt o.O
es ist nicht notwendig, dass amerika ihn einfach als großen helden darstellt, mit einem profischauspieler, der allerdings bisher nur andere filme machte, weil er ja letztendlich eigentlich ein verräter war - auch wenn ich das natürlich nicht kritisieren will. aber irgendwas in mir sträubt sich dagegen, dass dieses stück deutscher geschichte so von den amis in zigtausend kilometern entfernten studios verzerrt wird...![]()
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Ganz genau... der Film wirkt sehr detailverliebt und auch irgendwie deutsch (Briefe werden auf deutsch geschrieben usw usw).
Außerdem kauft man Tom Cruise auch einfach jede Rolle ab da er einfach ALLES spielen kann. Gibt nur wenig Schauspieler die so ein fucking Talent haben imo (Johnny Depp, Will Smith)..
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wie bist du denn drauf?
=> //.°l <= ??
Zitat aus der Forennettikette:
ja, wenn ich ihn aus solchen anderen filmen nicht kannte, würde ich sie ihm auch ganz klar abkaufen.Zitat
aber ich bin immer an actionfilme erinnert, wenn ich ihn sehe. er sieht ihm auch ähnlich, aber jemand anders, der stauffenberg vielleicht weniger ähnlich sieht, dafür aber nicht dieses action-image hat, hätte mir besser gefallen.
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Irgendjemand sollte dich vielleicht darauf hinweisen, dass andere Kulturen nicht an der alldeutschen Trauma-Inszenierung teilhaben. Und das dies nicht der erste Fall von Vergewaltigung ist, dem sich Hollywood schuldig macht. Solltest mal sehen, wie oft sie den Wilden Westen schon krass und mit eindeutig ideologischen Zielen vergewaltigt haben. Es würde dir den Magen umdrehen.
natürlich finde ich verdrehungen nicht richtig. aber western guck ich eh nicht.
ich kann mich des gefühls nciht erwehren. tom cruise hat in einem interview gesagt, es fände es toll, dass er gelernt habe, dass nicht alle deutschen so waren, und dass es auch widerstand gab. er wusste bis zu den dreharbeiten nichts über widerstand im dritten reich und dachte alle deutschen seien nazis gewesen. das ist schonmal toll, wenn man das in amerika über uns denkt. scholl, weiße rose stauffenberg usw. sollten begriffe sein, die jeder kennt. aber immerhin hat ers dennoch geschafft, die rolle überzeugend zu spielen. punkt für ihn.
aber es wirkt auf mich einfach so, als wenn die amis denken, wir könnten uns mit unserer geschichte eh nicht auseinandersetzen und nehmen uns das also aus der hand. mit nazis habe ich nichts am hut.
die gefühle für familie usw. im film war auch nur für die quoten, weil eine liebesgeschichte vor dem hintergrund natürlich immer besser kommt. natürlich hat er frau, kinder, freunde usw. geliebt, aber das gehört, meiner meinung nach, nicht darein. deutsche filme wie "die luftbrücke" oder so was in der art nutzen auch nur die geschichte als hintergrund für die standard-liebesgeschichte: frau von nazi/ddr-offizier muss sich entscheiden zwischen ihm und einem jungen, spritzigen rebellen, und einer stirbt am ende.
zum glück war das hier nicht so. trotzdem finde ich den film zu starbesetzt und actiongeladen für ne doku und zu ernst für einen spielfilm, denn das thema eignet sich - meiner meinung nach - eher weniger für spielfilme. nach einem spielfilm will ich keine schlechte laune haben.
in spielfilmen geht es um profit, und den erreicht man, indem man die langeweile der wahrheit austauscht oder verzerrt. deshalb lehne ich solche filme (eigentlich) eh nicht. die emotionalisierung durch eine liebesgeschichte o.ä. finde ich ebenfalls falsch.
mfg, maxiking
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